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Lesungen, Buchvorstellungen & Diskussionsveranstaltungen

an denen Autor*innen des Verlages beteiligt sind, sowie interessante Termine, die zu den Themen der Verlagsarbeit passen. Hinweise und Anregungen bitte rechtzeitig an gerd.siebecke[at]vsa-verlag.de.

Raus aus der Vielfachkrise – rein in die solidarische Zukunft!
10.–12.7.2026 | Frankfurt a.M. | Waldorfschule, Friedlebenstr. 52.
Attac Deutschland lädt ein zur Sommerakademie nach Frankfurt am Main. Tag für Tag liefern die Nachrichten ein düsteres Bild der gesellschaftlichen Entwicklungen: massive Aufrüstung und Militarisierung, weltweiter Kampf um Rohstoffe und die Energiesysteme der Zukunft, Zunahme von geschlechterbasierter Gewalt, radikale Angriffe gegen den Sozialstaat, Klimakatastrophen, usw. Auf die daraus entstehenden Fragen Antworten zu finden, ist nicht leicht. Attac lädt ein, zu lernen und zu diskutieren, neue Menschen und neue Ideen kennenzulernen, die Freude an neuen Erkenntnissen zu teilen, ermutigen und ermutigen lassen und mit neuem Drive in unseren politischen Alltag zurückkehren. Mehr Infos unter attac.de/soak.

Besuch der Elphi Plaza
13.7.2026 | Hamburg | 19:00 Uhr | Platz der Deutschen Einheit 1.
Bei der Eröffnung der Elbphilharmonie im Jahr 2016 versprach der damalige Bürgermeister und spätere Bundeskanzler Olaf Scholz: »Das ist unser Balkon, der größte der Stadt.« Und: »Die Plaza ist ein öffentlicher Ort, frei zugänglich für jedermann und jede Frau.« Angesichts der nun angekündigten Eintrittsgebühr von 5 Euro (3 Euro ermäßigt) für die Plaza ab dem 5. Oktober 2026 stellt sich die Landesarbeitsgemeinschaft Kultur (Die Linke Hamburg) die Frage: Wird selbst der Blick über die Stadt künftig zur Ware? Anmeldung über buero@mariekleinert.de.

Hakenkreuz und Heimatschutz
14.7.2026 | Berlin | 14:00 Uhr | Helle Panke e.V., Kopenhagener Str. 9.
Das Dritte Reich war ein zerstörerisches Gewaltregime, das der europäischen Natur auf brutalster Weise schadete. Dennoch gab es frühe Umweltbewegungen, die mit dem Nationalsozialismus verstrickt waren. Als bedeutendes Beispiel untersucht Peter Staudenmaier die Geschichte der biodynamischen Bewegung zwischen 1933 und 1945. Der Vortrag geht dieser komplexen Vergangenheit nach, als Beispiel der historischen Gemengelage von Reformbewegungen im Zusammenspiel mit dem Nationalsozialismus. Eintritt 2 Euro.

Vonovia, LEG & Co vergesellschaften
16.7.2026 | 18:00 Uhr | Zoom 
Mehr als 1,2 Millionen Wohnungen in Deutschland befinden sich unter der direkten Kontrolle börsennotierter Immobilienkonzerne und Finanzfonds. Über steigende Mieten, Nebenkosten und Immobiliendeals schöpfen sie die Einkommen der Mieterschaft für die Ausschüttung von Renditen systematisch und zunehmend automatisiert ab. In Regionen mit hoher Präsenz dieser Konzerne, zum Beispiel Berlin und großen Teilen von Nordrhein-Westfalen, treiben sie die Mieten und Nebenkosten in die Höhe. Armin Rothemann und Knut Unger diskutieren am Beispiel NRW die aktuelle Vergesellschaftungsdebatte im Wohnsektor. Anmeldung und Zoom-Link unter rosalux.de.

Schweigen schützt nicht!
22.7.2026 | Münster | 19:00 Uhr | B-Side Münster, Am Mittelhafen 42.
Sexualisierte Gewalt ist keine Randerscheinung – und doch wird sie viel zu oft beschwiegen, verharmlost oder strukturell unsichtbar gemacht. Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 verzeichnet 14.454 Fälle von Vergewaltigung und sexueller Nötigung – ein Anstieg von 8,5%. 91,3% der Betroffenen sind weiblich, und das Dunkelfeld liegt weit darüber. Gleichzeitig kürzt der Staat bei Frauenhäusern, Beratungsstellen und Prävention – genau dort, wo Schutz entsteht. Rosa-Luxemburg-Club Münster und Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW laden ein zum Austausch über Strukturen sexualisierter Gewalt, Awareness-Konzepte, Schutz und Wege des Widerstands mit Leo vom Awarenessnetz NRW.

Ausstellung »Wir sehen Rot«
24.7.–9.8.2026 | Berlin | Maigallerie der Jungen Welt, Torstr. 6.
Die Ausstellung des Roten Ateliers geht diesen Juli angesichts der andauernden Krise in die zweite Runde. Militarisierung, die drohende Wehrpflicht und Sozialabbau bestimmen den täglichen Diskurs und die Leben der Arbeiterklasse wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Während die BRD sich an Kriegen in aller Welt bereichert, den Genozid in Gaza und die US-Blockade, die Kuba aushungert, unterstützt, schrumpft auch unser Bewegungsraum beständig. Immer härtere Repression und kulturelle Gleichschaltung bringen jedoch auch vermehrt Proteste und Streiks einer neuen politischen Generation mit sich. Diese zeigen, wie wirkungsvoll Widerstand sein kann. Die Galerie ist jeden Donnerstag von 13 bis 19 Uhr geöffnet. Zum Eröffnungswochenende vom 24.-26. Juli wird es ein Programm aus Vorträgen, Workshops und Musik geben. Der Eintritt ist frei.

Synthetische Propaganda
24.7.2026 | Dortmund | 19:00 Uhr | Nordpol, Bornstr. 144.
Tech-Bro-Oligarchen mit Geld und Algorithmen dem Faschismus ebnen den Weg und bauen mit KI die ultimativen Kriegs-, Unterdrückungs- und Ausbeutungsmaschinen – oder ist es doch nicht so einfach? Marcus Bösch zeigt die Widersprüche, Alternativen und Handlungsmöglichkeiten. Welche Strategien der Gegenwehr (Counter-Narratives, digitale Selbstverteidigung, Aufbau eigener Infrastruktur) sind denkbar und notwendig?  Eintritt ist frei.

Antisemitismus und die Neue Rechte
30.7.2026 | Berlin | 18:00 Uhr | Rosa-Luxemburg-Stiftung, Straße der Pariser Kommune 8A.
Antisemitismus ist für die extreme Rechte konstitutiv, kann jedoch nach der Shoah und der NS-Erfahrung nicht mehr in gleichem Maße offen kommuniziert werden, wie das noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts der Fall war. Dennoch finden sich auch hier Versatzstücke antisemitischer Ideologie und in zahlreichen neurechten Diskursen wird an antisemitische Verschwörungsmuster angeknüpft. Wo zeigen sich diese Versatzstücke, wie passen sie sich in Themen der Neuen Rechten vom Geschichtsrevisionismus bis zur Migrationsabwehr ein und welche Funktion haben sie für die Ideologie dieser Spielart der extremen Rechten? Die Veranstaltung mit Gerd Wiegel findet im Rahmen der Reihe Salon Bildung 2026 statt. 


Vorab-Vorschau auf November

Arbeit. Bildung. Ermächtigung?
Neue Perspektiven auf die Bildungsgeschichte von Arbeiter*innen
11. bis 13.11.2026 | Halle (Saale) | Franckesche Stiftungen, Englischer Saal (Haus 26), Franckeplatz 1
Konferenz, der German Labour History Association in Kooperation mit Friedrich-Ebert-Stiftung, Hans-Böckler-Stiftung und Rosa-Luxemburg-Stiftung. Diskutiert wird u.a. über folgende Themen: Bildungsmaßnahmen für Erwerbslose (1914–1933); Arbeiter*innenbildung in der DDR; Kontroverse um die sozialistische Kinder- und Jugendbildung im Wilhelminischen Deutschland; Praxis der Arbeiter*innenbildung um 1900; Bürgerliche Sozialreform und Arbeiter*innenbildung (Deutschland und die USA im Vergleich, 1860–1920); Bildungspraxis im Karlsruher Arbeiterdiskussionsklub; Die FIM-CISL und die Entstehung einer neuen Gewerkschaftskultur; Gewerkschaftliche Adressierung und Eigensinn junger Arbeiter*innen in der frühen Bundesrepublik (1948–1955); Wissensvermittlung in der englischen Genossenschaftsbewegung (1850–1870); Politische Bildung zu Anti-/Militarismus in der Zeitschrift »Die Gleichheit« (Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen, 1892–1923); Der »Werkkreis Literatur der Arbeitswelt« zwischen kollektiver Literaturproduktion und politischer Bildungsarbeit; »Arbeit und Leben« in der Transformation; Informelle Lernprozesse, Selbstermächtigung und politisches Handeln in der Fraueninitiative Rheinhausen (1987/88). Referent*innen und das detallierte Programm unter www.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/1O3TI/arbeit-bildung-ermaechtigung. Um Anmeldung wird gebeten bis zum 20.10.2026 per Mail an wiede@unitrier.de.

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