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VSA: ist Mitglied des Freundeskreises der Kurt Wolff Stiftung zur Förderung einer vielfältigen Verlags- und Literaturszene

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Old Britain has gone: Harter Brexit schlägt progressive Transformation (Beiträge von HinrichKuhls, Jeremy Corbyn und Florian Weis); Eine linke Regierung in Spanien?; 70 Jahre Volksrepublik China; Rebellisches Erwachen in Lateinamerika; Deutsche Unsicherheitspolitik; SPD – Aufbruch in eine neue Zeit?; 15 Jahre Hartz IV– Ende der Ausreden; PISA 2018; Forum Gewerkschafen u.v.a.m.

Das aktuelle Supplement von Sozialismus.de (dort im Abo enthalten) Aus Erfahrungen lernen. Damit Sozialismus wieder zu einer realen Alternative wird ist auch separat erhältlich.

Socialist Register

Den kapitalistischen Marktdystopien zum Trotz – wie können wir eine Zukunft errichten, die vom Respekt für die Menschen und die Umwelt geprägt ist? Socialist Register 2020.

VSA: Frühjahrsprogramm online

Die für Frühjahr und Sommer 2020 geplanten Bücher können unter Das neue Programm angeschaut werden. Erscheinen wird in der AttacBasisText-Reihe ein Band zur – auch mit Blick auf die drohende Klimakatastrophe – notwendigen Verkehrswende (weitere Titel zu Post-Wachstum und Nulltarif waren bereits angekündigt und werden im Frühjahr erscheinen). Dem Engels-Jahr tragen wir mit einem Band Rechnung, in dem die »Naturfrage« ebenfalls thematisiert wird. Zu einer weiteren Klassikerin – Rosa Luxemburg – erscheinen gleich zwei bereits angekündigte Titel. Michael Brie wird den SOZIALISMUS neu entdecken und erläutern, was dieser in das Projekt einer sozial-ökologischen Transformation im 21. Jahrhundert einbringen könnte. Fluchtursachen in Afrika geht Reinhold Gütter in seinem neuem Buch nach, Wolfgang Müler untersucht, was von China und einer politischen Führung zu halten ist, die eine sozialistische Marktschaft praktiziert und seine Bevökerung zugleich einer ausgeprägten digitalen Kontrolle unterzieht. Klaus Busch sieht die EU in einer Zerreissprobe – nach Brexit und trotz neuer Kommission. Hartmut Meine hat sein Handbuch für Gewerkschafter*innen aktualisiert und Peter Renneberg steuert eine Anleitung zum Arbeitskampf bei. Bücher, die an Menschen und ihre bewegende Geschichte in schwierigsten Zeiten erinnern, runden das Programm ab.

Ein gutes neues Jahr 2020!

Das neue Jahrzehnt mit zu vielen Problemzuschreibungen, zu denen es sicherlich reichlich Anlass gibt, zu begrüßen, überlassen wir anderen. Auch wollen wir nicht – wie die FAZ und andere – darüber spekulieren, ob die »20er Jahre« diesmal besser werden als die »goldenen« vor 100 Jahren, die bekanntlich nicht gut endeten.

Wir schauen in unserem Neujahrsgruß auf Friedrich Engels’ Geburtstag vor 200 Jahren und verbinden damit zugleich den Wunsch, die 2020er Jahre mit den diesmal bevorstehenden Umbrüchen als Herausforderungen anzunehmen, für deren Bewältigung wir neue Ideen, gründliche Analysen und gute Argumente brauchen.

Eine schlechte Nachricht muss doch sein: Leider hat die Deutsche Post AG zum 1.1.2020 die Portogebühren für Bücher deutlich angehoben, insofern mussten wir unsere Versandkosten (siehe unter Bestellhinweise) ebenfalls moderat anpassen.

Crossover – für eine Stärkung der solidarischen Ressourcen

Ein zukunftsfester Sozialstaat ist unabdingbarer Bestandteil und Voraussetzung einer gelingenden sozial-ökologischen Modernisierungsstrategie: Angesichts der Umwälzungen in der Globalökonomie, des anstehenden bzw. bereits begonnenen Umbaus in Industrie und Dienstleistungen sowie der Anforderungen des Klima- und Umweltschutzes sind hierfür die konzeptionelle Kraft und das kompetente, sozial-integrative Handeln seitens der gesellschaftlichen Linken gefordert. Als Beitrag, die Diskussionen um ein »Crossover« unter den linken Parteiströmungen und sozial-ökologischen Bewegungen, Gewerkschaften und Vertreter*innen kritischer Wissenschaft zu beleben, versteht sich der von Stefan Stache und Wolf von Matzenau in Kooperation mit spw herausgegebene Band: Was heißt Erneuerung der Linken? Sozial-ökologischer Umbau und ein Sozialstaat für das 21. Jahrhundert. Er enthält kritische Analysen und Denkanstöße u.a. von: Dierk Hirschel, Joachim Rock, Gabriele Winker, Stefanie Hürtgen, Christoph Ehlscheid, Stefanie Janczyk, Holger Rogall, Kai Burmeister, Michael Vester.

Rosa Luxemburgs zündender Funke

Der marxistische Soziologe und Philosoph Michael Löwy entdeckte Rosa Luxemburgs Schriften als 16-Jähriger in Brasilien. »Im Laufe der folgenden Jahre habe ich noch eine ganze Reihe von anderen großen Persönlichkeiten – in fröhlicher Promiskuität – in mein persönliches ›Panthéon‹ aufgenommen ... Aber die (von Wuchs) kleine polnisch-jüdisch-deutsche Revolutionärin, die hinkte und einen steifen Nacken hatte, die zugleich sanft und unverschämt, brillant und schüchtern war, ist der am stärksten leuchtende Stern in dieser Konstellation. (...) Es liegt nun bei künftigen Generationen von Sozialisten und Kommunisten, sicherlich auch noch weitere Aspekte des ›Kulturschatzes‹ zu entdecken, den ihr Werk darstellt.« Michael Löwys neues Buch leistet Beihilfe zur Wiederentdeckung: Er arbeitet heraus, auf welch einmalige Weise Rosa Luxemburg noch immer die Geschichtsphilosophie, die politische Philosophie und die marxis­tische Erkenntnistheorie bereichert und so zur Erneuerung des Marxismus beiträgt.

Prävention und Demokratie in der digitalisierten Arbeitsgesellschaft

Ergebnisse und Erfahrungen aus der Debatte über die Humanisierung der Arbeit der 1970er Jahre in die heutige Zeit zu holen, heißt zunächst, Diskurse zweier getrennter Welten zu vermitteln: einer noch weitgehend analogen, nationalen Welt, einer Zeit ohne Smartphones, Tablets und Internet und einer zunehmend digitalen, globalen Arbeitswelt. Das gelingt nicht als technisch-technokratischer Transfer von Wissen, sondern nur im Dialog, argumentieren die Herausgeber*innen Arno Georg, Kerstin Guhlemann und Gerd Peter in dem Band Humanisierung der Arbeit 4.0. Die damals wie heute relevante Perspektive lautet: demokratische Arbeit im Epochenbruch gestalten.

VSA: Autor im Streitgespräch

Spiegel online hat zum Jahresende unter dem Titel »Es kann eben nicht jeder machen, wozu er Lust hat« ein Streitgespräch zum Grundeinkommen organisiert. Moderiert von Florian Diekmann und Marianne Wellershoff diskutieren der Wirtschaftsprüfer Brüne Schloen, der sagt, »ein Grundeinkommen von 1.500 Euro pro Monat könnte die Gesellschaft retten«, und der Gewerkschafter und Autor des VSA: Buchs Kapitalismus verstehen Ralf Krämer, der das für eine ungerechte wie illusorische Idee hält. Seine Kernargumente: »Warum sollten wir für eine Fantasie kämpfen, die vollkommen unrealistisch ist und nur vom Wesentlichen ablenkt? Höhere Löhne, bessere Arbeitszeiten und -bedingungen, mehr Personal für Bildung und Pflege, mehr Investitionen in die öffentliche Infrastruktur und den ökologischen Umbau, bessere Renten sowie Sozialleistungen – und dafür höhere Steuern für Reiche und finanzstarke Unternehmen: Das sind die konkreten und realen Kämpfe, für die wir als Gewerkschaft unsere Kraft einsetzen müssen. Damit können wir wirklich etwas bewirken.«

Hermann L. Gremliza (20.11.1940–20.12.2019) ist tot

Hermann L. Gremliza, seit 1974 Herausgeber der linken Monatszeitschrift »konkret«, ist am 20. Dezember 2019 im Alter von 79 Jahren nach langer Krankheit in Hamburg gestorben. Der VSA: Verlag, in dem er 1980 zusammen mit Heinrich Hannover den Band »Die Linke. Bilanz und Perspektiven für die 80er« herausgab, und das Zeitschriftprojekt Sozialismus.de haben großen Respekt vor seinen journalistischen und literarischen Leistung sowie dem Durchhaltevermögen und dem politischen Selbstverständnis von »konkret«, auch wenn wir politisch für andere Optionen stehen. Das machen Joachim Bischoff und Gerd Siebecke in einem Nachruf deutlich.

»Das Haus brennt ...«

Erst Attac, dann Campact, und nun soll auch noch der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) die Gemeinnützigkeit entzogen werden (siehe hierzu den Beitrag »Austrocknung politisch-zivilgesellschaftlichen Engagements« auf Sozialismus.de). Während Lobbygruppen der Industrie und auch Organisationen der Neuen Rechten weiterhin die Steuervorteile nutzen können, wird dem zivilgesellschaftlichem Engagement das Einwerben von Spenden mit dem Argument erschwert, sie würden sich in die politische Willensbildung einmischen. Das ist im Fall der VVN besonders perfide. Zu Recht protestiert die 94jährige Esther Bejarano (Foto: Angelika Warmuth/DPA), die als Mitglied eines Mädchen-Orchesters das Vernichtungslager Auschwitz überlebt hat, in einem »Offenen Brief« an Finanzminister Olaf Scholz gegen die »unsägliche Entscheidung«: »Das Haus brennt – und Sie sperren die Feuerwehr aus!« Wir schließen uns diesem Protest an.

Widerständige Gegenmacht

Eines der Jubiläen, die nicht weit im Vordergrund des öffentlichen Interesses stehen, obwohl sie das Alltagsleben entscheidend prägen, betrifft das Betriebsverfassungsgesetz. Vor 100 Jahren, am 4. Februar 1920, trat das Betriebsrätegesetz in Kraft, ein wichtiger Vorläufer dieses Gesetzes, das 1952 verabschiedet und 1972 und 2001 reformiert wurde. Inwiefern schon das Betriebsrätegesetz hinter den Zielen der vorausgegangenen revolutionären Bewegung zurückblieb, wie konfliktreich seine weitere Geschichte verlief und welche Herausforderungen seine Weiterentwicklung stellt, wird in einer Neuerscheinung in der VSA: Reihe WIDERSTÄNDIG erläutert. Der von Isaf Gün, Benedikt Hopmann und Reinhold Niemerg herausgegebene Band »Gegenmacht statt Ohnmacht. 100 Jahre Betriebsverfassungsgesetz: Der Kampf um Mitbestimmung, Gemeineigentum und Demokratisierung« bietet einen guten Überblick und Ansporn für Kolleg*innen, die an der Geschichte der Betriebsverfassung aktiv weiterarbeiten wollen. Das Buch hat eine so große Nachfrage ausgelöst, dass es nach knapp einer Woche vergriffen war. Wir haben umgehend eine Nachauflage bestellt, die in der dritten Januar-Woche ausgeliefert wird.

Wir gratulieren zum Bundesverdienstkreuz!

Für seine engagierte wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus, Antisemitismus und Populismus hat der VSA: Autor Hajo Funke das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Am 18. November, seinem 75. Geburtstag, wurden ihm die Ordensinsignien im Auftrag des Bundespräsidenten vom Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung, Steffen Krach, im Berliner Roten Rathaus überreicht (Foto: Landesarchiv Berlin). Hajo Funkes aktuelles Buch »Der Kampf um die Erinnerung. Hitlers Erlösungswahn und seine Opfer« durften wir bereits im Frühjahr verlegen.

Unabhängig und konzernfrei

Und schließlich gibt es noch mehr Anlass zur Freude: Im November ist der VSA: Verlag in den Freundeskreis der Kurt Wolff Stiftung zur Förderung einer vielfältigen Verlags- und Literaturszene aufgenommen worden. Die Stiftung versteht sich als Interessenvertretung unabhängiger deutscher Verlage, die man auch als konzernfreie Verlage bezeichnen könnte und deren Wirken wir gern unterstützen. Gespannt blicken wir auf die neue Zusammenarbeit mit unseren Kolleginnen und Kollegen aus der vielfältigen unabhängigen Verlagswelt! Und bereits seit September dieses Jahres arbeiten wir mit bei der Liste unabhängiger Verlag Hamburg LuV. Deren Botschaft ist: Lesen kann entspannen, Lesen kann aufregend sein, Lesen bringt Wissen und nützt der Erkenntnisfindung: LESEN HILFT!

Menschenwürdige Arbeit – weltweit

Ebenfalls auf 100 Jahre kann die Internationale Arbeitsorganisation, englisch ILO (International Labour Organisation) zurückblicken. Und auch bei dieser Organisation ist das Wissen um ihre Aufgaben und ihre Geschichte ausbaubar und bleiben Aufgaben uneingelöst. Vor allem letzteres hat bereits viel mit den Umständen ihrer Gründung zu tun. In dem Band »Ursprünge der ILO« wird daher der Fokus vor allem auf die Rolle der Gewerkschaften bei der Gründung einer Einrichtung gelegt, in der Regierungen, Gewerkschaften und Arbeitgeber zusammenwirken sollen, um soziale Gerechtigkeit sowie Menschen- und Arbeitsrechte zu befördern. Wir freuen uns, dass mit Rainer Tosstorff ein ausgewiesener Kenner der Geschichte der Arbeiter*innenbewegung die Fäden der Entstehung der heutigen Sonderorganisation der UNO entwirrt. Dabei gelingt es ihm, auch mit Blick auf die heutigen Herausforderungen, darzulegen, wie es dazu kam, »dass ihre reale Gestalt weit von den Forderungen und Erwartungen entfernt blieb, wie sie von der internationalen Gewerkschaftsbewegung im Ersten Weltkrieg formuliert worden waren«.

Kritische Wissenschaft, 2019er-Jahrgang

Verlässlich am Jahresende erscheint seit 2012 bei VSA: das Jahrbuch WORK IN PROGRESS. WORK ON PROGRESS mit Forschungsbeiträgen von Promotionsstipendiat*innen der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Auch in diesem Jahr schreiben die Autor*innen mit ihren Beiträgen kritische Wissenschaft fort. Das Herausgeber*innenkollektiv unterstreicht eines der Anliegen des Jahrbuchs: »Der Antagonismus von Unterdrückung und Emanzipation, von Repressionen und Utopien, der über den Geschehnissen von 2019 und den ins Bewusstsein tretenden historischen Ereignissen steht, spiegelt sich ... ebenso in den Beiträgen … wider.« Die in ihrer Vielfalt erneut lesenswerten Texte der Nachwuchswissenschaftler*innen erscheinen unter den Rubriken »Erkenntnistheorie & Methodik«, »Arbeit«, »Transformation von Staatlichkeit«, »Gewalt & Erinnerung«, »Körper – Macht – Identität – Gender«, »Emanzipation & Utopie«. Abgerundet wird der Band von einem Nachwort von Marcus Hawel und Stefan Kalmring über »Autorität, Führung und Zentralismus in linken Theorien«.

»Geraubte Leben« – Erinnerung vor Ort

In der niedersächsischen Kleinstadt Burgwedel wurden am 23. November 28 neue »Stolpersteine« verlegt. Sie erinnern an Babys osteuropäischer Zwangsarbeiterinnen, die am Ende des Zweiten Weltkriegs in der dortigen »Ausländerkinder-Pflegestätte« zu Tode kamen. Anschließend wurde im Rathaus das im VSA: Verlag erschienene Buch »Geraubte Leben. Spurensuche: Burgwedel während der NS-Zeit« vorgestellt. Irmtraud Heike und Jürgen Zimmer haben die Geschichte der Kleinkinder und ihrer Mütter recherchiert. Außerdem enthält ihr Buch die Biografie des ebenfalls in Burgwedel in den Tod getriebenen jüdischen Arztes Dr. Albert David sowie Forschungen zu Angehörigen von Sinti, die zeitweise im Ort lebten und in Auschwitz umgebracht wurden. Die »Spurensuche« zeigt, wie es vor Ort gelingen kann, Erinnerungen an die NS-Zeit für nachfolgende Generationen zu bewahren.

Die Linke und die Religion

Kirche und sozialistische Arbeiterbewegung hatten von Anbeginn ein schwieriges Verhältnis. Was heißt das für Linke heute? Wie sehen sie das Verhältnis der Religionen zum Staat, im Streit um Kopftuch, Militärseelsorge oder Religionsunterricht? Und was sind die Maßstäbe für eine linke Religionspolitik? Der von Cornelia Hildebrandt, Jürgen Klute, Helge Meves und Franz Segbers herausgegebene Band Die Linke und die Religion. Geschichte, Konflikte und Konturen spannt den Bogen von theoretischen und historischen Beiträgen bis zu aktuellen Streitfragen.

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