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Die schwierigen Zeiten halten an. Pablo Nerudas »Ode an das Buch« hilft weiterhin.

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Neue Weltordnung und illiberale Demokratien | Der Angriffskrieg gegen Iran und die Folgen | Die AfD – keine Arbeiterpartei | Gewerkschaftspolitik in Zeiten des Wandels | Für einen starken Sozialstaat | Chinas Chancen und Problemlagen | Europäische Linksparteien in Spanien und Frankreich | Als 1933 die Bücher brannten u.v.a.m.

Mehr als 50 Jahre Analysen & Alternativen

Einige Kontinuitäten aus 50 Jahren Verlagsarbeit gibt es in dieser Präsentation.

Kein erfolgreiches Jubiläum

Die schwarz-rote Bundesregierung unter Friedrich Merz (CDU) ist nach einem Jahr laut einer neuen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa inzwischen deutlich unbeliebter als die gescheiterte Ampel. 76% der Befragten sind mit der Arbeit der Regierung unzufrieden, lediglich 16% sehen sie positiv. Entschiedene Kritik an der Arbeit von Schwarz-Rot kommt vor allem von den Sozialverbänden. So sagt etwa die Vorstandsvorsitzende des SoVD, Michaela Engelmeier: »Diese Bundesregierung ist mit dem Anspruch gestartet, den Sozialstaat zu stärken – tatsächlich erleben wir jedoch an vielen Stellen Rückschritte oder Stillstand.« Und der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes Joachim Rock fürchtet, »dass in den Parteien zu viele die überzogene Sozialstaatskritik der vergangenen Jahre für bare Münze nehmen. [...] Ein leistungsfähiger Sozialstaat fördert Flexibilität, Resilienz, soziale Sicherheit und damit gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mit den diskutierten Kürzungen droht die Bundesregierung, das Gegenteil zu erreichen.« Denn diese werden vor allem zulasten der geringverdienenden Beschäftigten und der Armen gehen. Dass Armut noch immer mitten unter uns ist, sogar wächst und die Armen in einem der reichsten Länder der Welt immer ärmer werden, ist ein Skandal,

findet auch das VSA: Team aus Hamburg

Armut? Abschaffen!

Was ist Armut genau und wen betrifft sie in welchem Ausmaß? Der gern bemühte Vorwurf der »Dramatisierung« der Armutszahlen ist unberechtigt, denn Armut ist verbreiteter und tiefgreifender als die Einkommensarmutszahlen belegen. Und das Ausmaß der Vermögensungleichheit und der Einkommensarmut ist nochmal viel größer. 60% der Bevölkerung haben kein oder kaum Vermögen, 10% haben Schulden. Einkommensarmut bemisst nur ein theoretisch verfügbares Einkommen, die gleichzeitigen Ausgaben bleiben außen vor. Wer ein Einkommen oberhalb der Armutsschwelle und einen teuren Mietvertrag hat, kann trotzdem in bitterer Armut leben. Wohnarmut betrifft immer mehr Menschen. Zudem verschärfen die Kaufkraftverluste aufgrund der inflationären Entwicklung der vergangenen Jahre die ohnehin schon schwierige finanzielle Lage von Millionen Betroffenen. Aber eine Gesellschaft frei von Armut ist möglich und dringend erforderlich. Joachim Rock liefert in diesem Buch Fakten, klärt Zusammenhänge auf und macht konkrete Alternativen deutlich.

Berlin: l(i)ebenswert und innovativ?

Für manche Menschen in Berlin sind eher Alpträume Realität: So die Miete nicht mehr bezahlen zu können oder keine Wohnung zu finden, denn die Wohnungsnot ist Problem Nr. 1 in der Stadt. Kaum weniger quälend ist der Alptraum, dass die Kinder scheitern: Schulversagen, Drogen, Depression. Oder der Alptraum, im Alter und bei Krankheit arm zu werden. Der Alptraum, entlassen zu werden und keine Arbeit mehr zu finden. Der Alptraum, mit Gewalt konfrontiert zu werden. All dies thematisieren Ulrich Bochum, Jeffrey Butler, Klaus Kohlmeyer und Stephanie Odenwald auch mit Blick auf die im Herbst anstehenden Wahlen. Zugleich machen sie deutlich, dass Berlin noch immer eine Stadt reich an Kultur, liebenswert und widerständig ist. Letzteres kommt vor allem aus Gewerkschaften, Bürgerinitiativen, Genossenschaften und Vereinen. Ihr Bürgerengagement bewirkt, dass gegen Missstände protestiert wird. Das Plädoyer der Autor*innen lautet: Für alle Bereiche des Stadtlebens, um die es in diesem Buch geht, muss Allgemeinwohl Vorrang haben. Berlin gehört den Menschen, die hier leben und arbeiten. Um ihre Vielfalt und ihr widerständiges Engagement geht es ebenfalls.

Ungelöste Fragen der Kritik der politischen Ökonomie

behandelt Stephan Krüger in seinem neuen Buch Mit Marx zum Verständnis des aktuellen Kapitalismus und spitzt mit Marx zentrale und umstrittene Fragen der Gegenwartsanalyse zu. Denn dessen Gesellschaftstheorie besitzt ungebrochene Aktualität. Es braucht auch keine substanziellen Modifikationen und Weiterentwicklungen – wie beispielsweise die sogenannte monetäre Werttheorie unterstellt – zur Analyse des Gegenwarts-Kapitalismus, sondern einfach das Weiterdenken der in den Marxschen Begrifflichkeiten bereits angelegten impliziten Momente. Diese haben sich im historischen Verlauf zu ausgebildeten Bedeutungen entwickelt. Der Autor zeigt, wie auf Basis eines korrekten Verständnisses der Grundkategorien von Wert und Geld die modernen Phänomene des Finanzmarktkapitalismus, von Geldpolitik und Inflation sowie internationaler Wertschöpfungsgewichtung der Arbeit und deren Ausdruck in den Warenpreisen theoretisch analysiert und empirisch-statistisch erfasst werden können.

Ökonomische, politische und mediale Macht

Angesichts der Überflutung mit Informationen wird es immer schwieriger, eine eigene fundierte Meinung zu bilden. So ist die Frage aufgeworfen, ob und inwiefern Individuen angesichts der Komplexität gesellschaftlicher, technischer und ökologischer Phänomene an Grenzen gelangen. Sollten wir zudem alles tun dürfen, was wir können, insbesondere mit Blick auf den aus der Kapitalverwertung hervorgehenden Wachstumszwang? Die Grenzen zwischen Gesellschaft, Macht und Individuum drohen zunehmend zu verwischen – wie fluid borderlines. Was sind die Ursachen und wie ist Vertrauen zurückzugewinnen? Jürgen Lichey, Gottfried Meyer-Thoss und Wolfgang Schilling wollen es mit ihrem Buch Leserinnen und Lesern­ erleichtern, gesellschaftspolitische Zusammenhänge zu verstehen. Dabei konzentrieren sie sich zum einen auf ökonomische Denkweisen, zum anderen sollen Macht und Medien als grundlegende, aber oft vernachlässigte Kategorien ausgeleuchtet werden.

Schule, die 5. Gewalt

Dieses Buch ist keine Enthüllungsstory über Prügelorgien an deutschen Schulen. Es verweist ja auch die Charakterisierung der Medienwelt als »4. Gewalt« nicht auf gewalttätige Journalisten, sondern auf die dienende Funktion der Öffentlichkeit im Staatswesen. Eine harmlose Metapher ist die Bestimmung der Schule als 5. Gewalt dennoch nicht. Sie trifft was. Was genau, das ist Gegenstand des neuen Buches von Freerk Huisken. In ihm macht er Front gegen die Vorstellung, dass Schule bei all ihren Mängeln doch letztlich Maß am Wohlergehen der nachwachsenden Generation nimmt. Es verhält sich umgekehrt, behauptet der Autor: Schule ist Dienstleisterin an der Räson des Staates. Sie bereitet die Jungmannschaft, schulisch sortiert nach Schulverlierern und Gewinnern, auf alle Dienste vor, die die demokratisch regierte Marktwirtschaft ihnen abverlangt. In vier Teilen (Das Bildungsmonopol des Staates, Erziehung zum selbstbewussten Konkurrenzsubjekt, Erziehung zum kritischen Untertanen, Erziehung zur Kriegstüchtigkeit?) untermauert er seine Behauptung über Schule als eine 5. Gewalt. In einem fünften Teil geht er auf »Häufig gestellte Fragen (FAQ)« zu seinen Texten und Vorträgen ein.

23. Linke Buchtage Berlin

Seit 2003 bieten die Linken Buchtage Berlin Raum für Bücher der linken und unabhängigen Verlage, deren Programme die großen Bühnen und Auslagen nur selten erreichen. Diesmal finden sie vom 29. bis 31. Mai wie immer im Kreuzbeger Mehrhof statt. Das Programm ist unkommerziell, selbstorganisiert und ohne jede Förderung wird bis heute getragen von der Einsicht in die Unverzichtbarkeit politischer Analyse und Kritik genau so wie der Leidenschaft fürs Bücherschreiben, -machen, -übersetzen, -lesen und -diskutieren. Die Buchtage sind keine reine Publikumsschau, sondern Ort zum Austausch von Verleger*innen, Autor*innen und Besucher*innen zugleich. Schwerpunkt bleibt das politische Sachbuch, im Zweifel steht Inhalt jedoch über Form. Das vielfältige Programm, Jahr für Jahr mit Bedacht ausgewählt, soll einen Querschnitt aktueller gesellschaftspolitischer Fragen abbilden, Denkanstöße geben und zur gemeinsamen Debatte einladen. Der Eintritt ist frei. Am Samstag, den 30. Mai stellen ab 14:00 Uhr im Blauen Salon Jan Schulze-Husmann und Peter Trinogga das on ihnen heausgegebene Buch »Streik doch einfach mit! 138 Tage Arbeitskampf beim DuMont-Konzern« vor. Der VSA: Verlag koopieriert mit dem im Mehringhof ebenfalls ansässigen Buchladen Schwarze Risse, der auch weitere Bücher präsentieren wird.

Noch einmal zum aktuellen Kulturkampf von rechts

Der Hamburger Kultursenator Carsten Brosda (SPD) hat demonstrativ die Buchhandlung im Schanzenviertel besucht, die wie andere drei Buchhandlungen ins Visier von Kulturstaatsminister Weimer sowie des Verfassungsschutzes geraten war, und der zukünftig weitere Kulturförderung des Bundes verwehrt wird. Er kaufte dort ein und sagte gegenüber der »elbvertiefung«, dem Hambug-Newsletter der Zeit: »Ich habe keine Angst vor linken Gedanken. [...] Ich suche auch nach Büchern, die mich aufregen, nicht nur nach solchen, die mir recht geben. Weil es mich schlauer macht [...]«. Außerdem hat er gerade angekündigt, dass die Stadt ab sofort mit 700.000 Euro pro Jahr unabhängige Verlage fördern wird.

Der Landesverband Nord des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels hatte eine Petition zur Unterstützung der vom Buchhandlungspreis ausgeschlossenen Buchhandlungen auf den Weg gebracht und dabei insgesamt 2.548 Unterschriften gesammelt. Zum Abschluss heißt es auf seiner Website dazu unter anderem: »Wir halten weiterhin an unseren Forderungen fest und blicken mit wachsender Sorge auf die aktuelle Entwicklung. Wie zuletzt bekannt wurde, ist auch die Buchhandlung im Schanzenviertel in den Fokus des Verfassungsschutzes geraten. Was bleibt: Jedes Gespräch, jede Unterschrift macht deutlich, dass wir nicht allein sind – und dass sich Empörung in demokratisches Handeln übersetzen lässt.«

Tag der Bücherverbennungen

Grund genug, daran zu erinnern, dass in Deutschland schon einmal Büchern der Garaus gemacht wurde. Kurz nach dem Wahlsieg der NSDAP bei den Reichtagswahlen vom November 1932 mit 33,1% und der Ernennung von Hitler zum Reichskanzler im Januar 1933 begann die Partei sowie zahlreich Unterorganisationen damit, Werke von ihnen verfemter Autoren unter johlender Beteiligung von Studenten und Professoren in fast 20 Universitäts-Standorten ins Feuer zu werfen. Auftakt und Höhepunkt war die vom Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund (NSDStB) am 10. Mai 1933 auf dem damaligen Berliner Opernplatz mit hoher Öffentlichkeitswirkung veranstaltete Bücherverbrennung jüdischer, marxistischer, pazifistischer und anderer politisch unliebsamer Autoren als »Aktion wider den undeutschen Geist«. Daran wird im Mai in zahlreichen Städten erinnert, so im Hamburg am Donnerstag, den 21. Mai, wenn es zwischen 11:00 und 18:00 Uhr am Kaiser-Friedrich-Ufer/Ecke Heymannstraße in Eimsbüttel eine Marathonlesung aus verbrannten Büchern geben wird.

Das Frühjahrsprogamm 2026

ist jetzt komplett online, Kolleg*innen im Buchhandel und von der Presse, aber natürlich auch alle anderen können zudem eine pdf-Datei der Vorschau herunterladen. Wir verstehen gemeinsam mit unseren Autorinnen und Autoren die geplanten Bücher als einen Beitrag zu Analysen und Aufklärung in einer von diversen Umbrüchen gekennzeichneten Zeit, die mit Angriffen nicht nur auf lang erkämpfte Errungenschaften verbunden sind (Stichworte Gesundheit, Rente, Pflege etc.), sondern auch mit einem Kulturkampf von bestimmten konservativen Kräften und von ganz Rechts. Dem muss entschiedener Widerstand entgegengesetzt werden.

Auch ein Hamburger Buchladen im Visier des Verfassungsschutz

Wir haben bereits im letzten Newsletter über den unsäglichen Vorgang berichtet, dass Kulturstaatsminister Wolfram Weimer unter Bezug auf Berichte des Verfassungsschutzes drei Buchhandlungen den Deutschen Buchhandelspreis verwehrt hat. Inzwischen wurde bekannt, dass auch die Kolleg*innen der »Buchhandlung im Schanzenviertel« auf abenteuerliche Weise in dessen Visier geraten sind. Wie Andreas Speit auf taznord am 23.4. berichtet. Eine Antwort vom Weimers Staatssekretärs Christoph de Vries, der aus der Hamburger CDU kommt, auf eine Anfrage der AfD, die bereits im letzten Herbst wissen wollte, ob die Buchhandlung aus Bundesmitteln gefördert werde, enthält den bezeichnenden Satz »Wegen der dem Bundesamt für Verfassungsschutz vorliegenden Erkenntnisse wird die ›Buchhandlung im Schanzenviertel‹ keine weiteren Bundesmittel erhalten.« Zu Recht sagte eine Kollegin aus dem Buchhandelskollektiv gegenüber der taz: »Diese Vorgänge sind mehr und mehr ein rechter Kulturkampf«. Deshalb nochmal der Hinweis auf die Solidaritäts-Kampagne »Lesen hilft« mit betroffenen Buchhandlungen.

Innere Zeitenwende

Zum Kulturkampf gehört auch die zunehmende Militarisierung von Deutschlands Gesellschaft und Alltagskultur, zuletzt unerstrichen von Verteidigungsminister Boris Pistorius, der die Bundeswehr zur »konventionell stärksten Armee Europas« machen will. Die Innere Zeitenwende ist Thema des neuen Buches von Ingar Solty. Er beschreibt deren ganzes Ausmaß: Die Umstellung auf »Kriegswirtschaft« bindet gesellschaftliche Ressourcen, Infrastrukturausgaben werden dem Ziel untergeordnet, auch Bahn und Autobahnbrücken kriegstüchtig zu machen. Krankenhäuser, Rotes Kreuz und Technisches Hilfswerk werden auf zukünftige Kriege vorbereitet, Hochschulen sollen mit der Bundeswehr und Rüstungskonzernen kooperieren. Die Bundeswehr lässt nicht nur bei Schauveranstaltungen Menschen auf Panzern herumklettern, sondern wird auch in Schulen zugelassen, um gezielt Kinder und Jugendliche früh mit Militärischem vertraut zu machen. Pizzakartons, Bäckertüten in Supermärkten tragen das Militärische auf die Tische von Familien. Die Sorge des Autors ist, das damit Geister hervorgerufen werden, die Deutschland nicht mehr los wird.

Religion und Sozialismus: Feuer und Wasser?

Dass dem so sei, geht zurück auf ein Zitat von August Bebel aus dem Jahr 1873, das lange zum geflügelten Wort der religionskritischen Einstellung in der sozialistischen Bewegung werden sollte: »Christentum und Sozialismus stehen sich gegenüber wie Feuer und Wasser.« Aber schon für die Weimarer Republik traf das nicht mehr zu. Religiöse Sozialisten kämpften damals gegen den aufkommenden Faschismus und wurden im NS-Regime wegen ihres Widerstandes verfolgt. Wichtige Dokumente zum Thema Religion und Sozialismus haben Ulrich Peter und Franz Segbers in dem von ihnen herausgegebenen Band Nicht wie Feuer und Wasser zusammengestellt und unter der Fragestellung, was wir von der Weimarer Zeit lernen können, kommentiert. Bodo Ramelow schreibt dazu in seinem Geleitwort: »Religiosität und Glaube können Bausteine sein, um die ›Koalition der Solidarischen‹ größer werden zu lassen. Daran sollten wir gemeinsam arbeiten – und dazu dient auch dieses Buch.« Er wird das Buch im Rahmen des Katholikentags vom 13. bis 17. Mai in Würzburg vorstellen (genauer Ort und Termin später auf www.vsa-verlag.de).

»Streik doch einfach mit« bei der AfA

Die Herausgeber von Streik doch ein einfach mit touren weiter mit dem Buch durch die Republik. Am 18./19. April stellten sie es auf der Bundeskonferenz der SPD-Arbeitsgemeinschaft-für-Arbeitnehmerfragen (AfA) in Duisburg vor. Die AfA-Vorsitzende und Berliner Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung, Cansel Kiziltepe, hielt es in die Kamera.

Frisch besprochen

Prof. Ulrich Brinkmann von der TU Darmstadt stellt in einer ausführlichen Besprechung in den WSI-Mittelungen 2/2026 den von Hans-Jürgen Urban herausgegebenen Band Arbeit Klima Transformation vor, sein Fazit lautet: »Herausgeber Urban hat mit dem vorliegenden Sammelband einen bedeutenden Beitrag zur aktuellen Debatte über die Verbindung von sozial-ökologischer Transformation vorgelegt, der sich durch die Kombination von theoretisch fundierten Analysen und praxisnahen Stimmen aus Gewerkschaften und Betrieben auszeichnet – der Band ist damit für Wissenschaft und Praxis relevant. Die Auswahl der Autor*innen ist ausgesprochen sinnvoll.«

In der Ausgabe 2-2026 des Magazins »Mitbestimmung« der Hans-Böckler-Stiftung bespricht Kay Meiners die aktuelle Ausgabe des Buches von Garnet Alps, Carsten Maaß und Uwe Stoffregen: »Jetzt, wo überall Betriebsratswahlen stattgefunden haben, ist das Buch ›Gewerkschaft, ja bitte!‹ die perfekte Lektüre für alte und neue Betriebsratsmitglieder. Seit Januar gibt es das Werk in der fünften, aktualisierten Auflage. Es behandelt die politischen Grundlagen und die praktische Arbeit im Betrieb – von Kleinunternehmen bis zum Großkonzern. Die gesetzlichen, tariflichen und statistischen Angaben im Buch wurden aktualisiert. Auch die Texte zu Transformation, Digitalisierung sowie zur Mobilitäts- und Energiewende wurden überarbeitet. Neu sind ausführliche Erörterungen zum Thema künstliche Intelligenz. Hier wird ausführlich von den Erfahrungen mit der neuen Technik berichtet – aus der Perspektive von Betriebsräten, Vertrauensleuten und Gewerkschaften.«

In der Ausgabe Nr. 15 von »mittendrin«, der Zeitschrift von ver.di im Fachbereich Gesundheit, Soziale Dienste, Bildung und Wissenschaft, findet Daniel Behruzi, dass Kalle Kunkel mit seinem Buch vom Juni 2026 Langer Atem – keine Geduld mehr eine lesbare Studie vorgelegt hat: »Die Tarifbewegungen für Entlastung an Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen und Berlin sind das Thema der Doktorarbeit von Kalle Kunkel. Der Pressesprecher im ver.di-Landesbezirk Berlin-Brandenburg zeigt darin auf, in welchem Verhältnis die Tarifkämpfe zu Auseinandersetzungen und Entwicklungen auf politischer Ebene stehen. Zum Beispiel zur Einführung des sogenannten Pflegebudgets, mit dem die Pflege am Bett voll refinanziert und aus dem System der Fallpauschalen herausgelöst wird. Das trotz seines wissenschaftlichen Anspruchs gut lesbare Buch gibt spannende Einblicke in die Arbeitskämpfe für mehr Personal und Entlastung, mit denen ver.di in vielerlei Hinsicht Neuland betreten hat.«

Was lange währt, wird endlich gut

Bereits im Frühjahr 2023 hatten wir signalisiert, dass wir die Rechte an David Harveys in den USA erschienenen Band Marx' »Grundrisse« lesen erworben haben. Denn nach der Veröffentlichung von Marx »Kapital« lesen und Marx 2. Band des »Kapital« lesen wollten wir auch dessen »Begleitung« der eher schwierigen »Grundrisse« möglichst rasch zugänglich machen. Allerdings hatten wir den Aufwand unterschätzt, die vom Autor häufig in seinen Text eingebauten auch kürzeren Zitate von Marx, die nicht einfach aus dem Englischen rückzuübersetzen waren, in der MEW-Ausgabe ausfindig zu machen. So hat die Übersetzungsarbeit deutlich mehr Zeit in Anspruch genommen und wir mussten den Erscheinungstermin immer wieder verschieben. Jetzt aber sind wir damit durch, der Text wird am 23. März ausgeliefert. Und wir können nur unterstreichen, was Nancy Frazer (»Harveys Werk ist für erfahrene Leser ebenso erhellend wie hilfreich für diejenigen, die sich zum ersten Mal mit Marx’ großem Text auseinandersetzen«) und Naomi Klein (»Lesen Sie dieses Buch!«) zur englischen Ausgabe schrieben.

Spenden

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