Die Angaben zu Autor*innen, Titel, Umfängen und Erscheinungsterminen sowie die Umschlagabbildungen sind bis zum Erscheinen vorläufig, auch Änderungen der Ladenpreise müssen wir uns vorbehalten. Alle Preise enthalten die gesetzliche MwSt. Hinzu kommen ggf. Versandkosten

VSA: bei Facebook
VSA: bei  Bluesky
VSA: bei Instagram
VSA: bei YouTube

Die schwierigen Zeiten halten an. Pablo Nerudas »Ode an das Buch« hilft weiterhin.

VSA: ist Mitglied des Freundes-
kreises der Kurt Wolff Stiftung

VSA: arbeitet mit bei

Krieg, Frieden und die Linke | Kaufhäuser | Quo vadis Thüringen? | Politisch-ökonomische Umbrüche in Frankreich, Südafrika & China | Degrowth-Kommunismus als Ausweg? | IG Metall vor schwieriger Tarifrunde | Studieren, Arbeiten – und Organisieren? | Militärdiktatur in Griechenland von 1967 bis 1974 | 80 Jahre Warschauer Aufstand u.v.a.m.

50 Jahre Analysen & Alternativen

Einige Kontinuitäten aus 50 Jahren Verlagsarbeit gibt es in dieser Präsentation.

Socialist Register

Im Socialist Register 2024 – dem Jahrbuchs der Internationalen Linken – werden die Möglichkeiten einer ausgewogenen Weltordnung angesichts der jüngsten Konflikte zwischen den Großmächten der Welt untersucht.

VSA: Herbstprogramm 2024



Wie bereits bei vorherigen Programmen stellen wir die für den Herbst 2024 geplanten neuen Bücher erst nach und nach auf der VSA: Webseite vor, gefolgt von den bereits für das Frühjahr 2024 angekündigten Titeln. Es lohnt also in den kommenden Wochen immer mal wieder ein Besuch bei uns im Internet.

Lieferverzögerungen

nach intensiven und harten Verhandlungen hat ver.di in der sechsten Verhandlungsrunde am 21. Juni 2024 dem Bundesverband Druck und Medien (BVDM) einen Tarifabschluss für die Beschäftigten der Druckindustrie abringen können. Dieses über Monate hart erkämpfte Ergebnis, von dem ver.di selbst notiert, dass es »Licht und Schatten« hat (dauerhaft wirksame Lohnerhöhung um insgesamt 7,8% sowie überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen, bei gleichzeitiger sehr langer Laufzeit von 29 Monaten; Details auf der ver.di-Seite), konnte nur aufgrund einer starken Streikbewegung erzielt werden.

Zu den Streik- und Aktionsbetrieben gehörten auch Druckereien, bei denen wir Bücher in Auftrag gegeben hatten, die nun mit Verzögerung ausgeliefert wurden bzw. werden. Als gewerkschaftlich orientierter Verlag haben wir vollstes Verständnis für die Aktionen der Kolleg*innen, zumal demnächst die 5. aktualisierte Ausgabe des Handbuch Tarifpolitik und Arbeitskampf von Peter Renneberg im Rahmen des Herbstprogramms erscheinen wird.

Wir trauern um unsere Autorin Jane McAlevey (1964–2024)

Im Alter von nur 59 Jahren hat die amerikanische Wissenschaftlerin und Gewerkschaftsaktivistin Jane McAlevey den Kampf gegen die seltene Krebserkrankung Multiple Myelom verloren und verstarb am 7. Juli in Muir Beach, Kalifornien. Neben ihrer Arbeit als Wissenschaftlerin war sie vor allem als kämpferische Gewerkschaftsorganisatorin aktiv. Nach ihrer Überzeugung sind von den Beschäftigten selbst getragene Gewerkschaften – von unten nach oben und nicht von oben nach unten geführt – die wirksamsten Mittel zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Ungleichheit und zur Sicherung der Demokratie.

Ihre Erfahrungen hat sie in mehreren Büchern weitergeben, von denen wir zwei mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der IG Metall-Jugend veröffentlicht haben: Im Jahr 2019 erschien Keine halben Sachen. Machtaufbau durch Organizing und 2021 der Band  Macht. Gemeinsame Sache. Gewerkschaften, Organizing und der Kampf um die Demokratie. Diesen zweiten Band hat sie auf mehreren Veranstaltungen in Deutschland unter den schwierigen Bedingungen der Corona-Pandemie vorgestellt. Ihre zentrale Botschaft lautet: »Gestärkte und erneuerte Gewerkschaften gewinnen im Kampf um höhere Einkommen, gute Arbeit und gesellschaftlichen Fortschritt nicht nur neue Mitglieder, sondern werden auch den Rechtspopulismus zurückdrängen und die Demokratie stärken.« Wir trauern um unsere Autorin und verweisen auf die ausführliche Würdigung der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Auch die New York Times hat einen langen Nachruf auf Jane McAlevey veröffentlicht.

Frisch besprochen

Den von Margareta Steinrücke und Beate Zimpelmann im Frühjahrsprogramm herausgegebenen Band »Wenger Arbeiten, mehr Leben. Die neue Aktualität von Arbeitszeitverkürzung« bespricht Herbert Klemisch ausführlich in »contraste. zeitschrift für selbstorganisation«. Sein Fazit lautet: »Der Band besticht durch seine klare Struktur, die gute Lesbarkeit der Beiträge und seine fundierten Analysen, die auch die Zusammenhänge mit anderen gesellschaftspolitischen Themen wie Klimaschutz, Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben etc. immer wieder deutlich herausarbeiten. Und es gibt viele praktische Anregungen zur Argumentation und zur Umsetzung, die den Band für alle diejenigen, die sich für eine Verkürzung der Arbeitszeit einsetzen, unverzichtbar macht.«

Der im Frühjahr erschienene AttacBasisText von Thomas Eberhardt-Köster »Globalisierungskritik neu denken!« hat bereits kurz nach Erscheinen zwei Besprechungen ausgelöst. Werner Rätz, einer der Mitbegründer von Attac Deutschland, merkt auf seiner Website u.a. kritisch an: »So ist das Buch nicht nur eine Vermittlung aktueller Beschlusslagen von Attac in die interessierte Öffentlichkeit hinein, sondern in Teilen auch eine Erinnerung an einmal erreichte deutlich weitergehende Positionsbestimmungen des Netzwerks. [...] Vieles aber fehlt [...] Man sollte das Buch [...] durchaus lesen, es könnte nützlich sein, auch ältere Texte mal wieder hervorzuholen und vor allem auch Debatten über Attac hinaus wahrzunehmen.« Achim Heier gewinnt auf der Website von Attac dem Buch deutlich positivere Seiten ab: »Das Buch bietet [...] eine gute Basis, die verschiedensten (neuen) Aspekte von Globalisierung zu verstehen, miteinander zu verknüpfen und daraus Schlüsse für emanzipatorisches Handeln zu ziehen. [...] Bei der Suche nach Ansatzpunkten [dafür] hierzulande [entstehen] Fragen wie ›Wie ist die Rechtsentwicklung aufzuhalten?‹ oder ›Wie gewinnen wir Menschen für Umverteilung?‹ oder ›Wie kann die notwendige Vergesellschaftung von Produktion und Gemeingütern aussehen?‹.  All diese Fragen haben mit Globalisierungskritik zu tun und dafür lohnt es sich, den Basistext Nr. 60 zur Hand zu nehmen.«

Frisch gesendet



Thomas Eberhardt-Köster hatte den Herausgeber eines weiteren AttacBasisTextes, Andreas Fisahn, der anlässlich 75 Jahre Grundgesetz den Band »Demokratie in Gefahr?« herausgegeben hat, am 24. Juni zu einem Webinar zu Gast. Gesprochen wurde u.a. darüber, ob das Grundgesetz ausreichend Vorkehrungen gegen eine Zerstörung der Demokratie bietet und es besser gegen Nazis gewappnet ist als die Weimarer Reichsverfassung. Nachschauen auf YouTube.



Die tschechische Autorin Pavla Plachá hat im Juni in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg ihre im Herbst 2023 im VSA: Verlag erschienene Studie »Zerrissene Leben« über Tschechoslowakische Frauen im Konzentrationslager Ravensbrück 1939–1945 vorgestellt. Aus diesem Anlass hat das »Oberpfalz TV« ein Gespräch mit ihr über das Buch geführt, das ebenfalls aufgezeichnet wurde und noch angeschaut werden kann.

»›Das Leben des Antonio Gramsci‹

von Giuseppe Fiori« – so Christoph Nix in seinem Prolog der von ihm herausgegebenen Neuausgabe von dessen Gramsci-Biografie – »berührte mein Herz und bewegte meinen Verstand. Da war einer, der sich aus tiefer Armut befreit, eine linke Utopie formuliert, im Gefängnis gelitten und seinen Humor, eine Liebe zu Theater, Literatur und Film nie verloren hatte. Mir war, als müsse ich wieder einmal vorn beginnen, um zu verstehen, was geschehen war in den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts.« In der Tat nimmt uns Fiori mit in den Alltag in sardischen Dörfern, die Industrialisierung der Insel, die Aufstände der Arbeiter in der Industriestadt Turin und die Geschichte der italienischen Linken. Und zu Recht weist Wolfgang Fritz Haug in seinem Epilog auf einen weiteren Aspekt hin: »Gramsci war nicht nur Aktivist der sozialistischen, dann kommunistischen Arbeiterbewegung, sondern zugleich ›zweifellos der eigenständigste marxistische Denker‹ seiner Zeit.« Grund genug, Fiori nach Sardinien zu folgen: auf den Spuren eines Sozialismus mit menschlichem Antlitz.

Wertebasierte Weltordnung, ökonomische Zwänge und Moral

Dieter Klein eröffnet den Prolog in seinem neuen Buch »Gemeinsame Sicherheit – trotz alledem« wie folgt: Was für ein Jahrhundertbeginn! Wissenschaft und Technik so glanzvoll fortgeschritten, dass mit ihrer Hilfe die Zerstörung der natürlichen planetarischen Lebensgrundlagen gerade noch abwendbar erscheint. Aber die politischen Kräfteverhältnisse und das geistige Klima so beschaffen, dass eine Kumulation von Katastrophen herannaht – bis zur Möglichkeit eines ökologischen Suizids und eines großen nuklearen Krieges. Das Jahrhundert hat zwei Gesichter. Welches davon wird bestimmend sein?« In den drei folgenden Kapiteln »Für eine Renaissance Gemeinsamer Sicherheit«, »Ökonomische Gesetze - Raum und Grenzen für die Lösung von Jahrhundertproblemen« und »Politische Ökonomie und Moral« entwickelt er zeitgemäße Überlegungen, mit denen das Strategiedefizit der Linken insgesamt überwunden werden könnte.

Die soziale Herkunft von Nazi-Ärzten

ist das Thema des neuesten Buches von Gine Elsner »Freikorps, Korporationen und Kolonialismus«. Warum wurden Ärzte zur NS-Zeit Täter? Es geht nicht nur um Euthanasie-Ärzte, die Menschen in den Tod schickten. Es geht auch um Ärzte, die in den Konzentrationslagern töteten. Sie wurden zu Mördern, wenn sie in den Vernichtungslagern Menschen für die Gaskammern selektierten; sie wurden zu Henkern, wenn sie sich an Hinrichtungen beteiligten; sie nahmen bei Humanexperimenten den Tod der Versuchspersonen in Kauf. KZ-Häftlinge starben, weil SS-Ärzte ihnen eine ärztliche Behandlung versagten oder notwendige Hygieneregeln missachteten. Wie kams es dazu und welche Kontinuitäten von Kolonialärzten hin zu Nazi-Ärzten gibt es?

Miserablen Arbeitsbedingungen auf See und in den Häfen

gehen Christoph Scherrer und Ismail D. Karatepe in dem von ihnen herausgegebenen Band »Arbeit in der Lieferkette« nach. Die Autor*innen dokumentieren die Defizite bei der menschenwürdigen Arbeit am Beispiel der »Bananenlieferkette« zwischen der Karibik und Westeuropa, also während des Seetransports von Bananen und der damit verbundenen Vorgänge innerhalb und in der Nähe von Häfen. Die Studie basiert vor allem auf Befragungen von Seeleuten und Hafenarbeitern und ihrer Organisationen. Ein Ziel besteht darin, deutsche staatliche Stellen und in Deutschland tätige Unternehmen in die Pflicht zu nehmen, und auf eine bessere Einhaltung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen auf See und in den Häfen zu drängen.

Die Entzauberung eines Kanzlers

haben wir die Flugschrift von Torsten Teichert getitelt. In ihm erzählt der Autor die Geschichte des Politikers Olaf Scholz vor dem Hintergrund der Entwicklung der Berliner Republik seit der Wiedervereinigung. Man reibt sich die Augen und wundert sich, wenn man die Fülle von Pannen und Skandalen betrachtet, die Scholz’ Weg markierten: Als SPD-Generalsekretär und »Scholzomat« von Gerhard ­Schröder propagierte er Hartz IV, als Hamburger Bürgermeister wurde er gelobt, vergeigte zugleich den G20-Gipfel, kungelte mit Signa-Boss Benko und Warburg-Chef Olearius (seine massiven Erinnerungs-Lücken bezüglich Cum Ex sind legendär), als Finanzminister der Groko lobte er die Schuldenbremse. Aber er ist tatsächlich Bundeskanzler geworden, und als dieser rief er 2022 eine militante »Zeitenwende« aus. Teicherts Blick auf Olaf Scholz ist zugleich ein Nachruf auf die Berliner Politik.

Linksliberal oder dezidiert sozialistisch?

In vielen Ländern ist das Parteiensystem in Bewegung geraten, Verlierer waren vor allem diverse Ansätze von Sozialismus und »linke« Projekte. Auch in Deutschland – viele Jahre in dieser Hinsicht ein Sonderfall – kam es zuletzt zur Spaltung. Was sind die Hintergründe und welche Grundfragen strategischer Orientierung linker Politik müssen diskutiert werden? Noch ist offen, wohin sich die Partei Die Linke und das Bündnis Sahra Wagenknecht nach der Trennung entwickeln werden, ob sie Bestand haben oder scheitern. Beide hatten jedenfalls keine Kraft für einen gemeinsamen Neuanfang. Das neue Bündnis will nicht mehr links sein. Der Partei Die Linke fehlt ein führungsfähiges strategisches Zentrum. Michael Brie hat in den letzten Jahren – teilweise gemeinsam mit Heinz Bierbaum und Ines Schwerdtner – in die innerparteiliche Diskussion und die damit verbundenen Fragen interveniert. In dieser Flugschrift fasst er wichtige Schlussfolgerungen daraus zusammen.

Masterpläne zur »Remigration« und zum Demokratieabbau

gern auch in die verharmlosende Formel von der »Migrationswende« verpackt, zirkulieren seit Langem in der AfD, was Hajo Funke anhand der Bücher von Björn Höcke (»Nie zweimal in denselben Fluss«), Martin Sellner (»Regime Change von rechts. Eine strategische Skizze«) und Maximilian (Krah »Politik von rechts. Ein Manifest«), einem ehemaligen CDUler, der Ende 2023 zum AfD-Spitzenkandidaten für die Europawahlen gewählt wurde, im ersten Teil seiner Flugschrift »AfD-Masterpläne« nachweist. Im zweiten Teil behandelt er, wie das Machtzentrum dieser Partei den Kampf um die Macht in den drei anstehenden ostdeutschen Landtagswahlen angeht. Vor dem Hintergrund autoritärer radikalnationalistischer Traditionen werden die Chancen der AfD skizziert. Im dritten Teil wird u.a. diskutiert, welchen Anteil die Schwächen der etablierten demokratischen Parteien am so rasanten Anstieg der Wählerschaft der AfD hat. Und schließlich geht es darum, wieweit die Gegenmobilisierung der Zivilgesellschaft reicht.

Was ist Rechtsextremismus und was können wir dagegen tun?

Eine zivilgesellschaftliche Protestwelle geht durch das Land. In vielen Innenstädten demonstrieren Hunderttausende gemeinsam gegen Remigration, die AfD und andere rechtsextreme Fantasien. Schüler*innen sind dabei, Omas gegen rechts, Familien mit Kindern halten selbstgemalte Schilder hoch, mit denen sie für Buntheit und Vielfalt eintreten, die sie ebenso bedroht sehen wie Demokratie und Rechtsstaat. Thomas Bollwein klärt auf, warum sie Recht haben. Er führt in das Thema »Rechtsextremismus« ein und macht Vorschläge für Gegenstrategien. Zunächst geht er der Frage nach, welche Stellung Rechtsextremismus in der Gesellschaft hat und beschreibt, wie extrem rechte Einstellungen entstehen, einschließlich ihrer Verbindung zu Verschwörungsideologien. Analysiert werden grundlegende Handlungsfelder und Strategien der extremen Rechten, ihre verschiedenen Strömungen und Organisationsstrukturen. Um Rechtsextreme besser im täglichen Leben erkennen zu können, werden Erkennungsmerkmale wie Codes, Symbole, Kleidungsstile und Musik erklärt.

Spenden

Für alle diejenigen, die das können und die Arbeit des Verlages durch eine finanzielle Zuwendung unterstützen möchten, gibt es folgendes Spendenkonto:

VSA: Verlag Hamburg | GLS Bank Bochum
IBAN: DE 0343 0609 6720 2812 4100
BIC: GENODEM1GLS

Zurück