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Ulrich Bochum / Jeffrey Butler / Stephanie Odenwald / Klaus Kohlmeyer

Berlin: l(i)ebenswert, innovativ, rebellisch

Die wachsende Stadt muss für alle bezahlbar gemacht werden

176 Seiten | April/Mai 2026 | im Warenkorb vorbestellen | EUR 12.00
ISBN 978-3-96488-271-4

 

Kurztext: Im September 2026 wird in Berlin gewählt, nicht nur im Wahlkampf wird mitunter das Bild einer Stadt gemalt, in der nichts mehr funktioniert, in der Gewalt und Verwahrlosung überhandnehmen. Dabei zieht Berlin noch immer viele Menschen an, ist eine laute Stadt, sowohl arm und schäbig wie auch glamourös und reich an Kultur, nervig und zugleich liebenswert und widerständig. Eine aufregende wachsende Metropole voller Widersprüche – und vor allem einem gravierenden Wohnungsproblem..


Denn für manche Menschen in der Stadt sind Alpträume Realität: So die Miete nicht mehr bezahlen zu können, die Wohnung zu verlieren oder keine zu finden. Die Wohnungsnot ist Problem Nr. eins in Berlin, obwohl die Landesregierung per Berliner Verfassung verpflichtet ist, für alle bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Kaum weniger quälend ist der Alptraum, dass die Kinder scheitern: Schulversagen, Drogen, Depression. Oder der Alptraum, im Alter und bei Krankheit ein elendes Leben zu erwarten, einsam und würdelos. Der Alptraum, entlassen zu werden, keine Arbeit mehr zu finden, sich abhängig und wertlos zu fühlen. Der Alptraum mit Gewalt konfrontiert zu werden, ob auf der Straße oder zuhause.

Doch wo Not ist, wird nach Auswegen gesucht und tatkräftig gehandelt, in Parteien, Gewerkschaften, Bürgerinitiativen, Genossenschaften und Vereinen. Dieses Bürgerengagement bewirkt überall, dass gegen Missstände protestiert wird. Das laute und rebellische Berlin zeigt sich besonders in der Wohnungsfrage. Quer durch politische Lager waren 1.035.950 Wahlberechtigte für »Deutsche Wohnen & Co enteignen« Das war ein klarer Auftrag für die Politik, in Berlin das Gemeineigentum an Wohnungen wieder auszuweiten, bezahlbare Wohnungen anzubieten. Denn bei Spekulationen geht es um renditeorientierte Aneignung des Bodens, egal wie die Lebensqualität der Bevölkerung darunter leidet. Mit dem Slogan »Wir sind kein Betongold« wehren sich Mieter*innen gegen ihre Vertreibung.

Sicher können auch in Berlin nicht alle Probleme gelöst werden. Jedoch sollte grundsätzlich gelten, dass knappe Finanzen nicht dazu führen, bei den Ausgaben für die sozial Schwächsten zu kürzen und die für alle Bürger*innen nötige Infrastruktur zu beschädigen. Für alle Bereiche des Stadtlebens, um die es in diesem Buch geht, muss gelten, dass Allgemeinwohl Vorrang hat. Berlin gehört den Menschen, die hier leben und arbeiten. Um ihre Vielfalt und ihr widerständiges Engagement für die Stadt geht es ebenfalls.


Aus dem Inhalt:

  • Blick zurück im Zorn: Wo steht die Stadt heute? 
  • Zwölf Großstädte auf der Suche nach einem Zentrum
  • Multikulti: Stadt der Vielfalt
  • Armut und soziale Ungleichheit
  • »Sorgende Stadt« und Gesundheitspolitik
  • Schutz vor Gewalt und Sicherheit
  • Wirtschaft, Arbeit, Haushalt
  • Wohnungsnot, Schlupflöcher und illegale Praktiken
  • Ökologische Stadtentwicklung und Verkehr
  • Der lange Weg zu guter Bildung
  • Die Kulturstadt


Die Autor*innen
Ulrich Bochum, Jeffrey Butler, Stephanie Odenwald und Klaus Kohlmeyer leben in Berlin und arbeiten mit in der Sozialistischen Studiengruppe (SOST).

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