Lesungen, Buchvorstellungen & Diskussionsveranstaltungen
an denen Autor*innen des Verlages beteiligt sind, sowie interessante Termine, die zu den Themen der Verlagsarbeit passen. Hinweise und Anregungen bitte rechtzeitig an gerd.siebecke[at]vsa-verlag.de.
Die Spur des Vaters
7.10.2026 | Hamburg | 18:30 Uhr | ATIF, Bartelsstr. 25.
Die Gewerkschaftslinke Hamburg hat für ihren Jour Fixe einen Film- und Diskussionsabend zu »Die Spur des Vaters« von Filmemacher Christoph Boekel organisiert, in dem er die Teilnahme seines Vaters am Zweiten Weltkrieg, insbesondere dessen Feldzug nach Moskau, verarbeitet. Zu Gast wird VSA: Autor Hannes Heer sein.
Ein Kampf um Demokratie
8.10.2026 | Frankfurt a.M. | 19:00 Uhr | Club Voltaire, Kleine Hochstr. 5.
Im Kölner Bundesanzeiger Verlag, der mit hoheitlichen Aufgaben betraut ist, streikten die Beschäftigten 138 Tage für einen Haustarifvertrag. Das Buch »Streik doch einfach mit!« (VSA: Verlag) zeichnet diesen Arbeitskampf und seine Hintergründe nach. Herausgeber Jan Schulze-Husmann (ver.di) und Streikteilnehmer berichten in der Reihe »Göpferts Gäste« von ihren Erfahrungen.
Mit der Brandmauer gegen die extreme Rechte?
8.10.2026 | Potsdam | 19:30 Uhr | Buchladen Sputnik, Charlottenstr. 28.
Das wichtigste deutsche Bauwerk, die Brandmauer, beginnt zu bröckeln. Da stellt sich schon die ein oder andere Frage, die Freerk Huisken beantworten wird: Was macht diese gewählten Rechtsextremen eigentlich so unverträglich, wenn beispielsweise in der Migrationspolitik kaum ein Blatt zwischen Schwarz-Rot und Blau passt? Welche Alternative propagiert die Regierung dagegen für das Land?
Geopolitik in Zeiten des Epochenbruchs
9.10.2026 | Berlin | 18:00 Uhr | Marx-Engels-Zentrum, Spielhagenstr. 13.
Der Mainstream bis weit in die politische Linke hat sich die von Bundeskanzler Olaf Scholz proklamierte »Zeitenwende« als Deutung der jüngeren Geschichte und ihrer Zukunftsperspektiven zu eigen gemacht; dies kann von einer marxistischen Position nicht geteilt werden. Dagegen setzt Stephan Krüger, zuletzt Autor des VSA: Bandes »Mit Marx zum Verständnis des aktuellen Kapitalismus«, eine materialistische Begründung von Geopolitik nach dem wirklichen Zeitenwechsel durch den Zusammenbruch des Realsozialismus 1989-91.
Russland, schmerzliche Liebe
9.10.2026 | Frankfurt a.M. | 19:00 Uhr | Club Voltaire, Kleine Hochstr. 5.
Die Übersetzerin Antje Leetz wurde 1947 im zerstörten Frankfurt a.M. geboren, ging zehn Jahre später in die DDR und lebte von 1985 bis 1988 in Moskau. Die Enkelin der Widerstandskämpferin Johanna Kirchner hat dort die Jahre von Glasnost und Perestroika erlebt und kehrte später als Rundfunkautorin in ein Land zurück, das vom Kapitalismus überrollt wurde. Über ihre schmerzliche Liebe zu Russland spricht sie mit dem Autor Claus-Jürgen Göpfert.
30 Jahre Leo Kofler-Gesellschaft
10.10.2026 | Bochum | 14:00 Uhr | KoFabrik Bochum, Stühmeyerstr. 33.
Die Leo Kofler-Gesellschaft e.V. lädt dazu ein, auf 30 bewegte Jahre Vereinsgeschichte zurückzublicken. Neben Impulsreferaten und einer Festrede wird ein Dokumentarfilm zu Leo Kofler uraufgeführt.
These Girls Forever – Ikonen feministischer Musikgeschichte
10.10.2026 | Mainz | 19:00 Uhr | Cardabela Buchladen, Frauenlobstr. 40.
Buchvorstellung unter anderem mit der Herausgeberin Juliane Streich. In ihrem Buch schreibt sie die feministischen Musikgeschichte(n) fort und erweitert sie um außergewöhnliche Künstlerinnen.
Warum die AfD keine Arbeiterpartei ist
14.10.2026 | Frankfurt a.M. | 19:00 Uhr | Haus am Dom, Domplatz 3.
Die AfD übt eine Anziehungskraft auch auf Beschäftigte aus, obwohl sie deren Interessen mit Sicherheit nicht vertritt. Darüber diskutiert der Soziologe Klaus Dörre im Gespräch mit dem Autor Claus-Jürgen Göpfert.
Innere Zeitenwende
19.10.2026 | Reutlingen | 19:00 Uhr | Kulturzentrum franz.K, Unter den Linden 23.
Ingar Solty diskutiert über sein gleichnamiges VSA: Buch, in dem unter anderem die Folgen der Umstellung auf »Kriegswirtschaft« beschrieben sind.
Zetkin gegen Stalin
19.10.2026 | Berlin | 18:00 Uhr | Rosa-Luxemburg-
Stiftung, Straße der Pariser
Kommune 8A.
Schon früh hatte Clara Zetkin vor dem von Stalin geförderten ultralinken Kurs gewarnt, der die Arbeiterbewegung schwächte, was ihre Briefe aus den Jahren 1924 bis 1933 deutlich machen. Diese sind dokumentiert in dem bei Dietz Berlin erschienenen Briefband 3. Besonders aufschlussreich ist eine Ende Oktober 1929 verfasste und bisher geheim gehaltene Abrechnung in einem Schreiben an Stalin und die sowjetische Führung. Diese Schreiben sind im VSA: Verlag gesondert unter dem Titel »Der deutsche Stalinismus« veröffentlicht. Herausgeber Jörn Schütrumpf stellt gemeinsam mit Linken-Ko-Chefin Ines Schwerdtner beide Bücher vor.
Weitere Präsentationen:
21.10.2026 | Stuttgart
20:00 Uhr | Clara-Zetkin-Haus, Gorch-Fock-Str. 26, mit Jörn Schütrumpf und Erhard Korn.
22.10.2026 | Tübingen
19:00 Uhr, Bürgerheim/Hofstüble
Schmiedtorstr. 2, mit Jörn Schütrumpf und Erhard Korn.
23.10.2026 | Frankfurt a.M.
19:00 Uhr | Haus am Dom, Domplatz 3, mit Jörn Schütrumpf , Claus-Jürgen Göpfert und Daniela Mehler-Würzbach
Clara Zetkin in Stuttgart
21.10.2026 | Stuttgart | 16:30 Uhr | S-Bahn Schwabstr.
Ein Spaziergang auf ihren Spuren mit Erhard Korn, Vorstand Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg.
1890 zog Clara Zetkin nach Stuttgart, wo sie bis 1917 als Chefredakteurin der sozialdemokratischen Frauenzeitung »Die Gleichheit« wirkte. Die Stadtführung folgt den Stationen ihres Lebens von Stuttgart-West über den alten Bahnhof und die Revolutionsjahre am Schlossplatz hin zum Wohnhaus in Sillenbuch und dem von ihr mitgegründeten Waldheim.
Hoffnung in dunklen Zeiten
20.10.2026 | Berlin | 18:30 Uhr | Rosa-Luxemburg-Stiftung, Eva-Mamlok-Bibliothek, Straße der Pariser Kommune 8A.
Buchpremiere mit Ines Schwerdtner und dem Autor Dieter Klein anlässlich seines 95. Geburtstags. Das Gespräch zwischen den beiden wird moderiert von der Journalistin Lea Fauth. Dieter Klein sieht in seinem neuen im VSA: Verlag erschienenen Buch die Linke aufs Äußerste herausgefordert, ihren eigenen Beitrag zu einer emanzipatorischen »Großen Erzählung« zu leisten. Ausgangspunkt ist für ihn die doppelte Bedrohung der Menschheit durch ökologische Zerstörung und Krieg – bis hin zur Möglichkeit ihres eigenen Untergangs. Er entwickelt Konturen einer emanzipatorischen Erzählung über eine mögliche künftige solidarische Gesellschaft, in deren Zentrum »Menschlichkeit« steht. Wer könnten die Akteure auf dem Weg ins Morgen sein? Und wie könnten sie aus der gegenwärtigen Defensive in die Offensive kommen? Die Veranstaltung wird auch per Livestream übertragen. Zur Anmeldung dafür kommt man unter info.rosalux.de/#Buchung/b216a.
31. Linke Literaturmesse
30.10.–1.11.2026 | Nürnberg
Drei Tage lang präsentieren linke Verlage ihre aktuellen Programme. Die Besucher*innen erwarten 65 Buchvorstellungen, Lesungen und ein kulturelles Rahmenprogramm. Mit dabei die VSA: Autoren Freerk Huisken zu seinem neuen Buch »Schule, die 5. Gewalt« (am Samstag, den 31.10. um 14:00 Uhr), Jörn Schütrump, der ebenfalls am Samstag um 15:00 Uhr den von ihm herausgegebenen Band von Clara Zeitkin »Der deutsche Stalinismus« vorstellt und Peter Müller am Sonntag, den 1.11. um 14:00 Uhr. Er wird über sein Buch »Strategische Betriebsräte« diskutieren. Die Räume und das Gesamtprogramm gibt es unter www.linke-literaturmesse.org.
Vorab-Vorschau auch auf den November:
Arbeit. Bildung. Ermächtigung?
Neue Perspektiven auf die Bildungsgeschichte von Arbeiter*innen
11. bis 13.11.2026 | Halle (Saale) | Franckesche Stiftungen, Englischer Saal (Haus 26), Franckeplatz 1
Konferenz, der German Labour History Association in Kooperation mit Friedrich-Ebert-Stiftung, Hans-Böckler-Stiftung und Rosa-Luxemburg-Stiftung. Diskutiert wird u.a. über folgende Themen: Bildungsmaßnahmen für Erwerbslose (1914–1933); Arbeiter*innenbildung in der DDR; Kontroverse um die sozialistische Kinder- und Jugendbildung im Wilhelminischen Deutschland; Praxis der Arbeiter*innenbildung um 1900; Bürgerliche Sozialreform und Arbeiter*innenbildung (Deutschland und die USA im Vergleich, 1860–1920); Bildungspraxis im Karlsruher Arbeiterdiskussionsklub; Die FIM-CISL und die Entstehung einer neuen Gewerkschaftskultur; Gewerkschaftliche Adressierung und Eigensinn junger Arbeiter*innen in der frühen Bundesrepublik (1948–1955); Wissensvermittlung in der englischen Genossenschaftsbewegung (1850–1870); Politische Bildung zu Anti-/Militarismus in der Zeitschrift »Die Gleichheit« (Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen, 1892–1923); Der »Werkkreis Literatur der Arbeitswelt« zwischen kollektiver Literaturproduktion und politischer Bildungsarbeit; »Arbeit und Leben« in der Transformation; Informelle Lernprozesse, Selbstermächtigung und politisches Handeln in der Fraueninitiative Rheinhausen (1987/88). Referent*innen und das detallierte Programm unter www.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/1O3TI/arbeit-bildung-ermaechtigung. Um Anmeldung wird gebeten bis zum 20.10.2026 per Mail an wiede@unitrier.de.

