Lesungen, Buchvorstellungen & Diskussionsveranstaltungen

an denen Autor*innen des Verlages beteiligt sind, sowie interessante Termine, die zu den Themen der Verlagsarbeit passen. Infos bitte rechtzeitig an klaus.schneider[at]vsa-verlag.de oder gerd.siebecke[at]vsa-verlag.de.

25. April 2019Berlin | 19:00 Uhr | Wilma-Zentrum, Wilmersdorfer Str. 163

Der Kampf um die Erinnerung

Prof. Micha Brumlik stellt im Gespräch mit Prof. Hajo Funke dessen soeben erschienenes Buch Der Kampf um die Erinnerung vor. »Eindringlich und anschaulich analysiert Hajo Funke den Nationalsozialismus. Indem er Adolf Hitler als gelehrigen Schüler des Komponisten Richard Wagner ausweist, zeigt er das NS-Regime als ein perfides, die Massen betörendes ›Gesamtkunstwerk‹. Denn es ging um eine politische Religion, die Religion einer Erlösung durch Massenmord – um, wie Saul Friedländer sagte, ›Erlösungsantisemitismus‹. Die Erinnerung an die dynamische Radikalisierung des Nationalsozialismus ist angesichts der Gefahren neuer faschistischer Bewegungen aktueller denn je.« (Micha Brumlik)

26. April 2019Karlsruhe | 19:00 Uhr | DGB-Haus, Ettlinger Str. 3A

Rechtspopulisten in Europa

Warum ist die populistische und extreme Rechte in Europa auf dem Vormarsch? Indiziert der Erfolg von Vox, dass der Rechtspopulismus sich nun auch auf der iberischen Halbinsel etabliert? Entsteht eine neue »Arbeiterbewegung von Rechts«? Veranstaltung mit Klaus Dörre (Uni Jena) und Ulrike Eifler (Referentin für internationale Gewerkschaftsarbeit der RLS).

26. April 2019Schwäbisch Gmünd | 19:00 Uhr | Bunter Hund, Buhlgäßle 5

Bernd Riexinger: Neue Klassenpolitik

Der Ko-Vorsitzende der Partei DIE LINKE stellt sein Buch Neue Klassenpolitik vor und zur Diskussion. Bernd Riexinger plädiert für eine Solidarität der Vielen statt der Herrschaft der Wenigen – einschließlich einer Neudefinition von Solidarität. Eine Vernstaltung von DIE LINKE.Ostalb.

28. April 2019Hamburg | 14:00 Uhr, Heinrich-Heine-Denkmal auf dem Rathausmarkt

Auf den Spuren von Karl Marx

Ein Rundgang mit Jürgen Bönig, Autor von »Karl Marx in Hamburg« (VSA: Verlag). Der Rundgang führt zu 17 Orten, an denen sich Marx aufgehalten hat und wo er Menschen traf, die für die Veröffentlichung seiner Werke entscheidend waren. Teilnahmebeitrag: 5 Euro. Anmeldung unter info@gw-stgeorg.de.

2. Mai 2019Leipzig | 20:00 Uhr | Café DAS KAPITAL, Karl-Tauchnitz-Str. 9-11

»Das Kapital« im Café

Es gibt sicherlich keinen berufeneren Ort als das Café DAS KAPITAL (siehe unten), um mit Thomas Kuczynski über die von ihm herausgegebene Neue Textausgabe von Karl Marx: Das Kapital Band Eins zu reden. Dies tut der der Schriftsteller Clemens Meyer an diesem Abend. In der Ankündigung heißt es: »Marx schrieb im Vorwort zu seinem Buch, es sei ›der letzte Endzweck dieses Werks, das ökonomische Bewegungsgesetz der modernen Gesellschaft zu enthüllen‹. Dazu musste der Verfasser eine Menge Verhüllendes untersuchen und beiseite räumen.« Meyer und Kuczynski werden über die Enthüllungsaktion debattieren und laden das Publikum zum mittun ein.
Das Café der Galerie für Zeitgenössische Kunst wird immer wieder von Künstler*innen neu gestaltet. Das aktuelle Café der GfZK: DAS KAPITAL wurde vom Leipziger Designer Markus Dreßen konzipiert. Der erste Band von Karl Marx’ Hauptwerk »Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie« wurde 1867 in Leipzig gedruckt. Ausgehend von der Idee eines öffentlichen Wohnzimmers geht es ihm um Fragen der Gastfreundschaft in Zeiten der Ökonomisierung des Sozialen. Mehr unter https://gfzk.de/aktivitaeten/projekte/

5. Mai 2019Hamburg | 11:00 Uhr | Rathausmarkt (Heine-Denkmal)

Auf den Spuren von Karl Marx in Hamburg

Aus Anlass des 201. Geburtstags von Karl Marx begibt sich Jürgen Bönig zwei Stunden auf dessen Spuren in Hamburg. Er hat in seinem Buch Karl Marx in Hamburg herausgefunden, dass Marx ingesamt fünf Mal in der Hansestadt weilte. Warum kam er in die Hansestadt? Was sah er zu jener Zeit dort? Wen traf Marx wo? Und was hatte Karl Marx eigentlich sonst noch mit Hamburg zu tun? Jürgen Bönig entdeckt spannende Orte und Zusammenhänge.
Kosten: 5 €, Anmeldungen bitte an anmeldung@rls-hamburg.de

6. Mai 2019Hamburg | 18:30 Uhr | Volkshochschule Mitte, Schanzenstr. 75-77

Anarchy in the UK?

Es herrscht Chaos in Großbritannien: harter Brexit, weicher Brexit, ungeordneter Brexit – oder am Ende gar kein Brexit? Zu befürchten ist ein wirtschaftlicher Rückschlag, nicht nur für Großbritannien, sondern für die ganze EU. Und vor allem: eine vertiefte Spaltung Großbritanniens – mit Blick auf Schottland und das Wiederaufflammen des Konflikts in Nordirland. Ob das britische Parteiensystem das überlebt, ist ungewiss. Greift der Rechtspopulismus weiter um sich, welche Rolle spielt die Labour Party? Hierüber und weitere Fragen diskutiert der Historiker Florian Weis.

7. Mai 2019Hamburg | 19:00 Uhr | Centro Sociale, Feldstr. 2

Die europäische Flüchtlings­politik und ihre Auswirkungen

Europa verschiebt kontinuierlich seine Außengrenzen, auch durch Vereinbarungen zur Verhinderung von Migration mit den teils diktatorischen und korrupten Regimen in der Türkei, im Niger, im Sudan, in Eritrea, Libyen und anderen Staaten. Menschenrechte spielen dabei keine Rolle. Immer häufiger werden Zahlungen aus Europa an Maßnahmen der Migrationskontrolle geknüpft. Olaf Bernau berichtet über die Folgen dieser Politik und die Bedingungen für Geflüchtete in Europa.

10. Mai 2019München | 16:00 Uhr | Kurt-Eisner-Verein, Westendstr. 19

Faschismustheorien – von gestern für heute?

Wie kann man mit dem Phänomen der »neuen Nazis« umgehen? Um darauf Antworten zu geben, sollen »alte« Faschismus­theo­rien überprüft werden. Sind sie noch brauchbar, um die neuen anti-etatistischen, völkischen, patriotischen Bewegungen und Parteien zu verstehen? Wolfgang Veiglhuber, Mitarbeiter in der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit, und Klaus Weber, der sich seit mehr als 35 Jahren mit Faschismus und Rassismus theoretisch beschäftigt, haben dazu einen Zyklus von sechs Workshops vorbereitet: 10.5.: Einführungsabend – Überblick und erste Fragen; 17.5.: Faschismustheorie der Komintern; 24.5.: Bonapartismustheorie nach Marx & Clara Zetkin; 7.6.:Antonio Gramsci, Stuart Hall und Projekt Ideologie-Theorie; 5.7.: Moishe Postone (Antisemitismus und das GEGENVOLK); 26.7.: Diskussion aller Theorien im Überblick. Anmeldungen (auch für einzelne Termine) bitte an: dr.k.weber@t-online.de, 089/54404163

14. Mai 2019Düsseldorf | 19:00 Uhr | Buchhandlung BiBaBuZe, Aachener Str. 1

Wohnen ist ein Menschenrecht

Wohnen wird bald nur noch für Besserverdienende bezahlbar. Wie kann eine Wohnungspolitik aussehen, die jedermann und -frau das Recht auf bezahlbares Wohnen garantiert? Buchvorstellung und Gespräch mit Thomas Eberhardt-Köster über sein Buch Wohnen ist ein Menschenrecht. In Zusammenarbeit mit attac und »Wohnen für alle«. 3€ Eintritt.

16. Mai 2019Berlin | 18:00 Uhr | Bildungswerk Kreuzberg, Cuvrystr. 34

Feindbild Islam und institutioneller Rassismus

Eberhard Schultz liest aus seinem Buch Feindbild Islam und institutioneller Rassismus. Menschenrechtsarbeit in Zeiten von Migration und Anti-Terrorismus und spricht mit dem Orient-Experten Udo Steinbach über die internationale Dimension des Phänomens. Die Thematik des Buches ist nach wie vor brennend aktuell. Dies zeigen nicht nur Anschläge und Überfälle auf Moscheen und (mutmaßliche) Moslems und die anschließenden Defizite bei der Ermittlungstätigkeit, sondern auch die Vorgänge um den Rücktritt des BND-Chefs Maaßen, zahlreiche Gerichtsentscheidungen und Fälle von Behördenwillkür sowie die schleppenden Ermittlungen wegen mutmaßlicher Terroristen in der Bundeswehr und Polizei - Jahre nach der problematischen »Aufarbeitung« der NSU-Mordserie.
Moderation und Input: Gün Tank

16. Mai 2019Leipzig | 19:00 Uhr | Conne Island, Koburger Str. 3

Rechtsaufschwung

Mit Sylke van Dyk (Soziologin) und Philip Manow (Politikwissenschaftler) diskutieren zwei Autor*innen wichtiger Beiträge zur Einordnung rechtspopulistischer Massenmobilisierung. Während Manow die wirtschaftliche Bedrohungslage der Mittelschicht als Agens für Abschottung und Fremdenfeindlichkeit ausmacht, verlangt van Dyk, die Wirkungsmacht rassistischer und nationalistischer Ideologien ernst(er) zu nehmen. In der Podiumsdiskussion sollen beide Positionen auf widersprüchliche und komplementäre Inhalte abgeklopft und ins Gespräch gebracht werden.

18. Mai 2019Frankfurt a.M. | 11:00 Uhr | Türkisches Volkshaus, Werrastr. 29

Wo steht die EU? Wo geht sie hin?

Die EU steckt in einer Mehrfachkrise: Brexit, Konflikte im Umgang mit Flucht und Migration, autoritäre Regierungen in einigen Mitgliedstaaten, Aufrüstung, Handelskrieg mit den USA usw. Was ist von den Wahlen zum EU-Parlament zu erwarten, wie geht es weiter? Dazu diskutieren: Steffen Lehndorff (Europa neu begründen), Felix Jaitner (Journalist, Osteuropa-Experte), Steffen Stierle (Journalist, EU-Experte). Ferner: Wie ist die Linke in Europa aufgestellt? Mit: Klaus Dräger (EUREXIT), Alexandra Strickner (Attac Österreich), Peter Wahl (Wissenschaftlicher Beirat, Attac), Beate Scheidt (Ökonomin, IG Metall-Vorstand).

27. Mai 2019Berlin | 10:00 Uhr | IG Metall Berlin, Alte Jakobstr. 149

Soziales Menschenrecht auf Arbeit

Fachtagung der Stiftung für Soziale Menschenrechte über: Neoliberale Entwicklung und Prekarisierung von Beschäftigten, Diversität und diskriminierungsfreie Arbeit, internationale Gewerkschaftsarbeit und Unternehmenshaftung sowie feministische Sichtweiesen auf das soziale Menschenrecht auf Arbeit. Mit: Wolfgang Däubler, Claudia Mahler (DIMR Berlin), Aysel Yollu-Tok (HWR Berlin), Sara Phung, Amadou Touré (Betriebsrat), Ingeborg Wick (Südwind Arbeitsbereich Frauen und Wirtschaft), Tatiana Lopez (Tie Germany), Las Mary Douglas (Gesamtbetriebsrat ZARA Deutschland), Miriam Pischke (Hochschule Magdeburg), Werner Rügemer (Publizist). Anmeldung erbeten bis zum 20.5.2019 an: info@sozialemenschenrechtsstiftung.org

28. Mai 2019Potsdam | 18:00 Uhr | Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg, Dortustr. 53

Rosa Luxemburg: Revolutionärin aus jüdischem Hause

Im März 2018 wurde die Gedenktafel für Rosa Luxemburg entfernt, die in Zamo viele Jahre lang an die weltberühmte Tochter dieser Stadt erinnert hatte. Als Grund wurde die im öffentlichen Raum verbotene »kommunistische Propaganda« angeführt. Mit diesem Schritt reihte sich die Regierung in Warschau in eine schlimme Tradition ein, in der seit jeher behauptet wird, die Jüdin Rosa Luxemburg sei eine eingefleischte Feindin Polens gewesen. Insofern ist es aufschlussreich, einmal genauer hinzusehen, aus welchen Familienzusammenhängen Rosa Luxemburg nach dem Abitur in die weite Welt aufgebrochen war. Holger Politt, Leiter des Warschauer Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung, wird seinen Vortrag mit ausgewählten Bildern illustrieren, die die umfangreiche Spurensuche dokumentieren.

Quelle: https://www.vsa-verlag.de/nc/lesungen_termine/