»In nahezu fordistischer Manier wirft der VSA: Verlag massenweise Bücher auf den Markt, die rund um solide Gewerksschaftspolitik und die Perspektiven der klassenkämpferischen Linken herum analysieren, theoretisieren und debattieren«, (notierte einst die Zeitschrift ARRANCA!) Und auf der Website der Gewerkschaft ver.di Franken hieß es unter Buchtipps: »Keine Empfehlung für ein einzelnes Buch, sondern für einen ganzen Verlag: Ein Fels in der Brandung ist sicher der VSA: Verlag, dessen Verlagsprogramm besonders für kritische GewerkschafterInnen eine Fülle interessanter Titel bietet.«

Recht hatten sie beide: Der VSA: Verlag versteht seine Publikationstätigkeit von Beginn an bis heute als Beitrag zur demokratischen Diskussionskultur der Linken – zu Analyse, Aufklärung und Aktionsanleitung.

  • Er veröffentlicht Bücher, die sich in die aktuelle Politik einmischen (z.B. Karl Heinz Roths Intervention Die globale Krise, der Band Europa im Schlepptau der Finanzmärkte von Joachim Bischoff, Frank Deppe, Richard Detje und Hans-Jürgen Urban oder die von Gewerkschaftsjugendsekretären herausgegeben Berichte Protest | Bewegung | Umbruch).
  • Seit Herbst 2002 sind mehr als 30 AttacBasisTexte zur Einführung in politische und ökonomische Themen aus globalisierungskritischer Sicht erschienen, zuletzt zur EuropaKrise und demnächst zu FinancialCrimes. Die Alphabetisierung wird ergänzt durch die »ABC«-Bücher, die in Kooperation mit dem Wissenschaftlichen Beirat von Attac, der taz und mit verschiedenen Stiftungen entstanden (bislang das ABC der Globalisierung, das ABC zum Neoliberalismus und das ABC der Alternativen, das im Frühjahr 2012 in einer Version 2.0 erscheinen wird).
  • In der gemeinsam mit der Kommunalakademie der Rosa Luxemburg Stiftung publizierten Reihe »Crashkurs Kommune« erscheinen knappe Texte, die verschiedene Felder linker Kommunalpolitik mit Wissen und Alternativen bearbeiten (z.B. Linke Kommunalpolitik oder der Band Gegen Nazis sowieso.). Ergänzt werden sie durch Studien zu aktuellen städtischen Bewegungen (so der von Andrej Holm und Dirk Gebhard herausgegebene Band Initiativen für ein Recht auf Stadt oder Armes Reiches Hamburg, zusammengestellt von Gerd Pohl und Klaus Wicher).
  • Thematisiert werden Strukturprobleme der entwickelten kapitalistischen Gesellschaft, so Stephan Krügers Studien zur Kritik der Politischen Ökonomie und Kapitalismusanalyse (bisher erschienen Allgemeine Theorie der Kapitalakkumulation und Politische Ökonomie des Geldes) oder Joachim Bischoffs Analyse zur Politischen Ökonomie der Schuldenkrise Die Herrschaft der Finanzmärkte.
  • Es erscheinen Bücher von AutorInnen, die sich bewusst in die Tradition einer kritischen Gesellschaftswissenschaft stellen (so Frank Deppes inzwischen abgeschlossene Reihe mit fünf Büchern über das Politisches Denken im 20. Jahrhundert, Uli Brands Post-Neoliberalismus oder die theoretisch-empirische Studie von Michael Vester u.a. über Die neuen Arbeitnehmer).
  • Gegenstandpunkte zur linken Mainstreamdebatte steuern Freerk Huisken mit seiner Intervention zum Elend der Kritik am (Neo-)Faschismus, Alfred Krölls mit einer Streitschrift gegen den Verfassungspatriotismus oder Renate Dillmann mit ihrer China-Analyse bei.
  • Das Gesundheitswesen in seinen verschiedenen Facetten ist das Thema von Gine Elsner (z.B. zum »Papst« der bundesdeutschen Arbeitsmedizin, Helmut Valentin) oder Marianne Giesert (etwa in dem gemeinsam mit Jürgen Tempel und Juhani Ilmarinen verfassten Standardwerks Arbeitsleben 2025, das zu Beginn des Jahres 2012 erscheinen wird).
  • Ein besonderes Gewicht haben Veröffentlichungen aus dem Gewerkschaftsbereich und zu Debatten der Gewerkschaftslinken, z.B. das von Günter Wallraff, Frank Bsirske und Franz-Josef Möllenberg herausgegebene Buch zur Skandalisierung des Niedriglohnsektors, die inzwischen oft zitierte Studie Krise ohne Konflikt von Richard Detje u.a., sowie der von Hartmut Meine, Michael Schumann und Hans-Jürgen Urban herausgegebene Band Mehr Wirtschaftsdemokratie wagen.
  • Schließlich erscheinen Bücher, die – dem kollektiven Gedächtnis der Linken verpflichtet – die Geschichte der deutschen und internationalen Arbeiterbewegung thematsieren (so die Arbeit von Boris Kanzleiter zur »Roten Universität« im Jugoslawien von 1964-1975 oder Theodor Bergmanns kritische Kritik des Antikommunismus).
  • Eines unserer Ziele ist es, Texte aus der internationalen sozialwissenschaftlichen und marxistischen Diskussion zugänglich zu machen. Von David Harvey erschien im Sommer 2011 Marx' Kapital lesen, vom leider viel zu früh verstorbenen Giovanni Arrighi haben wir Adam Smith in Beijing übersetzen lassen. Pierre Bourdieus »Schriften zu Politik & Kultur« wird im Frühjahr 2012 als Band 5 der Unverbesserlicher Optimist hinzugefügt. Nicos Poulantzas Staatstheorie haben wir wieder zugänglich gemacht, ebenso wie Louis Althussers Ideologie und idelogische Staatsapparate und seine bisher in deutsch noch nicht zugängliche Arbeit Über die Reproduktion.
  • Wir kümmern uns auch um unsere Stadt Hamburg und veröffentlichen Bücher zu Stadtentwicklung, Stadtteilgeschichte und -kultur.
  • Und es erscheinen vier Zeitschriften im VSA: Verlag (Sozialismus, LUXEMBURG, prager frühling und transform!), auf deren neueste Ausgaben wir jeweils in der rechten Spalte auf der Startseite aufmerksam machen und deren Redaktionen sich auf ihren Internetseiten selbst vorstellen.
  • Seit 1997 liefern wir zudem in Deutschland das von Leo Panitch und Colin Leys jährlich herausgegebene Socialist Register aus. Die Ausgabe 2012 steht unter dem Motto The Crisis and the Left. Genauere Informationen über dieses Projekt gibt es unter http://socialistregister.com.


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