Rechtem Kulturkampf widerstehen!

Selbst eher konservative Medien fanden, dass Wertkonservative, Rechte und Rechtsextreme sich unter dem Vorwand der Kultur während der als »Buchmesse« titulierten Veranstaltung »Seitenwechsel« in Halle an der Saale am vergangenen Wochenende in den Armen lagen. Die taz berichtet, die »Esoterikdichte« sei hoch gewesen: »Einzelne Personen verkaufen Gemälde, die anscheinend Energien bündeln sollen oder bereits gebündelt haben, selbstgemachte Ketten und Armbänder. Obskurste Bücher werden angeboten, den ›Antichristen‹ wähnt man nahe, Geschichtsklitterung gehört zum guten Ton.« Anhand des Begleitprogramms wurde deutlich, weshalb es unklug wäre, den Kulturkampf von Rechts zu unterschätzen: Alexander Gauland trat auf, Uwe Tellkamp, Gloria von Thurn und Taxis und auch Götz Kubitschek, Verleger des als »gesichert rechtsextrem« ausgewiesenen Antaios-Verlags, der die Messe als Dammbruch feierte. Schon Wochen vorher hielten in der Innenstadt Halles viele Mesnchen auf einem »Demokratiefest« mit Lesungen, Workshops und auch Tanzabenden dagegen. Auch wir leisten mit dem Verlagsprogramm »Widerstand« gegen Rechts, wie unserem aktuellen Prospekt entnommen werden kann, der zudem »linke Vorschläge mit Flugschriften & Büchern für mehr« enthält und gern zur Unterstützung unserer Arbeit hier angefordert werden kann.

Vielen Dank und Grüße vom VSA: Team aus Hamburg.

Aktuelles

Einen Beitrag zum Kulturkampf

leistet auch die »Frankfurter Allgemeine. Zeitung für Deuschland« auf ihre Weise. Sie ist nicht nur das Leib- und Magenblatt derjenigen, die sich selbst als die geistige Elite des Landes verstehen, sondern schon seit Längerem vor allem im politischen, Wirtschafts- und Finanzteil Wegbereiterin von »Kriegstüchtigkeit«. Klaus Weber hat sich die Zeitung in seinem Buch »Kampfblatt des autoritären Liberalismus« näher angeschaut. Die Zeitungsmacher der FAZ behaupten, ihr Produkt sei frei und unabhängig. Zum 75-jährigen Bestehen stellte Mitherausgeber Jürgen Kaube im April 2024 fest, der FAZ-Journalismus sei »unentbehrlich – als Instrument der Aufklärung und der Kritik«. Auch wenn im Feuilleton gelegentlich kritische und progressive Stimmen zu Wort kommen, ergibt die Inhaltsanalyse des Autors, wie einseitig diese Art »Aufklärung und Kritik« letztlich ist. Die FAZ ist wie alle Unternehmen im Kapitalismus den Marktgesetzen unterworfen und muss daher, trotz wohlfeiler Beschwörung von Freiheit und Unabhängigkeit, alles tun, um in diesem System zu überleben. Wie schon der bayerische Sozialist und Ministerpräsident Kurt Eisner 1918 schrieb,  bevor er von einem antisemitischen Weißgardisten ermordet wurde: »Es gibt keine freie Presse. Es gibt nur eine Gewerbefreiheit für die Presse.« In diesem Sinne agiert die FAZ in Sachen Krieg und Frieden sowie Rechtsentwicklung in der Welt und in Deutschland. In Tagebuchform werden Leitartikel, Kommentare und Berichte des Jahres 2023 auf ihren kriegsertüchtigenden und den Faschismus verharmlosenden Kurs abgeklopft.

Die zunehmende Militarisierung des Alltags

– von der aktuellen Debatte über die Wiedereinführung der Wehrpflicht bis hin zu den Investitionen in die Rüstungsindustrie – ist auch eine Herausforderung für die Friedensbewegung und insbesondere auch die Gewerkschaften. Denn die aktuelle Kriegsvorbereitungspolitik ist verbunden mit enormen Angriffen auf die Arbeits- und Lebensbedingungen der Beschäftigten und ihrer Familien: Abbau von existenziellen Sicherheiten und sozialer Sicherheiten mit der Gefahr auch massiver Eingriffe in Arbeits- und Gewerkschaftsrechte. Darauf haben Gewerkschafter*innen aus unterschiedlichen Organisationen in dem Band Gewerkschaften in der Zeitenwende aufmerksam gemacht und unterstreichen dies auf zahlreichen Veranstaltungen. So zum Beispiel am Mittwoch, den 19.11. in München ab 19:00 Uhr zum Thema »Kanonen oder Butter?« mit Dierk Hirschel (ver.di-Chefökonom) im Rahmen der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit der GEW München und des ver.di Bezirks München und Region, der in seinem gleichnamigen Beitrag in dem Buch deutlich macht, dass Aufrüstung kein Wachstumstreiber ist.

Damit nicht alle Hoffnung auf eine friedlichere Welt dahinfährt

starten am Dienstag, den 25.11. um 19:00 Uhr, in der Pfarrkirche »Zu den vier Evangelisten« in Berlin-Pankow (Breite Str. 37, 13187 Berlin), die Autorinnen und Autoren der Flugschrift »Lasst alle Hoffnung fahren. Zornige Blicke«  in die Diskursräume der Gegenwart. Unter anderen Daniela Dahn, Petra Erler, Alexander Rahr, Peter Brandt, Dieter Klein und Marco Bülow von der Gruppe »Neubeginn« (zu der auch Ingo Schulze und Michael Brie gehören) werden aus ihren Texten lesen. Die politische Situation, Vorkriegsszenarien und das sich zunehmend verschärfende kulturelle Klima geben Anlass zu diesen zornigen Blicken.  Die Pankower Kirche, ein Ort der Offenheit seit vielen Jahren, bietet der Gruppe wie schon im vergangenen Jahr zur Premiere der der Erinnerung an Antje Vollmer gewidmeten Flugschrift »Den Krieg verlernen« Obdach – Raum, der benötigt wird, um sich über Krisen und mögliche Auswege zu verständigen.

Wie es mit der Linken weitergehen könnte

darüber hat VSA: Autor Michael Brie nachgedacht. Sozialismus.de hat seine Überlegungen im Supplement zur Ausgabe 11/2025 unter dem Titel »DIE LINKE als sozialistische Klassenpartei« zugänglich gemacht. Brie begründet sein »Plädoyer in der strategischen Diskussion« wie folgt: »Damit die Partei DIE LINKE ausgehend von dem Neustart, der mit der Bundestagswahl 2025 verbunden war, auch weiter neue antreibende Kraft entfaltet, muss sie sich als lernende Partei ihrer Mitglieder und Führung in der Gesellschaft entwickeln. Wie Rosa Luxemburg in Zeiten der Finsternis, am Beginn des Ersten Weltkriegs, schrieb: ›[W]ir werden siegen, wenn wir zu lernen nicht verlernt haben‹. [...] Im Kern des Lernens einer linken, den arbeitenden Klassen verpflichteten Partei stehen die Erfahrungen vor Ort und im Betrieb, in den Gemeinden und Städten, in den Parlamenten und Institutionen. Aus ihrer Reflexion müssen die Entwicklung und ständige Überprüfung der Strategie wie Taktik der Partei, ihrer Organisations- und Arbeitsweise erwachsen.« Das 68 Seiten umfassende Heft kann auch unabhängig vom Abonnement der Zeitschrift für 7.00 Euro im VSA: Warenkorb erworben werden.

Geburtstagsgrüße und Erinnerung nachträglich

Am 31.10. hat der VSA: Autor David Harvey seinen 90. Geburtstag gefeiert. Das Team des Verlages gratulierte aus der Ferne. Denn David Harvey ist außerordentlicher Professor für Anthropologie und Geographie am Graduate Center der City University of New York (CUNY), Forschungsdirektor am Center for Place, Culture and Politics. 1973 erschien sein Werk »Social Justice and the City«, das ihn zu einem führenden Verfechter marxistischer Ideen in der Geografie und zugleich zu einem ihrer entschiedensten Kritiker machte. Seine akademische Karriere führte ihn von Cambridge über Bristol nach Baltimore (USA). Die von Stahlindustrie und Metallverarbeitung geprägte Ostküstenstadt diente ihm als Beispiel zur Illustrierung seiner Thesen zur Entwicklung urbaner Räume. Bei seinen geografischen Analysen stützt Harvey sich nicht nur zentral auf die Marxsche Theorie, sondern er unterrichtet seit mehr als 50 Jahren zum »Kapital« von Karl Marx und hat mehrere Publikationen zur Einführung und als begleitende Lektüre zu allen drei Bänden veröffentlicht. Im VSA: Verlag erschienen von ihm u.a. Marx’ »Kapital« lesen (2011), Marx’ 2. Band des »Kapital« lesen. Ein Begleiter zum Verständnis der Kreisläufe des Kapitals (2018) und zuletzt Die urbanen Wurzeln der Finanzkrise (2022). Die seit Längerem angekündigte Übersetzung seines zuletzt publizierten Textes Marx’ »Grundrisse« lesen wird Ende Dezember/Anfang Januar erscheinen.

Ebenfalls am 31.10. wäre Heinrich Hannover 100 Jahre alt geworden. Der engagierte Rechtsanwalt, Autor von wichtigen Texten zur Politischen Justiz und Kinderbuchautor, war dem VSA: Verlag bereits früh als Autor (eine Zeitlang sogar als einer der Gesellschafter*innen) und auch nach Beendigung dieses publizistischen Engagements freundschaftlich verbunden (siehe auch auch unsere Würdigung anlässlich seines Todes am 14.1.2023). Zum 100. Geburtstag haben Bernhard Docke und Volkert Ohm, zwei ehemalige Anwaltskollegen aus seinem Büro, gemeinsam mit dem Verein »Aus den Akten auf die Bühne« und der Bremer Shakespeare Company auf einer Veranstaltung am 10.11. an ihn erinnert. Zuvor hatte die taz Bernhard Docke gefragt, was heute von ihm gelernt werden könnte. Seine Antwort: »Wir erleben heute international einen Rückgang von Rechtsstaatlichkeit und einen Rückgang der Konjunktur von Menschen- und Bürgerrechten, einen zunehmenden Autoritarismus in diversen Ländern. Deshalb sind solche Positionen, wie Heinrich Hannover sie vertreten hat, nämlich striktes rechtsstaatliches Denken, wichtiger denn je. Dass man einen eigenen Kompass haben muss, moralisch und ethisch. Dass man gegebenenfalls auch gegen den Strom angehen muss, dass man sich nicht gemein macht mit einer gesellschaftlichen Entwicklung, die immer weiter gen rechts marschiert.«

Trauriger Abschied von Micha Brumlik

Aus dem gerade veröffentlichen Nachruf von Julius H. Schoeps in der »Jüdischen Allgemeinen« haben wir die traurige Nachricht entnommen, dass unser Autor Micha Brumlik nach langer schwerer Krankheit im Alter von 78 Jahren am 10.11. verstorben ist. Noch im Jahr 2023 hatte er auf der Buchmesse in Leipzig die 2. aktualisierte und korrigierte Auflage seines Buches Postkolonialer Antisemitismus? gemeinsam mit dem damaligen Thüringischen Kulturminister Benjamin-Immanuel Hoff vor- und zur Diskussion gestellt. Wir trauern mit seiner Frau um einen – wie Schoeps zu Recht herausstellt – »öffentlichen Intellektuellen mit streitbaren Ansichten«, der nun fehlen wird.

Frisch ausgezeichnet:

Thomas Stieber wurde für seine Dissertation über Arbeitskräftemangel, prekäre Arbeitsbedingungen und soziale Ausgrenzung im Gesundheitswesen, die bei VSA: unter dem Titel Muster migrantischer Arbeit gerade erschienen ist, der Preis für die beste Arbeit der Absolventinnen und Absolventen der Promotionsstudiengänge 2024/25 von der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Göttingen verliehen. Zudem wurde die Dissertation von der Sektion »Migration und ethnische Minderheiten« der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) als exzellente Arbeit (special mention) 2025 ausgezeichnet. Das Team des VSA: Verlag gratuliert zu beiden Auszeichnungen, denn der SOFI-Forscher hat mit seiner Studie nicht nur die viel diskutierten Fragen von Fachkräftemangel, Anwerbeprogrammen, problematischen Arbeitsbedingungen und sozialer Ausgrenzung behandelt, sondern am Beispiel eines Großkrankenhauses gezeigt, wie diese Fragen zusammenhängen und analysiert, wie es besser gehen könnte.

Frisch besprochen

Achim Teusch hat in der Ausgabe 9-10/2025 von express, Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit unter dem Titel »Viele Leuchtfeuer, aber kein Flächenbrand« Kalle Kunkels Buch Langer Atem – keine Geduld mehr besprochen: Es geht »Um die Entlastungsstreikbewegung an deutschen Unikliniken, ihre politische Vorgeschichte, ihre Anfänge und Abzweigungen, ihr Voranschreiten, ihre Perspektiven. [...] Kunkel, [der] im Jahr 2015 als Gewerkschaftssekretär den ersten Streik zur tariflichen Personalbemessung an der Charité in Berlin mitorganisierte [...], hätte anstelle einer wissenschaftlichen Untersuchung also auch seine Memoiren vorlegen können. Die wären vielleicht die leichtere Kost. Aber es ist gut, dass er sich für die schwere Kost entschieden hat. Denn er ist der erste, der den Versuch unternimmt, die Streikbewegung umfassend zu analysieren. [...] Den Blick aufs Ganze, von innen und von außen, mit der Frage ›Was haben wir in den letzten 15 Jahren mit welchen Mitteln erreicht, und wohin könnte die Reise gehen?‹ wagt Kunkel als Erster. Wer auf einen Bericht über Gipfelstürmer*innen hofft, wird enttäuscht. Kunkels Untersuchung ist eher ein Bericht über Menschen, die sich aufgemacht haben, einen Tunnel durch ein Bergmassiv zu bohren, ein Bericht über langsames Vorankommen und Ungewissheit, der mit dem Durchbruch zum Licht endet, mit Freude und Erschöpfung.« Zum Abschluus seiner ausführlichen Würdigung folgt er der Bitte des Autors, die Ergebnisse seiner Analyse als Einladung zu weiteren kämpferischen Auseinandersetzungen zu verstehen: »Nehmt die Einladung an, lest dieses Buch!«

Last but not least

Der nächste Newsletter erscheint Anfang Dezember und wird kurz und knapp sein, denn bereits zum Nikolaustag am 6.12. kommen die beliebten Geschenktipps zum Fest vom VSA: Team und der Redaktion von Sozialismus.de

Neue Bücher

Im Oktober sind erschienen:

Joachim Bischoff: Ende oder Renaissance sozialistischer Utopien?
Von Friedrich Engels’ »Anti-Dühring« zum Epochenbruch am Ende des Zeitalters der Erschöpfung
256 Seiten | € 16.80 | ISBN 978-3-96488-172-4

Ulrike Eifler (Hrsg.): Gewerkschaften in der Zeitenwende
Was tun gegen Umverteilung nach oben, massive Angriffe auf den Sozialstaat, die Militarisierung des Alltags und den Rüstungswahnsinn?
144 Seiten | € 12.80 | ISBN 978-3-96488-251-6

Silke Ötsch/Paula Haufe/Daniel Mertens/Simon Schairer/Janina Urban/Maike Wilhelm
Das nachhaltige Finanzsystem? Sustainable Finance zwischen Anspruch und Wirklichkeit
AttacBasisTexte 64 | 96 Seiten | € 8.50 | ISBN 978-3-96488-255-4

Thomas Stieber: Muster migrantischer Arbeit
Von möglichen Sprungbrettern, unmöglichen Bewährungs­proben, neuer Migration und alten Grenzen
Arbeitssoziologische Untersuchungen an einem Großkrankenhaus
392 Seiten | Klappenbroschur | € 26.80 | ISBN 978-3-96488-257-8


Für November/Dezember sind vorgesehen:

Gine Elsner: Was wir von Corona lernen könnten
Über die Entstehung, Eindämmung und den politischen Umgang mit einer Pandemie
176 Seiten | € 14.80 | ISBN 978-3-96488-256-1

Alexander Rahr/Antje Vollmer/Daniela Dahn/Dieter Klein/Hans-Eckardt Wenzel/Ingo Schulze/Marco Bülow/Michael Brie/Peter Brandt/Petra Erler: Lasst alle Hoffnung fahren
Zornige Blicke | Eine Flugschrift
120 Seiten | € 12.00 | ISBN 978-3-96488-254-7

Marcus Hawel/Stefan Kalmring/Nina Schlosser (Hrsg.): Wozu noch kritische Wissenschaft
Abschlussband aus der Reihe WORK IN PROGRESS | WORK ON PROGRESS
Eine Veröffentlichung des Studienwerks der Rosa-Luxemburg-Stiftung
232 Seiten | € 19.80 | ISBN 978-3-96488-244-8

Klaus Weber: Kampfblatt des autoritären Liberalismus
Die Frankfurter Allgemeine als Wegbereiterin von »Kriegstüchtigkeit«
144 Seiten | € 14.80 | ISBN 978-3-96488-258-5 

Jan Schulze-Husmann/Peter Trinogga/Aktivenkreis Bundesanzeiger (Hrsg.): Streik doch einfach mit!
138 Tage Arbeitskampf beim DuMont-Konzern | WIDERSTÄNDIG
176 Seiten | € 14.00 | ISBN ISBN 978-3-96488-246-2

Weitere später erscheinende Titel aus dem VSA: Herbstprogramm sind hier aufgeführt.

Veranstaltungen

Armut und Armutsbekämpfung in Hamburg
13.11.2025 | Hamburg | 19:00 Uhr | LAB am Hansaplatz, Hansaplatz 10.
Wolfgang Völker (von hamburgtrautsichwas) stellt Fragen zur Armut(sbekämpfung) vor und zur Diskussion.

Rechtsentwicklung in Großbritannien
13.11.2025 | Frankfurt a.M. | 19:00 Uhr | Club Voltaire, Kleine Hochstr. 5.
Die politischen Nachrichten aus Großbritannien sind alarmierend. 100.000 Rechtsradikale versammeln sich zu einer Machtdemonstration in der Hauptstadt London. In den Meinungsumfragen liegt die rechtspopulistische »Reform UK«-Partei von Nigel Farage mit Abstand an der Spitze. Wie verändert sich die britische Gesellschaft gerade, was sind die Ursachen? Diese Fragen diskutiert der Historiker Florian Weis im Gespräch mit Claus-Jürgen Göpfert.

Wenn Tech-Giganten Meinung machen…
17.11.2025 | Berlin | 16:00 Uhr | ver.di, Paula-Thiede-Ufer 10.
… wer verteidigt dann die Medienvielfalt? Spätestens seit Elon Musk den politischen »Auftrag zum Abriss« umgesetzt hat, ist klar: Die Tech-Herrscher wollen mehr als digitale Netzwerke weben und Geld verdienen. Mit Vertreter*innen aus Politik, Medien und Wissenschaft soll diskutiert werden, wie die Medienvielfalt gesichert und ausgebaut werden kann. Anmeldung unter www.medienpolitische-tagung.verdi.de. 

recht extrem! Rechtsextremismus in Geschichte & Gegenwart
17.11.2025 | Kassel | 18:15 Uhr | Campus Center, Moritzstraße 18, Hörsaal 5 
Felix Krebs (Hamburger Bündnis gegen Rechts) stellt sein gemeinsam mit Florian Schubert verfasstes VSA: Buch »Hamburgs Baseballschlägerjahre. Rechte und rassistische Gewalt in den 1980er-Jahren« vor.
 
Reichlich desillusioniert
19.11.2025 | Erfurt | 19:30 Uhr | filler - Jugendbüro der Gewerkschaftsjugend, Schillerstr. 44.
Als Organizing in den 2000er-Jahren nach Deutschland gelangte, waren die Hoffnungen vieler Gewerkschaftslinker groß. Schien damit doch eine neue Arbeitsweise Fuß fassen zu können, in der konfliktorientierte Basisbewegungen zentral waren, also genau das Gegenteil der Stellvertreter- und Gremiengewerkschaft. Mitte der 2010er-Jahre wurde diese Hoffnung durch die Texte von VSA: Autorin Jane McAlevey (1964–2024) untermauert. Slave Cubela hat Organizing mitgemacht, diskutiert seine Erfahrungen mit einem »reichlich desillusionierten« Blick auf die Gewerkschaftslinke.

Lasst alle Hoffnung fahren
25.11.2025 | Berlin | 19:00 Uhr | Alte Pfarrkirche »Zu den Vier Evangelisten«, Pankow, Breite Str. 37
Die Autorinnen und Autoren stellen ihre gleichnamige Flugschrift vor.

Gramsci-Tage
28.-29.11.2025 | Braunschweig | Ganztägig | Haus der Kulturen, Am Nordbahnhof 1a.
Unter dem Motto »Hegemonie und öffentliche Meinung. Unser Kampf gegen Militarisierung und Sozialabbau – Frieden und Menschenrechte für alle« sollen die 18. Braunschweiger Gramsci-Tage einen Beitrag zur Entwicklung eines kritischen Bewusstseins leisten. Das Programm demnächst unter www.gramsci-tage.de. 

Möglichkeiten und Grenzen sozialistischer Kommunalpolitik
29.11.2025 | Frankfurt a.M. | 15:00 Uhr | Club Voltaire, Kleine Hochstr. 5.
Die Vorgehensweise der von der Militant-Gruppe geführten Labour-Mehrheit im Stadtrat von Liverpool in den Jahren 1983 bis 1987 ist in der Geschichte sozialistischer Kommunalpolitik sicher ein ungewöhnlicher einzigartiger Fall. Warum und was daraus für sozialistische Kommunalpolitik hierzulande gelernt werden kann, darüber informiert u.a. VSA: Autor Dr. Florian Weis.

Bevölkerungsmedizin & Öffentliche Gesundheit
1.12.2025 | Frankfurt a.M. | 19:00 Uhr | Club Voltaire, Kleine Hochstr. 5.
Prof. Dr. Gine Elsner, ehemalige Direktorin des Instituts für Arbeitmedizin an der Goethe-Universität in Frankfurt a.M., und PD Dr. med. Peter Tinnemann, Leiter des Gesundheitsamts Frankfurt a.M., stellen im Gespräch mit Claus-Jürgen Göpfert ihre gemeinsam verfasste Geschichte des Gesundheitsamts Frankfurt am Main vor.

Sozialstaat: solidarisch Sicherheit organisieren
12./13.12.2025 | Düsseldorf
Der »Kasseler Kreis« – Forum sozialdemokratischer Gewerkschafter wird sich auf seiner diesjährigen Jahrestagung  dem Thema widmen. Mehr Infos demnächst unter www.kasselerkreis.de.

Impressum

Sie erhalten diese E-Mail, weil Sie sich für den kostenlosen Bezug eines Newsletters des VSA: Verlags angemeldet haben (siehe Punkt 8. unserer Datenschutzerklärung).
Sie können Ihr Abonnement jederzeit beenden, dazu bitte hier klicken und die Hinweise zur weiteren Vorgehensweise beachten.

© 2025 VSA: Verlag Hamburg