Gine Elsner

Die »aufrechte« Haltung

Orthopädie im Nationalsozialismus

592 Seiten | Hardcover | 2019 | EUR 39.80
ISBN 978-3-89965-832-3

 

Kurztext: Die Orthopädie befasst sich mit Fehlbildungen und Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates. Auch Vertreter dieses Fachs ließen sich durch die nationalsozia­listische »Rassenhygiene« instrumentalisieren.

Inhalt & Leseprobe:

www.vsa-verlag.de-Elsner-Die-aufrechte-Haltung.pdf1.0 M

Seit Ende des 19. Jahrhunderts kümmerten sich Orthopäden um Verkrüppelungen infolge von Rachitis, Tuberkulose oder Kinderlähmung. Die Wiederherstellungschirurgie im Ersten Weltkrieg war ein weiteres Arbeitsgebiet.

Erst mit Beginn der NS-Zeit interessierten sie sich für die Erbbedingtheit von Krankheiten. Sie beteiligten sich am Sterilisierungsprogramm, das 1933 etabliert wurde. Das Paradigma der Vererbbarkeit von Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparats blieb auch nach dem Zweiten Weltkrieg bestehen.

Gezeigt werden ferner Konkurrenz und Karrierekampf an den Universitäten und Clandenken innerhalb der Fachdisziplin.


Die Autorin:

Gine Elsner war bis 2009 Direktorin des Instituts für Arbeitsmedizin des Fachbereichs Medizin der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt a.M. Sie erforscht seit vielen Jahren die Rolle der Arbeitsmedizin im »Dritten Reich«. Bei VSA: erschien von ihr zuletzt: Verfolgt, vertrieben und vergessen. Drei jüdische Sozialhygieniker aus Frankfurt am Main: Ludwig Ascher – Wilhelm Hanauer – Ernst Simonson.

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