Lesungen, Buchvorstellungen & Diskussionsveranstaltungen

an denen Autor*innen des Verlages beteiligt sind, sowie interessante Termine, die zu den Themen der Verlagsarbeit passen. Infos bitte rechtzeitig an klaus.schneider[at]vsa-verlag.de oder gerd.siebecke[at]vsa-verlag.de.

Lesekreis dritter Band des »Kapital« von Karl Marx

Schon vor längerem hat eine Lesegruppe im Rahmen der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg begonnen, sich die drei Bände von Karl Marx’ »Das Kapital« anzueignen. In den zurückliegenden Jahren haben wir bereits die Bände eins und zwei bearbeitet. Im neuen Jahrzehnt nun wollen wir gemeinsam den dritten Band lesen und diskutieren. Die Lesegruppe besteht zurzeit aus 15 TeilnehmerInnen. Wir freuen uns über neu hinzukommende Leser*innen und Diskutanten. Falls Bedenken wegen fehlender »Vorkenntnisse« bestehen: Diese sollten kein Hindernis sein, denn wir bieten eine Verständigungsrunde zum ersten und zweiten Band an.

Start der Lesegruppe: 11. Februar 2020 um 18:30 Uhr im Vor-Ort-Büro am Hansaplatz (in Hamburg-St. Georg), wenige Minuten vom Hauptbahnhof entfernt.

Grundlage des Kurses ist der Band 25 der Marx-Engels-Werke (MEW). Sollte es finanzielle Hindernisse geben oder der Band nicht rechtzeitig beschafft werden, bitten wir um einen kurzen Hinweis und werden entsprechende Exemplare besorgen.

Der Lesekurs wird alle 14 Tage – jeweils Dienstags – zusammenkommen. Wir arbeiten dabei in der Regel von 18:30 Uhr bis 21:00 Uhr. Geleitet wird der Kurs von Dr. Joachim Bischoff, Ökonom und VSA: Autor zahlreicher Abhandlungen zu Marx.

Eine Anmeldung ist erforderlich – bitte mit E-Mail-Adresse – an die Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg, Alstertor 20, 20095 Hamburg oder per E-Mail an anmeldung@rls-hamburg.de Eine Teilnahme ohne vorherige bestätigte Anmeldung ist leider nicht möglich. Der Teilnahmebeitrag beträgt 15 Euro pro Halbjahr.

19. Januar 2020Hamburg | 12:00 Uhr | Polittbüro, Steindamm 45

Gegen das Vergessen

Veranstaltung des Auschwitz-Komitees 75 Jahre nach der Befreiung des KZ Auschwitz durch die Rote Armee am 27.1.1945. Mit Esther Bejarano (Überlebende der Konzentrationslager Auschwitz und Ravensbrück), Antje Kosemund mit Tochter und Enkeltochter und Dr. Michael Wunder (die über Kosemunds Schwester Irma, die im Euthanasie-Programm ermordet wurde, sprechen; siehe auch die Buchveröffentlichung Sperlingskinder. Faschismus und Nachkrieg: Vergessen ist Verweigerung der Erinnerung!) und Dagmar Fohl (liest aus ihrem Roman »Frieda« über das Leben der Malerin Elfriede Lohse-Wächtler [1899-1940])

22. Januar 2020Hamburg | 19:00 Uhr | Klub im DGB-Haus, Besenbinderhof 62

Ist demokratisches Engagement NICHT gemeinnützig?

Erst attac, dann campact und schließlich die Organisation der Verfolgten des Naziregimes, VVN-BdA: Allen wurde jüngst die Gemeinnützigkeit aberkannt. Wie wird demokratisches Engagement durch diese Entscheidungen behindert? Welche politische Bedeutung haben diese Entscheidungen auch für politische Bildungseinrichtungen in der Zukunft? Rechtsanwalt Peer Stolle, Mitautor in dem Band Kein Schlusswort, Plädoyers im NSU-Prozess, ist u.a. im Bereich des Polizei- und Versammlungsrechts tätig und vertritt Mandant*innen gegenüber dem Inlandsgeheimdienst. Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung.

22. Januar 2020Dresden | 19:00 Uhr | Wir AG, Martin-Luther-Str. 21

Klassenkämpfe im digitalen Zeitalter – das Beispiel amazon

Der Amazon-Konzern ist längst nicht mehr ein schlichtes Online-Bestellportal. Er hat sich zu einem der einflussreichsten Digital-Konzerne der Welt entwickelt. Nicht nur Millionen Konsument*innen und Zuliefernde sind im Netzwerk dieses Konzerns gefangen, auch tausende an Beschäftigten innerhalb und außerhalb des Konzerns müssen um ihre Rechte kämpfen. Wie gestalten sich diese Arbeitskämpfe? Was verändert sich gegenüber traditionellen Kampfformen im digitalen Zeitalter? Welche Strategien bewähren sich? Jörn Böwe und Johannes Schulten vom Berliner Journalistenbüro work in progress stellen ihre bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung veröffentlichte Studie dazu vor.

20. Februar 2020Frankfurt a.M. | 19:00 Uhr | Club Voltaire, Kleine Hochstr. 5

Heinz Dürrbeck (1912-2001) und die IG Metall

Im Leben von Heinz Dürrbeck, der von 1953 bis 1977 geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall war, bildet sich in vielerlei Hinsicht das 20. Jahrhundert ab. Die Geschichte der alten ArbeiterInnenbewegung, der Linkssozialismus in der Bundesrepublik sowie die Brüche und Zerwürfnisse des Kalten Krieges schrieben sich in das Leben Heinz Dürrbecks ein. Er gehörte (so wie Otto Brenner oder Willi Bleicher) zu einer »sozialistischen Brückengeneration«, die als junge Menschen den Sieg des Nationalsozialismus erlebten und nach der Befreiung 1945 mit sozialistischen Ideen und einer kapitalismuskritischen Grundhaltung die Gewerkschaftsarbeit der frühen Bundesrepublik prägten. Dürrbeck verantwortete unter anderem die Bildungsarbeit der IG Metall. Er entwickelte dort in den 1960er- und frühen 1970er-Jahren – gemeinsam mit Hans Matthöfer – eine auf Selbstermächtigung und gesellschaftliche Emanzipation der Arbeitenden zielende betriebsnahe Bildungsarbeit. Dürrbeck, Matthöfer und viele andere stellten ein Milieu in der Sozialdemokratie und den Gewerkschaften dar, das am Fernziel des Sozialismus festhielt und mit großer Distanz auf die Bonner Republik blickte.
Ab Mitte der 1970er-Jahre sah sich Heinz Dürrbeck dann dem Vorwurf ausgeliefert, für die Staatssicherheit der DDR gearbeitet zu haben und sogar an der Entführung des IG Metall-Redakteurs Heinz Brandt beteiligt gewesen zu sein.
Dr. Stefan Müller, Historiker im Archiv der sozialen Demokratie, arbeitet zur Geschichte der Arbeitswelten und der Gewerkschaften. Seine Biografie zu Heinz Dürrbeck stammt aus dem Jahr 2010. Zuletzt schrieb er gemeinsam mit Lothar Wentzel über die Geschichte der IG Metall-Bildungsarbeit in Jörg Hofmann/Christiane Benner: Geschichte der IG Metall. Zur Entwicklung von Autonomie und Gestaltungskraft, Frankfurt 2019. Gunter Brügmann, ehemaliger Redakteur der »Frankfurter Rundschau«, wird den Abend moderieren.
Eine Veranstaltung des Club Voltaire und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen, der Eintritt ist frei,

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