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VSA: ist Mitglied des Freundeskreises der Kurt Wolff Stiftung zur Förderung einer vielfältigen Verlags- und Literaturszene

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Das Supplement zu Heft 4-2020 von Sozialismus.de (dort im Abo enthalten) mit Hartmut Reiners’ Essay zu einem angesichts der Corona-Pandemie höchst aktuellen Thema ist für 7.00 Euro auch separat erhältlich.

Corona und die Folgen, Weltklima: kein Weiter so, Feministische Positionen zur Strategiedebatte der LINKEN, Gleichstellung und Gewerkschaften, Extreme Rechte & die Mehrheit, Frank Deppe zur Gewerkschaftslinken gestern und heute u.v.a.m.

Socialist Register

Den kapitalistischen Marktdystopien zum Trotz – wie können wir eine Zukunft errichten, die vom Respekt für die Menschen und die Umwelt geprägt ist? Socialist Register 2020.

Liebe Freund*innen des VSA: Verlag,

die globale Corona-Pandemie legt das öffentliche Leben auch in etlichen Teilen Deutschlands lahm. Die Maßnahmen sollen die Ausbreitung der neuartigen Lungenkrankheit Covid-19 bremsen. Wir gehen von einer weiteren Ausweitung dieser unverzichtbaren Beschränkungen aus – das Land braucht eine Vollbremsung, einen Lockdown.



Dieser Lockdown hat wirtschaftliche Nebenwirkungen, die bereits in allen Bereichen beob­achtet werden können. Auch für die Buchproduktion werden die Folgen der Corona-Pandemie sichtbar. Abgesehen von für uns schon jetzt spürbaren Umsatzrückgängen im Buchhandel wurde nicht nur die Leipziger Buchmesse abgesagt (worüber wir bereits informierten), sondern sämtliche politische Informations- und Diskussionsveranstaltungen. Auf allen diesen Zusammenkünften wollten wir wie jedes Jahr mit vielen – neuen und langjährigen – Leser*innen unserer Bücher ins Gespräch kommen. Damit gehen für uns wichtige Möglichkeiten der Präsentation verloren. Und die Verschiebungen bzw. Absagen schlagen sich für uns in rückläufigen Absatzzahlen nieder.

Trotz dieser Schwierigkeiten und Hindernisse wollen auch wir unser möglichstes tun, um die Krise zu überstehen. Wir gehen davon aus, dass wir trotz der massiven Veränderungen im Alltags- und Geschäftsleben das laufende und erweiterte Buchprogramm zu Ende bringen und ausliefern können. Die bisher in diesem Jahr erschienenen Neuerscheinungen und die für März und April vorgesehenen Titel haben wir unter Neuerscheinungen noch einmal zusammengefasst. Die drei zusätzlich ins Programm genommenen Bücher folgen weiter unten auf der Seite.

Obwohl Bücher unbestritten zu Lebensmitteln gehören, sind Buchhandlungen zunehmend von den Einschränkungen des öffentlichen Lebens betroffen und gehören zu den Geschäften, die bereits geschlossen wurden. Deshalb weisen wir unter Im Netz bestellen auf die Möglichkeit hin, unsere Neuerscheinungen und das gesamte Verlagsprogramm auf unserer Website zu bestellen.

Wir freuen uns über jede Form der Unterstützung für unsere Publikationen: Zögert bitte nicht, Verlags­prospekte anzufordern und Freunde und Bekannte über diese Möglichkeit zu informieren.

Trotz unseres verstärkten Einsatzes werden auch wir auf die Unterstützungsangebote – Kurzarbeit und Unterstützungsfonds für Kleinunternehmen – zurückgreifen müssen. Die von Bundes- und Landesregierungen sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Aussicht gestellten Maßnahmen sind auch für uns zum Überleben wichtig und wir hoffen mit vielen anderen auf deren zügige Konkretisierung.

Zugleich wollen wir auch alle unsere Leser*innen auf die Wichtigkeit einer direkten Unterstützung hinweisen. ­Neben der Verbreitung der Informationen über unsere Angebote freuen wir uns über finanzielle Zuwendungen (siehe unten Spenden).

Vielen Dank im voraus – und unbedingt auf die Gesundheit achten!
Das Team des VSA: Verlags

Im Netz bestellen

Solange Buchhandlungen vor Ort durch Auflagen zu einer Geschäftsunterbrechung gezwungen sind, wollen wir dies durch die Bestellmöglichkeiten auf der Websites kompensieren. Das ist einfach und nahezu selbsterklärend. Eine Hilfstellung zu den einzelnen Schritten gibt es hier unter »Der Bestellvorgang«.

Natürlich sind auch telefonische Bestellungen über die Telefon-Durchwahl 040/2809 5277-10 oder durch E-Mail an katrin.reimann[at]vsa-verlag.de bzw. julia.koppke[at]vsa-verlag.de möglich. Wir bemühen uns, den Versandservice aufrecht zu erhalten.

Neuerscheinungen


In diesem Jahr bereits erschienen:

Isaf Gün/Benedikt Hopmann/Reinhold Niemerg (Hrsg.):
Gegenmacht statt Ohnmacht
100 Jahre Betriebsverfassungsgesetz: Der Kampf um Mitbestimmung, Gemeineigentum und Demokratisierung
WIDERSTÄNDIG | 160 Seiten | EUR 14.80 | ISBN 978-3-96488-036-9

Michael Löwy: Rosa Luxemburg: Der zündende Funke der Revolution
Aus dem Französischen von Arno Münster
Eine Veröffentlichung der Rosa-Luxemburg-Stiftung
144 Seiten | EUR 14.80 | ISBN 978-3-96488-029-1

Krzysztof Pilawski/Holger Politt (Hrsg.): Rosa Luxemburg: Spurensuche
Dokumente und Zeugnisse einer jüdischen Familie
152 Seiten | Hardcover | in Farbe | EUR 19.80 | ISBN 978-3-96488-005-5

Hartmut Meine: Gewerkschaft, ja bitte!
Ein Handbuch für Betriebsräte, Vertrauensleute und Aktive
3. aktualisierte Ausgabe 2020
456 Seiten | Hardcover | Abbildungen | EUR 19.80 | ISBN 978-3-96488-058-1

Ulrich Brinkmann/Maren Hassan-Beik/Lukas Zappino: Solidarität und Skepsis
Flucht, Migration, arbeitsweltliche Umbrüche und politische Entwurzelung
176 Seiten | EUR 16.80 | ISBN 978-3-96488-016-1

Stefan Stache/Wolf von Matzenau (Hrsg.): Was heißt Erneuerung der Linken?
Sozial-ökologischer Umbau und ein Sozialstaat für das 21. Jahrhundert
In Kooperation mit spw | 192 Seiten | EUR 16.80 | ISBN 978-3-96488-026-0

Im März erscheint noch:

Arno Georg/Kerstin Guhlemann/Gerd Peter (Hrsg.):
Humanisierung der Arbeit 4.0
Prävention und Demokratie in der digitalisierten Arbeitsgesellschaft
240 Seiten | EUR 19.80 | ISBN 978-3-96488-031-4

Im April sollen erscheinen:

Hendrik Auhagen/Thomas Eberhardt-Köster/Achim Heier/Mark Herterich/Hermann Mahler/Volker Röske/Winfried Wolf: Mobilität für alle
Verkehr der Zukunft nicht den Konzernen überlassen | AttacBasisTexte 57
96 Seiten | EUR 7.00 | ISBN 978-3-96488-048-2

Ulrich Brand: Post-Wachstum und Gegen-Hegemonie
Klimastreiks, Krise der imperialen Lebensweise und Alternativen zur autoritären Globalisierung
192 Seiten | EUR 16.80 | ISBN 978-3-96488-027-7

Jens-F. Dwars/Dieter Hausold/Christiane Schneider/Paul Wellsow:
Ein Sokrates der DDR
Nachdenken über Dieter Strützel (1935-1999) | Herausgegeben von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen
72 Seiten | EUR 6.00 | ISBN 978-3-96488-061-1

Reinhold Gütter: Fluchtursachen
Fremd- und Selbstbestimmung Afrikas seit 1960
144 Seiten | EUR 12.00 | ISBN 978-3-96488-052-9

Dietlind Kautzky/Thomas Käpernick (Hrsg.):
»Mein Schicksal ist nur eins von Abertausenden«
Der Todesmarsch von Hamburg nach Kiel 1945 – Neun Biografien
200 Seiten | Hardcover | Fotos | EUR 19.80 | ISBN 978-3-96488-064-2

Franz J. Hinkelammert: Die Dialektik und der Humanismus der Praxis
Mit Marx gegen den neoliberalen kollektiven Selbstmord
Eine Veröffentlichung der Rosa-Luxemburg-Stiftung
240 Seiten | EUR 16.80 | ISBN 978-3-96488-056-7

Spenden

Für alle diejenigen, die das können und die Arbeit des Verlages durch eine finanzielle Zuwendung unterstützen möchten, gibt es folgendes Spendenkonto:

Richard Detje-Euscher
IBAN: DE 2820 0505 5012 6812 0977
BIC: HASPDEHHXXX

Neu im Programm: Die Höcke-AfD

Beim rassistischen Attentat am 19. Februar 2020 in Hanau haben die Sicherungsorgane erneut den Wettlauf gegen die Gewaltgefahren von rechts verloren. Die Entfesselung von Ressentiments durch Höcke & Co. hat ein Klima geschaffen, das Alltag, Öffentlichkeit und Politik vergiftet. Und in Erfurt war mit der Wahl von Kemmerich zum Thüringer Ministerpräsidenten durch eine FDP/CDU/AfD-Mehrheit die Selbstdemontage demokratischer Parteien zu erleben – ein Tabubruch, der zwar durch den Aufstand in der Öffentlichkeit schnell hat korrigiert werden müssen, aber der Triumph der radikalen Rechten in der AfD um Björn Höcke und Andreas Kalbitz bleibt. Die Kampfreden Höckes (u.a. vor der Pegida-Bewegung in Dresden) und seine Schriften sind ein eindeutiger Beweis dafür, dass der Coup in Thüringen bewusst geplant war. Hajo Funke nimmt Die Höcke-AfD in einer bislang noch nicht angekündigten Flugschrift in den Blick und zeigt, dass sich die AfD vom »gärigen Haufen« zur rechtsextremen »Flügel«-Partei entwickelt hat.

In dem am 11. März erscheinenden Band Solidarität und Skepsis, der auf der Auswertung einer empirischen Befragung von Seminarteilnehmer*innen im IG Metall Bezirk Mitte beruht, machen Ulrich Brinkmann, Maren Hassan-Beik und Lukas Zappino zudem deutlich, weshalb der Rechtspopulismus auch in gewerkschaftlichen Kontexten Unterstützer findet – und liefern zugleich Beispiele praktischer Solidarität dagegen.

Neu im Programm: Friedrich Engels im Wuppertal

»Dies schöne Land, wenn man darin nur leben könnte!«, soll Friedrich Engels gesagt haben, als er im Alter von 73 Jahren zum letzten Mal das Rheinland durchquerte. Reiner Rhefus, Mitarbeiter im Historischen Zentrum Wuppertal, zu dem das Engels-Haus gehört, führt in seinem bislang noch nicht angekündigten Buch Friedrich Engels im Wuppertal. Auf den Spuren des Denkers, Machers und Revolutionärs im »deutschen Manchester« zu Orten, die mit dessen Leben in Verbindung standen, schildert Ereignisse und Personen der Stadtgeschichte. Behandelt werden die familiäre Herkunft, die jugendliche Prägung in den Industriestädten, die ersten politischen Aktivitäten und »kommunistischen Versammlungen« in Deutschland (1845) und Engels’ revolutionäres Engagement als »Barrikadeninspektor« während der Revolution von 1848 und der »Reichsverfassungskampagne« im Mai 1849. Es werden zudem die wenig bekannten familiären, geschäftlichen und politischen Fäden verfolgt, die ihn auch später in Manchester und London mit seiner Heimatstadt verbanden. Zu seinen Freunden, Bekannten und Gegnern gehörten Bergische Fabrikanten und Kaufleute, Priester und Pietisten, Poeten und Maler, Arbeiter und Arbeiterführer. So können die Leser*innen mit den Augen Friedrich Engels’ durch Wuppertal gehen und zugleich einen Blick werfen auf sein Werk und sein Wirken – als Mitstreiter von Karl Marx, aber eben auch Journalist, Literaturkritiker, Militärexperte, Geschäftspartner und anteilnehmender Verwandter im fernen England.

Neu im Programm: Linke Strategiedebatten 1

Es bleiben nur noch 15 Jahre, um eine verheerende Klimakatastrophe zu verhindern und die Wirtschaft und Infrastruktur klimaneutral zu gestalten. So die These des Ko-Parteivorsitzende der Linkspartei, Bernd Riexinger, in seiner bislang noch nicht angekündigten Flugschrift SystemChange. Manifest für eine verbindende und organisierende Partei. Ohne soziale Gerechtigkeit scheitert der Klimaschutz und ohne radikalen Klimaschutz gibt es keine soziale Gerechtigkeit. Es geht um eine grundlegende Weichenstellung: autoritäre Entwicklung des Kapitalismus oder ein sozialer und ökologischer Systemwechsel? Riexinger entwirft eine »konkrete Utopie« für den sozial-ökologischen Systemwechsel und DIE LINKE der Zukunft, entwickelt Vorschläge für eine moderne sozialistische Mitgliederpartei und spitzt seine Überlegungen zu einer verbindenden neuen Klassenpolitik zu. Angesichts der Krise sozialdemokratischer Volksparteien in Europa setzt er nicht auf populistische Politikformen, sondern auf den Aufbau von transformativer Macht über Organizing, Verankerung in Betrieben und Bewegungen, vernetzte Gegen-Öffentlichkeiten und Stadtteilarbeit.

Linke Strategiedebatten 2

Als einen »Crossover«-Beitrag unter den linken Parteiströmungen und sozial-ökologischen Bewegungen, Gewerkschaften und Vertreter*innen kritischer Wissenschaft verstehen Stefan Stache und Wolf von Matzenau den von ihnen herausgegebenen Band Was heißt Erneuerung der Linken? Sozial-ökologischer Umbau und ein Sozialstaat für das 21. Jahrhundert, der in Kooperation mit der Zeitschrift der SPD-Linken spw erscheint. Er enthält weitere Denkanstöße von Joachim Bischoff, Sebastian Bödeker, Arno Brandt, Kai Burmeister, Christoph Ehlscheid, Katharina Gapp-Schmeling, Dierk Hirschel, Stefanie Hürtgen, Stefanie Janczyk, Uwe Kremer, Bernhard Müller, Max Reinhardt, Joachim Rock, Holger Rogall, Michael Vester und Gabriele Winker.

Postwachstum und Gegenhegemonie

Klimastreiks, Krise der imperialen Lebensweise und Alternativen zur autoritären Globalisierung: Ulrich Brand, Professor für Internationale Politik an der Universität Wien, erkundet in seinem neuen Buch die Bedingungen für soziale Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit und internationalen Ausgleich. Dafür wird ein grundlegender Umbau von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft nötig sein. Nicht weniger also als eine gesamtgesellschaftliche Perspektive sozial-ökologischer Transformation, die zu grundlegenden Veränderungen der Macht- und Kräfteverhältnisse führt. Denn: Damit ein gutes Leben für alle möglich wird, muss der Zwang des Kapitalismus zu Wachstum und zur imperialen Lebensweise überwunden werden.

Niemand & nichts wird vergessen

Am 27. Januar jährte sich die Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau zum 75. Mal. Die aus diesem Anlass stattgefundenen Gedenkveranstaltungen haben – nicht zuletzt mit Blick auf das massive Auftreten neuer rechter Gruppierungen und Parteien – einmal mehr deutlich gemacht: Niemand und nichts darf vergessen werden. Daran haben wir uns bisher in unserer Programmarbeit orientiert und werden auch weiterhin daran festhalten. Die lieferbaren und geplante Titel haben wir auf einer gesonderten Seite zusammengefasst.

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