Liebe Freund*innen des VSA: Verlags,

auch wenn immer wieder Trump viele bereits nervt: Es muss erneut der US-Präsidenten bemüht werden. Der verkündete in Davos unter anderem: »Ich habe noch keinen Windpark in China finden können«, und verbreitete seine »Wut auf die Windräder« (FAZ am 21.1.2026) mit weiteren Lügen, die die FAZ teilweise mit Fakten widerlegte. Wir können ergänzen und schlagen vor, sich die Flugschrift von Michael Brie »Projekt ›Schönes China‹. Die ökologische Modernisierung der Volksrepublik« zu beschaffen, in der der Autor die aktuelle Umwelt- und Klimapolitik des Landes und dessen Strategie der ökologischen Modernisierung (»Klares Wasser und grüne Berge sind wie Gold und Silber!«) ausführlich darstellt.

Mitunter heißt es, in den USA gebe es kaum Widerstand gegen Trumps Innenpolitik. In der Tat kritisieren viele Vertreter*innen der Demokratischen Partei die Trump-Administration eher zurückhaltend. Entschiedenerer Protest kommt jedoch aus der Zivilgesellschaft (»No-Kings«-Bewegung) und insbesondere von Künstler*innen. Jüngste Beispiele: Rapper Bad Bunny bei der Grammy-Verleihung bzw. in der Pause des »Super Bowl« und »Boss« Bruce Springsteen,

der mit »Streets of Minneapolis« an die Protestlieder-Tradition von Joan Baez und dem frühen Bob Dylan anknüpft. Darin heißt es unter anderem: »Oh, our Minneapolis, I hear your voice | Singing through the bloody mist | We'll take our stand for this land | And the stranger in our midst.« Dem FAZ-Kommentator Jürgen Kaube fällt nichts besseres ein, als Bad Bunnys Auftritte zu einem bloßen »Cha-Cha-Cha in Rap-Version« zu denunzieren. Wir dagegen halten es mit Bertolt Brecht, der in seinem Gedicht »An die Nachgeborenen« angesichts »finsterer Zeiten« sich dafür aussprach, »selber nicht freundlich« zu sein, selbst wenn »wir den Boden bereiten wollten für Freundlichkeit«.

In diesem Sinne (nicht)freundliche Grüße
vom VSA: Team aus Hamburg

Aktuelles

Nicht unbedingt Freundliches

für diejenigen, die die gesellschaftlichen Strukturen unverändert lassen wollen, haben wir natürlich auch im Verlagsprogramm des Frühjahrs und Sommers 2026 anzubieten. Wir stellen in den nächsten Tagen nach und nach die Bücher vor, die wir bislang noch nicht neu ankündigt haben, die anderen stehen bereits im Netz. Ein regelmäßiger Besuch auf unserer Website und der Klick auf »Das neue Programm« lohnt also allemal.

Ganz freundlich werden wir alle diejenigen begrüßen, die uns vom 19. bis 23. März an unserem Stand K 408 in Halle 5 auf der Leipziger Buchmesse besuchen. Also gern bereits jetzt günstige Bahn-Tickets in die Messe-Stadt buchen.

Was lange währt, wird endlich gut

Bereits im Frühjahr 2023 hatten wir signalisiert, dass wir die Rechte an David Harveys in den USA erschienenen Band Marx' »Grundrisse« lesen erworben haben. Denn nach der Veröffentlichung von Marx »Kapital« lesen und Marx 2. Band des »Kapital« lesen wollten wir auch dessen »Begleitung« der eher schwierigen »Grundrisse« möglichst rasch zugänglich machen. Allerdings hatten wir den Aufwand unterschätzt, die vom Autor häufig in seinen Text eingebauten auch kürzeren Zitate von Marx, die nicht einfach aus dem Englischen rückzuübersetzen waren, in der MEW-Ausgabe ausfindig zu machen. So hat die Übersetzungsarbeit deutlich mehr Zeit in Anspruch genommen und wir mussten den Erscheinungstermin immer wieder verschieben. Jetzt aber sind wir damit durch, der Text ist bereits gesetzt und wir werden ihn allerspätestens im März ausliefern können. Und wir können nur unterstreichen, was Nancy Frazer (»Harveys Werk ist für erfahrene Leser ebenso erhellend wie hilfreich für diejenigen, die sich zum ersten Mal mit Marx’ großem Text auseinandersetzen«) und Naomi Klein (»Lesen Sie dieses Buch!«) zur englischen Ausgabe schrieben.
Übrigens werden Mareike Borger und Leo Koch, die gemeinsam mit Klara Steenken sich der Mammutaufgabe der Übersetzung gewidmet haben, am Mittwoch, den 18. Februrar ab 19:00 Uhr in der Staats- und Universitätsbibliothek Carl-von-Ossietzky in Hamburg (Von-Melle-Park 3), über ihre Übersetzungserfahrungen berichten.

Die Militarisierung des Alltags, von Wissenschaft und Kultur

schreitet nach der noch von Olaf Scholz im Februar 2022 anlässlich des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine ausgerufenen »Zeitenwende« immer weiter fort, so dass sich Ingar Solty, Referent für Friedens- und Sicherheitspolitik am »Zentrum für Gesellschaftsanalyse und politische Bildung« der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin, die Innere Zeitenwende genauer angeschaut hat. Die Umstellung auf »Kriegswirtschaft«, samt der medienwirksamen Eröffnung neuer Munitionsfabriken, bindet gesellschaftliche Ressourcen, zudem werden Ausgaben für Infrastruktur von der Bahn bis zu Autobahnbrücken dem Ziel untergeordnet, diese kriegstüchtig zu machen. Hochschulen sollen mit der Bundeswehr und Rüstungskonzernen kooperieren. Die Bundeswehr lässt nicht nur bei Schauveranstaltungen Menschen auf Panzern herumklettern und Kinder früh mit Gewehren Schießübungen veranstalten. Pizzakartons, Bäckertüten in Supermärkten tragen das Militärische auf die Tische von Familien. Der Autor beschreibt das ganze Ausmaß der inneren Zeitenwende, seine berechtigte Sorge ist, dass damit die endgültige Akzeptanz des Kriegerischen in den Alltag gelangt, die Deutschland nicht mehr loswerden wird. Übrigens wird Ingar Solty die zentralen Ergebnisse seiner Flugschrift am 19.3. zwischen 12:30 und 13:00 auf dem Sachbuchforum der Leipziger Buchmesse vorstellen.

Der Sozialstaat ist unter Druck

seitdem Bundeskanzler Friedrich Merz, Carsten Linnemann und andere Scharfmacher der Unionsparteien überall Missbräuche, zu wenig Leistungsbereitschaft oder Lifestyle-Teilzeitarbeit ausgemacht haben. Der sozialdemokratische Koalitionspartner widerspricht zwar zaghaft, setzt dem politisch aber nur wenige Alternativen entgegen. Ganz im Unterschied zu den Gewerkschaften und den Sozalverbänden. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, macht in seinem Buch deutlich, dass in dieser Debatte ein drängendes und bedrückendes Problem gern in den Hintergrund gedrängt wird: Armut ist mitten unter uns, sie wächst und die Armen werden immer ärmer. In einem der reichsten Länder der Welt ist sie für immer mehr Menschen ein riesiges Problem. Um das zu ändern, legt er in Armut? Abschaffen! die Fakten ungeschminkt auf den Tisch, denn Armut ist verbreiteter und tiefgreifender, als die Einkommensarmutszahlen belegen. Und das Ausmaß der Vermögensungleichheit und der Einkommensarmut ist nochmal viel größer. 60% der Bevölkerung haben kein oder kaum Vermögen, 10% haben Schulden. Und er plädiert für eine Gesellschaft, die frei von Armut möglich und dringend erforderlich ist.

Über die Aufforderung »Streik doch einfach mit«

der Kolleg*innen des Aktivenkreis Bundesanzeiger haben wir schon im letzten Newsletter berichtet. Das von ihnen herausgegebene gleichnamige Buch erfreut sich großer Beliebtheit und ist bereits in der 2. Auflage, was auch eine Folge davon ist, dass die beiden Herausgeber Jan Schulze-Husmann und Peter Trinogga es unermüdlich auf diversen Veranstaltungen und Lesungen vorstellen (siehe auch unten unter Veranstaltungen) – so auch beim Besuch einer japanischen Delegation in der ver.di-Bundesverwaltung in Berlin. Kolleginnen des Industrial and Labour Affair Bureau in Tokio informierten sich u.a. anhand des Buches über das deutsche Tarifrecht und brachten ihre Wertschätzung dafür beeindruckend zum Ausdruck.

Die Buchvorstellung des Bändchens im Buchcafé im gleichen Haus nutzt Peter Novak zu einer ausführlichen Besprechung in der ver.di-Medienzeitschift MMM Menschen machen Medien, auf die wir an dieser Stelle gern verlinken. Im nd vom 3.2.2026 hat Nowak den Band ebenfalls besprochen: »Warum soll man ein Buch über einen monatelangen Streik lesen, der letztlich ergebnislos blieb? Diese Frage beantworten der ver.di-Gewerkschaftssekretär Jan Schulze-Husmann und der langjährige Betriebsvorsitzende bei der Bundesanzeiger Verlag GmbH, Peter Trinogga, im Vorwort: ›Wir versuchen eine Analyse der Vorgänge und richten dabei den Fokus auf besondere Aspekte dieser Auseinandersetzung.‹«

Frisch besprochen

In der Februar-Ausgabe von contraste. zeitschrift für selbstorganisation bespricht Herbert Klemisch den Band Sozialismus von unten: »Ziel des von Klaus Dörre und Kolleg*innen herausgegebenen Bandes ist es, der Frage nachzugehen, ob emanzipatorische Projekte Elemente einer sozialistischen Utopie aufweisen und einen Beitrag zur Überwindung des Kapitalismus darstellen. Denn Sozialismus wird, so der Konsens der Autor*innen, immer noch als Kategorie für eine anstrebenswerte Utopie definiert. Was verschiedene politische und gesellschaftliche Initiativen von unten leisten, zeigen die Beiträge von Studierenden und Wissenschaftler*innen der Friedrich-Schiller-Universität Jena anhand von Fallstudien.« Sein Fazit lautet: »Die dargestellte Fülle der Beispiele für die Entfaltung einer Gegenmacht von unten ist lehrreich, gibt Anregungen und macht Mut.«

Die Zeitschrift gegenwind. Politik und Kultur in Schleswig-Holstein & Hamburg hat in ihrer Februar-Ausgabe Ingar Soltys Flugschrift Trumps Triumph? besprochen. Günther Stamer schreibt unter dem Titel »Trump räumt auf« in seiner ausführlicen Rezension unter anderem:»Der Politikwissenschaftler [...] hat zur Beantwortung der Frage, warum Trump gewählt wurde, die Politik und Ökonomie der USA der letzten zehn Jahre unter die Lupe genommen. Daran anknüpfend analysiert er die Gründe für das Scheitern des Vorgängers Joe Biden und der Präsidentschaftkandidatin der Demokraten Kamala Harris. Solty beschreibt die USA als Gesellschaft des beschleunigten sozialen Abstiegs, bedingt durh eine starke Deindustrialisierung, den fundamentalen Sieg des Kapitals über die Gewerkschaften und die Finanzierung von Studien- und Ausbildungsgängen durch immens steigende Gebühren.« Sein abschließendes Urteil: »Insgesamt ist Soltys Buch eine profunde Hilfe, um zu verstehen, unter welchen politischen und ökonomischen Bedingungen Trump erneut zur Macht gelangte.«

Das Argument erscheint seit der Ausgabe 344 in neuer Herausgeberschaft und in neuer Aufmachung. Beibehalten wurde der umfangreiche Besprechungsteil. Dort rezensiert der Politikwissenschaftler und Redaktionsassistent de Zeitschrift Sebastian Neumann die Flugschrift Die rechte Mitte von Klaus lang: »Das Buch hat dort seine Stärken, wo es programmatische Neuerungen, Widersprüche [sowohl programmatische als auch gegenüber dem konservativem Handeln], Leerstellen oder Unzulänglichkeiten benennt und aufzeigt, inwiefern Diskrepanzen zu einer progressiven Auffassung bestehen. Insofern spricht Rudolf Walther in seine Rezension vom 26.2.2025 auf links-netz.de zurecht von einer soliden Programmanalyse. Bei wenigen Andeutungen bleibt es hingegen, wenn Antworten auf die zu Beginn aufgeworfenen Frage des Umgangs mit der radikal-rechten Konkurrenz [...] gegeben werden. Zugegebenermaßen ist diese Entwicklung noch stark im Fluss, was auch die im Buch aufgegriffene gemeinsame Bundestags-Abstimmung von Union und AfD Ende Januar 2025 zeigte.« 

Gleich zwei VSA: Bücher werden in der Januar-Ausgabe der WSI-Mitteilungen besprochen. Auf den Seiten 82 und 83 geht Robin Mohan, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Frankfurter Institut für Sozialfuschung auf die Studie von Kalle Kunkel über den Kampf um die Krankenhäuse als politischer Tarifkonflikt »Langer Atem – keine Geduld mehr« ein: Br der »Entlastungsbewegung [...] an den Krankenhäusern [...] handelt [es] sich um eine Tarifbewegung, die sich im Kern nicht um Lohn und Arbeitszeiten, sondern um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen durch bedarfsgerechte Personalbemessung dreht [...]. Zugleich ging es aber immer auch darum, mit den Arbeitskämpfen von der betrieblichen Ebene aus Druck auszuüben und die Bundespolitik dazu zu bewegen, eine allgemeingültige Personalbemessung per Gesetz einzuführen. Kalle Kunkel hat nun die erste ausführliche Studie über diese Bewegung vorgelegt [...]. Der Fokus liegt dabei auf den Kämpfen für Entlastungstarifverträge: 2015 und 2021 an der Charité und 2021 bei Vivantes in Berlin, 2018 an den Unikliniken in Düsseldorf und Essen und 2022 in ganz NRW.« Das Gesamturteil des Rezensenten fällt differenziert aus: Kunkel »arbeitet die ambivalenten Auswirkungen der tariflichen Institutionalisierung derartiger Eingriffe auf die Beschäftigten heraus und bezieht dabei die Sicht der gewerkschaftlichen Basis mit ein. [...] Was sich allerdings konstatieren lässt, ist eine Zuspitzung der Studie auf das Problem der ›strategischen Handlungsmöglichkeiten der Gewerkschaft‹ (S. 14), die dazu führt, dass einige interessante Fragen allenfalls gestreift oder ganz ausgespart werden [...] Dennoch handelt es ich um eine empfehlenswerte Studie für alle strategisch Interessierten, denn sie bietet nicht nur einen kenntnisreichen und ›intimen‹ Einblick in die Entlastungsbewegung, sondern eine konkrete Analyse von Kräfteverhältnissen, die auch für die Untersuchung von Kämpfen in anderen Sektoren Modellcharakter haben kann.«

Auf den Seiten 84 und 85 der WSI-Mitteilungen hat sich Johannes Scholten, freigestelltes Personalratsmitglied an der Philipps-Universität Marburg den von Ann-Kathrin Hoffmann und Marvin Hopp herausgegebenen Sammelband Arbeitskämpfe an die Hochschulen! Beschäftigungsbedingungen und Strategien gewerkschaftlicher Gegenmacht angeschaut:  »Dieses Buch steckt voller Ausrufezeichen. Ein Band über Hochschulen ist dies, der sich nicht mit akademischer Seminarprosa begnügt, sondern als Aufruf zur Tat daherkommt: ›Schluss mit Frust!‹, ›Gegen Outsourcing und Leistungsverdichtung!‹, ›Aufstand der Töchter!‹, ›Ein überfälliger Aufbruch!‹, so lauten einige der Kapitelüberschriften. Gewerkschaften machen das seit eh und je vor, jüngst wieder zu besichtigen bei Protesten, die sich gegen Kürzungen an den hessischen Hochschulen richteten. [...] Marvin Hopp und Ann-Kathrin Hoffmann haben Autor*innen aus der Hochschulforschung und aus der gewerkschaftsnahen Praxis gewonnen, die das Thema aus vielfältigen Blickwinkeln beleuchten. [...] Das Ergebnis lässt sich, diesseits einer sozialwissenschaftlichen Rezeption, als Handreichung für den Alltag von Betriebsgruppen in wissenschaftlichen Einrichtungen lesen: An vielen Punkten werden die gewerkschaftlich Aktiven Anknüpfungspunkte erkennen, eigene Erfahrungen bestätigt sehen und Anregungen finden. Womit wir bei den Ausrufezeichen angelangt wären. Das Buch bleibt nicht bei trockenen Feststellungen stehen, sondern steckt voller emphatisch vorgetragener Skandalisierungen sowie Aufforderungen, aktiv zu werden [...] Wer künftig Arbeitskämpfe an Hochschulen führt, kann dank dieses Sammelbandes auf einen soliden Erfahrungsschatz zurückgreifen, der Konflikte und Niederlagen ebenso wenig ausspart wie die Mühen der Ebene und die oftmals sehr individuellen Befindlichkeiten, ohne die kein politisches Handeln zu denken ist. Und ja, oftmals bereiten Arbeitskämpfe sogar Spaß. Ausrufezeichen!«

Neue Bücher

Im Januar sind erschienen:

Garnet Alps/Carsten Maaß/Uwe Stoffregen: Gewerkschaft, ja bitte!
Ein Handbuch für Betriebsräte, Vertrauensleute und Aktive | 5. aktualisierte Ausgabe
Mit einem Vorwort von Ralf Reinstädtler (geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall)
480 Seiten | Hardcover | € 24.80 | ISBN 978-3-96488-250-9 

Rolf Rosenbrock: Selbstgestaltung und Soziale Arbeit
Erkenntnisse und Positionen zur Wohlfahrtspflege: gegen Armut und Opferschelte
152 Seiten | € 14.80 | ISBN 978-3-96488-260-8

Für Februar und März erwarten wir (weitere Titel demnächst auf www.vsa-verlag.de):

Laura Bremert/Markus Hoppe/Bettina-Johanna Krings/Werner Schmidt (Hrsg.):
Der Betrieb als sozialer Ort im Umbruch
Kollegialität und Solidarität trotz Homeoffice, New Work und Agilität?
Band 3 der Schriftenreihe Input Consulting
184 Seiten | € 16.80 | ISBN 978-3-96488-247-9

David Harvey: Marx’ »Grundrisse« lesen
Ein Begleiter für Einsteiger und Fortgeschrittene
440 Seiten | € 29.80 | ISBN 978-3-96488-187-8

Ingar Solty: Innere Zeitenwende
Die Militarisierung des Alltags, von Wissenschaft und Kultur. Eine Flugschrift
120 Seiten | € 12.00 | ISBN 978-3-96488-259-2

Joachim Rock: Armut? Abschaffen!
Wege zur Überwindung von Ausgrenzung in einem reichen Land
Fakten, Hintergründe, Vorschläge | Eine Flugschrift
120 Seiten | EUR 12.00 | ISBN 978-3-96488-249-3

Manfred Weißbecker/Mario Keßler/Christoph Kopke/Fabian Virchow:
Aufrüstung, Krieg, Faschismus
Die Bedeutung der DDR-Faschismusforschung für heute
80 Seiten | Eine Veröffentlichung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen | EUR 12.00 | ISBN 978-3-96488-261-5

Wilfried Kruse: Arbeit, Wissen, Würde, Lebenszusammenhänge
Mehr als 50 Jahre Annäherungen an die Arbeitenden
448 Seiten | Hardcover | EUR 29.80 | ISBN 978-3-96488-248-6

Jürgen Bönig: Otto Meissner, Verleger nicht nur des »Kapital«. Ein 1848er in Hamburg, samt deren Wirtschafts-, Sozial- und Staatsgeschichte im 19. Jahrhundert
320 Seiten | Festeinband | farbige Abbildungen | € 26.80 | ISBN 978-3-96488-075-8

Veranstaltungen

Das Recht des Stärkeren? – Venezuela nach dem US-Angriff
17.2.2026 | Cottbus | 18:00 Uhr | Cafe Zelig, Friedrich-Ebert-Str. 21. 
Am 3. Januar bombardierten die USA Venezuela und entführten Staatschef Nicolás Maduro. Dessen Regierung soll unter der Führung der Vizepräsidentin Delcy Rodríguez im Amt bleiben und sich den US-Interessen unterwerfen. Geht es den USA tatsächlich vorrangig um das Öl? Welchen politischen Spielraum hat die venezolanische Regierung nun? Und was bedeutet die US-Aggression für die Region? Diese und weitere Fragen werden dem Autor und Venezuela-Experten Tobias Lambert gestellt.

Femizide in Deutschland
18.2.2026 | Jena | 19:00 Uhr | KuBus, Theobald-Renner-Str. 1a.
Femizide sind kein Randphänomen, sondern die tödliche Spitze des großen Eisbergs geschlechtsspezifischer Gewalt. 132 Frauen wurden 2024 in Deutschland von ihren (Ex-)Partnern getötet – die Dunkelziffer dürfte noch viel höher liegen. Julia Cruschwitz stellt ihr Buch »Femizide – Frauenmorde in Deutschland« vor, das u.a.  auf Gesprächen mit Überlebenden, Zeugen und Angehörigen beruht.

David Harvey’s »Marx ›Grundrisse‹ lesen« übersetzen
18.2.2026 | Hamburg | 19:00 Uhr | Staats- und Universitätsbibliothek, Von-Melle-Park 3. 
In der Reihe IndieStabi der Liste unabhängiger Verlage Hamburg (LuV)  stellen Mareike Borger und Leo Koch vom VSA: Verlag ihr Übersetzungsprojekt des Buches von David Harvey vor. Nach einem kurzen Bericht über die Herausforderungen bei der Übersetzung des englischen Originals wird es Raum für Fragen und Diskussionen geben. Eintritt ist frei.

Warum wir als Linke die Ukraine unterstützen müssen
19.2.2026 | Leipzig | 19:00 Uhr | Conne Island, Koburger Str. 3.
Evelyn Deller spricht darüber, wieso Russland die Ukraine überfiel und was Linke zum Frieden beitragen können.

»No Kings!«: Der Kampf gegen Trump 
23.2.2026 | Frankfurt a.M. | 19:00 Uhr | Club Voltaire, Kleine Hochstr. 5.
US-Aktivisten der Bewegung »No Kings« in Deutschland berichten, mit Live-Musik der US-Bürgerrechtsbewegung. Etwa sieben Millionen Menschen beteiligten sich beim bisher größten Protesttag im Oktober 2025 an etwa 2.700 Kundgebungen in allen 50 US-Bundesstaaten. Aber auch in der Bundesrepublik Deutschland organisieren US-Bürger*innen in der »No Kings«-Bewegung den Protest gegen die Politik Trumps und seiner Regierung. Rechtsanwalt  Timothy Kautz und andere Aktivisten kommen in den Club Voltaire und berichten im Gespräch mit dem Autor Claus-Jürgen Göpfert von ihrer Arbeit. Sie werden von deutschen Gewerkschaftern unterstützt, Thomas Winhold von ver.di wird seine Unterstützung begründen. Außerdem gibt es Lieder der US-Bürgerrechtsbewegung der 1960er-Jahre, etwa von Woody Guthrie und Pete Seeger, auf die das »No Kings«-Movement heute zurückgreift. Sie sind aktueller denn je.

Klassengesellschaft akut. 
26.2.2026 | Frankfurt a.M. | 19:00 Uhr | Club Voltaire, Kleine Hochstr. 5.
Die Göttinger Arbeitssoziologin Nicole Mayer-Ahuja im Gespräch mit Michael Erhardt, 
dem 1. Bevollmächtigten der IG Metall Frankfurt a.M., über ihr neues Buch »Klassengesellschaft akut. Warum Lohnarbeit spaltet – und wie es anders gehen kann«. Darin zeigt sie, dass in der Klassengesellschaft die wichtigste Spaltungslinie zwischen Kapital und Arbeit verläuft.

»Streik doch einfach mit!«
19.2.2026 | München | 18:00 Uhr | DGB Jugendräume, Neumarkter Str. 22.
27.2.2026 | Bonn | 19:30 Uhr | Buchladen Le Sabot, Breite Str. 76.
Kolleg*innen, die 138 Tage im Kölner Bundesanzeiger Verlag, der zum DuMont-Konzern gehört, gestreikt haben, stellen ihr gleichnamiges im VSA: Verlag erschienenes Buch vor. Darin geht es um die Weigerung eines staatlich beauftragten Unternehmens, das »hoheitliche Aufgaben« im Auftrag der Bundesministerien Justiz & Finanzen verrichtet, einen Haustarifvertrag zu vereinbaren. Berichtet wird zugleich von der Entschlossenheit der Streikenden, von der gemeinsamen Entwicklung, die alle während dieser Zeit gemacht haben. Und es wird erklärt, warum der Widerstand weitergehen muss, weil es auch um nichts weniger als um Demokratie im Betrieb ging.

Vorausschau in den März und April
Damit ggf. rechtzeitig günstige Bahn-Tickets gebucht werden können, weisen wir bereits jetzt auf drei Veranstaltungen im März und April hin:

VSA: und Sozialismus.de auf der Leipziger Buchmesse
19. bis 23.3.2026 | Leipzig | 10:00 bis 18:00 Uhr, Messeglände
Halle 5, Stand K 408.
Eine Möglichkeit; in den neuesten Büchern zu stöbern und mit Mitarbeiter*innen des Verlages und der Redaktion ins Gespräch zu kommen.

Hilfloser Antifaschismus?
28.3.2026 | Stuttgart | 10:00 Uhr, Linkes Zentrum Lilo Herrmann, Böblinger Str. 105.
Wolfgang Fritz Haug, der am 23. März 90 Jahre alt wird, hat 1967 mit seiner Analyse des »Hilflosen Antifaschismus« nicht nur eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Ursachen des Nationalsozialismus, sondern auch kritische Erkenntnis und realitätstüchtige politische Abwehr des Faschismus eingefordert. Dass noch immer Dynamiken einer »Faschisierung« am Werk sind, lässt sich mit Blick auf Trumps Autoritarismus kaum leugnen. Warum aber tragen heute so viele Menschen diese autoritären Dynamiken mit? Woran kann die autoritäre Rechte anknüpfen und woran ein wirkender Antifaschismus – diesen Fragen gehen Wolfgang Fritz Haug, Mario Candeias, Sebastian Friedrich, Jan Rehmann u.a. nach.

Kapitalistische Krise und die Entwicklung nach rechts
18.4.2026 | Frankfurt a.M. | 11:00 Uhr, Saalbau Schönhof, Rödelheimer Str. 38
Die marxistischen/sozialistischen Zeitschriften Luxemburg, Marxistische Blätter, Sozialismus.de und 
Z. Zeitschrift Marxistische Erneuerung laden gemeinsam zu diesem Ratschlag mit Inputs von Nicole Mayer-Ahuja, Kim Lucht, Heinz Bierbaum, Joachim Bischoff, Gerd Wiegel, Frank Deppe, Alex Demirović, Thomas Hagenhofer, Timo Reuter, Ingar Solty u.a. Mehr Infos unter pretix.eu/ratschlag/gegen-rechts/.

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