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Jürgen Lichey / Gottfried Meyer-Thoss / Wolfgang Schilling

Ökonomische, politische und mediale Macht

Verschränkung von Wachstumszwang und instrumenteller Vernunft

240 Seiten | Juni 2026 | im Warenkorb vorbestellen | EUR 19.80
ISBN 978-3-96488-274-5

 

Kurztext: Die aktuelle Flutwelle an Informationen ist verbunden mit einer Zunahme von Komplexität. Lange galten die Wissenschaften als Garanten für »Objektivität«, seltener die Medien. Inzwischen schwindet das Vertrauen in beide. Was sind die Ursachen und wie ist Vertrauen zurückzugewinnen?


Angesichts der Überflutung mit Informationen wird es immer schwieriger eine eigene fundierte  Meinung zu bilden. So ist die Frage aufgeworfen, ob und inwiefern Individuen angesichts der Komplexität gesellschaftlicher, technischer und ökologischer Phänomene an Grenzen gelangen. Haben wir die Fähigkeit, die vermeintliche Perfektion unserer »Gebilde« zu durchdringen? Und sollten wir alles tun dürfen, was wir können, insbesondere mit Blick auf den aus der Kapitalverwertung hervorgehenden Wachstumszwang?

Die Grenzen zwischen Gesellschaft, Macht und Individuum, drohen zunehmend zu verwischen – wie fluid borderlines. Deshalb dieser Versuch, »Pathologien der Normalität« auch als gesellschaftliches Phänomen zu begreifen.

Die Autoren wollen es Leserinnen und Lesern­ erleichtern, gesellschaftspolitische Zusammen­hänge zu verstehen. Dabei konzentrieren sie sich zum einen auf ökonomische Denkweisen, zum anderen sollen Macht und Medien als grundlegende, aber oft vernachlässigte Kategorien ausgeleuchtet werden.

In einer Welt, die von Konflikten und globaler Unsicherheit geprägt ist, steigern Politiker, Militärs und Medien derzeit etwa ihre Rhetorik zur Notwendigkeit der Lieferung immer gefährlicherer Waffensys­t­eme. Diese Rhetorik ist entkoppelt von der harten Realität, in der die Opfer unsichtbar bleiben. Oder wie es Urs Widmer ausdrückt: »Wir sind politisch korrekt bis zum Gehtnichtmehr. Aber die Ungeheuerlichkeiten werden seltsam ruhig hingenommen.« Auch dagegen argumentieren die Autoren an, hier und da mit polemischen Zuspitzungen.


Aus dem Inhalt:

  •  Gegenwärtige Irrwege – und eine alternative Wegbeschreibung
  • Von der klassischen Nationalökonomie zum Neoliberalismus
  • Macht – eine grundlegende, aber vergessene Kategorie in Ökonomik und Ökonomie
  • Wie funktioniert unser Geldsystem?
  • Wachstum oder Untergang – Mechanismen des Kapitalverwertungszwanges
  • Irrwege und Wege aus der Unübersichtlichkeit


Die Autoren:
Jürgen Lichey studierte Humanmedizin und Philosophie an der Freien Universität Berlin, war später Professor für Innere Medizin und Ärztlicher Direktor der Evangelischen Lungenklinik Berlin und Chefarzt der dortigen Abteilung für Pneumologie bis 2007. Lebt in Berlin.
Gottfried Meyer-Thoss studierte Soziologie (inkl. Ökonomie, Germanistik – Nebenfächer: Theater/Medien, Philosophie, Physik) in Frankfurt am Main, war später Dozent (unter anderem an der Lessing Hochschule zu Berlin sowie als Gast-Professor an der Universität der Künste Berlin), E-Learning-Mentor sowie  Dramaturg (Samuel Beckett, W.C. Chen, Morton Feldman, Werner Herzog, Germaine MacCormack, David Mouchtar-Samorai, Heiner Müller, Luigi Nono, Volker Schlöndorff, Andrzej Wajda), lebt in Berlin und Santa Eulalia del Rio.
Wolfgang Schilling studierte Ökonomie an der Freien Universität Berlin, war als Dipl. Volks- und Betriebswirt sowie Bankkaufmann tätig. Er war zudem langjähriger Geschäftsführer der Deutschen Auslandshandelskammern in Brasilien (Rio de Janeiro) und Mittelamerika/Karibik, lebt in Berlin und Rio de Janeiro.

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