Die schwierigen Zeiten halten an. Pablo Nerudas »Ode an das Buch« hilft weiterhin.

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Florian Weis: Daueropposition?
Die Labour Party nach einer erneuten Wahlniederlage

1.7.2021 | 19:00 Uhr | Frankfurt a.M., Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5 | außerdem online
Im Dezember 2019 hatten die britischen Konservativen unter Boris Johnson die Wahlen zum Unterhaus klar gegen die Labour Party unter Jeremy Corbyn gewonnen – ihr größter Erfolg nach 1987 und eine der schwersten Niederlagen Labours überhaupt. Der Brexit wurde kurz darauf vollzogen. Corbyn trat zurück, als Nachfolger setzte sich Keir Starmer durch, der in der politischen Mitte der Labour-Party anzusiedeln ist. Stellvertretende Vorsitzende wurde mit Angela Rayner eine ehemalige Gewerkschafterin. Zunächst hatte es so ausgesehen, als könne die neue Labour-Führung die Schwäche der Johnson-Regierung – vor allem das Brexit- und Corona-Chaos – für sich nutzen. Die Partei legte 2020 in den Umfragen deutlich zu, Starner galt als ernsthafte Alternative zu Boris Johnson. Bei den Kommunalwahlen im Mai 2021 erlebte Labour jedoch eine bittere Enttäuschung. Die Tories haben einen soliden Vorsprung hergestellt und sitzen wieder fest im Sattel, in Schottland und Wales haben sie sich hinter der schottischen Nationalpartei bzw. Labour gut behauptet. Labour verharrt dagegen im Dauertief, trotz einiger Lichtblicke in Wales, London und Manchester. Der Verlust des Unterhaussitzes in Hartlepool bei einer Nachwahl – seit 1964 ein Labour-Stammsitz – war sensationell. Keir Starner machte seine Stellvertreterin Angela Rayner für das Desaster verantwortlich und brachte damit großeTeile der Partei gegen sich auf. Offenbar ist der Versuch der neuen Parteiführung, Labour stärker in die Mitte zu orientieren ohne deshalb zu Tony Blair und »New Labour« zurückzukehren, fürs erste gescheitert.
Wo liegen die Ursachen für diesen Misserfolg? Welche besonderen Entwicklungen, gerade in Schottland, sind zu berücksichtigen? Und gibt es Faktoren, die über Großbritannien hinausreichen – womöglich sogar für die politische Lage in Deutschland Bedeutung haben?
Mit solchen und anderen Fragen wird sich der Historiker und Großbritannienspezialist Dr. Florian Weis, Berlin, befassen. Es moderiert Claus-Jürgen Göpfert, Journalist, Buchautor und ehemaliger Redakteur der »Frankfurter Rundschau«.
Zugangslink für die Teilnahme per Video:  https://bbb.galatis.de/b/clu-bfh-26h-b7a
Veranstalter: Club Voltaire und Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen

Gesundheitsarbeit: Menschenwürde vor Profit
Samstag, 10. Juli. 2021, 10.00-11.30 Uhr | Online
Online-Versammlung mit der Kovorsitzenden der LINKEN Janine Wissler und Aktiven aus der Pflegebewegung. In der Corona-Pandemie wurde viel für die Beschäftigten im Gesundheits- und Pflegebereich geklatscht. Trotzdem haben sich die Arbeitsbedingungen noch einmal verschlechtert, eine Entlastung lässt auf sich warten. Wie kann eine Organisierung unter linken Gesundheitsarbeiter:innen dazu beitragen, Veränderungen durchzusetzen? Geplant sind u.a. Workshops zum Austausch von Erfahrungen aus der Pflegekampagne, zur Alten- und Krankenpflege sowie Perspektiven der Vernetzung von Gesundheitsarbeiter:innen in der LINKEN. Anmeldung: www.pflegenotstand-stoppen.de/mitmachen/pflegeratschlag/

Jane McAlevey: Macht. Gemeinsame Sache.
Im Juli erscheint das neue Buch der bekannten US-amerikanischen Organizerin Jane McAlevey im VSA: Verlag. Herausgegeben wird es gemeinsam von der IG Metall Jugend und der Rosa-Luxemburg-Stiftung, die die Autorin nach Deutschland eingeladen hatten. Aufgrund restriktiver Einreisebedingungen wegen der Delta-Variante des Corona-Virus kann die Präsentation der Neuerscheinung nur als Zoom-Veranstaltungen erfolgen. Informationen über die genauen Termine und Zugangsdaten bitte jeweils unter www.vsa-verlag.de und www.rosalux.de/veranstaltungen nachschauen.
Das Buch wendet sich mit Fragen an eine neue Generation: Was können wir tun, wenn wir den Status quo nicht länger akzeptieren? Welche Strategien stehen der breiten Mehrheit der Bevölkerung zur Verfügung, um ihre Interessen gegen eine winzige Elite durchzusetzen? Welche Institution kann für eine gerechtere Verteilung von Reichtum und Macht sorgen?

Heine, Marx und der Kampf gegen Antisemitismus
Mittwoch, 4. August 2021, 18:00-20:00 Uhr | Hamburg
Stadtspaziergang mit der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg und Jürgen Bönig, Historiker, Autor von »Karl Marx in Hamburg« (VSA: 2019) und »Otto Meißner, Verleger des ›Kapital‹. Ein 1848er in Hamburg« (VSA: im Erscheinen). Am Beginn des 19. Jahrhunderts kam – nicht nur in Hamburg – ein Antisemitismus auf, der den ständischen Kampf gegen die kapitalistische Produktionsweise rassistisch und antireligiös wendete. Heinrich Heine und Karl Marx waren Opfer dieses neuen Hasses gegen Juden, den sie durch die Analyse der Probleme der Gesellschaft zu verstehen und zu bekämpfen suchten. Der Stadtspaziergang beginnt in den Resten des Israelitischen Tempels von 1844 und führt zu Orten, an denen der antikapitalistische Kampf gegen den Antisemitismus entstand (»Judenbörse«, Hamburger Hof, Bildungsverein für Arbeiter, Tonhalle, ehemalige Sitze der Verlage Hoffmann & Campe und Otto Meißner). Schriftliche Anmeldung erforderlich: anmeldung@rls-hamburg.de

150. Geburtstag von Karl Liebknecht
Donnerstag, 12. August 2021 | 18:30-20:30 Uhr | Online
Vortrag und Diskussion in Kooperation mit den Rosa-Luxemburg-Stiftungen Thüringen, Saarland und Sachsen-Anhalt. Mit Klaus Gietinger, Sozialwissenschaftler, Filmemacher und Autor des im Juli im Karl Dietz Verlag Berlin erscheinenden Buches: »Karl Liebknecht oder: Nieder mit dem Krieg, nieder mit der Regierung!« Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg waren als mythische Figuren der Arbeiter:innenbewegung in der DDR gleichberechtigt, doch Liebknecht erschien handfest, Luxemburg eher schwierig. Mit den westdeutschen 68ern änderte sich das: Rosa strahlte heller als Karl. Für Klaus Gietinger ist es Zeit, Karl Liebknecht wieder aus der Versenkung zu holen.
Anmeldung per E-Mail notwendig zum Erhalt der Zugangsdaten für die Zoom-Veranstaltung: anmeldung@rls-hamburg.de.

Der Fotograf Max Halberstadt
Bis zum 3. Januar 2022 | Hamburg, Museum für Hamburgische Geschichte, Holstenwall 24
Max Halberstadt, 1882 als Sohn jüdischer Eltern in Hamburg geboren, machte sich einen Namen als Porträt- und Kinderfotograf und wurde in den 1920er Jahren zu einem der gefragtesten Porträtisten in Hamburg (u.a. von Sigmund Freud) sowie zum bevorzugten Fotografen für die Großunternehmen Dralle, Reemtsma und Darboven. 1933 kam der Einbruch, 1938 verließ die Familie Halberstadt die Heimat und ging ins Exil nach Südafrika, wo Halberstadt schon 1940 in Johannesburg an den Folgen der zunehmenden Ausgrenzung und Anstrengungen während der Flucht verstarb. Vom Kurator Wilfried Weinke, Literaturwissenschaftler und Publizist, erscheint im Sommer das von ihm bei VSA: herausgegebene Buch über den langjährigen Kurator am Museum für Hamburgische Geschichte, »Verständigung und Toleranz. Das Engagement von Ulrich Bauche für eine aufklärende Erinnerungskultur«. Mehr Infos zur Ausstellung, die derzeit noch mit erforderlicher Terminbuchung zu besichtigen ist: https://shmh.de/de/max-halberstadt.

New Deal – mit Cuppatea und Steffen Lehndorff
Während in Deutschland in den 1930er Jahren die Nazis nach der Macht griffen, startete die Roosevelt-Regierung in den USA ein riesiges wirtschaftliches und soziales Aufbau- und Reformprogramm demokratischer Prägung. Viele, die sich heute für einen Green New Deal für den Klimaschutz engagieren, fühlen sich durch dieses historische Beispiel inspiriert. In der siebenteiligen Videoserie »Rise Up Singin’« berichtet Steffen Lehndorff, Autor der VSA: Flugschrift »New Deal heißt Mut zum Konflikt« (2020), über den demokratischen Aufbruch im New Deal, und das Cuppatea-Duo vermittelt mit Liedern von damals die emotionale Stimmung dieser Jahre. www.youtube.com/playlist?list=PL2Dz1Rc_TJ4-161j-c8y2dTsBCCN5vxvt

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