|  | Was ist Armut genau und wen betrifft sie in welchem Ausmaß? Der gern bemühte Vorwurf der »Dramatisierung« der Armutszahlen ist unberechtigt, denn Armut ist verbreiteter und tiefgreifender als die Einkommensarmutszahlen belegen. Und das Ausmaß der Vermögensungleichheit und der Einkommensarmut ist nochmal viel größer. 60% der Bevölkerung haben kein oder kaum Vermögen, 10% haben Schulden. Einkommensarmut bemisst nur ein theoretisch verfügbares Einkommen, die gleichzeitigen Ausgaben bleiben außen vor. Wer ein Einkommen oberhalb der Armutsschwelle und einen teuren Mietvertrag hat, kann trotzdem in bitterer Armut leben. Wohnarmut betrifft immer mehr Menschen. Zudem verschärfen die Kaufkraftverluste aufgrund der inflationären Entwicklung der vergangenen Jahre die ohnehin schon schwierige finanzielle Lage von Millionen Betroffenen. Aber eine Gesellschaft frei von Armut ist möglich und dringend erforderlich. Joachim Rock liefert in diesem Buch Fakten, klärt Zusammenhänge auf und macht konkrete Alternativen deutlich. |  | Für manche Menschen in Berlin sind eher Alpträume Realität: So die Miete nicht mehr bezahlen zu können oder keine Wohnung zu finden, denn die Wohnungsnot ist Problem Nr. 1 in der Stadt. Kaum weniger quälend ist der Alptraum, dass die Kinder scheitern: Schulversagen, Drogen, Depression. Oder der Alptraum, im Alter und bei Krankheit arm zu werden. Der Alptraum, entlassen zu werden und keine Arbeit mehr zu finden. Der Alptraum, mit Gewalt konfrontiert zu werden. All dies thematisieren Ulrich Bochum, Jeffrey Butler, Klaus Kohlmeyer und Stephanie Odenwald auch mit Blick auf die im Herbst anstehenden Wahlen. Zugleich machen sie deutlich, dass Berlin noch immer eine Stadt reich an Kultur, liebenswert und widerständig ist. Letzteres kommt vor allem aus Gewerkschaften, Bürgerinitiativen, Genossenschaften und Vereinen. Ihr Bürgerengagement bewirkt, dass gegen Missstände protestiert wird. Das Plädoyer der Autor*innen lautet: Für alle Bereiche des Stadtlebens, um die es in diesem Buch geht, muss Allgemeinwohl Vorrang haben. Berlin gehört den Menschen, die hier leben und arbeiten. Um ihre Vielfalt und ihr widerständiges Engagement geht es ebenfalls. |  | behandelt Stephan Krüger in seinem neuen Buch Mit Marx zum Verständnis des aktuellen Kapitalismus und spitzt mit Marx zentrale und umstrittene Fragen der Gegenwartsanalyse zu. Denn dessen Gesellschaftstheorie besitzt ungebrochene Aktualität. Es braucht auch keine substanziellen Modifikationen und Weiterentwicklungen – wie beispielsweise die sogenannte monetäre Werttheorie unterstellt – zur Analyse des Gegenwarts-Kapitalismus, sondern einfach das Weiterdenken der in den Marxschen Begrifflichkeiten bereits angelegten impliziten Momente. Diese haben sich im historischen Verlauf zu ausgebildeten Bedeutungen entwickelt. Der Autor zeigt, wie auf Basis eines korrekten Verständnisses der Grundkategorien von Wert und Geld die modernen Phänomene des Finanzmarktkapitalismus, von Geldpolitik und Inflation sowie internationaler Wertschöpfungsgewichtung der Arbeit und deren Ausdruck in den Warenpreisen theoretisch analysiert und empirisch-statistisch erfasst werden können. |  |
Angesichts der Überflutung mit Informationen wird es immer schwieriger, eine eigene fundierte Meinung zu bilden. So ist die Frage aufgeworfen, ob und inwiefern Individuen angesichts der Komplexität gesellschaftlicher, technischer und ökologischer Phänomene an Grenzen gelangen. Sollten wir zudem alles tun dürfen, was wir können, insbesondere mit Blick auf den aus der Kapitalverwertung hervorgehenden Wachstumszwang? Die Grenzen zwischen Gesellschaft, Macht und Individuum drohen zunehmend zu verwischen – wie fluid borderlines. Was sind die Ursachen und wie ist Vertrauen zurückzugewinnen? Jürgen Lichey, Gottfried Meyer-Thoss und Wolfgang Schilling wollen es mit ihrem Buch Leserinnen und Lesern erleichtern, gesellschaftspolitische Zusammenhänge zu verstehen. Dabei konzentrieren sie sich zum einen auf ökonomische Denkweisen, zum anderen sollen Macht und Medien als grundlegende, aber oft vernachlässigte Kategorien ausgeleuchtet werden. |  | Dieses Buch ist keine Enthüllungsstory über Prügelorgien an deutschen Schulen. Es verweist ja auch die Charakterisierung der Medienwelt als »4. Gewalt« nicht auf gewalttätige Journalisten, sondern auf die dienende Funktion der Öffentlichkeit im Staatswesen. Eine harmlose Metapher ist die Bestimmung der Schule als 5. Gewalt dennoch nicht. Sie trifft was. Was genau, das ist Gegenstand des neuen Buches von Freerk Huisken. In ihm macht er Front gegen die Vorstellung, dass Schule bei all ihren Mängeln doch letztlich Maß am Wohlergehen der nachwachsenden Generation nimmt. Es verhält sich umgekehrt, behauptet der Autor: Schule ist Dienstleisterin an der Räson des Staates. Sie bereitet die Jungmannschaft, schulisch sortiert nach Schulverlierern und Gewinnern, auf alle Dienste vor, die die demokratisch regierte Marktwirtschaft ihnen abverlangt. In vier Teilen (Das Bildungsmonopol des Staates, Erziehung zum selbstbewussten Konkurrenzsubjekt, Erziehung zum kritischen Untertanen, Erziehung zur Kriegstüchtigkeit?) untermauert er seine Behauptung über Schule als eine 5. Gewalt. In einem fünften Teil geht er auf »Häufig gestellte Fragen (FAQ)« zu seinen Texten und Vorträgen ein. |  | Seit 2003 bieten die Linken Buchtage Berlin Raum für Bücher der linken und unabhängigen Verlage, deren Programme die großen Bühnen und Auslagen nur selten erreichen. Diesmal finden sie vom 29. bis 31. Mai wie immer im Kreuzbeger Mehrhof statt. Das Programm ist unkommerziell, selbstorganisiert und ohne jede Förderung wird bis heute getragen von der Einsicht in die Unverzichtbarkeit politischer Analyse und Kritik genau so wie der Leidenschaft fürs Bücherschreiben, -machen, -übersetzen, -lesen und -diskutieren. Die Buchtage sind keine reine Publikumsschau, sondern Ort zum Austausch von Verleger*innen, Autor*innen und Besucher*innen zugleich. Schwerpunkt bleibt das politische Sachbuch, im Zweifel steht Inhalt jedoch über Form. Das vielfältige Programm, Jahr für Jahr mit Bedacht ausgewählt, soll einen Querschnitt aktueller gesellschaftspolitischer Fragen abbilden, Denkanstöße geben und zur gemeinsamen Debatte einladen. Der Eintritt ist frei. Am Samstag, den 30. Mai stellen ab 14:00 Uhr im Blauen Salon Jan Schulze-Husmann und Peter Trinogga das on ihnen heausgegebene Buch »Streik doch einfach mit! 138 Tage Arbeitskampf beim DuMont-Konzern« vor. Der VSA: Verlag koopieriert mit dem im Mehringhof ebenfalls ansässigen Buchladen Schwarze Risse, der auch weitere Bücher präsentieren wird. |  |
Der Hamburger Kultursenator Carsten Brosda (SPD) hat demonstrativ die Buchhandlung im Schanzenviertel besucht, die wie andere drei Buchhandlungen ins Visier von Kulturstaatsminister Weimer sowie des Verfassungsschutzes geraten war, und der zukünftig weitere Kulturförderung des Bundes verwehrt wird. Er kaufte dort ein und sagte gegenüber der »elbvertiefung«, dem Hambug-Newsletter der Zeit: »Ich habe keine Angst vor linken Gedanken. [...] Ich suche auch nach Büchern, die mich aufregen, nicht nur nach solchen, die mir recht geben. Weil es mich schlauer macht [...]«. Außerdem hat er gerade angekündigt, dass die Stadt ab sofort mit 700.000 Euro pro Jahr unabhängige Verlage fördern wird.
Der Landesverband Nord des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels hatte eine Petition zur Unterstützung der vom Buchhandlungspreis ausgeschlossenen Buchhandlungen auf den Weg gebracht und dabei insgesamt 2.548 Unterschriften gesammelt. Zum Abschluss heißt es auf seiner Website dazu unter anderem: »Wir halten weiterhin an unseren Forderungen fest und blicken mit wachsender Sorge auf die aktuelle Entwicklung. Wie zuletzt bekannt wurde, ist auch die Buchhandlung im Schanzenviertel in den Fokus des Verfassungsschutzes geraten. Was bleibt: Jedes Gespräch, jede Unterschrift macht deutlich, dass wir nicht allein sind – und dass sich Empörung in demokratisches Handeln übersetzen lässt.« |  |
Grund genug, daran zu erinnern, dass in Deutschland schon einmal Büchern der Garaus gemacht wurde. Kurz nach dem Wahlsieg der NSDAP bei den Reichtagswahlen vom November 1932 mit 33,1% und der Ernennung von Hitler zum Reichskanzler im Januar 1933 begann die Partei sowie zahlreich Unterorganisationen damit, Werke von ihnen verfemter Autoren unter johlender Beteiligung von Studenten und Professoren in fast 20 Universitäts-Standorten ins Feuer zu werfen. Auftakt und Höhepunkt war die vom Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund (NSDStB) am 10. Mai 1933 auf dem damaligen Berliner Opernplatz mit hoher Öffentlichkeitswirkung veranstaltete Bücherverbrennung jüdischer, marxistischer, pazifistischer und anderer politisch unliebsamer Autoren als »Aktion wider den undeutschen Geist«. Daran wird im Mai in zahlreichen Städten erinnert, so im Hamburg am Donnerstag, den 21. Mai, wenn es zwischen 11:00 und 18:00 Uhr am Kaiser-Friedrich-Ufer/Ecke Heymannstraße in Eimsbüttel eine Marathonlesung aus verbrannten Büchern geben wird. |  | |  | Im April ist erschienen:
Ingar Solty: Innere Zeitenwende Die Militarisierung des Alltags, von Wissenschaft und Kultur. Eine Flugschrift 120 Seiten | € 12.00 | ISBN 978-3-96488-259-2
Für Mai und Juni erwarten wir (weitere Titel auf www.vsa-verlag.de):
Ulrich Peter/Franz Segbers (Hrsg.): Nicht wie Feuer und Wasser Religion und Sozialismus: Was wir von der Weimarer Zeit lernen können Mit einem Geleitwort von Bodo Ramelow 120 Seiten | € 14.80 | ISBN 978-3-96488-270-7
Stephan Krüger: Mit Marx zum Verständnis des aktuellen Kapitalismus Zu bisher ungelösten Fragen der Kritik der politischen Ökonomie 240 Seiten | € 24.80 | ISBN 978-3-96488-268-4
Ulrich Bochum/Jeffrey Butler/Stephanie Odenwald/Klaus Kohlmeyer Berlin: L(i)ebenswert, innovativ, rebellisch Die wachsende Stadt muss für alle bezahlbar gemacht werden 176 Seiten | € 12.00 | ISBN 978-3-96488-271-4
Freerk Huisken: Schule, die 5. Gewalt Die Zurichtung des Nachwuchses für Staat und Kapital 152 Seiten | € 14.00 | ISBN 978-3-96488-269-1
Jürgen Lichey/Gottfried Meyer-Thoss/Wolfgang Schilling Ökonomische, politische und mediale Macht Verschränkung von Wachstumszwang und instrumenteller Vernunft 240 Seiten | € 19.80 | ISBN 978-3-96488-274-5
Joachim Rock: Armut? Abschaffen! Wege zur Überwindung von Ausgrenzung in einem reichen Land Fakten, Hintergründe, Vorschläge | 160 Seiten | EUR 14.80 | ISBN 978-3-96488-249-3
Peter Müller: Strategische Betriebsräte Ein Praxisbuch für erfolgreiche Interessenvertretung von Beschäftigten 160 Seiten | € 16.80 | ISBN 978-3-96488-264-6
Manfred Weißbecker/Mario Keßler/Christoph Kopke/Fabian Virchow: Aufrüstung, Krieg, Faschismus Die Bedeutung der DDR-Faschismusforschung für heute 80 Seiten | Eine Veröffentlichung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen | EUR 12.00 | ISBN 978-3-96488-261-5
Roland Süß: Den Abstieg ins Autoritäre stoppen! Über den Neoliberalismus hinaus zu Autoritarismus und Faschismus AttacBasisTexte 65 | 96 Seiten | € 8.50 | ISBN 978-3-96488-273-8
Paul Singer: Eine militante Utopie Den Sozialismus neu denken: Solidarische Ökonomie gegen den Neoliberalismus 176 Seiten | Mit einem Vorwort von Michael Löwy | € 16.80 | ISBN 978-3-96488-267-7 |  | |  | Staatsräsonfunk 7.5.2026 | Berlin | 19:00 Uhr | junge Welt-Maigalerie, Torstr. 6. Als Journalist hat Fabian Goldmann aus dem und über den Nahen Osten berichtet, als Islamwissenschaftler die Wirkung orientalistischer und rassistischer Weltbilder untersucht und als Medienkritiker stereotype und diskriminierende Berichterstattung offengelegt. In diesem Vortrag spricht er über die deutschen Medien und den Genozid in Gaza. Eintritt: 10 € (Ermäßigt: 5€).
3. Schulstreik gegen Wehrpflicht 8.5.2026 | bundesweit Bundesweiter Aktionstag mit Demos und Kundgebungen in vielen Städten. Mehr Informationen unter www.schulstreikgegenwehrpflicht.com.
HeArt of Gaza 13.4-10.5.2026 | Rostock | 10:00-18:00 Uhr | Peter-Weiss-Haus, Doberaner Str. 21. HeART of Gaza ist eine Wanderausstellung mit Kunstwerken von Kindern aus Gaza im Alter von 3 bis 17 Jahren. Ins Leben gerufen von Mohammed Timraz (Deir al Balah, Gaza) und Féile Butler (Sligo, Irland) war die Ausstellung erstmals im Juli 2024 in Irland zu sehen.
Bundeskongress des DGB 10-13.5.2026 | Berlin | 11:00 Uhr | Estrel Berlin, Sonnenallee 225. Vom 10. bis 13. Mai 2026 findet in Berlin der 23. Ordentliche Bundeskongress des DGB unter dem Motto » Stärker mit uns: Gute Arbeit, starke Wirtschaft, soziale Sicherheit« statt.
Der Club bleibt! 13.5.2026 | Frankfurt a.M. | 18:00 Uhr | Gewerkschaftshaus, Wilhelm-Leuschner-Straße Der Club Voltaire ist gerettet! Das Haus Kleine Hochstr. 5 ist verkauft, der neue Eigentümer hat mit den Betreibern einen neuen Mietvertrag geschlossen. Dadurch behält der Club Voltaire für viele Jahre eine sichere Grundlage für seine Arbeit mitten im Zentrum Frankfurts am Main. Das wird gefeiert an einem Abend voll mit Kultur, Musik, Film und politischem Austausch.
Hab Mut, steh auf! 13.-17.5.2026 | Würzburg 104. Deutscher Katholikentag in Würzburg mit zahlreiche Veranstaltungen, Gottesdiensten und Konzerten wie auch Vorträgen zu Politik und Gesellschaft. Mehr Informationen unter www.katholikentag.de.
Faschismus – erleben wir ein Comeback? 15.5.2026 | Hamburg | 19:00 Uhr | Kölibri, Hein-Köllisch-Platz 12. Vortrag und Diskussion mit Mathias Wörsching, Antifaschist, Historiker und Politologe aus Berlin. Rund 80 Jahre nach der Befreiung vom Nationalsozialismus und Faschismus erlebt die Welt eine neue Konjunktur von Autoritarismus, Nationalismus und Militarisierung. Unsere Zeit mag sich noch einmal als Vorabend einer neuen Epoche des Faschismus herausstellen. Angesichts dessen ist der Faschismusbegriff in aller Munde; gerade in linken und liberaldemokratischen Debatten wird er (wieder) sehr häufig, sehr gegenwartsbezogen und nur zu oft polemisch verwendet.
Sozialstaat unter Druck 19.5.2026 | Frankfurt a.M. | 19:00 Uhr | Club Voltaire, Kleine Hochstr. 5 Wirtschaftsverbände, konservativ-liberale Politiker und Marktradikale verunglimpfen ihn tagtäglich als Kostgänger der Wirtschaft. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) behauptet, dass wir uns den heutigen Sozialstaat nicht mehr leisten könnten. Dierk Hirschel, Chefökonom der Gewerkschaft ver.di, fragt in der Reihe »Göpferts Gäste« nach: Was ist dran an dieser Erzählung? Und wie muss der Sozialstaat künftig ausgebaut werden, um die wachsenden Erfordernisse einer alternden und bunten Gesellschaft zu decken?
»Streik doch einfach mit!« 19.5.2026 | Bielefeld | 19:30 Uhr | Buntes Haus, Senner Hellweg 461 138 Tage wurde im Kölner Bundesanzeiger Verlag gestreikt. Davon erzählen die Autor*innen dieses im VSA: Verlag erschienenen Buches. Und von der Weigerung des Unternehmens zu verhandeln, von den Repressalien, mit denen die Streikenden zu kämpfen hatten und den Versuchen, deren Willen mit allen Mitteln zu brechen. Die beiden Herausgeber Jan Schulze-Husmann und Peter Trinogga sowie beteiligte Kolleg*innen aus dem Aktivenkreis Bundesanzeiger stellen ihre Erfahrungen vor und zur Diskussion. Und auch während der Linken Buchtage wird das Buch am 30. Mai um 14 :00 Uhr im Blauen Salon vorgestellt.
Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Deutschland 20.5.2026 | Essen | 19:00 Uhr | VHS Essen, Burgplatz 1. Notwendige Abschreckung oder gefährlicher Rüstungswettlauf? Mit Oberst a.D. Wolfgang Richter, der sich in seiner aktiven Dienstzeit und in der akademischen Forschung mit der Verteidigungsplanung, der Nuklearstrategie, der europäischen Sicherheitsordnung und der Rüstungskontrolle befasst hat.
Kettensägen in Argentinien 23.5.2026 | Kusel | 18:30 Uhr | Kinett Kusel, Am Hofacker 11. Argentinien wird von vielen als »Labor« neoliberaler und anti-staatlicher Reformversprechen gesehen – mit wiederkehrenden Krisenzyklen und starkem Druck auf öffentliche Institutionen. Unter Milei ist ein radikales Programm sichtbar geworden, das international als Vorbild oder Warnsignal diskutiert wird. Im Vorfeld des Konzerts der Band Nasty Neighbours findet ein öffentlich zugänglicher Vortrag mit anschließender Diskussion statt. Karina Kaos, Sängerin und Keyboarderin (ursprünglich aus Deutschland, Homebase Buenos Aires), berichtet aus eigener Anschauung über die gesellschaftlichen Veränderungen in Argentinien seit dem Regierungsantritt von Javier Milei.
Spuren des Kolonialismus in Hamburg 28.5.2026 | Hamburg | 18:00 Uhr | Rathaus Hamburg, Rathausmarkt 1. Hamburg und seine Kaufleute haben zweifellos vom Kolonialismus profitiert. Seit dem 17. Jahrhundert verdient Hamburg an der kolonialen Expansion Europas und während des Kaiserreichs wird die Stadt Deutschlands »Tor zur kolonialen Welt«. Davon lassen sich auch heute noch zahlreiche Spuren im Stadtbild finden, die in einem Stadtrundgang durch Hamburg-Mitte von Historiker Martin Reiter vorgestellt werden. Teilnahmebeitrag beträgt 5€. Anmeldung über www.hamburg.rosalux.de.
Linke Buchtage Berlin 29.–31.5.2026 | Berlin | ganztägig | Kreuzberger Mehringhofs, Gneisenaustr. 2A. Seit 2003 bieten die Linken Buchtage Berlin Raum für Bücher jener linken und unabhängigen Verlage, deren Programme die großen Bühnen und Auslagen nur selten erreichen. Unkommerziell, selbstorganisiert und ohne jede Förderung sind sie bis heute getragen von der Einsicht in die Unverzichtbarkeit politischer Analyse und Kritik genau so wie der Leidenschaft fürs Bücherschreiben, -machen, -übersetzen, -lesen und -diskutieren. Die Buchtage sind keine reine Publikumsschau, sondern Ort zum Austausch von Verleger*innen, Autor*innen und Besucher*innen zugleich. Schwerpunkt bleibt das politische Sachbuch, im Zweifel steht Inhalt jedoch über Form. Das vielfältige Programm, Jahr für Jahr mit Bedacht ausgewählt, soll einen Querschnitt aktueller gesellschaftspolitischer Fragen abbilden, Denkanstöße geben und zur gemeinsamen Debatte einladen. Der Eintritt ist frei.
Auf Spuren des Bauernkrieges 30.5.2026 | Saarbrücken | 9:00-20:00 Uhr | Parkplatz Calypso, Deutschmühlental 7. Im elsässischen Saverne kam es im Mai 1525 zur bis dahin größten Schlacht im Deutschen Bauernkrieg. Eine Busfahrt nach Saverne und Umgebung ermöglicht einen geführten Besuch der Schauplätze des Bauernkrieges, u.a. Marmoutier, das ehemalige Hauptquartier der Bauerhaufen und das Schloss Rohan. Teilnahmebeitrag 50,- Euro (inkl. Mittagessen). Anmeldungen und Infos unter imandt@web.de. |  | |  | Sie erhalten diese E-Mail, weil Sie sich für den kostenlosen Bezug eines Newsletters des VSA: Verlags angemeldet haben (siehe Punkt 8. unserer Datenschutzerklärung). Sie können Ihr Abonnement jederzeit beenden, dazu bitte hier klicken und die Hinweise zur weiteren Vorgehensweise beachten. |  |
|