Nicht wie Feuer und Wasser
Religion und Sozialismus: Was wir von der Weimarer Zeit lernen können
Mit einem Geleitwort von Bodo Ramelow
144 Seiten | April 2026 | im Warenkorb vorbestellen | EUR 14.80
ISBN 978-3-96488-270-7
Kurztext: Nur zu lange waren Amtskirchen und Sozialismus wie Feuer und Wasser. Die religiösen Sozialisten waren die ersten Brückenbauer. Heute müssen Christen zur Rettung des Lebens aus der lebensbedrohlichen sozial-ökologischen Krise des Kapitalismus Sozialisten sein.
Der Titel des Buches ist ein Widerwort. Er widerspricht nämlich dem bis heute weitverbreiteten Geschichtsbild, dass Religion und Sozialismus wie Feuer und Wasser seien. Es geht zurück auf ein Zitat von August Bebel aus dem Jahr 1873, das lange zum geflügelten Wort der religionskritischen Einstellung in der sozialistischen Bewegung werden sollte: »Christentum und Sozialismus stehen sich gegenüber wie Feuer und Wasser.«
Aber schon für die Weimarer Republik traf das nicht mehr zu. Religiöse Sozialisten kämpften damals gegen den aufkommenden Faschismus und wurden im NS-Regime wegen ihres Widerstandes verfolgt. Einige engagierten sich in der SED beim Aufbau der DDR.
Die religiösen Sozialisten kämpften
- gegen finanzielle Verflechtungen von Staat und Kirchen
- gegen den Faschismus
- gegen den Antisemitismus
- für Frieden und Pazifismus
- für einen widerständigen Sozialstaat
- für eine humane Arbeitszeit
- für gleiche Rechte von Männern nd Frauen in Gesellschaft und Gewerkschaft.
Diese Themen sind immer noch umstritten. Für Christen ist der Sozialismus keine bloße Option. Er ist die zwingende Utopie zur Rettung des Lebens aus den Systemkrisen des Kapitalismus.
»Der Staatssozialismus ist tot, aber der Sozialismus als Utopie einer solidarischen Gesellschaft wird noch dringend gebraucht.« (Dorothee Sölle)
»Religiosität und Glaube können Bausteine sein, um die ›Koalition der Solidarischen‹ größer werden zu lassen. Daran sollten wir gemeinsam arbeiten - und dazu dient auch dieses Buch.« (Aus dem Geleitwort von Bodo Ramelow)
Die Herausgeber:
Franz Segbers war Professor für Sozialethik an der Universität Marburg. Im VSA: Verlag erschien u.a. der gemeinsam mit Michael Ramminger herausgebene Sammelband »Alle Verhältnisse umzuwerfen … und die Mächtigen vom Thron zu stürzen.« Das gemeinsame Erbe von Christen und Marx.
Ulrich Peter, Dr., war langjähriger Vorsitzender des Bundes der Religiösen Sozialisten und Autor u.a. von »Der Bund der religiösen Sozialisten in Berlin von 1919-1933.« (Verlag Peter Lang 1995).


