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Die schwierigen Zeiten halten an. Pablo Nerudas »Ode an das Buch« hilft weiterhin.

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Gewerkschafter*innen gegen Aufrüstung | Das Inflationsmonster | Der Wirtschaftskrieg | Die Jugend 2022 | Inflation oder Rezession? | Blockaden in Frankreich, Vertragsbruch in GB, Bidens Chance in den USA | Wie muss man China diskutieren? | Enrico Berlinguer u.v.a.m.

Socialist Register

Das weithin anerkannte internationale Phänomen der »neuen Polarisierung bei alten Widerssprüchen« verdient den genaueren Blick. Socialist Register 2022.

Bedrohliche Lage auf dem Buchmarkt betrifft auch uns


bereits Anfang Juli hat die F.A.Z. über die »bedrohliche Lage am Buchmarkt« berichtet und mit Bezug auf die Jahrespressekonferenz des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels notiert, dass sich nach der Pandemie »nun ein ›Allzeittief beim Konsumklima‹ in Verbindung mit explodierenden Papier- und Druckkosten aus[wirke]«. Im Klartext: Neben höheren Kosten sind massive Umsatzrückgänge zu konstatieren, die sich im Laufe des Juli weiter verschärft haben. Insbesondere unabhängige Verlage sind davon besonders betroffen, bei den linken Verlagen kommt noch die Kaufzurückhaltung infolge des Ukraine-Kriegs on top.

Auch an uns ist diese Entwicklung nicht vorbeigegangen, wir mussten Titel aus dem Frühjahr verschieben. Andere Verlage setzen auf Crowdfunding für ihr Herbsprogramm 2022, weil sonst dessen Realisierung nicht gestemmt werden kann.

Soweit gehen wir nicht, bitten aber alle, die unsere Arbeit neben dem Kauf von Büchern finanziell unterstützen können, um eine Spende auf das Konto:
VSA: Verlag Hamburg | GLS Bank Bochum
IBAN: DE 0343 0609 6720 2812 4100 | BIC: GENODEM1GLS

Dafür bedanken wir uns im voraus und bieten dafür den zweiten Teil unseres ambitionierten Jubiläumsprogramms anlässlich 50 Jahre VSA: Verlag (hier noch einmal der Hinweis auf die Präsentation einer unvollständigen Geschichte mit dem Versuch, den Blick zurück mit einem in die Gegenwart und auch nach vorn zu verbinden).

Die Ankündigung unseres Herbstprogramms 2022 ist online

Die Titel für den Herbst 2022 sind online. Wir haben uns bemüht, gemeinsam mit unseren Autorinnen und Autoren Hintergründe zu Themen wie Russlands Kapitalismus und der Ukraine-Krieg sowie die sich abzeichnenden sozialen Kippunkte hierzulande auszuleuchten. Hinzu kommen wichtige grundsätzliche Fragestellungen wie Nachhaltigkeit und Gleichstellung von Frauen und Männern sowie die Fortsetzung der »neuen« Sozialismus-Debatte für das 21. Jahrhundert und um Utopien. Dazu gehören weitere Texte zu einem linken China-Diskurs und natürlich zum langjährigen Gewerkschafts-Schwerpunkt im Verlagsprogramm. Dem Thema »Erinnerungskultur« sind diesmal gleich mehrere Neuerscheinungen gewidmet. Aber schaut bitte selbst unter www.vsa-verlag.de/das_neue_programm/herbst_2022/ nach, ein Klick auf den Buchtitel öffnet die jeweilige Detailseite. Die Buchhandels-Kolleg*innen können sich zudem die Herbst-Vorschau sowie ein Reise-Auftragsformular als pdf-Datei herunterladen.

50 Jahre Streit ums Recht

Nicht nur wir begehen in diesem Jahr unser 50-jähriges Jubiläum, sondern auch die »Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen« (VDJ). Recht ist nicht neutral und in der Regel auch nicht ­emanzipatorisch. Es stabilisiert die Herrschaft in einer patriarchal-kapitalistischen ­Gesellschaft. Deshalb sind Juristinnen und Juristen keine ­revolutionäre Avantgarde und können es nicht sein. Aber sie wissen: Dasselbe Recht kann auch zugunsten der Machtlosen, Unterdrückten und Verfolgten eingesetzt werden. Für ein progressives Recht, für soziale Gerechtigkeit und ­Solidarität streiten die in der VDJ Organisierten seit ihrer Gründung mit ­Leidenschaft. Sie stellten und stellen ihre Fähigkeiten in den Dienst der Arbeiter­bewegung, der Kämpfe für Demokratie und Menschenrechte – und das auf ­internationaler Ebene. Sie haben etwas bewegt. Einblicke in diese Geschichte erlauben die Beiträge in dem Buch Streit ums Recht, das Ende August erscheint und im Rahmen einer Jubiläums-Festveranstaltung am 24.9. im Literaturhaus Frankfurt a.M. vorgestellt wird.

Lieferkettenprobleme auch bei VSA: Büchern


Zur aktuellen Problematik auf dem Buchmarkt gehören längere Lieferzeiten für fertiggestellte Titel. Das betrifft die bereits im letzten Newsletter vorgestellten VSA: Bücher. Die ersten beiden Bände der Reihe ZWISCHENRUFE aus dem IG Metall Bildungszentrum Sprockhövel – »Jetzt erst Recht! Spurensuche für eine menschliche Gesellschaft trotz Corona« und »Emanzipatorische Bildungsarbeit. Herausforderungen in unsicheren Zeiten« – erscheinen dieser Tage, die Auslieferung von Mario Keßlers Band zu »Sozialisten gegen Antisemitismus« wird Ende August/Anfang September erfolgen, ebenso wie der zweite Titel des LinkenChinaDiskurses »Immer noch tastend den Fluss überqueren. Chinas marktsozialistisches Modell verstehen« und der von Marianne Giesert, Tobias Reuter und Anja Liebrich herausgegebene Band »Mit psychischer Beeinträchtigung umgehen (statt sie zu umgehen)«. Auch die »revolutionären Grüße« aus dem Postkartenbuch zur Hamburger Arbeiterbewegung erwarten wir dann. Wir bitten um Verständnis und Nachsicht!

Aber VSA: Bücher werden besprochen!


Die Redaktion des Infomagazins der DGB-Jugend »soli aktuell« hat in der August-Ausgabe einen »Streik-Tipp: Warum gibt es bei Amazon gleichzeitig Streiks und eine Hinnahme der Arbeitsbedingungen? Autorin Sabrina Apicella nimmt das Prinzip Versandriese auseinander und erklärt die neue Fabrikarbeit«.

In der Juni-Nummer von »Z. Zeitschrift Marxistische Erneuerung« empfiehlt Jakob Migenda Frank Deppes letztes Buch SOZIALISMUS: »Es ist kein Nachschlagewerk, um auf die Schnelle nachzuschauen, was Sozialist*in X zu Frage Y im Jahr Z gesagt hat, sondern ein Buch, das es lohnt, von vorne bis hinten gelesen zu werden.«

In der gleichen Ausgabe bespricht Jörg Goldberg ausführlich Stephan Krügers Buch Grundeigentum, Bodenrente und die Ressourcen der Erde: »Die Bodenfrage ist ein zentraler Ansatzpunkt im Kampf für die Transformation der Gesellschaft, für die Lösung der sozialen und ökologischen Widersprüche der Gegenwart. Dies herausgearbeitet zu haben, ist ein wichtiges Verdienst dieses Buches.«

Schon in den ver.di News 8 vom Mai hatte Redakteurin Heike Langenberg notiert: »›Fahren wir zusammen?‹ ist ein wunderbarer Titel für eine (noch) ungewöhnliche Allianz zwischen Gewerkschaft und ökosozialer Bewegung. [...] Mit diesem Band legen Steffen Liebig und Kim Lucht erstmals eine systematische Untersuchung dieser Allianz vor.«

Die Zeitschrift der Akademie für öffentliche Gesundheitswesen »Blickpunkt Öffentliche Gesundheit« findet in ihrer Ausgabe 2/2022, »Dr. Gine Elsner, Professorin im Ruhestand und bis 2009 Direktorin des Instituts für Arbeitsmedizin des Fachbereichs Humanmedizin an der Frankfurter Universität, hat ein bemerkenswertes Buch über die Geschichte der (bundes-)deutschen Gesundheitsämter geschrieben.« Das finden wir auch.

Über den Umgang mit gern verschwiegenen »zweiten Krankheiten«

Nicht zuletzt die Erfahrungen der Corona-Pandemie haben deutlich gemacht: Betroffenen von psychischen Krankheiten fehlt häufig das Wissen über Handlungs- und Unterstützungsmöglichkeiten, Betrieben und Behörden die entsprechende Handlungskompetenz. Hinzu kommt die Frage nach dem Umgang mit der Stigmatisierung als zusätzliche »zweite Krankheit«. Die agierenden Personen sind dabei nicht auf sich alleine gestellt. Es existieren zahlreiche externe Unterstützungsmöglichkeiten. Jedoch zeigt die Praxis auch hier einen großen Handlungsbedarf hinsichtlich der Vernetzung interner und externer Akteur*innen. Darauf orientieren die Autor*innen in dem von Marianne Giesert, Tobias Reuter und Anja Liebrich herausgegebenen Band »Mit psychischer Beeinträchtigung umgehen (statt sie zu umgehen)«. Psychische Gesundheit ist eine wichtige Voraussetzung für Arbeitsfähigkeit, Teilhabe und Lebensqualität, die alle Beteiligten des Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) vor besondere Herausforderungen stellen.

Unser Tipp: Nachlesen für die »Konzertierte Aktion«

Als im Jahr 2017 zum 150. Erscheinungsdatums von Marx’ »Das Kapital« im Hamburger Museum der Arbeit eine gleichnamige Ausstellung gezeigt wurde, war auch eine Ausgabe des damaligen Ersten Bürgermeisters der Stadt, Olaf Scholz, zu sehen. Das »Hamburger Abendblatt« vermerkte, er »hat es gelesen und die wichtigen Stellen farbig markiert«. Welche das waren, wurde nicht berichtet und waren auch in der Ausstellung nicht zu sehen.

Jetzt ist der SPD-Politiker Bundeskanzler und hatte am 4. Juli zu einem ersten Treffen einer »Konzertierten Aktion« eingeladen, um mit Arbeigeber*innen, Gewerkschafter*innen, Wissenschaft und Politik zu diskutieren, »wie wir mit der aktuellen Preisentwicklung umgehen«. Zur Vorbereitung der absehbaren Verteilungskämpfe wäre ein nochmaliger Blick in das Gelesene nützlich, gern auch in einer neuen Textausgabe, falls die alte zu viele farbige Markierungen enthält. Aber bekanntlich hat ein Bundeskanzler weniger Zeit als ein Hamburger Bürgermeister, deshalb empfehlen wir die Lektüre des »kleinen Kapital«, in dem es um »Lohn, Preis und Profit« geht. Sollte sich der Kanzler einen Urlaub gönnen können, auch wenn es in diesem Jahr vermutlich keine politische Sommerpause geben wird, würde der schmale Band das Gepäck nur wenig belasten.

Angenehme Sommertage wünscht allen Daheimbleibenden
das VSA: Team aus Hamburg

Postkolonialismus und Antisemitismus

Foto: Swen Pförtner (picture alliance/dpa)

Es ist gut, dass der Bundespräsident eine Rede zur Eröffnung der documenta hielt – trotz der bereits im Vorfeld und auch jetzt noch anhaltenden Kontroversen u.a. über an antisemitische Stereotype erinnernde Bildsprache in einem inzwischen entfernten Wandbild eines indonesischen Künstlerkollektivs. Frank-Walter Steinmeier zitierte den Video- und Installationskünstler Leon Kahane, der in Süddeutschen geschrieben hatte: »Es gibt Widersprüche zwischen den Argumenten und Schlüssen, die sich aus der Aufarbeitung des Kolonialismus und der Shoah ergeben. Diese Widersprüche lassen sich nicht auflösen. Sie lassen sich nur aushalten, besprechen und anerkennen.« Zum Besprechen empfehlen wir das kürzlich in einer 2. erweiterten Auflage erschienene Buch »Postkolonialer Antisemitismus?« von Micha Brumlik. Wortmeldungen zur »Identität von Postkolonialismus und Antisemitismus« oder zum Verbot von Kunstwerken seitens wortgewaltiger Eliten in Politik & Medien, die ohne Probleme Festspiele auf dem Grünen Hügel in Bayreuth besuchen, dessen Namensgeber in seiner Schrift »Das Judenthum in der Musik« offen antisemitisch auftrat, sind dagegen kein Beitrag zur Aufarbeitung.

Hamburgs Arbeiterbewegung sendet revolutionäre und andere Grüße

Mehr als 30 Autor*innen werfen Schlaglichter auf die wechselvolle Geschichte der Arbeiterbewegung in Hamburg, indem sie Postkarten aus fünf Jahrzehnten zusammengetragen und historisch kommentiert haben. In dem von René Senenko herausgegebenen Band geht es zum Beispiel um Frauen im Parlament wie Luise Zietz und Johanne Reitze, um die Sülzeunruhen, das Hamburger Gewerkschaftshaus als »unsere geistige Waffenschmiede« (August Bebel), die Bornplatzsynagoge, Heinrich Heine und sein Verschwinden aus Hamburg und Altona, Arbeiterfußball in Stellingen, die »Deutsche Malerjugend« und ihr Denkmal einer sozialen Utopie, das Mädchen mit den märchenroten Haaren und »den schönsten Mann im Staate«, Widerstand und Sabotage im Hafen gegen Waffenlieferungen an Franco und vieles andere mehr. Einzelporträts verhelfen zum tieferen Verständnis der politischen Motive der Akteur*innen. Viele der Kartengrüße finden nach 80 bis 100 Jahren nun erstmals ein Publikum. Auch darin liegt der Reiz des Buches.

Stoppt den Krieg! Nieder mit den Waffen!

Das Thema Krieg beschäftig uns weiterhin. Dazu haben Antje Vollmer, Daniela Dahn, Dieter Klein, Gabriele Zimmer, Ingo Schulze, Michael Brie und Peter Brandt in ihrer Flugschrift »Neubeginn. Aufbegehren gegen Krise und Krieg« bei der berechtigten Forderung, den Überfall der russischen Armee auf die Ukraine zu verurteilen, aus unserer Sicht zu Recht gemahnt: »Der ständigen Produktion von globalen Feindbildern – sei es nun Russland, China oder der Islam – muss Einhalt geboten werden.«

Dass in Russland bei aller positiven Bedeutung, die die Revolution von 1917 und die Rolle der Bolschewiki für die Entwicklung des riesigen Landes hatte, schon in den ersten Jahren Diverses falsch gelaufen ist, darauf haben sowohl Rosa Luxemburg als auch Paul Levi bereits früh hingewiesen, wie aus der Neuauflage der viel zitierten, aber selten gelesenen Schrift »Die Russische Revolution« hervorgeht.

Unterstützungsmöglichkeit für Journalist*innen

Da in Kriegen die Wahrheit bekanntlich immer als erstes unter die Räder kommt, haben wir auf einer Extra-Seite Unterstützungsmöglichkeiten und Netzwerke für kritische Journalist*innen aus der Ukraine und Russland zusammengestellt.

Vom Abseits in die Mitte

Die Pandemie ist keineswegs vorbei, die Gesundheitsämter haben eine neue Bedeutung erhalten. Doch warum ist die Institution, die in der Weimarer Republik eine Blütezeit erlebte, ins Abseits geraten? Dem geht Gine Elsner in ihrer Studie »Vom Abseits in die Mitte: die Gesundheitsämter. Kreisärzte, Medizinalräte, Amtsärzte: Geschichte und Aktualität einer Institution« nach, stellt die Funktion dieser Institution dar und zeichnet vor allem ihre Geschichte nach. Der öffentliche Gesundheitsdienst begann im 19. Jahrhundert in Preußen mit den Kreisärzten und der Cholera. Schließlich standen den staatlichen Kreisärzten kommunale Gesundheitsamtsärzte der Gemeinden gegenüber. Der Nazistaat vereinheitlichte das Gesundheitswesen, alle Gesundheitsämter wurden staatlich. Sie dienten nun der eugenischen »Ausmerzung«. Die Alliierten ließen die Gesundheitsämter weitgehend ungeschoren, denn sie brauchten sie gegen Seuchen und unzureichende Hygienebedingungen. Im Kalten Krieg wurden kollektive Gesundheitseinrichtungen als »kommunistisches Teufelswerk« angesehen und selbstständige Artzpraxen ­favorisiert. Gesundheitsämter gerieten ins Abseits. Bis Corona kam.

Wir haben regelmäßig darüber informiert, warum und in welchem Ausmaß Corona auch unsere Arbeit beeinträchtigt, und um Unterstützung gebeten. Dieser Bitte sind Autor:innen, Freund:innen und viele Leser:innen gefolgt.


Ein großer Dank an alle, die geholfen haben. Wir sind auch weiterhin auf Unterstützung angewiesen. Deshalb bei der Lieblingsbuchhandlung vor Ort bestellen, die ebenfalls Zuspruch benötigt, oder auf der VSA: Website.

Spenden

Für alle diejenigen, die das können und die Arbeit des Verlages durch eine finanzielle Zuwendung unterstützen möchten, gibt es folgendes Spendenkonto:

VSA: Verlag Hamburg | GLS Bank Bochum
IBAN: DE 0343 0609 6720 2812 4100
BIC: GENODEM1GLS

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