Lesungen, Buchvorstellungen & Diskussionsveranstaltungen

an denen Autor*innen des Verlages beteiligt sind, sowie interessante Termine, die zu den Themen der Verlagsarbeit passen. Infos bitte rechtzeitig an klaus.schneider[at]vsa-verlag.de oder gerd.siebecke[at]vsa-verlag.de.

Tipps statt Termine

An dieser Stelle verweisen wir sonst auf Veranstaltungen zu aktuellen politischen Themen. Da diese und auch die meisten unten noch aufgelisteten (bitte zu Details auf die Websites der Veranstalter gehen!) aufgrund der Covid 19-Pandemie bis auf weiteres abgesagt worden sind, konzentrieren wir uns im Folgenden auf Hinweise auf Websites mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

www.sozialismus.de
Ganz unbescheiden verweisen wir auf die Website unseres Publikationsprojektes mit Analysen und Kommentaren zu aktuellen Entwicklungen – unter anderem ein Dossier zu den Folgen der ­Corona-Pandemie.

www.wsi.de
Aktuelle Infos zum Kurzarbeitergeld, zur Work-Life-Balance im Homeoffice, zum Mindestlohn (»12 Euro sind möglich und nötig«), zur Gleichstellung, zu Leiharbeit und vielem anderen mehr. Eine neue Untersuchung weist auf einen starken Anstieg sachgrundloser Befristungen hin (WSI-Policy-Brief Nr. 36).

www.imk.de
Hier finden sich u.a. Analysen zu den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise und dem Maßnahmenpaket der Bundesregierung. Prognose: »Allerdings wird auch mit dem Paket eine Rezes­sion der deutschen Wirtschaft nicht vermieden werden. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt dürfte im zweiten und wahrscheinlich auch noch dritten Quartal deutlich schrumpfen.«

www.ipg-journal.de
Wer in das neue Buch von Piketty noch nicht hineingeschaut hat, kann sich in einem Interview mit dem Autor auf der Homepage von »Internationale Politik und Gesellschaft« der Friedrich-Ebert-Stiftung einen ersten Eindruck verschaffen.

www.rosalux.de
Aktuelle Einschätzungen zu Reichweite und Folgen der Corona-Krise finden sich auf der Homepage der Rosa-Luxemburg-Stiftung von Mike Davis (»Im Jahr der Pandemie«) und Alex Demirovi (»In der Krise die Weichen stellen«). Außerdem Hinweise auf aktuelle »Webinare« (u.a. zu »Introducing Antonio Gramsci«, »Organizing for Power: Coronavirus und alles danach« mit Jane McAlevey). Das aktuelle Dossier: »Für die Gesellschaft der Vielen.« »Migration bleibt das bestimmende Feld, auf dem sich die Gesellschaft in einem demokratisierenden Sinn transformieren oder in nationalistischen Autoritarismus umschlagen wird.«

www.mpifg.de
Leider ist es auf der Homepage des Marx-Planck-Instituts nicht mehr möglich, Publikationen und Forschungsberichte direkt einzusehen. Zugänglich sind jedoch Pod­casts zu Veranstaltungen des Instituts, zuletzt Armin Schäfer: The Populist Revolt, vom 13.12.2019.

Hören, sehen & lesen: Thomas Kuczynskis »Kapital«-Ausgabe
Das Buch gibt’s beim VSA: Verlag.

www.davidharvey.org
Die letzten beiden Podcasts von David Harveys Anti-Capitalist Chronicals lauten: »anti-capitalist politics in the time of covid 19« (vom 19.3.) und »a brief history of neoliberalism« (6.3.).

www.vsa-verlag.de
Zu empfehlen sind ferner seine Einführungen in Marx’ »Kapital« Band 1 (Nachdruck in Vorbereitung) und Band 2 sowie Das Rätsel des Kapitals entschlüsseln. Leseproben und Bestellmöglichkeit auf der VSA: Website; die Bücher werden auch in diesen Tagen versandt.

20. April 2020und 21. April 2020 | Köln-Deutz | 9:00 Uhr | DORINT-Hotel An der Messe, Deutz-Mülheimer Str. 22-24

Abgesagt: »NIE WIEDER!« – »SCHON WIEDER«?

Die Wiederkehr der illiberalen Rechten 75 Jahre nach Kriegsende.
Der 8. Mai steht für die Befreiung von Faschismus in Deutschland und Europa. 2020 jährt sich dieser Tag zum 75. Mal. Anlässlich dieser Jährung richtet der Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus der Hochschule Düsseldorf eine Fachtagung mit europäischer und internationaler Perspektive aus. Denn angesichts von rechten Wahlerfolgen und zunehmender rechter Gewalt wird in Politik und Öffentlichkeit über die Möglichkeit einer erneuten Implosion demokratischer Ordnungen in Deutschland und Europa diskutiert:

  • Droht eine Wiederkehr politischer Instabilität bzw. „Weimarer Verhältnisse“?
  • Erodieren die Grundfeste parlamentarischer Demokratien?
  • Erleben wir eine Neuformierung totalitärer und neofaschistischer Bewegungen?
  • Wie sind die aktuellen rechten Geländegewinne im historischen Rückblick zu bewerten?
  • Wie widerstandsfähig sind die Strukturen des demokratischen Rechtsstaates?

Unter ländervergleichender Perspektive werden mit historischem Rückblick aktuelle Auseinandersetzungen mit nazistischen, faschistischen, populistischen und extrem rechten Erscheinungsformen einer kritischen Reflexion zugänglich gemacht.
Veranstalter: Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus der Hochschule Düsseldorf (FORENA) mit Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung. Eine Anmeldung ist erforderlich unter www.forena.de/termine/; dort kann das Tagungsprogramm auch als pdf-Datei heruntergeladen werden.

22. April 2020Erfurt | 19:00 Uhr | RedRoXX, Pilse 29

Abgesagt: Michael Brie: Lenin neu entdecken

Was tun in Zeiten der Ohnmacht? Professor Dr. Michael Brie analysiert in seinem »hellblauen Bändchen zur Dialektik der Revolution & Metaphysik der Herrschaft« Lenins strategischen Suchprozess zwischen 1914 und 1917 in Vorbereitung des Kampfes um die Macht, ein Suchprozess, der auch heute noch von Bedeutung ist. Er reicht von der Dialektik revolutionärer Praxis über Gesellschaftsanalyse bis zu einem neuen Verständnis von Sozialismus und Einstiegsprojekten in Zeiten des Bruchs. Dies führt hin zur Frage, welche konzeptionellen Vorstellungen von Revolution und sozialistischer Staatsmacht hinter Lenins Entscheidung standen, im Januar 1918 die Verfassungsgebende Versammlung aufzulösen. 1921 beginnt Lenin einen neuen strategischen Suchprozess. Es ging ihm darum, Wege zu finden, die Verkehrung von Zielen der Revolution und ihren Resultaten aufzulösen. Dieser Suchprozess bleibt unvollendet. Michael Brie zeigt: Wer vom Stalinismus redet, darf nicht vom Leninismus schweigen. Leninismus ist der Versuch, in unmenschlichen Zeiten mit ahumanen Mitteln humane, zutiefst sozialistische Ziele zu verfolgen. Dies ist ein Erbe, das die Linke weder uneingeschränkt annehmen, noch einfach ablehnen kann, sondern aus dem sie lernen muss.

19. Juni 2020bis 21. Juni | Bielefeld | ver.di Bildungszentrum »Das Bunte Haus«, Senner Hellweg 461

Rechts. National. Sozial?

Die 14. ver.di-DruckTage der Fachgruppe Verlage, Druck und Papier sind diesmal dem Thema Rechtspopulismus und Gewerkschaften gewidmet. Sie sitzt in jedem Landesparlament und in jeder Talkshow. Jetzt geht die AfD den nächsten Schritt: Sie dringt in die Betriebe vor. AfD’ler kandidieren als Betriebsräte und präsentieren sich als die wahren Interessenvertreter. Damit nicht genug: Mit ihrem Rentenkonzept führt sie sich auf wie der Anwalt der kleinen Leute. Bewusst übernehmen sie gewerkschaftliche Positionen. Die AfD als neue Partei der sozialen Gerechtigkeit? Was ist dran? Was bezweckt sie damit? Wie wir den Einfluss der AfD in den Betrieben und in der Gesellschaft verhindern, darüber wollen wir diskutieren. Darüber hinaus gibt es an diesem Wochenende gutes Essen, gute Gespräche, gute Musik und am Sonntagmorgen eine exklusive Führung durch die Gedenkstätte Stukenbrock.
Das Tagungsprogramm kann hier als pdf-Datei heruntergeladen werden.
Teilnehmer*innenbeitrag für das Rahmenprogramm: ver.di-Mitglieder 50 €; Sonderpreis für Erwerbslose, Auszubildende und Studierende bei ver.di-Mitgliedschaft 25 €; Nichtmitglieder 165 €.
Anmeldungen bitte bis zum 30. April 2020, gern auch per E-Mail an frauke.menze[at]verdi.de.
Diese Veranstaltung wird konzipiert, organisiert und durchgeführt vom ver.di Institut für Bildung, Medien und Kunst in Kooperation mit dem DGB-BW NRW und der ver.di Fachgruppe Verlage, Druck und Papier.

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