Vorschläge und Bewerbungen bis 14.6.2013

VSA: Zeitschriften

Auslieferung 29.4. – Themen u.a.: Was war der NSU?, Streecks Krisendiagnose, Bildungsfinanzierung, Arbeitszeitpolitik, Lage der Automobilindustrie, Russlands rasender Stillstand u.v.a.m.: www.sozialismus.de

Schwerpunkt »Gewerkschaft: Außer Konkurrenz«. Mehr Infos: www.zeitschrift-luxemburg.de

In Ausgabe 15 schreiben Gregor Gysi, Katrin Göring-Eckardt, Kostas Papanastasiou, Katja Schneider und Caren Lay über klasse Essen und Klassenessen. Mehr Infos: www.prager-fruehling-magazin.de.

Die deutsche Ausgabe 11-2012 erscheint im Februar 2013. Mehr Infos: www.transform-network.net

Socialist Register

Das Jahrbuch der unabhängigen internationalen Linken wird im deutschsprachigen Raum von VSA: vertrieben.

Umverteilen. Macht. Gerechtigkeit.

»Gigantischer privater Reichtum und wenige Superreiche auf der einen, dramatisch zunehmende Armut und leere öffentliche Kassen auf der anderen Seite – diese Wirklichkeit gefährdet unsere Gesellschaft und ist die Lunte am Pulverfass der Eurokrise. Über diese Entwicklungen müssen wir sprechen...« Und zwar vom 24. bis 26. Mai auf dem maßgeblich von Attac, dem Paritätischen Wohlfahrtsverband und ver.di auf den Weg gebrachten Kongress Umverteilen. Macht. Gerechtigkeit. in Berlin. Mit dabei diverse VSA: AutorInnen (u.a. Alexis Passadakis, Annelie Buntenbach, Jutta Sundermann, Ulrich Schneider, Frank Bsirske) und der Verlag selbst mit einem Info-Tisch.

NSU-Prozess

Am 6. Mai begann der Prozess gegen Beate Zschäpe und einige mutmaßliche Helfer der Morde des »Nationalsozialistischen Untergrunds« in München. Am Mittwoch, den 8. Mai, stellt Bodo Ramelow im Thüringer Landtag zusammen mit zahlreichen weiteren Autorinnen und Autoren die von ihm herausgegebene Studie Schreddern, Spitzeln, Staatsversagen der Presse vor. In ihr geht es nicht zuletzt um die Rolle, die die diversen Behörden bei der (Nicht)Aufklärung gespielt haben. Einen Abend zuvor, am 7. Mai, referiert und diskutiert Paul Wellsow, Mitautor des Buches, ab 19:00 Uhr im Restaurant Legienhof im Kieler Gewerkschaftshaus auf einer Veranstaltung des Runden Tisches gegen Rassismus und Faschismus Kiel zum Thema.

Was ich euch erzählen will

Foto: taz (Michael Engler)

»Elfie Buth wohnt seit 86 Jahren in Hamburg-Eimsbüttel. Nun hat sie mit dem Journalisten Martin Kempe ein Buch über ihr Leben herausgebracht.« So präsentiert die Nord-Ausgabe der taz am Samstag, den 4. Mai das Interview mit Elfi Buth über ihre Erinnerungen. In dem Interview gibt sie einige Einblicke in ihre bewegte Lebensgeschichte in dem Hamburger Arbeiterviertel, über das sie ausführlich in dem Buch berichtet. Sie stellte es zusammen mit Martin Kempe am Donnerstag, den 16. Mai um 19:30 Uhr, in der Galerie Morgenland/Geschichtswerkstatt Eimsbüttel (Sillemstraße 79, 20257 Hamburg), die das Buch herausgegeben hat, vor.

Lutz Schulenburg ist tot

Am 1. Mai verstarb nach kurzer schwerer Krankheit Lutz Schulenburg kurz nach seinem 60. Geburtstag. Lutz, der gemeinsam mit Hanna Mittelstädt die Edition Nautilus aufgebaut und geleitet hat, gehörte sicherlich zu den profiliertestens linken Verlegern in diesem Land. Oft haben wir an gemeinsamen Abenden darüber nachgedacht und debattiert, wie linke Verlage ihr Ansinnen selbstbewusster in die kulturelle und politische Landschaft einbringen könnten. Noch auf der Leipziger Buchmesse im März 2013 flachsten wir darüber, dass uns dies viel zu selten humorvoll und witzig gelingt, auch wenn wir angesichts der herrschenden Umstände in der Gesellschaft und in der Buchbranche eigentlich nichts zu lachen haben. Das werden wir in Zukunft ohne Lutz ändern müssen. Wir trauern mit Hanna und den Kolleginnen und Kollegen der Edition Nautilus.

VSA: Auf dem Kirchentag? Auf dem Kirchentag!

Vom 1. bis zum 5. Mai fand in Hamburg der 34. Evangelische Kirchentag statt, an dem auch zahlreiche Autorinnen und Autoren des Verlages sich an Workshops und auf Podien am Diskussionsprogramm beteiligten. Der VSA: Verlag war mit zwei brandneuen Buchveröffentlichungen dabei: Am 2. Mai stellte Bodo Ramelow auf dem Stand der Christinnen und Christen in der Partei DIE LINKE das von ihm herausgegebene Buch Schreddern, Spitzeln, Staatsversagen vor.


Am gleichen Tag und an gleicher Stelle diskutierte Berno Schuckart-Witsch mit Raju Sharma über die Zukunft des Streikrechts in kirchlichen Einrichtungen. Das ist Thema des Bandes Streiks in Gottes Häusern, der am 4. Mai von den Herausgeber_innen Frank Bsirske, Ellen Paschke und Berno Schuckart-Witsch vor dem Zelt auf dem St. Georgs Kirchhof präsentiert wurde.

Neu und noch nicht angekündigt

Im Rahmen der Kooperation von VSA: mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung erscheinen zwei weitere bislang noch nicht angekündigte Titel:
Dieter Klein, bis Ende 2012 Mitglied des Vorstandes der Rosa-Luxemburg-Stiftung, entwickelt in seinem Text Das Morgen tanzt im Heute (Erscheinungstermin Mai 2013) vier Leitideen einer modernen linken Erzählung.
Mit dem Buch Ilse Stöbe: Wieder im Amt (Vorwort: Johanna Bussemer und Wolfgang Gehrcke, Erscheinungstermin: Juni 2013) erscheint zum ersten Mal eine der Widerstandskämpferin gewidmete Publikation – verfasst von Hans Coppi und Sabine Kebir und befreit von Mythen und Legenden des Kalten Krieges in West und Ost. Ilse Stöbe hat 1940/1941 im Auswärtigen Amt erhaltene vertrauliche Berichte vor allem zum bevorstehenden Überfall auf die Sowjetunion an den sowjetischen militärischen Nachrichtendienst GRU weitergeleitet, wurde entdeckt und am 22.12.1942 hingerichtet. Noch fehlt ihr Name auf der Gedenkwand, mit der Opfer des Naziregimes aus dem Auswärtigen Amt geehrt werden. Bereits am 17. Mai sendet der Deutschlandfunk um 19:15 Uhr ein Rundfunkfeature von Sabine Kebir.

Europa muss Beigewum lesen!

Allen Debatten um Steueroasen und die Hoeneß-Affäre zum Trotz: Während die Begüterten dieser Welt immer neue Wege suchen und finden, um ihr Geld ungehörigen fiskalischen Zugriffen zu entziehen, wird an das Gros der Bevölkerung weiterhin appelliert, den Gürtel enger zu schnallen.
Da kommt das neue BEIGEWUM-Buch Mythen des Sparens genau richtig. Die AutorInnen vom Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen stellen die wichtigsten Mythen vor, die zum Thema Sparen im Umlauf sind, und liefern eine eingängige, auch für Nicht-ÖkonomInnen verständliche Gegenargumentation. Alternativen und der Blick auf die EU-Politik kommen ebenfalls nicht zu kurz. Also: Statt »Europa muss deutsch lernen« heißt es: Wer den SparwutbürgerInnen fundierte Argumente entgegensetzen will, sollte sich das neue Beigewum-Buch sichern!

Organisieren am Konflikt

»Frühling hält Einzug – auch in der gewerkschaftspolitischen Landschaft. Der häufig beschworene Niedergang der Gewerkschaften scheint gebremst: Wir spielen wieder eine Rolle.« So Andrea Kocsis, stellvertretende Vorsitzende von ver.di. Warum das so ist und auf welchen Wegen die Talsohle verlassen werden konnte, machen die Autorinnen und Autoren des von ihr gemeinsam mit Gabriele Sterkel und Jörg Wiedemuth herausgegebenen Bandes Organisieren am Konflikt deutlich. Vorgestellt wird das Buch im Rahmen des 9. Workshops Europäische Tarifpolitik am 13. und 14. Mai in der ver.di-Bundesverwaltung in Berlin.

Krisenerfahrungen und politische Orientierungen

Die Demoskopie liefert höchst widersprüchlich Befunde – mal über das Ende der Krise, mal über aktualisierte Krisenerfahrungen, über Zukunftsängste und -erwartungen, über politisches Krisen(mis)management. Die qualitative Befragungsstudie von Autor_innen aus dem ISF München und WISSENTransfer Krisenerfahrungen und Politik liefert tiefer gehende Einblicke in Krisenprozesse, die als »permanent« erfahren werden, in wachsende Arbeitskraftgefährdung trotz relativer Beschäftigungssicherheit, in unterschiedliche individuelle und kollektive Betroffenheit, in aufgestaute Wut – und in die wachsende Entkoppelung von Lebensaltag und dem Feld der professionalisierten Politik bzw. der politischen Klasse: »der Staat der anderen«. Die Anknüpfung an die erste Befragungsstudie Krise ohne Konflikt? (2010) ermöglicht zugleich Einblicke in Veränderungen im Krisenverlauf seit 2009. In einem Interview mit der »Frankfurter Rundschau« und dem »Kölner Stadtanzeiger« stellt Dieter Sauer einige Befunde vor …

Kapitalistischer Realismus ohne Alternative?

Der englische Kulturtheoretiker und -journalist Mark Fisher hat das verzögerte Erscheinen der deutschen Übersetzung seines Buches genutzt und für diese exklusiv ein ausführliches Nachwort geschrieben. In diesem fragt er, welche Folgen die Finanzkrise von 2008 und die Occupy-Proteste für den kapitalistischen Realismus gehabt haben. Kapitalistischer Realismus? Was soll das sein? »Sein bezwingend zu lesendes Buch ist einfach die beste Diagnose unseres Dilemmas, die es gibt! Mit Beispielen aus Alltagsleben und Populärkultur zeichnet er, ohne die theoretische Stringenz zu opfern, ein schonungsloses Porträt unserer ideologischen Misere ... Es ist ein ernüchternder Appell an geduldige theoretische und politische Arbeit.« (Slavoj Zizek)

Leipzig hat gelesen, wir waren dabei!

Auch in diesem Jahr waren wir mit einem eigenen Stand auf der Leipziger Buchmesse vertreten und beteiligten uns mit Lesungen, Buchvorstellungen und Debatten von VSA: AutorInnen auf der linken Leseinsel Die Bühne und einer Veranstaltung in der Stadt. Einige Eindrücke von den von uns organisierten Veranstaltungen dokumentieren wir an dieser Stelle.

L(i)ebenswerte Kommunen?

Zum Thema L(i)ebenswerte Kommunen? sind drei Bände der VSA: Reihe Crashkurs Kommune erschienen: Sozial kann lokal sein!, Kommunale Netzpolitik und Lokal ankommen. Kommunale und Regionale Gegen-Öffentlichkeit. Wir haben daher für die Reihe einen aktuellen Flyer erstellt, der hier heruntergeladen werden kann und den wir gedruckt auf Anforderung auch gern zuschicken.

Direkte Demokratie ist möglich!

»Volksentscheide – neuer Schwung für die ermattete Demokratie oder ihr endgültiger Untergang?« Paul Tiefenbach, seit vielen Jahren aktiv für »Mehr Demokratie«, kennt die Fallstricke und Argumente, die gegen direkte Demokratie ins Feld geführt werden. Sein Buch Alle Macht dem Volke? schafft mehr Klarheit auf einem hierzulande immer noch umstrittenen Feld und plädiert für den Ausbau der direkten Beteiligungsmöglichkeit der BürgerInnen an politischen Entscheidungen.

Verlagsrekord mit Völkerrecht

Kann ein Buch mit 1.056 Seiten locker flockig lesbar sein? Es kann. Norman Paech und Gerhard Stuby haben mit der aktualisierten Ausgabe ihres Völkerrecht-Standardwerks nicht nur den Verlagsrekord in Sachen Buchumfang gebrochen, sondern eben erneut »Fachwissen mit kritisch-gesellschaftlichem Engagement verbunden und dies auch noch verständlich«, wie die Wochenzeitung »Das Parlament« schon bei der vorigen Ausgabe notierte. Die beiden Autoren stellen die Entwicklung des Völkerrechts, seine Wirkung, aber auch seine Ohnmacht vor dem Hintergrund der Herausbildung der bürgerlichen Gesellschaft, ihres kapitalistischen Marktes und ihrer kolonialen Herrschaft dar.

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