Das Flüchtlingsdrama: ein Appell zum Umsteuern. In Europa und in Deutschland

Neue Zeitschriften-Ausgaben

Brexit und immer wieder Grexit? Die SPD, Sahra Wagenknecht und linke Strategiedebatten, Zeit für eine neue Arbeitszeitkampagne, Die Kreisläufe des Kapitals sind u.a. Themen in Heft 6-2016. Mehr!

Heft 1-2016 zum Thema »Hart an der Grenze«: www.zeitschrift-luxemburg.de

Inzwischen als Netz-Zeitschrift: www.prager-fruehling-magazin.de.

Socialist Register

Das 52. Socialist Register richtet den Blick auf politische Kräfte und Parteien der Rechten.

Linke in Lateinamerika

Steht die politische Landschaft in Lateinamerika vor einer Zäsur? In Brasilien muss Dilma Rousseff infolge eines Amtsenthebungsverfahrens um ihr Präsidentenamt fürchten, sowohl in Venezuela als auch in Argentinien gab es in jüngster Zeit rechte Wahlsiege und auch die bolivianische Regierung steht unter Druck. Ulrich Brand geht in mehreren Gesprächen mit Aktivisten vor Ort der Frage auf den Grund: Gibt es noch Perspektiven für Lateinamerikas Linke?

Ruck nach rechts?

Stürmische Zeiten sind im politischen Feld angesagt. Der Schock über die Erfolge der AfD bei drei Landtagswahlen ist kaum bearbeitet, da folgt die Fixierung der bisherigen Grundbotschaft dieser rechtspopulistischen Partei gegen das bundesdeutsche und europäische Establishment durch einen programmatischen Unterbau: Die »Flüchtlingsfrage« und »der Islam« dienen als Projektionsfläche von Ängsten und Ressentiments. Den Rechtsruck in Deutschland kleinzureden ist wenig sinnvoll, über ihn aufzuklären und Gegenargumente zu entwickeln, umso mehr. Dies haben sich die Autorinnen und Autoren in der von Alexander Häusler und Fabian Virchow herausgegebenen Flugschrift Neue soziale Bewegung von rechts? vorgenommen.

Das ISM will »mit der Demokratie neu beginnen«

Das Institut Solidarische Moderne, dessen Arbeitsergebnisse auf den Summer Factories im VSA: Verlag dokumentiert wurden (zuletzt Anders regieren?), hat einen Aufruf zum Projekt eines solidarischen Aufbruchs gegen den Durchmarsch der Rechten auf der Straße und in Parlamenten unter dem Titel Mit der Demokratie neu beginnen - Gegen die Politik der Angst, für eine Politik der Hoffnung! veröffentlicht. Wir weisen auch auf diesen Aufruf hin und zugleich auf dessen Kommentierung durch den nd-Chefredakteur und VSA: Autor Tom Strohschneider.

Und DIE LINKE lernt?

Zumindest wird sie das Thema Rechtspopulismus auf ihrem Parteitag in Magdeburg offensiv behandeln müssen. Und sie sollte sich mittelfristig auch der Frage stellen, wie ein deutlicheres Profil als progressive Opposition gegen Neoliberalismus und Rechtspopulismus entwickelt werden kann. Zwei aktuelle Bücher könnten dafür hilfreich sein: Wie lernt das linke Mosaik?, herausgegeben von Marcus Hawel und Stefan Kalmring, fragt danach, wie die plurale Linke in Bewegung kommt. In dem von Axel Troost und Thomas Händel herausgegebenen, bisher noch nicht angekündigten Band Von der Sozialstaatspartei zur neuen LINKEN lernen Frank Deppe, Helge Meves, Jochen Weichold und Paul Lucardie aus der Geschichte der Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit (WASG).

Gegen-Buch zu Machteliten

Die diesjährige Bilderberg-Konferenz, ein illustres Treffen von 140 »Koryphäen« aus Politik, Wirtschaft und Medien, findet vom 9. bis zum 12. Juni in Dresden statt. Gegendemonstranten werden den Damen und Herren in der zweiten Reihe der Macht hoffentlich einen »heißen Empfang« bereiten. Pünktlich dazu ist das inoffizielle »Gegen«-Buch zum Stelldichein der Mächtigen Wie Eliten Macht organisieren erschienen, das sich der Frage widmet, wie die Eliten und Lobbyisten von Bilderberg & Co. Politik und demokratische Entscheidungsprozesse beeinflussen.

Das Versagen Europas

Die Europäische Union (EU) ist trotz verschiedener Anläufe weder in der Lage, die ökonomischen Strukturmängel zu korrigieren, noch in der Flüchtlingskrise eine gemeinsame humane Politik für Zufluchtsuchende zu entwickeln. In etlichen Teilen Europas haben sich Re-Nationalisierungstendenzen verstärkt. Klaus Busch diskutiert in der bislang noch nicht angebotenen Flugschrift Das Versagen Europas die Möglichkeit eines Scheiterns der europäischen Integration. Was sind die Gründe, was die Alternativen?

Metropolenprobleme

In der Bundeshauptstadt wird im September gewählt. Berlin, eine Metropole, die eine 40-jährige politische Teilung hinter sich hat, ist inzwischen sozial gespalten. Lässt sich diese Entwicklung zurückdrängen? Die These der Autorinnen und Autoren von Soziale Spaltungen in Berlin lautet: Ja, aber gebraucht werden Mut und Entschlossenheit für eine andere Politik. In Hamburg wird im Herbst nicht gewählt, aber die Stadt soll – so der rot-grüne Senat – auch zukünftig in der globalen Handelsliga mitspielen. Die Autorinnen und Autoren von Hamburg: Internationale Metropole werfen einen globalisierungskritischen Blick auf die Stadt und machen auf die sozialen Probleme sowie auf die Fehlentwicklungen im Gefolge der zunehmenden internationalen Ausrichtung aufmerksam.

Ein Buch entdeckt die Filmstadt

Dass es unzählige Filme gibt, die in der Hansestadt Hamburg erdacht, gedreht und aufgeführt wurden, davon erzählt Michael Töteberg in seinem Buch Filmstadt Hamburg. Kino-Geschichten einer Großstadt: Stars, Studios, Schauplätze.

Arbeit 4.0 – mehr als ein Schlagwort?

Wolfgang Hiens Verständnis von Kranker Arbeitswelt weicht ab vom Mainstream der Arbeitswissenschaft. Er behandelt die Entwicklungen, die die körperliche und psychische Gesundheit der Beschäftigten angreifen und zermürben – und zwar mit einem politischen, aber auch mit einem ethischen Blick. Seine Kritik an einer Arbeitssoziologie, die sich zu sehr auf Schlagwörter einer »schönen neuen Arbeitswelt« einlässt, mündet in der Hoffnung, dass Vertreterinnen und Vertreter dieser Disziplinen und Verantwortliche in Betrieben, Verbänden und Gewerkschaften ihre Blickrichtung ändern.

Flugschrift eines gefühlt 25-Jährigen und eine Festschrift zum 70.

Im April 1946 erschien die erste Ausgabe von »Neues Deutschland«. Bis 1989 war die Zeitung »Zentralorgan« in der DDR, pendelte zwischen SED und Alltag, Propaganda und Journalismus. Nach 1989 gründete sich »nd« neu und erscheint heute als sozialistische Tageszeitung. Der VSA: Verlag gratuliert der Zeitung mit den zwei Leben ganz herzlich zum Geburtstag. Wer wissen will, wie der aktuelle Chefredakteur Tom Strohschneider Europas Linke und den Rechtsruck beurteilt und warum er einen sozialistischen Kompromiss befürwortet, schaut in seine soeben bei uns erschienene Flugschrift What’s left?. Wer mehr über das doppelte Leben mit großen Widersprüchen, vielen Brüchen, schweren Fehlern und beharrlicher Hoffnung wissen will, sollte die Festschrift-Sonderausgabe 70 Jahre »nd« erwerben.

»Es ist einfacher, rechts als links zu sein«

Unter dieser Überschrift gibt Raul Zelik im Gespräch mit kreuzer Auskunft über fehlende kritische Lehrinhalte an Universitäten, (Links)Populismus und die Möglichkeiten einer solidarischen Alltagspolitik gegenüber rechtspopulistischer Mobilmachung seitens Pegida und der AfD. Er stellt den Leser_innen des Leipzig-Magazins damit zugleich die Intention seiner Essays in der soeben erschienenen Flugschrift Im Multiversum des Kapitals vor: »Darin versuche ich mit der Hilfe von politischer Theorie aktuelle Situationen und Konflikte besser zu verstehen, beispielsweise die islamistischen Terroranschläge und die Reaktion des Westens darauf, die Rückkehr imperialistischer Konkurrenz zwischen den kapitalistischen Staaten oder warum psychische und stressbedingte Krankheiten im Kapitalismus zunehmen.«

Εὐρώπη, Europe, Europa!

Selten war die Diskrepanz so groß zwischen solidarischer Vision und Realpolitik. Daher greifen zwei neue Veröffentlichungen die Zerrissenheit des europäischen Projektes im aktuellen Krisenzyklus auf. Gewerkschaften in der Eurokrise zeichnet die nationalen Traditionen und Gegenwarten der Gewerkschaftsbewegungen in Europa nach. Besondere Beachtung finden hierbei die Veränderungen der Machtressourcen sowie die Initiativen transnationaler Kooperation im Angesicht der Krise.
In diese Debatte stimmt das Jahrbuch transform! 2016 ein. Die Autor_innen weiten den Blick auf den kurzen Griechischen Frühling und den erschreckenden Aufstieg des Rechtspopulismus, aber diskutieren auch Auswege. Unter anderem erörtert Jeremy Corbyn Fragen der Demokratisierung nationaler und europäischer Strukturen und Yanis Varoufakis entwirft ein Programm der »Formierung einer fortschrittlichen europäischen Bewegung«.

VSA: Buch auf der Shortlist

Die von Joachim Bischoff, Elisabeth Gauthier und Bernhard Müller verfasste Flugschrift Europas Rechte. Das Konzept des »modernisierten« Rechtspopulismus ist von der Jury »Das politische Buch« der Friedrich Ebert-Stiftung als eines der sechs besonders lesenswerten Bücher des Jahres 2015 (Shortlist) ausgezeichnet worden. In der Begründung heißt es: »Ausgezeichnet werden Bücher, die sich kritisch mit aktuellen gesellschaftspolitischen Fragestellungen auseinandersetzen, richtungsweisende Denkanstöße geben und ihre Inhalte einem breiten Publikum verständlich machen.« Leider erreichte diese erfreuliche Nachricht die Mitautorin Elisabeth Gauthier nicht mehr – sie verstarb nach kurzer schwerer Krankheit am 9. Februar in Paris viel zu früh im Alter von 66 Jahren.

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