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Wolfgang Veiglhuber/Klaus Weber (Hrsg.)

Mischfronten

Aktuelle Konfigurationen der Entwicklung nach rechts

160 Seiten | Dezember 2026 | im Warenkorb vorbestellen | EUR 16.80
ISBN 978-3-96488-288-2

 

Kurztext: Die aktuelle Entwicklung nach rechts in der Berliner Republik hat unterschiedliche »Treiber«: Wirtschaftliche Krisenprozesse, soziale Spaltungen und auch einen veritablen Kulturkampf. Um diese zu verstehen, reichen Blicke auf die AfD nicht aus.


Die Autoren sehen Mischfronten unter zwei Aspekte und thematisieren einerseits Übergänge von der CDU/CSU, FDP und BSW zur AfD. Andererseits gehen sie den seit der Covid-Pandemie entstandenen Mischfronten in kulturellen und sozialen Zusammenhängen nach.

Zum einen sind beide Aspekte bedeutsam für die aktuellen Konfigurationen der Entwicklung nach rechts, als unterschiedliche »Treiber« derselben. Zum anderen sind die Narrative (Vorstellung von »Normalität«, Ausgrenzung von Minderheiten, kulturelle Attacken, Umgang mit der menschlichen Arbeitskraft, Deutschland zuerst etc.) wichtig, die in beiden Aspekten zum Tragen kommen und teilweise übereinstimmen.

Untersucht wird auch die Frage, wo der Kern rechter Hegemoniefähigkeit im Faschisierungsprozess liegt und ob ein bürgerlich-nationalistisch-wirtschaftsliberaler Block die gesellschaftliche Führung und die staatliche Herrschaft übernehmen kann.


Aus dem Inhalt:

  • Klaus Weber/Wolfgang Veiglhuber: Einführung
  • Klaus Weber: Opferschmerz und Hörigkeit. Martin Sellner als Nachläufer Martin Heideggers
  • Volkmar Wölk: Mischmilieus als Beschleuniger der Faschisierung
  • Michael Wendl: Die Rückkehr des Marktfundamentalismus. Kapitalismus pur als wirtschaftspolitische Vision
  • Stefan Dietl: Gemeinsam für den Standort Deutschland – Grundlagen und Widersprüche einer neuen Klassenpolitik von oben
  • Ernst Wolowicz: Wenn die alte Ordnung nicht mehr trägt. Die Krise des deutschen Wirtschaftsmodells und der Aufstieg der AfD
  • Wolfgang Veiglhuber: Die Normalität als Sehnsuchtsort der Entwicklung nach rechts. Von Übergängen, Diskursverstärkern und AfD-Türöffnern
  • Peter Bierl: Wenn Fledermäuse explodieren. Die Umweltkatastrophe als Treiber der Faschisierung und die Kollaboration von extremen Rechten, Konservativen und Christdemokraten
  • Manuel Rühle/Wolfgang Veiglhuber: Fortschreitender Wahn. Herausforderungen und Ansatzmöglichkeiten gewerkschaftlicher Bildungsarbeit gegen die Entwicklung nach rechts
  • Klaus Weber: Faschisierung und Faschismus in aktuellen Debatten


Die Autoren und Herausgeber:

Peter Bierl
ist freier Journalist und Autor, Mitglied der DJU in der Gewerkschaft ver.di.
Stefan Dietl ist Gewerkschafter (z.Z. Vorsitzender des ver.di Bezirks Oberpfalz) und Publizist.
Manuel Rühle ist Pädagogischer Leiter des DGB Bildungswerks Bayern e.V.
Wolfgang Veiglhuber ist in der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit aktiv.
Klaus Weber ist Professor emeritus für Psychologie an der Hochschule München, Vertrauensdozent der Rosa-Luxemburg-Stiftung und Bezirksrat der Partei Die Linke im Bezirkstag von Oberbayern. Er veröffentlichte zuletzt im VSA: Verlag den Band »Kampfblatt des autoritären Liberalismus. Die Frankfurter Allgemeine als Wegbereiterin von ›Kriegstüchtigkeit‹«.
Michael Wendl ist Soziologe, war von 1980 bis 2016 für die ÖTV und ver.di (u.a. als stellvertretender Landesvorsitzender in Bayern) tätig, er ist Mitherausgeber des Publikationsprojekts Sozialismus.de.
Ernst Wolowicz ist Politikwissenschaftler, er war bis zu seiner Pensionierung Stadtkämmerer in München.
Volkmar Wölk ist Publizist (unter anderem Gründungsredakteur der antifaschistischen Zeitschrift »Der Rechte Rand«) und politischer Aktivist (z.B. als ehemaliges Mitglied des Bundessprecherinnenrats der VVN-BdA).

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