Lesungen, Buchvorstellungen & Diskussionsveranstaltungen

an denen Autor*innen des Verlages beteiligt sind, sowie interessante Termine, die zu den Themen der Verlagsarbeit passen. Infos bitte rechtzeitig an klaus.schneider[at]vsa-verlag.de oder gerd.siebecke[at]vsa-verlag.de.

Wegen der Vorsichtsmaßnahmen gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie sind die meisten hier aufgelisteten Termine abgesagt. Bitte informieren Sie sich auf den Websites der Veranstalter!

20. April 2020und 21. April 2020 | Köln-Deutz | 9:00 Uhr | DORINT-Hotel An der Messe, Deutz-Mülheimer Str. 22-24

Abgesagt: »NIE WIEDER!« – »SCHON WIEDER«?

Die Wiederkehr der illiberalen Rechten 75 Jahre nach Kriegsende.
Der 8. Mai steht für die Befreiung von Faschismus in Deutschland und Europa. 2020 jährt sich dieser Tag zum 75. Mal. Anlässlich dieser Jährung richtet der Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus der Hochschule Düsseldorf eine Fachtagung mit europäischer und internationaler Perspektive aus. Denn angesichts von rechten Wahlerfolgen und zunehmender rechter Gewalt wird in Politik und Öffentlichkeit über die Möglichkeit einer erneuten Implosion demokratischer Ordnungen in Deutschland und Europa diskutiert:

  • Droht eine Wiederkehr politischer Instabilität bzw. „Weimarer Verhältnisse“?
  • Erodieren die Grundfeste parlamentarischer Demokratien?
  • Erleben wir eine Neuformierung totalitärer und neofaschistischer Bewegungen?
  • Wie sind die aktuellen rechten Geländegewinne im historischen Rückblick zu bewerten?
  • Wie widerstandsfähig sind die Strukturen des demokratischen Rechtsstaates?

Unter ländervergleichender Perspektive werden mit historischem Rückblick aktuelle Auseinandersetzungen mit nazistischen, faschistischen, populistischen und extrem rechten Erscheinungsformen einer kritischen Reflexion zugänglich gemacht.
Veranstalter: Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus der Hochschule Düsseldorf (FORENA) mit Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung. Eine Anmeldung ist erforderlich unter www.forena.de/termine/; dort kann das Tagungsprogramm auch als pdf-Datei heruntergeladen werden.

22. April 2020Erfurt | 19:00 Uhr | RedRoXX, Pilse 29

Abgesagt: Michael Brie: Lenin neu entdecken

Was tun in Zeiten der Ohnmacht? Professor Dr. Michael Brie analysiert in seinem »hellblauen Bändchen zur Dialektik der Revolution & Metaphysik der Herrschaft« Lenins strategischen Suchprozess zwischen 1914 und 1917 in Vorbereitung des Kampfes um die Macht, ein Suchprozess, der auch heute noch von Bedeutung ist. Er reicht von der Dialektik revolutionärer Praxis über Gesellschaftsanalyse bis zu einem neuen Verständnis von Sozialismus und Einstiegsprojekten in Zeiten des Bruchs. Dies führt hin zur Frage, welche konzeptionellen Vorstellungen von Revolution und sozialistischer Staatsmacht hinter Lenins Entscheidung standen, im Januar 1918 die Verfassungsgebende Versammlung aufzulösen. 1921 beginnt Lenin einen neuen strategischen Suchprozess. Es ging ihm darum, Wege zu finden, die Verkehrung von Zielen der Revolution und ihren Resultaten aufzulösen. Dieser Suchprozess bleibt unvollendet. Michael Brie zeigt: Wer vom Stalinismus redet, darf nicht vom Leninismus schweigen. Leninismus ist der Versuch, in unmenschlichen Zeiten mit ahumanen Mitteln humane, zutiefst sozialistische Ziele zu verfolgen. Dies ist ein Erbe, das die Linke weder uneingeschränkt annehmen, noch einfach ablehnen kann, sondern aus dem sie lernen muss.

19. Juni 2020bis 21. Juni | Bielefeld | ver.di Bildungszentrum »Das Bunte Haus«, Senner Hellweg 461

Rechts. National. Sozial?

Die 14. ver.di-DruckTage der Fachgruppe Verlage, Druck und Papier sind diesmal dem Thema Rechtspopulismus und Gewerkschaften gewidmet. Sie sitzt in jedem Landesparlament und in jeder Talkshow. Jetzt geht die AfD den nächsten Schritt: Sie dringt in die Betriebe vor. AfD’ler kandidieren als Betriebsräte und präsentieren sich als die wahren Interessenvertreter. Damit nicht genug: Mit ihrem Rentenkonzept führt sie sich auf wie der Anwalt der kleinen Leute. Bewusst übernehmen sie gewerkschaftliche Positionen. Die AfD als neue Partei der sozialen Gerechtigkeit? Was ist dran? Was bezweckt sie damit? Wie wir den Einfluss der AfD in den Betrieben und in der Gesellschaft verhindern, darüber wollen wir diskutieren. Darüber hinaus gibt es an diesem Wochenende gutes Essen, gute Gespräche, gute Musik und am Sonntagmorgen eine exklusive Führung durch die Gedenkstätte Stukenbrock.
Das Tagungsprogramm kann hier als pdf-Datei heruntergeladen werden.
Teilnehmer*innenbeitrag für das Rahmenprogramm: ver.di-Mitglieder 50 €; Sonderpreis für Erwerbslose, Auszubildende und Studierende bei ver.di-Mitgliedschaft 25 €; Nichtmitglieder 165 €.
Anmeldungen bitte bis zum 30. April 2020, gern auch per E-Mail an frauke.menze[at]verdi.de.
Diese Veranstaltung wird konzipiert, organisiert und durchgeführt vom ver.di Institut für Bildung, Medien und Kunst in Kooperation mit dem DGB-BW NRW und der ver.di Fachgruppe Verlage, Druck und Papier.

Quelle: https://www.vsa-verlag.de/nc/lesungen_termine/