Lesungen, Buchvorstellungen & Diskussionsveranstaltungen

an denen Autor*innen des Verlages beteiligt sind, sowie interessante Termine, die zu den Themen der Verlagsarbeit passen. Infos bitte rechtzeitig an klaus.schneider[at]vsa-verlag.de oder gerd.siebecke[at]vsa-verlag.de.

»Das Kapital« ist bunt!

Anlässlich von Marx’ 200. Geburtstag erschien im VSA: Verlag Jari Banas’ Kultcomic nun kunterbunt in Farbe! 150 Jahre nach dem Erscheinen des Original und anlässlich des 200. Geburtstag von »Charly« hat er seine Einführung auf den neuesten Stand gebracht und komplett coloriert: »Das Kapital« in Farbe. Das gibts sonst nirgends! Zusätzlich bietet der VSA: Verlag 15 DIN A1-Plakate mit Motiven aus dieser Ausgabe zum Selbstkostenpreis von 100 Euro als Ausstellung an: schwer verdauliche Kost verwandelt in bunte Unterhaltung.
Bislang wird die Ausstellung gezeigt
– vom 15.3. bis 5.5. im Liebknecht-Haus der LINKEN in Leipzig
– 27.4. bis 15.6. in der Volkshochschule, Moritzstraße 20 in Chemnitz
– ab Anfang April in Trier
– ab Anfang April in Weimar
– vom 25. bis 29.6. im Bildungszentrum Kirkel im Saarland
– vom 2.7. bis 2.9. in der Antifaschistischen Erholungs- und Begegnungsstätte Heideruh in der Nordheide

21. April 2018und 22. April | Frankfurt a.M. | 10:00 Uhr | Goethe-Universität, Seminarhaus, Max-Horkheimer-Str. 1

Marx in Hessen

Die Frankfurter und Marburger Schule hatten entscheidenden Anteil an der breiten Rezeption der Marx’schen Theorie nach 1968. Die Themen der Konferenz zu Geschichte und Aktualität der Marx’schen Theorie: Emanzipation und Demokratie (Frank Deppe, Joachim Hirsch); Politik und Marxsche Theorie (David Salomon, Nadja Rakowitz, André Leisewitz, Kirsten Huckenbeck, Silvia Kontos, Serhat Karakayali); Staat, Raum, Politik (John Kannankulam, Andrea Maihofer, Sonja Buckel, Jens Wissel, Janine Wissler, Bernd Belina); Kapitalismus als Weltsystem (Jörg Goldberg, Dieter Boris, Thomas Sablowski, Encarnación Gutiérrez Rodríguez, Ulrich Brand); emanzipatorische Perspektiven (Hans Jürgen Urban, Alex Demirovic).

26. April 2018Senftenberg | 17:00 Uhr | Wendische Kirche, Baderstr. 10

»Alle Verhältnisse umzuwerfen ... und die Mächtigen vom Thron zu stürzen«

Vorstellung des von Michael Ramminger und Franz Segbers herausgegebenen gleichnamigen Buches mit den Autor*innen Ilsegret Fink und Helge Meves sowie Daniela Trochowski und Gerd-Rüdiger Hoffmann.

26. April 2018Frankfurt a.M. | 19:30 Uhr | Haus am Dom, Domplatz 3

»Alle Verhältnisse umzuwerfen ... und die Mächtigen vom Thron zu stürzen«

Buchpräsentation im Disput: Anlässlich des 200. Geburtstages von Karl Marx fragt der Autor und Herausgeber des gleichnamigen Buches Prof. Dr. Franz Segbers: Was verbindet das biblische Erbe mit Marx? Er diskutiert darüber mit Dr. Norbert Blüm (CDU-Politiker, ehemaliger Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung), Dr. Regina Görner (CDU-Bundesvorstand, ehemaliges geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall) und Prof. Dr. Hermann-Josef Große Kracht (Sozialethiker und Autor in dem vorzustellenden Buch). Moderation: Dr. Thomas Wagner (Studienleiter Arbeit und Soziales in der Einen Welt im Haus am Dom, Katholische Akademie Rabanus Maurus).

27. April 2018Berlin | 10:00 Uhr | Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1

Initiative für ein Neues Normalarbeitsverhältnis

Die Initiative zielt darauf, Kräfte zu bündeln für gute Arbeit, Demokratie in der Wirtschaft und ein neues sozial-ökologisches Wohlstandsmodell. Mit Annelie Buntenbach (DGB), Nicole Mayer-Ahuja (SOFI), Bernd Riexinger (LINKE), Hilde Wagner (IG Metall), Norbert Reuter (ver.di), Klaus Ernst (LINKE), Daniel Kopp (BAU), Doreen Siebernik (GEW), Elke Breitenbach (Senat Berlin), Klaus Dörre (Uni Jena), Hans Jürgen Urban (IG Metall), Ana Süssner (Linkspartei Schweden ), Jon Lansman (Labour Party), Cédric Wermuth  (SP Schweiz), Harald Wolf (LINKE).

27. April 2018Berlin | 16:00 Uhr | Helle Panke, Kopenhagener Str. 9

Reformen im Realsozialismus

Scheiterte die Einführung eines effizienten und demokratischen Wirtschaftssystems an systemimmanenten Widerständen? Auf der Konferenz sollen grundlegende Vorstellungen des Neuen Ökonomischen Systems der Planung und Leitung (NÖS) der DDR sowie der Wirtschaftsreformen in der CSSR, in Ungarn, Jugoslawien und der UdSSR vorgestellt werden. Zudem soll diskutiert werden, wie der Ideengehalt, der den Wirtschaftsreformen zugrunde lag, für aktuelle Konzeptionen sozialistischer Transformation weitergeführt werden kann. Mit Alexander Amberger, Jörg Roesler, Christoph Lieber, Klaus Steinitz, Boris Kanzleiter, Judith Dellheim, Annette Vogt, Erika Maier, Lutz Brangsch.

27. April 2018Zeuthen | 17:30 Uhr | Alte Feuerwache, Bahnhofstr. 79

»Alle Verhältnisse umzuwerfen ... und die Mächtigen vom Thron zu stürzen«

Vorstellung des von Michael Ramminger und Franz Segbers herausgegebenen gleichnamigen Buches mit den Autor Helge Meves sowie Pfarrer i.R. Dietrich Wegmann und Jens Wollenberg.

29. April 2018Hamburg | 14:00 Uhr | Treffpunkt: Heine-Denkmal auf dem Rathausmarkt

Jürgen Bönig: Rundgang auf den Spuren von Karl Marx

Am 12. April 1867 traf Karl Marx mit dem Segelraddampfer »John Bull« im Hamburger Hafen ein. Im Gepäck hatte er den zweiten Teil des Manuskripts von »Das Kapital«, das er dem Verleger Otto Meissner in der Bergstraße 26 persönlich übergeben wollte. Setzer und Drucker in Leipzig hatten für das 800 Seiten starke Buch 1,9 Millionen Lettern gesetzt und 3,2 Tonnen Blei bewegt. Aber warum erschien »Das Kapital« gerade in Hamburg? Welchen Einfluss hatte die Herstellungsweise auf das Ergebnis? Wer arbeitete an dem Buch mit? Jürgen Bönig hat in seinem Buch Karl Marx in Hamburg herausgefunden, dass Marx ingesamt fünf Mal in Hamburg weilte. Warum kam er in die Hansestadt? Was sah er zu jener Zeit dort? Wen traf Marx wo? Und was hatte Karl Marx eigentlich sonst noch mit Hamburg zu tun? Jürgen Bönig begibt sich zwei Stunden auf dessen Spuren und entdeckt spannende Orte und Zusammenhänge. Eine Anmeldung an anmeldung(at)rls-hamburg.de ist notwendig.

3. Mai 2018Hamburg | 19:00 Uhr | Universität (Raum folgt)

Joachim Bischoff: Zehn Jahre Finanzkrise, (K)ein Ende in Sicht?

Vor zehn Jahren schlitterten die kapitalistischen Hauptländer in die größte Finanz- und Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit. Mit dem Kollaps des US-Subprime-Hypothekenmarktes standen viele internationale Großbanken am Rande der Pleite. Die zentralen Notenbanken stellten in großem Stil Liquidität bereit, um eine Systemkrise abzuwenden. Staatliche Rettungsschirme und schärfere Regeln im Bankensektor sollten für nachhaltige Stabilität sorgen. Dennoch stellt sich die Frage: Kann es wieder zu einer ähnlichen Krise kommen?  Durchaus, so meint Joachim Bischoff, Publizist und Mitherausgeber der Zeitschrift Sozialismus, viele Bedingungen sind heute ähnlich. Die Geldpolitik ist exzessiv locker. Bewertungen am Kapitalmarkt sind verzerrt. Das Gesamtsystem ist fragil, da das Verschuldungsniveau von Staaten und Unternehmen heute deutlich höher ist. Eine Zinswende würde erneut die Gefahr einer Systemkrise provozieren.

5. Mai 2018Berlin | 17:00 Uhr | Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1

Marxsche Religionskritik im 21. Jahrhundert. Eine Intervention christlicher Marxisten

Im Rahmen des Kongresses MARX200 vom 2. bis 6. Mai stellten im Seminarraum 5 Michael Ramminger (Institut für Theologie und Politik, Münster/Interventionistische Linke), Cornelia Hildebrandt (Rosa-Luxemburg-Stiftung), María del Carmen Montes Castillo (Movimiento de solidaridad Nuestra América, Mexiko) und Juan José Bautista (Universidad Nacional Autónoma de México, Universidad Autónoma de la Ciudad de México, Mexiko) unter anderem den Band »Alle Verhältnisse umzuwerfen ... und die Mächtigen vom Thron zu stürzen«. Das gemeinsame Erbe von Christen und Marx vor.

8. Mai 2018Berlin | 19:00 Uhr | Akademie der Künste, Pariser Platz 4

Kein Schlusswort: Der Nationalsozialistische Untergrund und der Stand der Aufklärung

Die Nebenklagevertreter*innen Antonia von der Behrens und Sebastian Scharmer geben im Gespräch mit der Schriftstellerin und Publizistin Kathrin Röggla und der Journalistin Heike Kleffner Auskunft über den Stand der Dinge und stellen das Buch Kein Schlusswort. Plädoyers im NSU-Prozess vor. Eingeleitet wird die Veranstaltung von Jeanine Meerapfel und Imran Ayata.

8. Mai 2018Trier | 18:00 Uhr | Universität Trier | Universitätsring 15, Raum E51

Marx!?: Befreiung heute

»Befreiung« ist wieder im Gespräch. Nach den sozialen Emanzipationsbewegungen im »kurzen 20. Jahrhundert« erfuhr das emanzipatorische Denken in Zeiten neoliberaler Globalisierung neuen Auftrieb und steht heute an einem historischen Knotenpunkt. Wie kann Befreiung heute aussehen und welche Rolle spielt dabei Karl Marx? Jan Hoff (Befreiung heute) ist Gesellschaftswissenschaftler und lehrte zuletzt an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Organisatoren sind der »Rosa Salon« und das »Referat für Politische Bildung des Asta der Universität Trier«. Die Veranstaltung wird unterstützt von der Rosa Luxemburg Stiftung Rheinland-Pfalz.

22. Mai 2018Hamburg | 19:00 Uhr | Veranstaltungsort folgt

Ingo Schmidt: Marx’ Hauptwerk – immer noch ein Kompass für die Linke?

»Kapital«-Rezeption und sozialistische Strategie von 1867 bis heute: »Das Kapital« ist von Karl Marx als wissenschaftliches Werk mit politischer Absicht geschrieben worden. Ingo Schmidt gibt einen Überblick über verschiedene Lesarten des »Kapital« und damit verbundene sozialistische Strategien: von den Zeiten der Zweiten Internationale bis zu den neuen »Kapital«-Lektüren, die im Zuge des Aufschwungs linker Bewegungen in den 1960er Jahren entstanden sind. Und er diskutiert, was eine als politisches Projekt verstandene Lektüre des »Kapital« heute bedeuten kann – hierzulande und über den deutschen Tellerrand hinaus. Ingo Schmidt, Ökonom und Aktivist, leitet das interdisziplinäre Labour Studies Program (Programm zum Studium der Arbeit und Arbeiterbewegung) der Athabasca University in Kanada. Er ist Herausgeber von Das Kapital@150. Russische Revolution@100. ›Das Kapital‹ und die Revolutionen gegen ›Das Kapital‹.

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