Dieter Prokop

Die Unzufriedenheit mit den Medien

Das Theorie-Erzählbuch der neuen kritischen Medienforschung

240 Seiten | 2002 | EUR 15.50 | sFr 27.80
ISBN 3-87975-853-0

 

Dies ist ein Buch über die heutige Medientheorie-Debatte. Sie betrifft uns alle. Es geht um unsere Unzufriedenheit mit den Medien. Es geht darum, was an den Medien wahr oder falsch, gut oder schlecht ist – und ob wir solche Fragen heute noch stellen dürfen.


Eine aktualisierte Neuauflage erschien 2007 unter dem Titel Der außergewöhnlich Medienkongress im Tectum Verlag Marburg.

Haben die Systemtheoretiker, Konstruktivisten, Poststrukturalisten, Cultural Studies-Wissenschaftler Recht? Sie behaupten, in unseren hochkomplexen, pluralistischen Gesellschaften dürfe keiner sich für besser halten als andere. Toleranz aber schließe Qualitätsurteile aus. Oder haben die kritischen Theoretiker Recht?

Sie argumentieren, dass Toleranz in Interesselosigkeit und in den Meinungsterror der political correctness umschlägt, wenn man die Qualität von Gesellschaften, Medien und Medienprodukten nicht analysiert. Sie sagen, dass wir die Freiheit haben, Qualität und Nicht-Qualität, Gutes und Schlechtes, Wahres und Falsches zu benennen und Qualitäten zu erkämpfen: demokratische Qualität, Lebensqualität, ästhetische Qualität.

Die Beantwortung dieser Frage hat medienpolitische Bedeutung: Ob man in der Praxis die Medien der Privatwirtschaft überlässt oder den Ausbau öffentlich-rechtlicher Medien fordert, hängt auch davon ab, welche Theorien über die Medien der Wahrheit entsprechen. Wer sich für die Medien interessiert, muss sich mit den speziellen, auf die Medien bezogenen theoretischen Argumenten auseinandersetzen.

Um uns entscheiden zu können, brauchen wir eine Darstellung, die wir verstehen. Sie wird in diesem Buch geboten. Dieter Prokop hat ein »Erzählbuch« geschrieben, eine in der Medienwissenschaft vollkommen neue Art von Buch, in dem die neuesten Medientheorien in Dialogform leicht erzählt werden.

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