Lesungen | Termine
Lesungen, Diskussionsveranstaltungen und Termine, an denen VSA: Autor_innen beteiligt sind, werden unter Lesungen | Termine vorgestellt.
Das Jubiläumsprogramm: Frühjahr 2012
Das Frühjahrsprogramm 2012 ist jetzt vollständig im Netz. Es steht unter dem Motto: 40 Jahre Links. Denn im VSA: Verlag erschienen seit 1972 inzwischen mehr als 1.500 Bücher – Aufklärung und linkem Pluralismus verpflichtet. Nun sind wir – ähnlich wie Bertolt Brechts Herr Keuner – nur bedingt »für Jahrestage« zu haben, halten das Engagement »für tätige Vernunft« für gewichtiger »als die Zelebration des Erreichten« und stellen uns »den Problemen unserer Zeit«.
Deshalb blicken wir vor allem nach vorn* – mit interessanten Büchern von Elmar Altvater, Egon Bahr, Michael Jäger & Thomas Seibert, mit der ersten Buchpublikation des Instituts Solidarische Moderne, dem ABC der Alternativen 2.0, neuen Texten aus den bewährten Reihen »AttacBasisTexte« und »Crashkurs Kommune« und vielem anderen mehr.
Das vollständige Programm kann hier durchgeschaut werden. Wer lieber in der Buchhandels-Vorschau herumblättert, möge sich die pdf-Datei [2 MB] herunterladen.
* Einige Rückblicke sollen dennoch erlaubt sein: Neben vier VSA: Reprints aus 40 Jahren Verlagsgeschichte, die wir im Frühjahrsprogramm neu auflegen, werden wir auf der Website einmal im Monat politische, kulturelle, sportliche Ereignisse aus dem Gründungsjahr 1972 an uns vorbeiziehen lassen: Also immer mal wieder die Website besuchen!
Vor 40 Jahren: Januar 1972

Am 15. Januar 1972 wird Margrethe Alexandrine Þórhildur Ingrid vom dänischen Ministerpräsidenten zur Königin Margrethe II. ausgerufen. Einen Tag vorher war ihr Vater Frederik IX. verstorben. Sie ist die erste weibliche Herrscherin Dänemarks seit 600 Jahren. Neben ihrer monarchistischen Funktion ist sie auch als Grafikerin und Malerin aktiv, illustrierte unter anderen 1977 unter Pseudonym die dänische Ausgabe des »Herrn der Ringe«. Zudem geht ihr der Ruf einer Kettenraucherin nach, allerdings raucht sie seit 2007 in der Öffentlichkeit nicht mehr.
Zuvor war am 1. Januar Kurt Waldheim Generalsekretär der Vereinten Nationen geworden. Dem späteren österreichischen Bundespräsidenten wies ab März 1986 unter anderem der World Jewish Congress nach, dass er als SA-Mitglied geführt wurde und in Wehrmachtseinheiten tätig war, die schwere Kriegsverbrechen verübt hatten. Er saß die »Waldheim-Affäre« aus...
Der 30. Januar 1972 geht als Bloody Sunday in die Geschichte ein. An jenem Tag erschossen britische Soldaten im nordirischen Derry bei einer Demonstration für Bürgerrechte und gegen die Politik der britischen Regierung 13 Menschen und schossen 13 weitere an – die Opfer waren zwischen 17 und 41 Jahren alt. Erst im Juni 2010 bat der britische Premierminister Cameron im Namen der Regierung um Verzeihung für die Taten der britischen Soldaten.
Ende Januar erscheint im VSA: Verlag [damals noch Verlag für das Studium der Arbeiterbewegung] als eines des ersten Bücher die erste Auflage von »Zur Taktik der proletarischen Partei. Marxsche Klassenanalyse Frankreichs von 1848-1871« vom Projekt Klassenanalyse in einer Auflage von 2.000 Exemplaren. In der Einleitung heißt es: »So wenig die Partei auf die sozialistische Wissenschaft und damit auf die Freiheit der Debatte verzichten kann, so wenig darf im Prozess der Konsolidierung der proletarischen Partei auf gemeinsame Aktionen aller Sozialisten verzichtet werden.«
Umverteilung?!
Seit Jahren verläuft diese von unten nach oben: zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, Bankenrettung und Sanierung der Staatshaushalte. Dass es andersherum gehen muss und kann, zeigt Peter Renneberg im Handbuch Tarifpolitik und Arbeitskampf – ein Lern- und Arbeitsbuch für die tarifpolitische Praxis – für Aktive in Betrieb und Gewerkschaft, Tarifkommissionsmitglieder, Betriebs- und Personalräte. Genau rechtzeitig, denn im März und April wird im Öffentlichen Dienst sowie in der Metall- und Elektroindustrie die Tarifrunde 2012 eröffnet.
Döner-Morde und der Umgang mit Nazis
Der Ausdruck »Döner-Morde« ist zu Recht als Unwort des Jahres gekürt worden. Der Jury zufolge reduziert der Begriff die Mordopfer der Zwickauer neonazistischen Terrorzelle aufgrund ihrer Herkunft auf ein Imbissgericht. Dass der Begriff umstandslos von den Massenmedien aufgegriffen wurde, zeigt einmal mehr, dass rechte Einstellungen auch in der politischen Mitte virulent sind. Die von Kanzlerin, Bundestag und Bundesrat geheuchelte Betroffenheit gegenüber den Angehörigen der Opfer ist auch aus diesem Grund unangebracht. Vor allem aber, weil offensichtlich wird, dass der »Staatsschutz« mehr als nur eine Hand im Spiel hatte. Doch auch in der Linken ist der Umgang mit den (Neo-)Nazis umstritten: Freerk Huisken kritisiert in seinem soeben erschienenen Buch Das Elend der Kritik am (Neo-)Faschismus. Für Yves Müller und Benjamin Winkler müssen lokale Strategien gegen rechts von der Prämisse ausgehen: Gegen Nazis sowieso. Auch ihr Buch wird – als Band 6 der Reihe Crashkurs Kommune – Anfang des Jahres erscheinen.
VSA: Bücher unterwegs
Vom 15. bis 18. März findet wieder die Leipziger Buchmesse statt – mit Europas größtem Lesefest Leipzig liest. VSA: ist mit vier Veranstaltungen dabei und wird dieses Mal auch einen eigenen Messestand haben. Und vom 18. bis 27. April heißt es in Hamburg zum zweiten Mal Lesetage selber machen – Vattenfall tschüss sagen. Mit dieser Veranstaltunsgreihe wenden sich Autor_innen, Buchhändler_innen und Verlage gegen die Kommerzialisierung von Lese-Events. VSA: macht auch dabei mit. Mehr Infos zu beiden Veranstaltungen demnächst an dieser Stelle.
VSA: & Institut Solidarische Moderne kooperieren

Die erste Buchpublikationen des Instituts Solidarische Moderne (ISM) – dessen Ziel darin besteht, über Parteigrenzen hinweg politische Alternativen zum Neoliberalismus zu entwickeln – wird in Kooperation mit dem VSA: Verlag realisiert [die ISM-Vorstandsmitglieder Sven Giegold, Katja Kipping, Anke Martiny, Thomas Seibert und Andrea Ypsilanti gehören schon bisher zu den AutorInnen des Verlages]. Im Januar erscheint sie unter dem Titel Solidarische Bildung. Es geht um »Crossover: Experimente selbstorganisierter Wissensproduktion« in der Redaktion von Johannes Angermüller, Sonja Buckel und Margit Rodrian-Pfennig. Mehr zu dem Buch hier.
Die Kommunalen

DIE LINKE: ein zerstrittner sektiererischer Haufen? Oder trifft die These des FAZ-Mitherausgebers Frank Schirrmacher zu, dass die Linke mit ihrer Kritik am Kapitalismus doch Recht hat? Antworten auf beide Fragen finden sich in dem Buch Die Kommunalen von Kathrin Gerlof und Rico Prauss. Darin berichten der Kreistagsabgeordnete Hans Stühmer von der Nordseeinsel Helgoland und die Oberbürgermeisterin Simone Luedtke aus Borna in Sachsen sowie weitere 14 Kommunale aus allen Bundesländern über ihre unterschiedlichen Erfahrungen »vor Ort«. So also seh'n Sieger und zugleich Leute aus, die auch mit den Enttäuschungen vieler Menschen umgehen müssen. Ein Buch voller Ermutigungen.













