Lesungen, Buchvorstellungen & Diskussionsveranstaltungen

an denen Autor*innen des Verlages beteiligt sind, sowie interessante Termine, die zu den Themen der Verlagsarbeit passen. Infos bitte rechtzeitig an klaus.schneider[at]vsa-verlag.de oder gerd.siebecke[at]vsa-verlag.de.

7. Dezember 2019Berlin | 9:30 Uhr | Jugendherberge Ostkreuz, Marktstr. 9-12

Digitalisierung und soziale Gerechtigkeit

Big Data, Blockchain, KI oder ADM? Die Produkte der Digitalisierung haben viele Namen und bestimmen viele Bereiche des Lebens. Das kann Erleichterung bringen, aber auch zur Tortur werden, wenn die Arbeit als Click-Worker keine sozialen Sicherheiten mehr bietet oder Datenkontrolle bei Google oder Facebook liegt. Digitalisierung ist (auch) Klassenkampf. Wie verändern sich die Formen der Organisation von Arbeit und Ausbeutung im High-Tech-Kapitalismus? Welche neuen Formen der Solidarität und Macht entstehen? Auf einer Konferenz sollen Lösungsansätze der Linken und LINKEN zusammentragen und weiterentwickelt werden. Die Leitfragen: Wie können wir den technologischen Fortschritt demokratisch und sozial gestalten? Unter anderem mit Elizabeth Calderon-Luening (Forschungsgruppe »Ungleichheit und digitale Souveränität«, Universität der Künste), Walter Palmetshofer (Projektleiter der Open Knowledge Foundation), Nina Scholz (Journalistin), Evgeny Morozov (Autor und Wissenschaftler), Birgit Mahnkopf (Professorin im Ruhestand an der HWR Berlin) und Bernd Riexinger (Vorsitzender der Partei DIE LINKE).

10. Dezember 2019Hamburg | 19:00 Uhr | Ballsaal im FC St. Pauli-Stadion am Millerntor, Harald-Stender-Platz 1

Staat – Rassismus – Mord

Rechter Terror und Gewalt sind grausame Realität in Deutschland. Mindestens 183 Menschen sind zwischen 1990 und 2017 durch rechte Gewalttaten ums Leben gekommen. Auch der NSU-Prozess hat es nicht vermocht, die Verbrechen des NSU und seines Netzwerks an Unterstüzer*innen hinreichend aufzuklären. Ein Jahr nach Ende des Prozesses fordert die »Initiative für die Aufklärung des Mordes an Süleyman Taköprü«, endlich die Forderungen der Betroffenen ernst zu nehmen. Ein Abend von und mit Ibrahim Arslan (Überlebender des Anschlags von Mölln 1992), Candan Özer Ylmaz (ihr Ehemann Atilla Özer verstarb 2017 an den Spätfolgen des Nagelbombenanschlags in der Kölner Keupstraße), Ivan Klasnić (ehemaliger Fußball-Profi beim FC St. Pauli), der »Braun Weißen Hilfe«, der »Initiative für die Aufklärung des Mordes an Süleyman Taköprü«, der »Bühne für Menschenrechte« und der »Ramazan Avc Initiative«.

12. Dezember 2019Erfurt | 19:30 Uhr | Offene Arbeit Erfurt, Allerheiligenstr. 9

Jenseits der imperialen Lebensweise

Die sozialen und ökologischen Krisen und Katastrophen unserer Zeit werden durch eine imperiale Lebensweise verursacht, die sich viele Menschen im globalen Norden und zunehmend auch im globalen Süden zu eigen machen – so die Zentralthese von Ulrich Brand und Markus Wissen in ihrem Buch »Imperiale Lebensweise«. Darin bürsten sie die Diskussion um globale Nachhaltigkeit(-sziele) und eine angeblich für alle machbare grüne kapitalistische Ökonomie kräftig gegen den Strich. Sie beschreiben die historische Entstehung und Verallgemeinerung der imperialen Lebensweise im Kontext von Kolonialismus und neokolonialer Ausbeutung. Sie erinnern eindringlich daran, wie notwendig eine umfassende »sozial-ökologische Transformation« hin zu einer solidarischen Lebensweise ist und wie man sie auf den Weg bringen kann. Diskussion mit Ulrich Brand, Hochschullehrer an der Universität Wien, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von Attac, VSA: Autor und Mitherausgeber der »Blätter für deutsche und internationale Politik«.
Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.

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