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Rechtzeitig zu den anstehenden Betriebsratswahlen zwischen März und Mai dieses Jahres erscheint Ende Januar die inzwischen 5. aktualisierte Ausgabe des Handbuchs für Betriebsräte, Vertrauensleute und Aktive »Gewerkschaft, ja bitte!« In ihrem Vorwort schreiben Garnet Alps, Carsten Maaß und Uwe Stoffregen: »Die Idee, Konzeption und Umsetzung eines Handbuches für aktive Metaller*innen stammt von Hartmut Meine, dem ehemaligen IG Metall-Bezirksleiter in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. [Wir] haben mit der vorliegenden Ausgabe eine Aktualisierung und Weiterentwicklung [...] vorgenommen, das von Meine erstmalig 2018 herausgegeben wurde.« Und Ralf Reinstädtler, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, notiert in seinem Geleitwort: »Dieses Buch ist ein praktischer Leitfaden für Betriebsratsmitglieder, Vertrauensleute, Jugend- und Auszubildendenvertreter*innen sowie neugewählte Kolleg*innen. Es behandelt die Grundlagen der Mitbestimmung, Betriebs-, Tarif- und Gesellschaftspolitik und bietet praxisnahe Tipps zur aktiven Interessenvertretung, Beschäftigungssicherung, Mitgliedergewinnung sowie zur betrieblichen Gestaltung von Transformation und Digitalisierung. Damit bietet [es] dauerhaft wertvolle Impulse, um die anstehenden Herausforderungen aktiv zu gestalten und die betriebliche Mitbestimmung nachhaltig zu stärken.«
|  | »Betriebe sind nicht nur ökonomische Organisationseinheiten, in denen Beschäftigte gemeinsam Güter produzieren und Dienstleistungen erbringen. Sie sind zugleich soziale Räume, in denen fachliche Interaktion, kollektive Identitätsbildung und informelle Kommunikation stattfinden«, notiert Claus Zanker, Geschäftsführer von INPUT Consulting in Stattgart, in seinem Vorwort zu dem Band »Der Betrieb als sozialer Ort im Umbruch«, der als Band 3 der INPUT-Schriftenreihe erscheint. Denn die internetbasierte Wertschöpfung und die weite Verbreitung von Homeoffice und hybriden Arbeitsformen führen zu zunehmendem Druck auf die Beschäftigten. Die Autor*innen des Bandes beleuchten Aspekte der betrieblicher Sozialintegration aus unterschiedlichen Perspektiven. »Damit leisten sie nicht nur einen Beitrag zur Weiterentwicklung der arbeitssoziologischen Forschung, sondern geben auch praxisorientierte Impulse für die Gestaltung des Betriebs als sozialer Ort in Zeiten von Remote Work und Homeoffice« durch die gewerkschaftliche Inteessenvertretung. |  |
Warum das gemeinsame Agieren von Beschäftigten und ihren Gewerkschaften insbesondere in »Konfliktfällen« besonders wichtig ist, haben die Kolleg*innen des Aktivenkreis Bundesanzeiger aufgeschrieben, die gemeinsam mit dem ver.di-Gewerkschaftssekretär Jan Schulze-Husmann und dem ehemaligen Betriebsratsvorsitzenden beim Bundesanzeiger Verlag in Köln, Peter Trinogga, den Band »Streik doch einfach mit!« herausgegeben haben. Von 138 Tagen Streik im Kölner Bundesanzeiger Verlag wird in dem Buch erzählt, und von der Weigerung des Unternehmens – das zum DuMont-Konzern gehört und mit hoheitlichen Aufgaben zum Betreiben u.a. eines Transparenz- und Unternehmensregisters von der Regierung beauftragt ist –, über einen Haustarifvertrag zu verhandeln, von den Repressalien, mit denen die Streikenden zu kämpfen hatten und den Versuchen, deren Willen mit allen Mitteln zu brechen. Kaum erschienen, hat es Ayse Tekin in der Januar-Ausgabe der Sozialistischen Zeitung Soz ausführlich besprochen: »Das Buch ist handlich und hat nur 165 Seiten, erzählt aber eine Geschichte wie aus dem Lehrbuch des Klassenkampfs gegen den Kapitalismus. Die Erzählung liest sich wie ein Krimi. [...] Beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass es gut für Seminare zur Tarifarbeit und für Betriebs- und Personalräteschulungen passt. [...] Ein Buch als Dokumentation eines betrieblichen Kampfes mit allen Facetten vor allem aus Sicht der Beteiligten«. |  | hat Rolf Rosenbrock, der seit 40 Jahren zum Zusammenhang von Armut und Gesundheit forscht und von 2012 bis 2024 ehenamtlicher Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbands war, in dem Band »Selbstgestaltung und Soziale Arbeit« zusammengestellt. Am Schluss des Eröffnungsbeitrags schreibt er: »Vor vielen Jahren hieß es, dass wertorientierte gemeinnützige Soziale Arbeit keine Zukunft habe und die Wohlfahrtsverbände ein Auslaufmodell seien. Solche Annahmen sind grandios widerlegt. Der Paritätische [...] ist präsent und wirkt, auf Bundesebene in Politik, Verwaltung und Medien, aber auch und vor allem durch das lebendige, tätige Engagement vor Ort, durch professionelles Handeln und freiwilliges Engagement, durch Ideen und Taten – für mehr Chancengleichheit und gleichen Respekt für jeden Menschen.« Gleichwohl bleibt die wachsende Armut ein zentrales Thema der Verbände der Wohlfahrtspflege. Auch deshalb hat der Autor seine Positionen zu allen Facetten im Kampf gegen Armut und Opferschelte aufgeschrieben. |  | mussten nicht nur wir von unserem Nachbarn und Freund in St. Georg nehmen, der am 12.12.2025 im Alter von 90 Jahren gestorben ist, sondern auch die Familie und mehr als 500 Weggefährt*innen und Mitstreiter*innen des Schauspielers, Gewerkschafters und politischen Aktivisten am 7. Januar bei einer Trauerfeier in der St. Georgs Kirche direkt gegenüber seiner langjährigen Wohnung. Wir haben Rolfs Wirken in einem gemeinsamen Nachruf mit der Redaktion Sozialismus.de gewürdigt.
|  | Johannes Schillo hat auf gewerkschaftsforum.de das im Dezember erschienene Buch »Kampfblatt des autoritären Liberalismus. Die Frankfurter Allgemeine als Wegbereiterin von ›Kriegstüchtigkeit‹« von Klaus Weber besprochen: »Die FAZ als Aushängeschild des deutschen Qualitätsjournalismus, das sich sogar ein nicht ganz linientreues Feuilleton (redaktionsintern: eine ›Spielwarenabteilung‹) leistet, ist der Vorreiter der Kriegspropaganda und der Einschwörung auf die nationalen Notwendigkeiten, die alle Klagen über soziale Kosten und Notlagen ihrer Irrelevanz überführen sollen. Weber fasst das Programm, das hier propagiert und exekutiert wird, treffend zusammen: ›In Deutschland wird Krieg vorbereitet – Vorkrieg herrscht. Pflicht, Gehorsam und Untertanengeist werden tagtäglich von Wissenschaft, Journaille und Politik beschworen. Möglich ist er geworden, weil eine 'Zeitenwende' ausgerufen wurde und damit die Notwendigkeit, deutsche Geschichte endlich vergessen zu dürfen.‹ Und Weber rückt dazu ein knapp hundertseitiges ›FAZ-Tagebuch‹ in den Mittelpunkt seiner Studie, das minutiös den Jahrgang 2023 durchgeht.« |  | In Mehring 1, einem Blog der Rosa-Luxemburg-Stiftung, stellt Herbert Klemisch den von Klaus Dörre, Anna Melis, Stephan Humbert und Bruno Saar herausgegebenen Band »Sozialismus von unten?« vor: »Was verschiedene politische und gesellschaftliche Initiativen von unten leisten, dieser Frage gehen die Beiträge von Studierenden und Wissenschaftler*innen der Friedrich-Schiller-Universität Jena anhand von Fallstudien nach. [...] Dabei werden so unterschiedliche Prozesse wie die Berliner Kampagne ›Deutsche Wohnen und Co. enteignen‹, die gemeinsame Initiative von Gewerkschaften und Klimaaktivist*innen am Beispiel von ›#wirfahrenzusammen‹ genauso unter die Lupe genommen, wie internationale Bewegungen, Netzwerke oder erfolgreiche parteipolitische Initiativen wie die KPÖ PLUS in Österreich. [...] Die dargestellte Fülle der Beispiele für die Entfaltung einer Gegenmacht von unten ist lehrreich, gibt Anregungen und macht Mut.« |  | Auf H|Soz|Kult stellt Johann Henningsen vom Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien in Potsdam den Band »Hamburgs ›Baseballschlägerjahre‹« ausführlich vor, sein Fazit: »Anhand des Beispiels Hamburg gelingt es Felix Krebs und Florian Schubert eindrücklich, die vergessene Konjunktur rechter Gewalt im westdeutschen Kontext der 1980er-Jahre darzustellen und zu zeigen, dass 1989/90 für die Geschichte der radikalen Rechten nur bedingt eine Zäsur darstellte. Alltägliche Gewalt im öffentlichen Raum, pädagogisierende und entpolitisierende Reaktionen sowie parallele Forderungen nach Verschärfungen der Migrationsregelungen prägten nicht erst das Ostdeutschland der Transformationszeit, sondern bereits ein Jahrzehnt zuvor eine westdeutsche Großstadt. Dass diese Befunde sowohl Inspiration für zeithistorische Projekte bieten als auch den Anstoß geben für einen Wandel des öffentlichen Blicks auf die ›Baseballschlägerjahre‹, bleibt zu hoffen.« |  | |  | Im Dezember sind erschienen:
Jan Schulze-Husmann/Peter Trinogga/Aktivenkreis Bundesanzeiger (Hrsg.): Streik doch einfach mit! 138 Tage Arbeitskampf beim DuMont-Konzern | WIDERSTÄNDIG 168 Seiten | € 14.00 | ISBN ISBN 978-3-96488-246-2
Klaus Weber: Kampfblatt des autoritären Liberalismus Die Frankfurter Allgemeine als Wegbereiterin von »Kriegstüchtigkeit« 144 Seiten | € 14.80 | ISBN 978-3-96488-258-5
AG Antifaschistische Stadtgänge beim DGB Frankfurt ANTIFASCHISTISCHE STADTRUNDGÄNGE durch Frankfurt am Main 216 Seiten | Mehrfarbiger Druck | € 12.80 | ISBN 978-3-96488-263-9
Im Januar/Februar erwarten wir:
Garnet Alps/Carsten Maaß/Uwe Stoffregen: Gewerkschaft, ja bitte! Ein Handbuch für Betriebsräte, Vertrauensleute und Aktive | 5. aktualisierte Ausgabe Mit einem Vorwort von Ralf Reinstädtler (geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall) 480 Seiten | Hardcover | € 24.80 | ISBN 978-3-96488-250-9
Rolf Rosenbrock: Selbstgestaltung und Soziale Arbeit Erkenntnisse und Positionen zur Wohlfahrtspflege: gegen Armut und Opferschelte 160 Seiten | € 14.80 | ISBN 978-3-96488-260-8
Laura Bremert/Markus Hoppe/Bettina-Johanna Krings/Werner Schmidt (Hrsg.): Der Betrieb als sozialer Ort im Umbruch Kollegialität und Solidarität trotz Homeoffice, New Work und Agilität? Band 3 der Schriftenreihe Input Consulting 192 Seiten | € 16.80 | ISBN 978-3-96488-247-9
David Harvey: Marx’ »Grundrisse« lesen Ein Begleiter für Einsteiger und Fortgeschrittene 440 Seiten | € 29.80 | ISBN 978-3-96488-187-8
Ingar Solty: Innere Zeitenwende Die Militarisierung des Alltags, von Wissenschaft und Kultur. Eine Flugschrift 120 Seiten | € 12.00 | ISBN 978-3-96488-259-2
Jürgen Bönig: Otto Meissner, Verleger nicht nur des »Kapital«. Ein 1848er in Hamburg, samt deren Wirtschafts-, Sozial- und Staatsgeschichte im 19. Jahrhundert 320 Seiten | Festeinband | farbige Abbildungen | € 26.80 | ISBN 978-3-96488-075-8 |  | |  | Libertärer Autoritarismus: Wie neue faschistische Dynamiken entstehen 15. Januar 2026 | Hamburg | 19:00 Uhr | Barmbek BASCH, Wohldorfer Str. 30 Oliver Nachtwey stellt sein neues, gemeinsam mit Carolin Amlinger verfasstes Buch »Zerstörungslust – Elemente des demokratischen Faschismus« vor. Gestützt auf umfangreichen empirischen Recherchen, richten die Autor*innen ihren Blick auf jene Wähler*innen, digitalen Szenen und politischen Communities, die Donald Trump, Elon Musk oder der AfD folgen. Im Zentrum steht der libertäre Autoritarismus, eine Form autoritärer Politik, die demokratische Institutionen systematisch schwächt und zugleich individuelle Selbstermächtigung verspricht. Woher kommt die Lust an der Zerstörung? Warum wenden sich immer mehr Menschen aus der vermeintlichen Mitte Projekten zu, die demokratiefeindliche und faschistische Dynamiken befördern? Diese und andere Fragen wird der Wirtschaftswissenschaftler und Soziologe sowie Professor für Sozialstrukturanalyse an der Universität Basel an diesem Abend beantworten, zudem zentrale Thesen seiner Arbeit vorstellen und diskutieren, was diese neue autoritäre Versuchung für die Zukunft demokratischer Aushandlungsprozesse bedeutet. Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg.
Streik doch einfach mit 15. Januar 2026 | Köln | 19:30 Uhr | Buchsalon Ehrenfeld, Wahlenstr. 1 Die Kolleg*innen, die 138 Tage im Kölner Bundesanzeiger Verlag, der zum DuMont-Konzern gehört, gestreikt haben und darüber in dem gleichnamigen Buch berichten, stellen ihr Buch vor. Darin geht es unter anderem um die Weigerung eines staatlich beauftragten Unternehmens, das »hoheitliche Aufgaben« im Auftrag der Bundesministerien Justiz & Finanzen verrichtet, einen Haustarifvertrag zu vereinbaren und um dessen Umgang mit seinen Beschäftigten, von den Repressalien, mit denen die Streikenden zu kämpfen hatten und den Versuchen, deren Willen mit allen Mitteln zu brechen. Berichtet wird zugleich von der Entschlossenheit der Streikenden, von der gemeinsamen Entwicklung, die alle während dieser Zeit gemacht haben. Und es wird erklärt, warum der Widerstand weitergehen muss: Weil es in diesem Streik um mehr als nur ums Geld ging, es ging um nichts weniger als um Demokratie auch im Betrieb.
Weitere Buchvorstellungen sind in der 4. oder 5. Januarwoche in Berlin im ver.di-Buchcafé in der Bundesverwaltung, Paula-Thiede-Ufer 10 geplant. Genaueres zu Terminen und Uhrzeiten demnächst an dieser Stelle.
Die harte Arbeit der Kuriere 15. Januar 2026 | Frankfurt a.M. | 19:00 Uhr | Club Voltaire, Kleine Hochstr. 5 Wie Fahrrad-Boten um bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne kämpfen. Viele Menschen kochen nicht mehr selbst. Viele Menschen kaufen vieles nicht mehr selbst ein. Sie lassen sich Essen und anderes von Fahrradkurieren liefern. Dieser Markt ist in den zurückliegenden Jahren in Deutschland stark gewachsen, aber er ist auch besonders umkämpft. Die Arbeit der Menschen auf Rädern ist hart, die Löhne sind nicht gut. Über den Alltag der Fahrrad-Boten berichten in der Reihe »Göpferts Gäste« Mark Baumeister, Referatsleiter in der Zentrale der Gewerkschaft NGG in Hamburg, und betroffene Fahrer. Dabei geht es vor allem um die Auseinandersetzungen bei der Firma Lieferando, dem Marktführer in Deutschland. Dort haben sich Betriebsräte gegründet, die aktuell gegen landesweiten Stellenabbau und die Ausgliederung von Leistungen in schlechter bezahlende Subfirmen kämpfen. Das Gespräch führt der Autor Claus-Jürgen Göpfert.
Warum Marxismus? 21. Januar 2026 | Berlin | 19:00 Uhr | Rosa-Luxemburg-Stiftung, Mathilde-Jacob-Saal, Straße der Pariser Kommune 8A In Zeiten wachsender sozialer Ungleichheit, ökologischer Krisen und politischer Unsicherheiten erlebt die kritische Gesellschaftsanalyse nach Marx eine neue Aktualität. Doch was bedeutet Marxismus heute? Welche Antworten kann er auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts geben? Welche Begriffe müssen heute hinterfragt oder neu interpretiert werden? Wie kann sich der Marxismus als lebendige Denktradition weiterentwickeln? Wie kann Marx heute dazu beitragen die Welt nicht nur neu zu interpretieren, sondern auch zu verändern? Der Brumaire-Verlag hat die auf 36 Bände angelegte Reihe «Edition Marxismen» mit dem Autor Ingar Solty gestartet, um zentrale Denker*innen des Marxismus auf ihre Relevanz für heute zu befragen. Mit dem Abschluss des ersten Teils der Edition diskutieren diese Fragen Ingar Solty (Autor der »Edition Marxismen« und Referent für Außen- und Sicherheitspolitik der Rosa-Luxemburg-Stiftung), Bafta Sarbo (Sozialwissenschaftlerin und Autorin, langjährige Teamerin der Marx-Lesekreise der Rosa-Luxemburg-Stiftung) und Nadja Rakowitz (Politologin und Medizinsoziologin, arbeitet für den Verein demokratischer Ärzt*innen und ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Rosa-Luxemburg-Stiftung). Moderieren wird Joana Georg. Eine Anmeldung ist erwünscht unter linksbuendig@rosalux.org.
Karl Marx: Die Revenuen und ihre Quellen 27. Januar 2026 | Hamburg | 18:30 Uhr | LAB, Hansaplatz 10 Erster Termin des Lesekreises mit Joachim Bischoff zu »Das Kapital - Dritter Band. Der Gesamtprozess der kapitalistischen Produktion«. Der Lesekreis diskutiert den inneren Zusammenhang der entfremdeten und verselbstständigten Formen des Kapitals, der in der Formel von der »ökonomischen Trinität« – Boden/Grundrente, Kapital/Zins und Arbeit/Arbeitslohn – zum Ausdruck kommt. Unter dieser Oberfläche des gesellschaftlichen Reproduktionsprozesses fasst sich die komplexe und verborgene Struktur der modernen bürgerlichen Gesellschaft zusammen. Nach der Entschlüsselung der verdinglichten und mystifizierten gesellschaftlichen Verhältnisse kann nach Marx auch die allgemeine politische Form des Souveränitäts- und Abhängigkeitsverhältnisses erfasst werden, also die spezifische bürgerliche Staatsform. Der Kurs wendet sich an diejenigen, die sich gemeinsam die Kapitalismuskritik von Marx aneignen und darüber diskutieren wollen, er trifft sich 14-täglich. Größere Vorkenntnisse sind nicht vorausgesetzt. Anmeldung erbeten unter info@rls-hamburg.de.
Friedensbewegung und soziale Frage 31. Januar 2026 | Aachen | 15:00 Uhr | Café Barrierefrei (ehemals Kennedygrill), Elsassstr. 57, Hintereingang Vortrag & Diskussion mit Ulrike Eifler. Wie von manchen Beobachter*innen schon seit einiger Zeit befürchtet, plant die Bundesregierung zur Finanzierung ihres Hochrüstungskurses inzwischen harte Einschnitte ins soziale Netz und zu den Leidtragenden zählen neben Bürgergeldempfänger*innen, Pflegebedürftigen und Geflüchteten auch ganz normale Beschäftigte, die auf Feiertage verzichten und insgesamt länger arbeiten sollen. Vor diesem Hintergrund könnten auch und gerade die Gewerkschaften ein Interesse daran haben, den unmittelbaren Zusammenhang von Friedenspolitik und sozialer Sicherheit stärker als bislang hervorzuheben. Diese Position zumindest vertritt Ulrike Eifler. Die Friedensfrage als soziale Frage und die Rolle der Gewerkschaften möchten wir gemeinsam beleuchten und diskutieren. Ulrike Eifler ist Gewerkschafterin in Würzburg, Sprecherin des Bundesarbeitskreises Betrieb und Gewerkschaft der Partei Die Linke und Herausgeberin des Buches »Gewerkschaften in der Zeitenwende« (VSA: Verlag 2025). Eine Veranstaltung der VVN-BdA Aachen und VHS Aachen in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW. |  | |  | Sie erhalten diese E-Mail, weil Sie sich für den kostenlosen Bezug eines Newsletters des VSA: Verlags angemeldet haben (siehe Punkt 8. unserer Datenschutzerklärung). Sie können Ihr Abonnement jederzeit beenden, dazu bitte hier klicken und die Hinweise zur weiteren Vorgehensweise beachten. |  |
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