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Unter der grünen Oberfläche, Agenden gegen Ungleichheit, Aufstehen oder verbindende Klassenpolitik, USA, China, 100 Jahre Sozialpartnerschaft, Autoindustrie u.v.a.m.

Ein extra-Heft zur Europa-Debatte!

Socialist Register

Steht die Welt auf dem Kopf? Was lassen die jüngsten sozialen und politischen Umwälzungen erwarten? Nüchterne Analysen für eine Linke in hektischen Zeiten sind gefragt. Das Socialist Register 2019.

Achtung Weihnachtsalarm!!!

Wie in jedem Jahr präsentieren wir vom Nikolaustag an die beliebten Geschenktipps des VSA: Teams und der Redaktion Sozialismus: Empfohlen werden VSA: Bücher, an denen wir mitgearbeitet haben oder die uns besonders am Herzen liegen, sowie ein zusätzliches Präsent, das wir mit Freuden verschenken würden. Wir bitten um Beachtung!

»Neu beginnen« in vier Runden

Tragfähige rote Fäden sind derzeit zwischen sozialdemokratischen Sinkflügen und LINKEN Fallstricken nicht leicht zu finden. Hilfreich ist da der Lebenslauf eines 90jährigen Sozialisten. Mit Heiner Halberstadt haben Frank Deppe und David Salomon Gespräche geführt, aus denen dieses Buch hervorgegangen ist: über Faschismus und Krieg, linke Sozialdemokratie im Kalten Krieg, Zusammenarbeit mit Kommunisten, Engagement in der Friedensbewegung (Ostermärsche), Kultur und Politik im Club Voltaire Frankfurt, dessen Mitgründer Halberstadt ist, die Bewegungen von 1968, schließlich sein Engagement als Gewerkschafter, Betriebsrat und Stadtverordneter. Lesenwert vor allem für die Sozialist*innen jüngerer Generationen.

Geschichte wird gemacht: Die 68er

Zum Ende des Jubiläumsjahres »50 Jahre 1968« veranstaltet der Studierendenverband vom 7. bis 9. Dezember den Kongress Geschichte wird gemacht!, an dem auch Autor*innen des Verlages teilnehmen werden (u.a. Frank Deppe und Bernd Riexinger). im ursprünglichen Aufruf heißt es: »Der historische SDS hat 1968 die Revolte gegen den ›Muff unter den Talaren‹ entscheidend mitgestaltet. Unsere Position zu 1968 lautet: Der Kampf um Freiheit, Frieden und Sozialismus geht weiter!«

Handbuch für Arbeitskämpfer*innen in der vierten Auflage

Von A wie »Alternativer Arbeitskampf« bis Z wie »Zugangsrecht (der Gewerkschaft im Betrieb)«: Peter Rennebergs in vielen Seminaren und beim Selbststudium bewährtes Lern- und Arbeitsbuch für die tarifpolitische Praxis erscheint in der vierten, nochmals aktualisierten Auflage. Das Handbuch stellt Grundlagen- und vertiefendes Wissen bereit: »Geboten wird eine sehr benutzerfreundliche Aufmachung der 10 umfangreichen, klar unterteilten Kapitel jeweils mit kurzen Zusammenfassungen, Lernzielen und Kontrollfragen. Bei den Ausführungen über Gewerkschaftsrechte im Betrieb, Aufgaben und Funktionen, bei ökonomischen Grundlagen und unternehmerischen Reaktionen wird immer auf gesellschaftliche Veränderungen eingegangen.« (EKZ-Bibliotheksservice zur Vorgängerauflage)

In Erinnerung an Elmar Altvater

Am 1. Mai 2018 verstarb mit Elmar Altvater einer der bedeutendsten kritischen Sozialwissenschaftler und einer der wichtigsten linken Intellektuellen in der Bundesrepublik (siehe auch den Nachruf des VSA: Teams und der Redaktion Sozialismus). Gemeinsam mit seiner langjährigen Lebensgefährtin Birgit Mahnkopf veranstaltet die Rosa-Luxemburg-Stiftung am 14. und 15. Dezember in Berlin ein Symposion zu seinen Ehren unter dem Titel »Der Springpunkt der Politischen Ökonomie – Das Kapital gegen Arbeit und Natur«. Um Anmeldung bis zum 5. Dezember wird gebeten.

VSA: Titel frisch besprochen

Alice Grünfelder schreibt am 25.11. in der taz unter dem Titel »Die neuen Seidenstraßen« über das neue Buch von Uwe Hoering Der Lange Marsch 2.0: »Hoering stellt seine Recherchen überzeugend in einen globalen Kontext, weshalb das schmale Buch als Einstiegslektüre in das Thema ›Neue Seidenstraßen‹ unbedingt zu empfehlen ist. Der geoökonomische Machtpoker hat längst begonnen.«
Ebenfalls in der taz schreibt Christopher Wimmer zu Bernd Riexingers Buch Neue Klassenpolitik am 24.11.: »›Klassenbewusstsein entsteht durch Erfahrung und deren bewusste Verarbeitung‹, schreibt Bernd Riexinger zu Recht. Die Frage bleibt nur, wer all dies machen soll. Und welche Kämpfe sind eigentlich bereits Klassenkämpfe? Ist es die Besetzung von Wohnungen, ist es das kollektive Fahren ohne Ticket, um für günstigeren Nahverkehr zu demonstrieren, oder sind es nur die klassischen Lohn- und Gewerkschaftskämpfe? Sie alle können zu Klassenkämpfen werden. Es muss nur gelingen, eine Politik des Antagonismus zu formulieren.«
Derselbe Autor – Christopher Wimmer – hat für die Jungle World (22.11.) mit Simon Sutterlütti, einem der Autoren des Buches Kapitalismus aufheben, ein Gespräch geführt über den Aufbau neuer gesellschaftlicher Formen, die ins Zentrum einer Theorie der Transformation rücken: »Herrschaft verlernen«, das wir zur Lektüre empfehlen.

Der 200-Jährige und die Gewerkschaften

Im 200. Geburtsjahr von Karl Marx fand eine breite Auseinandersetzung mit dem Autor des Kommunistischen Manifests und des »Kapital« in der Öffentlichkeit statt. Auch der VSA: Verlag hat hierzu – nicht erst zum Jahrestag – mit diversen Titeln beigetragen. Die gewerkschaftliche Debatte über die Aktualität der Kritik der Politischen Ökonomie war hingegen verhalten. Hat Karl Marx den Gewerkschaften im Gegenwartskapitalismus nichts mehr zu sagen? Der Frage ging nun die Konferenz »Karl Marx: Toter Hund oder Ratgeber für die Gewerkschaften?« nach, die das Forum Gewerkschaften der Zeitschrift Sozialismus.de gemeinsam mit dem Vorstandsbereich 07 der IG Metall am 24. November in Frankfurt am Main veranstaltete. Mit dabei waren Autorinnen und Autoren des Verlages.

Nachruf auf die SPD?

Ulrich Maurer, dessen Lebensweg 35 Jahre lang im Kampf in und mit der SPD verlief, zeichnet in seinem neuen Buch Wars das? ein Bild des Niedergangs dieser ehemals großen Partei. Dabei stellt er auch die Frage, ob der Abstieg der SPD nicht Bestandteil eines Endes der klassischen westlichen Parteiendemokratie sein könnte und welche Entwicklungen sich daraus ergeben. Vorgestellt wurde das Buch von Gregor Gysi und dem Autor am 2. November im »Goldenen Saal« des Jacob-Kaiser-Hauses des Deutschen Bundestags.

Das Elend auf europäischen Migrationsrouten

Auch wenn Nachwahl-Betrachtungen zeigen, dass die »Flüchtlingsfrage« in Bayern keineswegs wahlentscheidend war, bleibt das Thema als immer krasser zutage tretende Bruchstelle der Europäischen Union und der Protest gegen die Abwehr, Abschiebung und Bekämpfung von Zufluchtsuchenden allgegenwärtig. Was nicht nur rechtspopulistische Politiker*innen als »Asyltourismus« denunzieren, bedeutet für jene, die aus verschiedenen Gründen in Europa ein neues Leben beginnen wollen, Erniedrigung und Gewalt, Entbehrung und immer wieder Gefahr für Leib und Leben. Tobias Müllers Reportagen Hier draußen an der Grenze beschreiben die Auswirkungen einer Migrationspolitik, die vor allem repressive Elendsverwaltung betreibt. »Jungles« und Zäune, Polizisten und Soldaten, Volunteers und Schleuser, alle ziehen kreuz und quer durch Europa, auf Routen, die sich ständig ändern. Konstant bleibt nur eines: die extremen Umstände, denen die Betroffenen ausgesetzt sind.

Die Wohnmisere verstehen lernen

Jedes Jahr die gleiche Misere: Das Wintersemester geht los und Tausende Student*innen sind auf der Suche nach einer Bleibe. Auch wenn dies gerade zu Semesterbeginnt in den Fokus rückt, ist die Wohnungsnot kein Problem von Studierenden allein. Ganz im Gegenteil: Nicht nur in Großstädten und Ballungsgebieten steigen die Mieten in unbezahlbare Größenordnungen. Was sind die Gründe, was die Dimensionen? Heinz-J. Bontrup wirft in seinem Buch Wohnst Du noch...? einen grundsätzlichen analytischen Blick auf die Immobilienwirtschaft. Die Ergebnisse seiner Analyse helfen, die »Wohnkrise« besser zu verstehen und Alternativen zur aktuellen Wohnungspolitik zu entwickeln, die über halbherzige Neubauankündigungen und eine nicht greifende Mietpreisbremse hinausgehen.

Sozialpolitik als Armutszeugnis?

Ein neues Konzept für den »Sozialstaat 2025« stellt die SPD-Chefin Andrea Nahles in Aussicht – man wird sehen, ob das mehr als bloße Ankündigung bleibt. Aber in der Tat lohnt ein näheres Nachdenken über den Sozialstaat, um nicht in neuen Sackgassen zu landen. Das machen Renate Dillmann und Arian Schiffer-Nasserie in ihrem Buch Der soziale Staat deutlich: Warum ist »das Soziale«, getrennt von »der Wirtschaft«, überhaupt eine gesonderte Staatsaufgabe? Wieso gehört die Rücksichtnahme auf die sozialen Belange der Menschen nicht zum Auftrag der Ökonomie selbst? Weshalb werden Armut, Not und Unsicherheit nie überwunden, wenn doch ein mächtiger Sozialstaat ihnen seit 150 Jahren den Kampf ansagt? Das Buch richtet sich an Studierende des Sozialwesens und der Sozialwissenschaften, an Gewerkschafter*innen und Multiplikator*innen der politischen Bildung. Vor allem wendet es sich an die Betroffenen selbst.

Die Revolution in Rojava geht weiter

Rojava steht für ein einmaliges radikaldemokratisches, geschlechterbefreites und ökologisches Projekt im Westen Kurdistans (Nordsyrien). Es grenzt an ein Wunder, dass dieses noch immer existiert und Perspektiven für eine Lösung im Mittleren Osten bietet – trotz der menschenverachtenden Gräueltaten eines IS, trotz des syrischen Bürgerkriegs und trotz einer immer aggressiver und totalitärer werdenden Türkei. Die inzwischen vierte Auflage von Revolution in Rojava trägt dieser unübersichtlichen Gemengelage an neuen Entwicklungen Rechnung und wurde von den Autor*innen mit Infos aus erster Hand vor Ort umfassend aktualisiert.

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