Die schwierigen Zeiten halten an. Pablo Nerudas »Ode an das Buch« hilft weiterhin.

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Tipps zum Hingehen, Sehen, Zuhören, Diskutieren
(bitte prüfen, ob die Live-Veranstaltungen auch zugelassen sind)

Micha Brumlik: Antisemitismus
22.6.2021 | Online
Am 22. Juni 1941 begann das »Unternehmen Barbarossa« – die Invasion der deutschen Armee in die Sowjetunion, die die Ermordung von 1.5 Millionen Juden zur Folge hatte. Damit begann die entscheidende Phase im Plan der Nationalsozialisten »das Judenproblem zu lösen«. Am 80. Jahrestag des Überfalls stellt Micha Brumlik sein Buch »Antisemitismus« (erschienen im Reclam-Verlag) vor. Die gemeinsam von den Landesstiftungen Hamburg, Bremen und Sachsen der Rosa-Luxemburg-Stiftung veranstaltete Lesung moderiert Florian Weis (Historiker und Referent für Migration und Demokratie der Rosa-Luxemburg-Stiftung). Auf der Veranstaltung wird auch darüber gesprochen werden, ob es zulässig ist, Israel und den Zionismus – einschließlich der mehr als 50 Jahre währenden Besatzungsherrschaft im Westjordanland – als »kolonia­listisch« zu bezeichnen und die Besatzungsherrschaft zur »Apartheid« und damit für rassistisch zu erklären. Dies ist das Thema seines im Juni bei VSA: erscheinenden neuen Buches »Postkolonialer Antisemitismus? Achille Mbembe, die palästinensische BDS-Bewegung und andere Aufreger. Bestandsaufnahme einer Diskussion«.

Nach der Krise
24.6.2021 | Online
18:00-20:00 Uhr. Darüber, wie in der EU ein Aufbruch zu einer solidarisch-nachhaltigen Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik gelingen kann, diskutieren u.a. Andreas Fisahn, Axel Troost, Gustav Horn, Kolja Möller und Stefanie Wöhl auf einem von Joachim Schuster (MdEP/SPD) und Helmut Scholz (MdEP/Die Linke) in Kooperation mit spw organisierten digitalen Werkstattgespräch. Anmeldung bis zum 20.6.2021 unter
redaktion@spw.de.

Demokratisierung von Technik ohne Wirtschaftsdemokratie?
29.6.2021 | Online
Anlässlich des 30. Jahrestags der Gründung des »Forum Soziale Technikgestaltung beim DGB« diskutieren Welf Schröter (Leiter des Forums beim DGB Baden-Württemberg) und Philipp Frey (Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Zentrum Emanzipatorische Technikforschung) darüber, wie eine progressive Perspektive auf den technologischen Wandel aussehen könnte. Livestream auf: www.facebook.com/RLSBW/live.

Florian Weis: Daueropposition?
Die Labour Party nach einer erneuten Wahlniederlage

1.7.2021 | 19:00 Uhr | Frankfurt a.M., Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5 | außerdem online
Im Dezember 2019 hatten die britischen Konservativen unter Boris Johnson die Wahlen zum Unterhaus klar gegen die Labour Party unter Jeremy Corbyn gewonnen – ihr größter Erfolg nach 1987 und eine der schwersten Niederlagen Labours überhaupt. Der Brexit wurde kurz darauf vollzogen. Corbyn trat zurück, als Nachfolger setzte sich Keir Starmer durch, der in der politischen Mitte der Labour-Party anzusiedeln ist. Stellvertretende Vorsitzende wurde mit Angela Rayner eine ehemalige Gewerkschafterin. Zunächst hatte es so ausgesehen, als könne die neue Labour-Führung die Schwäche der Johnson-Regierung – vor allem das Brexit- und Corona-Chaos – für sich nutzen. Die Partei legte 2020 in den Umfragen deutlich zu, Starner galt als ernsthafte Alternative zu Boris Johnson. Bei den Kommunalwahlen im Mai 2021 erlebte Labour jedoch eine bittere Enttäuschung. Die Tories haben einen soliden Vorsprung hergestellt und sitzen wieder fest im Sattel, in Schottland und Wales haben sie sich hinter der schottischen Nationalpartei bzw. Labour gut behauptet. Labour verharrt dagegen im Dauertief, trotz einiger Lichtblicke in Wales, London und Manchester. Der Verlust des Unterhaussitzes in Hartlepool bei einer Nachwahl – seit 1964 ein Labour-Stammsitz – war sensationell. Keir Starner machte seine Stellvertreterin Angela Rayner für das Desaster verantwortlich und brachte damit großeTeile der Partei gegen sich auf. Offenbar ist der Versuch der neuen Parteiführung, Labour stärker in die Mitte zu orientieren ohne deshalb zu Tony Blair und »New Labour« zurückzukehren, fürs erste gescheitert.
Wo liegen die Ursachen für diesen Misserfolg? Welche besonderen Entwicklungen, gerade in Schottland, sind zu berücksichtigen? Und gibt es Faktoren, die über Großbritannien hinausreichen – womöglich sogar für die politische Lage in Deutschland Bedeutung haben?
Mit solchen und anderen Fragen wird sich der Historiker und Großbritannienspezialist Dr. Florian Weis, Berlin, befassen. Es moderiert Claus-Jürgen Göpfert, Journalist, Buchautor und ehemaliger Redakteur der »Frankfurter Rundschau«.
Zugangslink für die Teilnahme per Video:  https://bbb.galatis.de/b/clu-bfh-26h-b7a
Veranstalter: Club Voltaire und Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen

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