Datenschutz weiter verbessert

Mit Blick auf die neuen Datenschutzregelungen ab Ende Mai haben wir die Website auf den aktuellen Verschlüsselungs-Standard umgestellt. Da entsprechende Umleitungen gelegt sind, sind in der Regel alle Seiten mit sämtlichen Unterseiten auch mit den bisherigen Links erreichbar. Sollte es dennoch Probleme geben, bitten wir um eine kurze Mitteilung mit einer möglichst genauen Beschreibung per E-Mail an webmaster[at]vsa-verlag.de.

Das Kapital in Farbe und als Ausstellung!

Den JARIComic für Einsteiger*innen und Fortgeschrittene gibt es nun auch in Knallbunt. Und als besonderes Geburtsgeschenk zu Charleys 200. haben wir Zeichnungen daraus auf 15 DIN A1-Plakate gebracht und bieten sie als Ausstellung an. Dieses Angebot wird dankbar angenommen, bislang wird sie u.a. in Heideruh in der Nordheide, im Bildungszentrum Kirkel im Saarland, in Leipzig, Weimar, Chemnitz, Offenbach, auf der Geburtstagsparty am 5. Mai in Hamburg und natürlich auch in Trier gezeigt (Details auf der Ausstellungsseite).

Buchmesse-Nachlese

Der JARIComic war übrigens das am meisten angeschaute Buch auf unserem Messestand in Leipzig. Aber auch die anderen Bücher und vor allem die Veranstaltungen erfreuten sich großen Interesses. Einige Impressionen und Fotos haben wir auf unserer Website zusammengestellt. Und wer die spannende Präsentation der Plädoyers im NSU-Prozess Kein Schlusswort mit der Herausgeberin Antonia von der Behrens im Gespräch mit Konrad Litschko im taz-Studio nachverfolgen möchte, kann das im Video-Mitschnitt anschauen.

Christen & Marx?

Papst Franziskus nutzte das Osterfest einmal mehr, um auf soziale Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen. Auch wenn er einen direkten Hinweis darauf vermied, sprach er dabei implizit ein gemeinsames Erbe von Christen und Marx an. Dieses ist – mit Blick auf den 200. Geburtstag von Karl Marx – auch das Anliegen der Autor*innen des von Michael Ramminger und Franz Segbers herausgegebenen Bandes »Alle Verhältnisse umzuwerfen ... und die Mächtigen vom Thron zu stürzen«, der am 26. April – u.a. mit dem Herausgeber Franz Segbers, dem Ko-Autor Hermann-Josef Große Kracht sowie Norbert Blüm und Regina Görner – in Frankfurt am Main vorgestellt wird.

Rechtspopulisten als »Kümmerer« in den Betrieben?

Großes Interesse – vor allem in den Medien – hat auch die Veröffentlichung der Studie Rechtspopulismus und Gewerkschaften gefunden. Ko-Autor Dieter Sauer wurde von der ZEIT befragt und gab dem NDR ein ausführliches Interview, Ko-Autorin Ursula Stöger stand dem Radio Corax Rede und Antwort. Am 10. April wird ab 19:00 Uhr im  Klub im Hamburger DGB-Haus unter dem Titel »Hoch die nationale Solidarität?« Ko-Autor Richard Detje mit Klaudia Tietze (Geschäftsführerin von »Mach meinen Kumpel nicht an« und Mitherausgeberin des ebenfalls bei uns erschienenen Bandes Von Biedermännern und Brandstiftern. Rechtspopulismus in Betrieb und Gesellschaft diskutieren.

Betriebsbesetzungen und Arbeiten in Selbstverwaltung

Dario Azzellini (zur Zeitr Research Fellow an der School for Industrial and Labor Relations, Cornell University, Ithaca, USA) hat den politischen Kern seiner 15-jährigen Forschungsergebnisse zu Arbeiter*innenselbstverwaltung und Formen lokaler Selbstverwaltung weltweit in der Flugschrift Vom Protest zum sozialen Prozess zusammengefasst. Er liefert zugleich Antworten auf die Frage: Ist es möglich, im Kapitalismus »anders« zu arbeiten und damit die Perspektive einer demokratischen und solidarischen Gesellschaft jenseits des Kapitalismus aufzuzeigen und zu eröffnen?

Debatten um 1968

Arbeiter*innenselbstverwaltung – das wird in den Debatten um die Folgen der 68er-Bewegung gern vergessen – spielte auch in den Ereignissen des Jahres 1968 eine Rolle. Das ist das Ergebnis des Bandes 1968 und die Arbeiter. Studien zum »proletarischen Mai« in Europa, den wir aufgrund seiner Aktualität neu aufgelegt haben. Zu Recht schreiben die Herausgeber in ihrem neuen Vorwort: »Gerade die endlich wieder aufgelebte Diskussion über eine ›neue‹ Klassenpolitik im Angesicht fragmentierter Klassensubjekte, rechter Offensiven und linker Rückzüge aus der Arbeiterschaft kann sich den Blick zurück nicht ersparen, um in die Zukunft zu schauen.«

Neu ins Programm aufgenommen bzw. wieder lieferbar

Wir haben drei bislang noch nicht angekündigte Buchprojekte neu in das Frühjahrsprogramm aufgenommen:
Waltraud Waidelich/Margit Baumgarten (Hrsg.): Um-Care zum Leben
Isabelle Bourboulon u.a.: Kommt der Finanz-Crash 2.0?
Klaus Steinitz: Zukunftsfähiger Sozialismus im 21. Jahrhundert
Wieder lieferbar ist die Studie, in der Pierre Bourdieu und seine Mitarbeiter*innen die scheinbare Idylle »Eigener Herd ist Goldes wert« (die eigene Wohnung und mehr noch das eigene Haus als Erfüllung des bürgerlichen Familienlebens) hinterfragt haben:
Pierre Bourdieu u.a.: Der Einzige und sein Eigenheim

NSU-Prozess geht in die Schlussphase

Die Mordserie des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU) bewegt noch immer die mediale Öffentlichkeit. In Köln ist ein Streit über das Gedenken an die NSU-Opfer in der Keupstraße entbrannt und in München beginnen am 13. März vermutlich die Schlussvorträge der Verteidiger der Angeklagten. Zur Aufklärung der Hintergründe dürften diese kaum etwas beitragen. Ganz im Unterschied zu den Plädoyers, die vier unmittelbar Betroffene und zehn Anwält*innen der Nebenklage vorgetragen haben, die jetzt in dem Band »Kein Schlusswort« als Buch erschienen sind. Spiegel Online stellt zu Recht heraus: »Im NSU-Prozess hat sich eine Gruppe von Nebenklägern besonders aufgerieben. Nun legen sie eine gnadenlose Abrechnung mit den deutschen Behörden vor.« Und: »Es ist eine umfassende Chronologie der Jahre von 1990 bis zur Selbstenttarnung des NSU im November 2011. Es ist auch eine gnadenlose Abrechnung mit den staatlichen Behörden, deren Versagen der Terrorzelle und ihrem wohl weitverzweigten Netzwerk den Weg ebnete.«

Brot & Rosen & Bücher

Weltweit wurde am 8. März der Internationale Frauentag begangen. In diesem Jahr stand er besonders unter dem Zeichen des Rechts auf sexuelle Selbstbestimmung. Dass auch auf dem ganz alltäglichen Feld der Arbeit noch vieles zu tun ist, um Gleichberechtigung zu verwirklichen, verdeutlichen die Interviews mit Führungsfrauen aus Gewerkschaften und Politik in der VSA: Flugschrift »Arbeiten & Feminismus« – eine prima Ergänzung zur Rose!

Um-Care

Für das Feld der Sorgearbeit, das immer noch überwiegend von Frauen beackert wird (und auch deswegen »Sorge-Kämpfe« nötig macht), haben wir einen Band zusätzlich ins Frühjahrsprogramm aufgenommen: In dem von Waltraud Waidelich und Margit Baumgarten herausgegebenen Buch »Um-Care zum Leben« diskutieren Gabriele Winker, Ulrike Knobloch, Cornelia Heintze, Christine Globig und Daniela Gottschlich/Christine Katz über »Ökonomische, theologische, ethische und ökologische Aspekte von Sorgearbeit«. Sie enthüllen die hinter »Care« stehende schlecht bezahlte und unsichtbare Arbeit und fragen: Können wir ohne eine neue sorgende Haltung die Care-Krise von Mensch und Natur überwinden? Liegt die Lösung in der guten Bezahlung von Sorgearbeit oder in einem Grundeinkommen?

Widerstand lohnt sich!

Am 20. November wurde im Festsaal der Bremischen Bürgerschaft das Buch Widerstand lohnt sich! Die Geschichte der Bremer Hütte oder: Warum wird heute noch in Bremen Stahl produziert? vorgestellt. Darin schildert der Historiker Karl Lauschke – unter Mitwirkung der ehemaligen Betriebsräte Peter Sörgel und Eike Hemmer – die langjährigen Aktivitäten der Belegschaftsvertretung für die erst in den 1950er Jahren errichtete Hütte und ihre dramatische Rettung Anfang der 1990er Jahre. Nach einer Talkrunde mit denen dreien las Peter Lüchinger (Bremer Shakespeare Company) Textpassagen und anschließend diskutierten Volker Stahmann (Geschäftsführer IG Metall Bremen), Rainer Blaschek (ArcelorMittal Bremen) und Bremens Bürgermeister Carsten Sieling über die Zukunft der Stahlindustrie.

»Karl-Marx-Stadt Hamburg«

So übertitelte das »Hamburger Abendblatt« ein Interview mit unserem Autor Jürgen Bönig zu dessen neuem Buch. Manche fanden das etwas übertrieben. Nicht so die Besucherinnen und Besucher, die der Einladung der Linksfraktion in der Bürgerschaft in den überfüllten »Kaisersaal« des ehrwürdigen Hamburger Rathauses gefolgt und über viele neue Erkenntnisse erstaunt waren, die der Autor aus seinem Buch Karl Marx in Hamburg präsentierte. Und auch nicht das Nachrichtenmagazin »DER SPIEGEL«, in dem sich Barbara Supp unter der Überschrift »Dieses Saubuch« mit Jürgen Bönig als Reisebegleiter auf die Spuren von Karl Marx und seines »wirkmächtigen« Hauptwerks in Hamburg begab.

Quelle: https://www.vsa-verlag.de/nc/news_tipps/