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Harveys Analyse der Finanzkrise

David Harvey
Die urbanen Wurzeln der Finanzkrise
Die Stadt für den antikapitalistischen Kampf zurückgewinnen
44 Seiten | EUR 4.20
ISBN 978-3-89965-965-8

VSA: Zeitschriften

Themenschwerpunkt »Sex ist auch keine Lösung«. Weiterer Schwerpunkt: »Kein Europa ist auch keine Lösung!« Mehr Infos: www.prager-fruehling-magazin.de.

Themen u.a.: Deutsche Zustände, Russland, Streecks »Demokratischer Kapitalismus«, Crouchs Neoliberalismus-Studie, Eurozone im Krisenfieber, Tarifrunden 2012. Mehr Infos: www.sozialismus.de

Schwerpunkt: Re Organisation | Re Organisieren | Occupy. Mehr Infos: www.zeitschrift-luxemburg.de

Schwerpunkt: Europa – No Future? Mehr Infos: www.transform-network.net

Socialist Register

Das Jahrbuch der unabhängigen internationalen Linken wird im deutschsprachigen Raum von VSA: vertrieben.

Lesungen | Termine

Termine & Orte für Lesungen & Diskussionsveranstaltungen, an denen VSA: Autor_innen beteiligt sind, gibt es hier.

Neues Buch von Egon Bahr bei VSA:

Egon Bahr mit Gattin Adelheid

Egon Bahr, Architekt der sozialliberalen Ostpolitik und Vordenker der Politik der »Gemeinsamen Sicherheit«, wird am 18. März 2012 90 Jahre alt. Grund genug, ihn zu bitten, seine Erinnerungen und Aufzeichnungen zu persönlichen und politischen Wegstrecken und Weichenstellungen zugänglich zu machen. Der Bitte kam er nach. Entstanden ist ein sehr persönliches Buch, in dem die Fähigkeit des Autors deutlich wird, »über den Tag hinaus perspektivisch und strategisch denken zu können, den langen Atem zu bewahren« – so die Herausgeberin Dietlind Klemm in ihrem Vorwort. Und Egon Bahr ermuntert die nachfolgende Generation zu »mehr Mut zu Neuem, Revolutionärem, Systemänderungen und weltumfassender Sicht... Die heutigen Mittel dazu hatte meine Generation nicht, als sie jung war.« Egon Bahr wird drei Tage vor seinem Geburtstag auf der Buchmesse in Leipzig aus dem Buch lesen.

Dresdener Nazi-Aufmärsche und die Kritik des Normalbetriebs

Nach einer Umfrage von Infratest dimap aus dem Jahr 2005 hielten 27% der Befragten den Begriff Bombenholocaust für »nicht anstößig«. Einen Aufschrei der Entrüstung gab es jedoch, als der NPD-Abgeordnete Jürgen Gansel im Januar 2005 im Sächsischen Landtag zu Dresden von einem »Bombenholocaust« sprach. Man sieht, so einfach ist die Abgrenzung von Nazis auf der einen und bürgerlicher Mitte auf der anderen Seite nicht. Es vereint sie die unbewusste deutsche Formel »Dresden gegen Auschwitz«, die aus Tätern Opfer macht. Freilich sind dennoch die breiten bürgerlichen Proteste gegen die Nazitrauermärsche zu unterstützen. Denn es gilt das Motto: Gegen Nazis sowieso, doch sollte man darüber Das Elend der Kritik am (Neo)-Faschismus nicht vergessen und weiterhin den Normalbetrieb des demokratisch regierten Kapitalismus kritisieren, wofür unser Autor Freerk Huisken auch in einem Interview mit der jungle World plädiert.

VSA: auf der Leipziger Buchmesse 2012

Der VSA: Verlag ist diesmal auf der Buchmessse in Leipzig mit einem eigenen Stand vertreten. Viele Autor_innen und zwei VSA: Kolleg_innen sind vom 15.3. bis zum 18.3. in Halle 5, Stand Nr. C 408 in Aktion. Wir freuen uns über jede_n Besucher_in. Die Veranstaltungen, die auf der von uns gemeinsam mit anderen linken Verlagen gestalteten Leseinsel Die Bühne stattfinden werden, sind hier aufgeführt. Außerdem haben wir mit Ort und Zeit die Veranstaltungen notiert, die am Abend im Rahmen von "Leipzig liest" stattfinden werden.

Gegenwissen zur aktuellen Bildungspolitik

Solidarische Bildung lautet die Forderung und der Titel der ersten Buchpublikation des Instituts Solidarische Moderne. Darin werden die Bildungsinstitutionen entlang verschiedener Themenfelder (frühkindliche, schulische, universitäre, berufliche, politische und ästhetische Bildung) sowie im Blick auf Klassenverhältnisse, Gender und Migration behandelt. Das Buch richtet sich an alle, die sich gegen den neoliberalen Mainstream in Theorie und Praxis zur Wehr setzen wollen. Entstanden ist »die Dokumentation eines in Workshops organisierten kollektiven Diskussions- und Erkenntnisprozesses«. (Aus dem Vorwort der Herausgeber_innen) Andrea Ypsilanti, Fabian Kessl, Sonja Buckel und Michael Pachmajer stellen das Buch am 15.3. um 14:00 Uhr am VSA: Stand auf der Leipziger Buchmesse und um 19:00 Uhr im Volkshaus in Leipzig vor.

Schnittstelle(n)///interface(s) - die 9. LIMA

In turbulenten Zeiten der Multi-Kommunikation lotet die 9. Akademie für Journalismus, Bürgermedien, Öffentlichkeitsarbeit & Medienkompetenz vom 21. bis 25 März 2012 in Berlin die Schnittstellen zwischen klassischen und neuen Medien aus. Die LiMA ist eine Ideenwerkstatt für Medienkonsument_innen, Neulinge in der Medienbranche und professionelle Journalist_innen. Hier werden Meinungen gefragt, gebildet und ausgetauscht. Rechtzeitig zur diesjährigen LiMA erscheint die Buchdokumentation zur Linken Medienakademie 2011. Ebenfalls als Projekt der Linken Medienakademie ist soeben der Band It’s the internet stupid erschienen. Er zeigt, dass auch die Linken das Internet immer stärker nutzen, ohne die Schattenseiten [Digitale Spaltung, Cyberattacken und Cyberwar] aus den Augen zu verlieren.

 

Vor 40 Jahren: Februar 1972

Zum ersten Mal seit ihrer Gründung im Jahr 1949 besucht vom 21. bis 28. Februar 1972 mit Richard Nixon ein Präsident der Vereinigten Staaten die Volksrepublik China. Er trifft mehrmals mit dem chinesischen Premierminister Zhou Enlai zusammen. Am 29.2. kommt es zu einem direkten Gespräch mit dem Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Chinas, Mao Zedong. Der Besuch von Richard Nixon – als scharfer Antikommunist bekannt – ist auch das Ergebnis der »Ping-Pong-Diplomatie«: Nachdem Versuche, die Beziehungen zwischen den USA und der VR China mit normalen diplomatischen Mitteln zu verbessern, erfolglos verliefen, kommt der Sport zu Hilfe: Nach der Tischtennis-Weltmeisterschaft 1971 in Nagoya (Japan), bei der sich die Spieler Glenn Cowan (USA) und Zhuang Zedong (China) angefreundet hatten, lädt der Generalsekretär des chinesischen Tischtennisverbandes die amerikanischen Tischtennisspieler nach Peking ein. Diesem Besuch folgen weitere hochrangige Politiker wie Henry Kissinger im Juli 1971 und schließlich Richard Nixon im Februar 1972. Die Ping-Pong-Diplomatie beschäftigt Jahrzehnte später auch Hollywood: In dem mit sechs Oscars ausgezeichneten Film »Forrest Gump« reist Tom Hanks als Tischtennisspieler nach Peking und trifft danach Nixon.

Bereits am 1. Februar bringt Hewlett-Packard mit dem HP-35 den ersten wissenschaftlich-technischen Taschenrechner auf den Markt. Zuvor waren Rechenschieber und Tabellenbücher die einzigen praktischen Hilfsmittel für trigonometrische und exponentielle Rechenfunktionen. Die elektronischen Taschenrechner jener Zeit beherrschen nur die vier Grundrechenarten. Zur Markteinführung des HP-35 in den USA beträgt der Verkaufspreis 395 US-Dollar. Er wird bis 1975 hergestellt.

Vom 3. bis 13. Februar 1972 finden Olympische Winterspiele zum ersten Mal in Asien statt, Austragungsort ist Sapporo in Japan. 1.006 Athleten aus 35 Nationen kämpfen um Gold, Silber und Bronze. Der Medaillienspiegel weist die Sowjetunion mit 8-mal Gold, 5-mal Silber und 3-mal Bronze an erster Stelle aus, die DDR (4-mal Gold, 3-mal Silber, 7-mal Bronze) an zweiter Stelle und die Bundesrepublik Deutschland an sechster Stelle (3-mal Gold, 1-mal Silber, 1-mal Bronze). Die Japaner Kasaya, Konno und Aochi gewinnen mit ihrem Dreifach-Erfolg im Skispringen auf der 70-m-Schanze die ersten Medaillen für ihr Land bei Olympischen Winterspielen überhaupt.

Am 11. Februar 1972 wird der Deutsche Fernsehfunk (DFF) in Fernsehen der DDR umbenannt. Unter der Generalintendanz von Hans Mahle (über den Katharina Riege 2003 im VSA: Verlag die inzwischen vergriffene Biografie Einem Traum verpflichtet veröffentlichte) war im Juni 1950 der erste Spatenstich für das DDR-Fernsehzentrum in Berlin-Adlershof erfolgt, im Januar 1956 begann der DFF sein Programm. Im Oktober 1958 führte man das Vormittagsprogramm ein, als Programmwiederholung für Spätarbeiter, einen Tag später folgte das legendäre Sandmännchen. Im Oktober 1969 ging das 2. Programm aus Anlass des 20. Jahrestages der DDR in Farbe auf Sendung. Der Sendebetrieb wird nach der »Wende« am 31. Dezember 1991 um Mitternacht eingestellt. Überlebt hat allein das »Sandmännchen im Abendgruß vom Fernsehfunk«.

Am 17.2. erfolgt der deutsche Kinostart von »Der Millionenraub«. In diesem Thriller von Richard Brooks (Musik: Quincy Jones) sind US-Schauspieler Warren Beatty – übrigens aktives Mitglied der Demokratischen Partei und bekannt für sein links-progressives Engagement, zum Beispiel beim Sponsoring einer Veranstaltung in New York anlässlich des 150jährigen Erscheinens des »Kommunistischen Manifest« – und Goldie Hawn Komplizen im Raubüberfall des Jahrhunderts. Mit dabei sind Gert Fröbe und Wolfgang Kieling, der 1965 seinen Bundesfilmpreis als bester Hauptdarsteller im Film »Polizeirevier Davidswache« zugunsten des Vietcong versteigert, die 1966 verliehene »Goldenen Kamera« des Springer-Verlags aus Protest gegen dessen Politik wieder zurückgegeben hatte und später zeitweilig in die DDR übersiedelte.

Am 23. Februar 1972 wird ein Lufthansa-Jumbo-Jet auf dem Flug von Tokio nach Frankfurt nach Aden (Südjemen) entführt, die Entführer fordern ein Lösegeld von umgerechnet 16 Millionen D-Mark. Am 25. Februar zahlt die deutsche Bundesregierung fünf Millionen US-Dollar für die Freigabe von Flugzeug, Besatzung und Passagieren und beendet damit die Flugzeugentführung.

Anlässlich des 40-jährigen Verlagsjubiläums lassen wir auf der Website einmal im Monat politische, kulturelle, sportliche Ereignisse aus dem Gründungsjahr 1972 an uns vorbeiziehen. Die Highlights aus den vorherigen Monaten können hier nachgelesen werden.

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