Zeitschriften

Kapitalismus & Krieg, Gaza, China, »Bolivars Erben«, Verteilungsauseinandersetzungen u.v.a.m. sind die Themen der September-Ausgabe von Sozialismus.

Piketty verstehen

Joachim Bischoff /
Bernhard Müller
Pikettys »Kapital im 21. Jahrhundert«
Der moderne Kapitalismus = eine oligarchische Gesellschaft?
Supplement der Zeitschrift Sozialismus 9/2014
52 Seiten | 2014 | EUR 5.00
ISBN 978-3-89965-979-5

Heft 1-2014 zum Thema »Gespenst Europa« ist erschienen. Bestellungen bitte nur noch direkt bei www.zeitschrift-luxemburg.de

Inzwischen als Netz-Zeitschrift: www.prager-fruehling-magazin.de.

Socialist Register

Wie verändern sich die Klassenbeziehungen weltweit? Wie organisieren sich Lohnabhängige im Betrieb und how much does cialis cost vor Ort? Was prägt ihre Lebensverhältnisse? Antworten im Socialist Register 2015.

Spannender Spätsommer

die Landtagswahlen in Sachsen sind gelaufen – nicht unbedingt mit ermutigenden Ergebnissen für die gesellschaftliche Linke. Für Brandenburg und für Thüringen sind die Prognosen besser: In Thüringen könnte gar ein VSA: Autor und cialis without prescription Herausgeber der erste linke Ministerpräsident werden. Wir drücken Bodo Ramelow die Daumen. Mit seiner Wahl wäre nicht nur in Thüringen eine dringend gebotene linke Alternative auf dem Weg gebracht, sondern auch die Debatte über einen Politikwechsel bei der Bundestagswahl 2017 erhielte neue Impulse. Wir tragen mit unseren Büchern gern dazu bei.
Einen schönen Altweibersommer wünscht das VSA: Team aus Hamburg

Linker Politikwechsel möglich?

Auch wenn der SPD-Vorsitzende und cialis professional 100 mg Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel die Sozialdemokraten als die »starke Seite der Kanzlerin« herausstellt, wird die Debatte über Rot-Rot-Grün fortgeführt. Ein Knackpunkt ist die Außenpolitik, wie im Zusammenhang mit den deutschen Waffenlieferungen an die Kurden im Irak wieder deutlich wurde. Am 17. September stellen in Berlin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD), Claudia Roth (Grüne) und der Herausgeber Paul Schäfer (DIE LINKE) um 12:00 Uhr im »Salon Tucher am Tor« den Band In einer aus den Fugen geratenen Welt vor (Einladung) und eröffnen damit eine längst überfällige Debatte.

Warum ein Umbruch (sprich Politikwechsel) zwar ansteht, aber nicht eintritt, ist Gegenstand des Bandes Anders Regieren?, den das Institut Solidarische Moderne herausgibt. Andrea Ypsilanti (SPD) notiert in ihrem Beitrag: »Ob es die Chance auf einen Politikwechsel, der auch von den Parlamenten unterstützt wird, überhaupt noch gibt, wird auch davon abhängen, ob die Bewegungen zu einem Austausch und professional cialis Dialog überhaupt bereit sind und cialis price ob die Parteien den Mut aufbringen, in diesen Diskurs einzusteigen und viagra online sales sich zu bewegen.«

Tom Strohschneider, Chefredakteur des neuen deutschland, hatte bereits im Frühjahr in seinem Buch nach einer linken mehrheit gefragt. Stefan Reinicke bescheinigt ihm nun in der taz, »einer der besten Kenner der Linkspartei« zu sein und levitra vs cialis lobt seinen Versuch, einen »dritten Weg zu erkunden«: »Regieren ja, aber nur, wenn es ›neuen Räumen der Selbstermächtigung‹ dient. Und wenn eine ›lebendige, kritische, auch nervige‹ Gesellschaft der Regierung stets auf die Finger schaut.«

Ausweg aus dem Pallawatsch? Keiner in Sicht

Ebenfalls in der taz ist ein sympathischer Artikel zur Theorie David Harveys erschienen. Zu Recht konstatiert Robert Misik: »Harvey fantasiert sich die Welt nicht zusammen, sondern bleibt hart an den Fakten und cheap cialis without rx spürt die Systemkurzschlüsse auf, die die Neoliberalen leugnen und female viagra pills auch durch die keynesianischen Modelle nicht aus der Welt zu schaffen sind.« Misik bezieht sich u.a. auf den VSA: Band kapitalismuskritik. die urbanen wurzeln der finanzkrise. Harvey »zeichnet in schönen Stichen die Prozesse der Gentrifizierung, um sie dann auf originelle Weise in Begriffen Marx'scher Systematik zu ordnen«, wie Misik schreibt. Auch in dem 2014 erschienenen Buch Das Rätsel des Kapitals entschlüsseln unternimmt Harvey den systematischen Versuch, die Logik des Kapitalismus zu begreifen.

Aufregend bunt …

… ist nicht nur das Cover des Buches Aufregend bunt, vielfältig normal!, in dem »Diversity Management« für die gewerkschaftliche und online viagra betriebliche Arbeit kritisch bilanziert und healthcare canadian pharmacy weitergeführt wird. »Unser Ziel ist es, einer managementlastigen Sicht auf Diversity eine Kultur der Chancengleichheit, Antidiskriminierung und viagra free pills Wertschätzung entgegenzusetzen«, schreiben die Herausgeberinnen Stefanie Nutzenberger und Eva M. Welskop-Deffaa, beide Mitglieder im ver.di-Bundesvorstand, im Vorwort. Beiträge von Expert_innen zu Geschlecht, Behinderung, Alter, Religion/Weltanschauung, Migration und cialis pharmacy online sexuelle Identität unterfüttern diese Diskussion.

Neue deutsche Verantwortung

Erneut erregt der Bundespräsident mit einer Rede Aufsehen: In Warschau gießt er nicht nur Öl gegenüber Russland ins Feuer, sondern wiederholt die bereits im Frühjahr aufgestellte These einer neuen deutschen Verantwortung für die Welt. Diese ist Gegenstand der im Herbstprogramm bislang noch nicht angekündigten Flugschrift von Frank Deppe imperialer realismus? Wir weisen aus aktuellem Anlass noch einmal ausdrücklich auf diese Intervention hin.

Prekarität und kollektive Handlungsfähigkeit

Neu ins Verlagsprogramm aufgenommen wurde ebenfalls das gleichnamige Buch von Catharina Schmalstieg. Sie untersucht darin die Möglichkeiten einer gewerkschaftlichen Organisierung und canadian viagra Kampagnenarbeit im Niedriglohnsektor der USA. Von Arbeit ordentlich leben zu können, hat sich in den letzten Jahren für viele Beschäftigte auch hierzulande als immer schwieriger herausgestellt. Im Mittelpunkt der Studie stehen die Anforderungen moderner Gewerkschaften in einer veränderten Arbeitswelt: Wie kann Handlungsfähigkeit wieder hergestellt werden? Wie müssen sich Gewerkschaften in ihrer Struktur verändern, um Beschäftigte aus dem Niedriglohnbereich zu organisieren?

Wie geht es Europa?

Im Zusammenhang mit der europäischen Krise geht es immer auch um die Frage, ob die einzelnen Staaten Kompetenzen an Europa abgeben sollen. Steffen Lehndorff, Herausgeber des Buches Spaltende Integration, vertritt die These, dass zum Gelingen des europäischen Projekts die nationalstaatliche Ebene vorrangig bleibt. In der Redezeit im WDR 5 begründet er seine Einschätzung und beschreibt die wirtschaftliche Situation einzelner Länder. Auf dieser Reise durch Frankreich, Schweden, Irland und Griechenland verdeutlicht Lehndorff, welche negativen Folgen es hat, wenn die Grundsätze deutscher Sparpolitik auch in anderen Nationen umgesetzt werden.

Was wurde eigentlich aus Emmely?

Sie sitzt wieder an der Kasse. Die Kassiererin, die wegen zweier Pfandbons im Wert von 1,30 € fristlos gekündigt wurde, ist wieder eingestellt worden. Spiegel Online hat sie besucht. Der Beitrag zeigt, wie wichtig die politische Dimension ihres Falles ist. Diese hat sie – gemeinsam mit den Rechtsanwälten Benedikt Hopmann und Reinhold Niemerg – in dem Buch Emmely und die Folgen dargestellt. Denn viele weitere Betroffene können von Emmelys Erfahrungen profitieren.

Widerständig und solidarisch

Nicht erst seit dem Fall »Emmely« gilt der Einzelhandel als ein Bereich, in dem die Arbeitsbedingungen nicht die besten sind. Zu Beginn des Jahres 2013 versuchten die Arbeitgeber mit der Aufkündigung der Tarifverträge, eine noch weitergehende Verschlechterung dieser Bedingungen zu erreichen. Das wollten sich die Beschäftigten nicht gefallen lassen und führten einen Arbeitskampf mit vielfältigen und originellen Aktionen. Diese zeichnen die Beiträge des von Anton Kobel herausgegebenen Bändchens Wir sind stolz auf unsere Kraft nach. Neben der Darstellung des langen und phantasievollen Kampfes durch den Herausgeber kommen die Aktiven selbst, Soli-Gruppen und »Außenstehende« zu Wort.

Marcel van der Linden erhält Historikerpreis

Der Historiker und VSA: Autor Marcel van der Linden (zuletzt mit einem Beitrag in Rosa Luxemburgs »Akkumulation des Kapitals« [2013] und als Mitherausgeber von Kontroversen über den Zustand der Welt [2009]) erhält den fünften Bochumer Historikerpreis. Die Jury hat die Preisverleihung unter anderem damit begründet, dass »gerade in einer Phase, in der viel von der Krise der Arbeiterbewegungsgeschichte die Rede gewesen sei, ... von der Linden ihr mit der konzeptionellen Weitung zur ›Global Labor History‹ neue Impulse verliehen« habe (FAZ vom 8.8.2014). Bisherige Preisträger waren Lutz Niethammer, Jürgen Kocka, Christoph Kleßmann und Eric Hobsbawm. Das VSA: Team findet, Marcel, der Forschungsdirektor des Internationalen Instituts für Sozialgeschichte ist und an der Universität Amsterdam Geschichte der sozialen Bewegungen lehrt, gehört zu Recht in diese Reihe und gratuliert auf das Herzlichste!

Bücher bewegen

© Photothek/Imo

Eine der Intentionen von Johanna Bussemer und Wolfgang Gehrcke als Herausgeber des von Hans Coppi und Sabine Kebir verfassten Buches Ilse Stöbe: Wieder im Amt. Eine Widerstandskämpferin in der Wilhelmstraße bestand darin, Ilse Stöbe dadurch Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, dass sie baldmöglichst »in die Liste der im Widerstand umgekommenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes« aufgenommen wird. Dieses Ziel wurde jetzt erreicht: Am 10. Juli 2014 hat Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier auf einer Gedenkfeier am Werderschen Markt den Eintrag des Namens von Ilse Stöbe auf die Gedenktafel gewürdigt. Er sprach dabei auch den beschämenden Umstand an, »dass wir die Liste derjenigen, die gegen Hitler ums Leben kamen, erst so spät vervollständigen. Jahrzehntelang galt Stöbes Handeln im Auswärtigen Amt nicht als Widerstand, sondern als Verrat.« Steinmeier dankte »all denjenigen, die sich darum bemüht haben, das Leben und Wirken Ilse Stöbes aufzuarbeiten«. Wir freuen uns, dass wir mit der Publikation dazu beitragen konnten.

Aufklärung statt Bankenrettung

Bestandteil des VSA: Herbst/Winterprogramms ist das Buch zum Film Wer rettet Wen? unserer St. Georger Nachbarn Leslie Franke und Herdolor Lorenz. »Wer rettet Wen?« ist ein Film von unten – finanziert von denen, die ihn sehen und zeigen wollen, die ihn für Aufklärung und Aktion brauchen. Von den benötigten € 160.000 fehlen noch knapp € 8.000; wenn Sie helfen wollen, dass auch die Restsumme zusammenkommt, investieren Sie in den Film! Einen Hinweis darauf, wie das geht, und einen Teaser zum Film gibt es hier.

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