Zeitschriften

Anders regieren in Griechenland und in Thüringen, auf der Suche nach r2g-Verständigungspotenzialen, Stress beim Software-Giganten SAP, Rüstungskonversion u.v.a.m. sind die Themen der Februar-Ausgabe von Sozialismus.

Heft 3-2014 zum Thema »Weltkrisenpolitik!« ist erschienen. Bestellungen bitte nur noch direkt an www.zeitschrift-luxemburg.de

Inzwischen als Netz-Zeitschrift: www.prager-fruehling-magazin.de.

Socialist Register

Wie verändern sich die Klassenbeziehungen weltweit? Wie organisieren sich Lohnabhängige im Betrieb und vor Ort? Was prägt ihre Lebensverhältnisse? Antworten im Socialist Register 2015.

Rechtspopulisten stoppen!

Rechtspopulismus ist mittlerweile auch in Deutschland deutlich sichtbar angekommen. In den Protesten der gegen die Islamisierung des Abendlands wetternden »Pegida«-Bewegung zeigt sich ein eindimensionales Weltbild. Ihre größte Mobilisierung bringt sie in Dresden zustande, außerhalb der sächsischen Landeshauptstadt nimmt zum Glück der Widerstand derjenigen zu, die gegen die »rechten Mut-Bürger« auf die Straße gehen. Mehr über den Rechtspopulismus und die Gegenaktionen auf der neu eingerichteten VSA: Themenseite Rechtspopulisten stoppen!.

Das VSA: Frühjahrsprogramm 2015 im Netz!

Mit gleich zwei Büchern gehen wir zu Beginn des Jahres das Thema Rechtspopulismus an: Der AttacBasisText Rechte Kulturrevolution fragt »Wer sind die Rechtsintellektuellen von heute?«. Und in dem Band Die rechten ›Mut‹-Bürger stellen der bekannte »Rechtsextremismus-Experte« Alexander Häusler und Rainer Roeser vom Internetportal »Blick nach rechts« Entstehung, Entwicklung, Personal & Positionen der Alternative für Deutschland (AfD) dar. Mit der Neuwahl am 25. Januar in Griechenland ist die Eurokrise ebenfalls wieder ins Blickfeld gerückt. Spaltungen in Europa ist Thema des Jahrbuchs 2015 von transform! europe, das u.a. ein Interview mit dem Syriza-Vorsitzenden Alexis Tsipras enthält. Klassiker marxistischer Theorie können und müssen neu entdeckt werden: Elmar Altvater versucht dies mit Friedrich Engels und Michael Brie mit Karl Polanyi. Joachim Bischoff und Bernhard Müller stellen mit Piketty kurz & kritisch einen modernen Klassiker vor. Neue Publikationen in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung gehören ebenso zum Programm wie ein zum Evangelischen Kirchentag im Juni erscheinender Band mit kapitalismuskritischen Beiträgen aus unterschiedlichsten Weltkirchen: »Diese Wirtschaft tötet« (Papst Franziskus) und viele weitere Titel mehr. Das komplette Frühjahrsprogramm gibt es hier, eine pdf-Datei der gedruckten Buchhandelsvorschau kann heruntergeladen werden.

Einen angenehmen Bücherfrühling wünscht
das VSA: Team aus Hamburg

VSA: Autoren wurden Ministerpräsident und Minister!

In Thüringen wurde der VSA: Autor und Herausgeber Bodo Ramelow zum ersten linken Ministerpräsident eines Bundeslandes gewählt. VSA: Autor Benjamin-Immanuel Hoff übernimmt in der Landesregierung die Leitung der Staatskanzlei und wird Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten. Wir gratulieren ganz herzlich und freuen uns, dass auf diesem Weg ein neuer Politikstil auf den Weg gebracht wird. Zugleich bekommt die Debatte über einen Politikwechsel bei der Bundestagswahl 2017 neue Impulse. Wir tragen mit unseren Büchern gern dazu bei.

Warum ein Politikwechsel zwar ansteht, aber bislang nicht eintritt, ist Gegenstand des Bandes Anders Regieren?, den das Institut Solidarische Moderne herausgibt. Andrea Ypsilanti (SPD) notiert in ihrem Beitrag: »Ob es die Chance auf einen Politikwechsel, der auch von den Parlamenten unterstützt wird, überhaupt noch gibt, wird auch davon abhängen, ob die Bewegungen zu einem Austausch und Dialog überhaupt bereit sind und ob die Parteien den Mut aufbringen, in diesen Diskurs einzusteigen und sich zu bewegen.« Tom Strohschneider, Chefredakteur des neuen deutschland, hatte bereits im Frühjahr in seinem Buch insbesondere nach den Inhalten einer linken mehrheit gefragt. Stefan Reinicke lobte in der taz seinen Versuch, einen »dritten Weg zu erkunden«: »Regieren ja, aber nur, wenn es ›neuen Räumen der Selbstermächtigung‹ dient. Und wenn eine ›lebendige, kritische, auch nervige‹ Gesellschaft der Regierung stets auf die Finger schaut.«

Mythen-Reihe bekommt Zuwachs

In der beliebten Reihe des BEIGEWUM, in der hartnäckig kursierende Mythen zu Gesellschaft und Ökonomie allgemeinverständlich entlarvt werden, ist soeben ein neuer Band erschienen. Diesmal sind als Mitherausgeber Attac Österreich und die Armutskonferenz von der Partie. In Zusammenarbeit mit dem Marie Jahoda-Otto Bauer Institut ist zudem eine kreativ gestaltete und gut nutzbare Website zum Buch entstanden. In Mythen des Reichtums werden gängige Vorstellungen über Reichtum und Reiche unter die Lupe genommen, außerdem haben sich die HerausgeberInnen des Buches wieder viele Gedanken über die Präsentation gemacht – Gedichte und literarische Zitate runden die ökonomischen Fakten ab, und den Abschluss bildet ein eigens für die Armutskonferenz verfasster Text der Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek. LeserInnen in Wien und Linz haben am 3. bzw. 9. Dezember bereits die Möglichkeit, bei zwei Buchvorstellungen zu diskutieren, warum Ungleichheit die Gesellschaft gefährdet.

Einführung des Kapitalismus in Russland

Innerhalb der politischen Linken ist die Außenpolitik ein vermintes Feld, gemeinsame Positionierungen sind oft umstritten, kommen doch mindestens drei globale Prozesse zusammen, die einfache Analysen und Antworten erschweren: Die USA sind nicht mehr unumstrittener ökonomischer »Demiurg des Weltmarkts« (Marx); mit den BRICS-Staaten entstehen den OECD-Ländern ökonomisch potente Konkurrenten; und die Implosion des Staatssozialismus brachte geopolitisch einen postsowjetischen Konfliktraum hervor. Zum besseren Verständnis dieses letzten Faktors hilft das neue Buch von Felix Jaitner über den Charakter der post-sowjetischen Gesellschaftsformation, das heutige Russland, weiter. Die Auflösung der Sowjetunion war eine Bedingung zur Einführung des Kapitalismus in allen Nachfolgestaaten. Dabei entwickelte sich eine spezifische Eigendynamik, die bis heute den post-sowjetischen Raum prägt und immer wieder zu gewaltsamen Konflikten führt, wie auch die aktuelle Krise in der Ukraine zeigt.

Peter Blachstein – Biographie und Zeitgeschichte

Eine soeben im VSA: Verlag erschienene politische Biographie von L. Joseph Heid erinnert an einen Hamburger Sozialdemokraten mit jüdischen Wurzeln, der es verdient, stärker im historischen Gedächtnis verankert zu werden. Peter Blachsteins Lebenskoordinaten durchmessen beinahe das gesamte 20. Jahrhundert mit seinen Katastrophen und Verwerfungen: Verfolgung im Nationalsozialismus, Flucht, Exil und frühe Bekanntschaft mit Willy Brandt noch zu Osloer Zeiten, Spanischer Bürgerkrieg, politische Verantwortung in der Bonner Republik und, als politischer Höhepunkt, die Berufung auf den Botschafterposten in Belgrad.

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