Karl Georg Zinn

Zukunftswissen

Die nächsten zehn Jahre im Blick der Politischen Ökonomie

144 Seiten | 2002 | EUR 12.80 | sFr 23.20
ISBN 3-87975-855-7 1

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»Die Möglichkeit der Voraussicht ist der Prüfstein für jede Wissenschaft vom Wirklichen.«
Max Horkheimer

Prognosen langfristiger ökonomischen Entwicklungen haben sich als recht treffsicher erwiesen, wenn ihnen empirisch bewährte Theorien zugrunde liegen. Darauf kann zurückgegriffen werden, wenn es um einen Ausblick auf den Fortgang des 21. Jahrhunderts geht. Vergleicht man die Langfristprognosen der marktoptimistischen Wirtschaftsliberalen mit denen der Krisentheoretiker und Staatsinterventionisten, so besteht kein Zweifel, dass das Heilsversprechen des Wirtschaftsliberalismus auf Vollbeschäftigung und Teilnahme aller am wachsenden Volkseinkommen unerfüllt blieb. Hingegen bestand der Keynessche Interventionismus seine Bewährungsproben in der Vollbeschäftigungspolitik und Sozialstaatsentwicklung des »golden age«.

Doch die Keynessche Langfristprognose reichte weiter: Noch vor dem Höhepunkt des »Wirtschaftswunders« wurde treffend die Wachstumsabschwächung und Stagnationsperiode vorhergesagt, die wir gegenwärtig erleben. Zu ihrer Überwindung schlug Keynes 1943 vor: Sinnvoller Konsum, mehr Freizeit und mehr Urlaub (»eine wunderbare Art, Geld loszuwerden«). Und Jean Fourastié forderte unter dem Begriff »tertiäre Zivilisation« die Vervollkommnung der »Dienstleistungsgesellschaft«.

Karl Georg Zinn überprüft die Prognosefähigkeit wichtiger Theorieansätze für das 21. Jahrhundert. Auf dieser Basis diskutiert er die für eine »tertiäre Zivilisation« erforderlichen ökonomischen, sozialen und politischen Entwicklungsschritte.

Der Autor:
Karl-Georg Zinn ist Professor für Volkswirtschaft / Außenwirtschaft am Institut für Wirtschaftswissenschaften der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen.

Quelle: https://www.vsa-verlag.de/nc/detail/artikel/zukunftswissen-1/