Lesungen, Buchvorstellungen & Diskussionsveranstaltungen

an denen Autor*innen des Verlages beteiligt sind, sowie interessante Termine, die zu den Themen der Verlagsarbeit passen. Infos bitte rechtzeitig an klaus.schneider[at]vsa-verlag.de oder gerd.siebecke[at]vsa-verlag.de.

»Das Kapital« ist bunt!

Anlässlich von Marx’ 200. Geburtstag erschien im VSA: Verlag Jari Banas’ Kultcomic nun kunterbunt in Farbe! 150 Jahre nach dem Erscheinen des Original und anlässlich des 200. Geburtstag von »Charly« hat er seine Einführung auf den neuesten Stand gebracht und komplett coloriert: »Das Kapital« in Farbe. Das gibts sonst nirgends! Zusätzlich bietet der VSA: Verlag 15 DIN A1-Plakate mit Motiven aus dieser Ausgabe zum Selbstkostenpreis von 100 Euro als Ausstellung an: schwer verdauliche Kost verwandelt in bunte Unterhaltung.

Bislang wird die Ausstellung gezeigt

  • bis 15.6. in der Volkshochschule, Moritzstraße 20 in Chemnitz
  • bis 30.6. im Wahlreisbüro von Steffen Dittes, DIE LINKE in Weimar
  • bis 22.6. DIE LINKE.Kreisverband Offenbach am Main
  • vom 11.6. bis 21.9. im Bildungszentrum Kirkel der Arbeitskammer des Saarlands
  • vom 2.7. bis 2.9. in der Antifaschistischen Erholungs- und Begegnungsstätte Heideruh in der Nordheide.

Weitere Ausstellungen sind gern gesehen!

22. Juni 2018bis 24. Juni 2018 | Hamburg | Centro Sociale, Sternstr. 2

Das »Kapital« lesen: Kritik der politischen Ökonomie für Einsteiger*innen

Termine im Detail:
Freitag, 22.6. von 19:00 bis 22:00 Uhr
Samstag, 23.6. von 10:00 bis 18:00 Uhr
Sonntag, 24.6. von 11:00 bis 17:00 Uhr
Angesichts der Krise ist Marx wieder en vogue. Dabei fällt Vielen der Einstieg in sein Hauptwerk, das »Kapital«, schwer und es kursieren die wildesten Meinungen, was denn eigentlich da so drin steht. Wir wollen uns mit kritischer Distanz dem Text nähern und zentrale Passagen gemeinsam erarbeiten: Was versteht Marx unter dem »Wert«? Was unter »Ausbeutung«? Gibt es wirklich noch Klassen und was ist eigentlich diese ominöse Dialektik? Der Workshop wird eingeleitet durch eine ganz kurze geschichtliche Einbettung des Textes. Zum Abschluss werden verschiedene Lesarten (Operaismus, Wertkritik, »Neue Marxlektüre«, und »Historische Lesart«) vorgestellt, die den Text teilweise sehr unterschiedlich auslegen und es wird eine Auswahl an Möglichkeiten gegeben, wie man sich weiter mit der Kritik der politischen Ökonomie auseinandersetzen kannt.
Die Referenten sind Tobias (Historiker und Philosoph, bietet seit Jahren Lesekreise zum »Kapital« von Marx bei der MASCH an) und Moritz (Jurist und Kriminalsoziologe, liest in eben jenen Lesekreisen seit Jahren mit und hat mittlerweile auch selbst Einstiegskurse geleitet).
Anmeldung und Material: Der Kurs ist auf 20 Teilnehmer*innen begrenzt, darum ist eine kurze Anmeldung an centrokapital[at]web.de erforderlich. Zugeschickt wird ein Reader mit Auszügen aus dem »Kapital«. Wichtig: Der Kurs richtet sich an Menschen ohne Vorkenntnisse, aber auch solche mit Vorkenntnisse können gern teilnehmen. Es sollen für alle verständlich und gemeinsam der Text erarbeiten werden, ohne Expert*innendiskussionen.
Organisiert von: Nutzer*innen des Centro in Kooperation mit der Marxistischen Abendschule (MASCH).

23. Juni 2018Frankfurt a.M. | 10:30 Uhr | Mainforum, Wilhelm-Leuschner-Str. 79

Jahrbuch Gute Arbeit

Vor zehn Jahren machten Lothar Schröder (ver.di) und Hans-Jürgen Urban (IG Metall) den Aufschlag, indem sie die gewerkschaftlichen Initiativen aufgegriffen und im Jahrbuch Gute Arbeit bündelten. Inzwischen sind zehn Bände erschienen, eine gute Gelegenheit, Bilanz zu ziehen und nach vorne zu blicken – mit Beiträgen von Jörg Hofmann (IGM), Frank Bsirske (ver.di), Lothar Schröder (ver.di), Hans-Jürgen Urban (IGM), Monika Brandl (Gesamtbetriebsrat Telekom), Ulrike Jakob (stv. Betriebsratsvorsitzende VW Baunatal), Nicole Mayer-Ahuja (SOFI, Uni Göttingen), Klaus Dörre (Uni Jena). Anmeldung bis zum 9.6. per E-Mail: 10JahreJahrbuch@igmetall.de.

26. Juni 2018Bonn | 18:30 Uhr | Universität, Regina-Pacis-Weg 5, Hörsaal 17

Der NSU-Komplex

Mit Ibrahim Arslan, Überlebender des rassistischen Brandanschlags in Mölln 1992 und Antonia von der Behrens, Rechtsanwältin mit den Schwerpunkten Ausländerrecht, Asylrecht, Arbeitsrecht. Sie vertritt die Nebenklage der Angehörigen des Dortmunder NSU-Mordopfers Mehmet Kubaşık im NSU-Prozess in München, Herausgeberin des VSA: Buches: Kein Schlusswort. Nazi-Terror – Sicherheitsbehörden – Unterstützungsnetzwerk. Plädoyers im NSU-Prozess.

28. Juni 2018Berlin | 19:00 Uhr und 29. Juni 2018, 13:00-19:00 Uhr | Rathaus Charlottenburg, BW-Saal, Otto-Suhr-Allee 100

Linker ERNEUERUNGSkongress


Donnerstag 28.6.2018, 19:00 Uhr

Begrüßung: Marco Bülow MdB (Initiator Progressive Soziale Plattform)
Podiumsdiskussion »Sozialdemokratie in der Krise: Diagnose und Therapie«
mit Jon Trickett (Mitglied des britischen Unterhauses, Schattenminister im Kabinett Jeremy Corbyn), Jakob Augstein (Journalist und Verleger der Wochenzeitung »Der Freitag«), Hilde Mattheis MdB (Bundesvorsitzende Forum DL21), Andrea Brunner (stv. Bundesgeschäftsführerin der SPÖ – angefragt), Frank Bsirske (ver.di Bundesvorsitzender – angefragt)

Freitag 29.6.2018, 13:00-19:00 Uhr

Begrüßung: Hilde Mattheis MdB (Bundesvorsitzende DL21)
Workshop: »Parteireform: Wie stellen wir die SPD im 21. Jahrhundert auf?«
mit Jon Trickett (Mitglied des britischen Unterhauses, Schattenminister im Kabinett Jeremy Corbyn), Dr. Gero Neugebauer (Parteienforscher), Dr. Jasmin Siri (LMU München), Yannick Haan (Mitglied in der Netz- und Medienpolitischen Kommission beim Parteivorstand der SPD), Tombias Gombert (Schulleiter Bildungs- und TagungsZentrum HVHS Springe e.V.) Moderation: Klaus Barthel (Bundesvorsitzender AfA in der SPD)
Workshop: »Partei der Arbeit – immer noch!?«
mit Dr. Claudia Weinkopf (stv. Geschäftführerin Institut Arbeit und Qualifikation, Universität Duisburg-Essen), Dr. Katharina Wrohlich (DIW – angefragt), Charly Brandl (Bereichsleiter Innovation und Gute Arbeit, ver.di Bundesverwaltung), Moderation: Markus Fuß (ver.di Bundesverwaltung)
Workshop: »Was ist sozialdemokratische Wirtschaftspolitik?«
mit Prof. Dr. Klaus Dörre (Institut für Soziologie, Friedrich-Schiller Universität Jena), Prof. Dr. Mechthild Schrooten (Hochschule Bremen), Prof. Dr. Sebastian Dullien (HTW Berlin – angefragt), Moderation: Dierk Hirschel (SPD Grundwertekommission)

29. Juni 2018Nürnberg | 19:00 Uhr | Villa Leon, Philipp-Koerber-Weg 1

Kein Schlusswort – Plädoyers im NSU-Prozess. Buchvorstellung und Lesung mit Antonia von der Behrens und Alexander Hoffmann

Es ist eines der aufwändigsten Verfahren der deutschen Nachkriegsgeschichte: Der Prozess gegen mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU). Doch auch nach fünf Jahren Gerichtsverhandlung blieben die bohrenden Fragen der Betroffenen bislang unbeantwortet: Wie erfolgte die Auswahl der Opfer? Wie groß war das an den Morden und Anschlägen beteiligte Unterstützernetzwerk? Was wussten die Sicherheitsbehörden – insbesondere der Verfassungsschutz – und warum wurde seitens des Staates nicht eingegriffen? Wie konnte der NSU überhaupt entstehen? So waren viele Plädoyers der über 90 Nebenkläger*innen auch eine Abrechnung mit dem gebrochenen Aufklärungsversprechen der Bundeskanzlerin. Die Anwältin Antonia von der Behrens vertritt im NSU-Prozess den Sohn des ermordeten Mehmet Kubaşık und der Anwalt Alexander Hoffmann Überlebende des Keupstraßen-Anschlages. Sie haben zusammen vor kurzem das Buch Kein Schlusswort. Nazi-Terror, Sicherheitsbehörden, Unterstützernetzwerk. Plädoyers im NSU-Prozess herausgegeben. Die Plädoyers der Nebenklage entwerfen eine eindrucksvolle Gegenerzählung zu den staatlichen Narrativen vom NSU als abgeschottetem Trio und von einem ahnungslosen Verfassungsschutz. Im Gespräch mit ihnen soll Bilanz gezogen werden und weitergedacht werden: Wie ist weitere Aufklärung im NSU-Komplex nach dem Urteil gegen die mutmaßlichen Mitglieder und Unterstützer möglich?
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung treten, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

30. Juni 2018Berlin | 12:00 Uhr | »Haus der Demokratie und Menschenrechte«, Greifswalder Str. 4

1968–2018: Der Prager Frühling

Offene Geschichts-Werkstatt des (im Aufbau befindlichen) »Geschichts-Kollegs« der Kurt und Herma Römer Stiftung zu Erinnerungen, Erkenntnissen, Kontroversen: »Ohne Demokratie, ohne Freiheit ging und geht nichts«. Es soll der Blick auf die politische Reformbewegung der 1960er-Jahre in der damaligen Tschechoslowakei gerichtet werden, die ein Teil des globalen 1968 war und antiautoritäre und radikaldemokratische gesellschaftliche Strömungen in Ost und West inspiriert hat. Was ist davon übriggeblieben?

  • 12:00 Uhr: Begrüßung | Eröffnung mit einer Erinnerung an Herma Römer, ihren Mann Kurt und deren Verbindung zur Tschechoslowakei und zu den Menschen des Prager Frühlings (Aline Zieher, Hamburg)
  • 12:30 Uhr: 1960er-Vergegenwärtigung | Offene Fragen und offene Rechnungen: Prag 1968 für die Linke in Ost und West (Andreas Bachmann, Hamburg, Mitglied der Redaktion »express« und Christoph Speier, Vorstand der Kurt und Herma Römer Stiftung)
  • 13:00 Uhr: »Demokratischer Sozialismus und Sozialistische Demokratie« – Prag 1968 (Bernd Gehrke, Ökonom, Berlin, vormals Vereinigte Linke, Robert-Havemann-Kreis, Bündnis kritischer GewerkschafterInnen Ost/West, Mitherausgeber des Buches 1968 und die Arbeiter)
  • 15:15 Uhr: Die Impulse des Prager Frühlings für den Eurokommunismus (Dr. Francesco di Palma, Historiker, FU Berlin)
  • 17:00 Uhr: 25. August 1968 – Ein ungehörter Ruf nach Solidarität. Widerstand und Schicksal der ehemaligen tschechoslowakischen Häftlinge des KZ Ravensbrück als Beispiel zu Beginn der sogenannten Normalisierung der ČSSR (Pavla Plachá, Historikerin, Doktorandin an der Universität in Hradec Králové, Mitarbeiterin des Instituts für das Studium totalitärer Regime, Mitbegründerin des Geschichtsbüros Prag)
  • 18:30 Uhr: Resümee und Ausblick

Die Teilnahme ist kosten- und gebührenfrei.

4. Juli 2018Hamburg | 19:00 Uhr | Ort wird noch bekanntgegeben

Muff von 50 Jahren?

Was ist von 1968 geblieben, an der Uni und im Alltag? Welche Erkenntnisse kann eine übernächste Generation aus der Bewegung ziehen? Welche Themen beschäftigen heute Studierende? Antworten geben auf einer Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg Frank Deppe, Politikwissenschaftler aus Marburg und Autor des Bandes 1968: Zeiten des Übergangs. Das Ende des »Golden Age«, Revolten & Reformbewegungen, Klassenkämpfe & Eurokommunismus und Joanne Dietze, u.a Autonome Uni.

4. Juli 2018Hamburg | 18:30 Uhr | Curio-Haus, Rothenbaumchaussee 15, Hofdurchgang

»68« und das Ringen um menschenwürdige Arbeit

Beim Jour fixe der Gewerkschaftslinken stellt der Arbeitswissenschaftler Wolfgang Hien sein neues VSA: Buch Gegen die Zerstörung von Herz und Hirn vor und zur Diskussion. Entstanden aus Gesprächen mit Peter Birke eröffnet es einen anderen Zugang zur Geschichte der 68er Bewegung. Eine Geschichte, die in der Fabrik anfängt, in der der Mensch nur »Material« ist, und die schließlich zu einer kritischen Wissenschaft führt, die sich nach wie vor um Leben und Gesundheit am Arbeitsplatz sorgt.

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