Margret Mönig-Raane (Hrsg.)

Zeitfragen sind Streitfragen

224 Seiten | 2005 | EUR 12.80 | sFr 23.20
ISBN 3-89965-106-5

 

Kurztext: Die Beiträge dieses Buches sind anschaulich und praxisnah gefasst und beinhalten die unterschiedlichen Perspektiven der Beteiligten auf ihre jeweiligen "Zeitfragen". Die AutorInnen berichten von experimentierfreudigen Entwicklungsprozessen, phantasievollen Lösungswegen und von den Hürden, die es dabei zu nehmen galt.


Wenn im Dienstleistungsbereich Öffnungs- und Servicezeiten verändert oder sogar erweitert werden, hat dies Auswirkungen auf die Arbeitszeiten der dort Beschäftigten. Die Folge: Die Beschäftigten ihrerseits formulieren neue zeitliche Ansprüche an Dienstleister. Der Verkäuferin mit Arbeitszeiten bis 20 Uhr reichen Kita-Öffnungszeiten bis 18 Uhr nicht mehr aus. Erweiterte Öffnungszeiten der Kita in der Nähe des Kaufhofs führen dazu, dass die Erzieherin mit Dienst bis 20 Uhr nun selbst das Problem hat, ihre Kinder, gerade schulpflichtig, versorgt zu wissen...

Wie kann es gelingen, die unterschiedlichen Interessen und Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen? Die ver.di Bundesverwaltung, Abteilung Frauen- und Gleichstellungspolitik, nahm sich dieser Aufgabe an und förderte das Projekt "Zeitfragen sind Streitfragen".

Für eine Projektteilnahme konnten in Berlin die Galeria Kaufhof am Ostbahnhof, die Vivantes Gesundheitsnetzwerk GmbH und Fröbel e.V. (Kinderbetreuung) gewonnen werden. Hieraus entstand ein vernetztes lokales Projekt. In Bremen beteiligte sich das BürgerServiceCenter, wobei die BürgerInnen als KundInnen intensiv in die Projektarbeit einbezogen wurden. Gemeinsam entwickelten Leitungskräfte, MitarbeiterInnen, Betriebs-/Personalräte und BürgerInnen vor Ort neue Formen der Zeitgestaltung.

Leseprobe 1

Margret Mönig-Raane
Emanzipatorische Arbeitszeitpolitik
Das Projekt, integriert in einer arbeitszeitpolitischen Initiative Gewerkschaftliche Zeitpolitik ging immer über die Gestaltung und Humanisierung von Arbeitsbedingungen hinaus. Sie ist der Hebel für eine emanzipatorische Arbeitspolitik, die Arbeitsplätze sichert und neu verteilt, Arbeit und Leben in besseren Einklang bringt. Gegenwärtig ist sie aktueller denn je. Gesellschaftspolitische Rahmenbedingungen Die aktuelle Diskussion um die Arbeitszeit ist brisant. Dies wird deutlich, wenn man sich anschaut, mit welch einer breiten öffentlichen Kampagne Arbeitgeberverbände mit Unterstützung von PolitikerInnen und neoliberalen WirtschaftswissenschaftlerInnen gegen den "Freizeitweltmeister Deutschland" und für die Notwendigkeit einer Arbeitszeitverlängerung wettern. Das Argument lautet, dass nur durch Kostensenkung und verbesserte Wettbewerbsfähigkeit Arbeitsplätze geschaffen werden könnten. Der Beweis dafür steht aus. Bewiesen ist dagegen, dass Arbeitszeitverlängerung eindeutig zu mehr Personaleinsparungen führt, wie die Entwicklung im Öffentlichen Dienst deutlich zeigt. Dies schwächt zudem die Binnennachfrage, ein entscheidender Faktor dafür, dass die Wirtschaft in Deutschland derzeit "lahmt". Die Wettbewerbsfähigkeit wird nicht durch zu hohe Lohnnebenkosten geschwächt, sondern durch die im europäischen Vergleich geringere Produktivitätsentwicklung. Den Zusammenhang von Arbeitszeitverkürzung und Produktivitätssteigerung wiederum belegt die Entwicklung in Frankreich. In Deutschland ist für die ArbeitnehmerInnen die Beschäftigungswirkung durch Arbeitszeitverkürzung nicht sofort zahlenmäßig erkennbar. Damit hat die Arbeitszeitverkürzungspolitik ein Imageproblem, denn sie war in den 1980er Jahren mit hohen Erwartungen gestartet. Stattdessen sahen sich die Beschäftigten mit zunehmender Arbeitsverdichtung konfrontiert. Wenn die Frage nach der Dauer der Arbeitszeit auftaucht, sehen sich deutsche ArbeitnehmerInnen mit dem Vorwurf der – im europäischen Vergleich – kürzesten Wochenarbeitszeit konfrontiert. Doch die Realität sieht anders aus: nach Großbritannien und Österreich liegt Deutschland mit 40,7 Stunden in der EU bei den Vollzeitbeschäftigten an dritter Stelle (Eurostat 2004). Bei einer registrierten Arbeitslosigkeit von gut fünf Millionen Erwerbslosen lastet ein enormer beschäftigungs- und gesellschaftspolitischer Druck auf den Gewerkschaften. Der Tenor der Vorwürfe lautet: Durch ihren Widerstand gegen eine schrankenlose Deregulierung von ArbeitnehmerInnenrechten verhindern sie den Abbau von Arbeitslosigkeit und vertreten damit rücksichtslos Partikularinteressen. Dabei gab es einmal einen breiten Konsens über die Wirksamkeit von Arbeitszeitverkürzung zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit – nicht nur in den Gewerkschaften, sondern auch in großen Teilen der heutigen Regierungsparteien. Dies galt auch für eine Politik gegen soziale Spaltung und Verteilungsungerechtigkeit. Dieser Konsens ist aufgekündigt. Gleichzeitig sehen sich Gewerkschaften mit dem Vorwurf konfrontiert, ihre Politik sei "zu lange auf einen traditionellen Arbeitnehmertypus – den männlichen Facharbeiter im tarifgeregelten Normalarbeitsverhältnis innerhalb eines Großbetriebes oder den vollzeitbeschäftigten männlichen Beamten innerhalb des öffentlichen Dienstes – ausgerichtet" (Mitbestimmung 2003: 31). Dabei findet schon seit längerer Zeit in den Gewerkschaften eine Auseinandersetzung mit der Verschiedenheit von Erwerbsbiografien von Frauen und Männern, veränderten Lebenslagen und unterschiedlichen Interessen statt. Mit den veränderten gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen haben sich die Voraussetzungen für eine gewerkschaftliche Arbeitszeitpolitik verschärft. Dies musste die arbeitszeitpolitische Initiative von ver.di berücksichtigen. Gleichzeitig ist klar: Eine strategisch angelegte – über kurzfristige, rein reaktive Politik hinausgehende – arbeitszeitpolitische Initiative ist notwendiger denn je. Gewerkschaftspolitische Hintergründe der arbeitspolitischen Initiative Interessenvertretungen werden in Unternehmen und Verwaltungen mit den unterschiedlichsten Formen der Arbeitszeitgestaltung konfrontiert. Damit sind neue Herausforderungen für die tarifpolitische Debatte sowie neue Anforderungen an tarifpolitische Regulierung entstanden. Diese wollen bewertet und gestaltet sein, um die von Arbeitgebern geforderte Arbeitsflexibilisierung zu mehr Arbeitszeitsouveränität für die Beschäftigten werden zu lassen. Die Kluft zwischen der tariflichen und realen Arbeitszeit vergrößert sich – im Widerspruch zu den Zeitbedürfnissen der Beschäftigten. Teilzeit wird als individueller Ausweg gesehen, der mehr aus pragmatischen Erwägungen eingeschlagen wird. Nur in den wenigsten Fällen steckt ein wirklicher Wunsch dahinter. Damit wird eine konservative Rollenverteilung zementiert, die durch die Spaltung zwischen lange arbeitenden, gut verdienenden Männern und Frauen mit kürzeren Arbeitszeiten, in prekären Beschäftigungsverhältnissen und geringem Einkommen entsteht, der dann wiederum die Zuständigkeit für die Reproduktionsarbeit zugewiesen wird. Auch wenn diese Beschreibung zugespitzt erscheinen mag, selten ist sie nicht. Mit der tarifpolitischen Tagung "Welche Arbeitszeit will ver.di? Welche Arbeitszeit wollen Beschäftigte im privaten und öffentlichen Dienstleistungsbereich?" (Blechschmidt u.a. 2000) wurden bereits in der Gründungsphase von ver.di Positionen zu diesem Thema diskutiert. Daraus resultierten klare programmatische arbeitszeitpolitische Anträge zum Gründungskongress, die die 35-Stunden-Woche als gesellschaftliches Reformprojekt zur Beschäftigungssicherung, zur Humanisierung der Arbeitsgestaltung und als Grundlage für eine Neuverteilung der Arbeit zwischen den Geschlechtern zum Inhalt hatten. Forderungen nach Berücksichtigung und Förderung individueller Zeitwünsche, nach mehr Autonomie und neuen Spielräumen bei der Festlegung der Lage von Arbeits- und Freizeit, nach einem zeitweiligen Ausstieg oder vorübergehender Reduzierung von Arbeitszeit wurden ebenfalls verabschiedet. In dem arbeitszeitpolitischen Antrag zum DGB-Bundeskongress 2002 findet sich schließlich der Kernsatz: "Der DGB setzt sich ... für eine neue geschlechterdemokratische Zeitkultur, die im Spannungsverhältnis zwischen individuellen, familiären, betrieblichen und gesellschaftspolitischen Zeitbedürfnissen vermittelt, ein." Die arbeitszeitpolitische Initiative stützt sich mit ihren Inhalten auf diese Beschlüsse. Ziele sind   tarifpolitische Regelungen, die die Ausdehnung und Intensivierung der Arbeit beschränken,   Anforderungen an eine geschlechterdemokratische Arbeitsteilung zu entwickeln und   eine neue gesellschaftspolitische Zeitverteilung zwischen Beschäftigten und Erwerbslosen, zwischen Männern und Frauen, zwischen Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten, zwischen Stamm- und Randbelegschaften, zwischen höher und geringer Qualifizierten, zwischen den Generationen. Dabei ist die emanzipative Beteiligung von Beschäftigten und die Entwicklung von Zeitbewusstsein, das den privaten Bereich und die Erwerbsarbeit als voneinander abhängig sieht, Bestandteil der Zieldefinition. Projekte in der Arbeitszeitinitiative Bei der Planung wurde deutlich, dass in den Gliederungen der Organisation eigene, oft abweichende Zeitpläne existierten, die zum einen fachbereichsspezifische, oft schon längst geplante Arbeitszeitaktivitäten beinhalteten, zum anderen aber auch tagespolitische Handlungsnotwendigkeiten in den Branchen an die Diskussionsthemen stellten. Dies führte dazu, dass die arbeitszeitpolitische Initiative zum einen die inhaltliche Diskussion initiierte und strukturierte und gleichzeitig als Klammer bzw. Dach der einzelnen Zeitprojekte fungierte, um deren Erfahrungen in die Initiative einfließen zu lassen und zu koordinieren. Von den fachbereichsspezifischen Zeitprojekten unterscheidet sich das Projekt "Zeitfragen sind Streitfragen" in dem Anspruch, Auseinandersetzungen um die Zeitverteilung nicht mehr ausschließlich als Konflikte zwischen den Beschäftigten und der Arbeitgeberseite zu sehen, sondern auch im Zusammenhang mit dem regionalen und außerbetrieblichen Umfeld zu betrachten. Hier wurde die im Rahmen der Zielorientierung genannte emanzipative Beteiligung von Beschäftigten und die Entwicklung von Zeitbewusstsein – die auch ein Interesse an der Arbeitssituation und den Zeitinteressen der Beschäftigten der von einem selbst genutzten Dienstleistung beinhaltete – entwickelt und ausprobiert. Dabei wurde von allen Seiten – betrieblichen Interessenvertretungen, Arbeitgeberseite, Beschäftigten und ver.di – ein hohes Maß an Offenheit und Experimentierfreude verlangt. Dafür sei Dank an alle Beteiligten ausgesprochen, denn die restriktiven gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen machten dies nicht selbstverständlich. Das Konzept der Arbeitszeitinitiative Die Frage lautete: Wie gelingt es ver.di, mit der Arbeitszeitpolitik wieder in die tarifpolitische Offensive zu kommen? Dabei galt es innerhalb von ver.di die tarifpolitisch weitgehend autonomen, von unterschiedlichen Kulturen der Gründungsorganisationen geprägten Fachbereiche mit ihren differenzierten Problemlagen in den zahlreichen Branchen zu berücksichtigen. Deshalb sieht das Konzept einen mehrjährigen, offenen und beteiligungsorientierten Prozess vor, der Phasen von Bestandsaufnahme, Analyse, Debatte, Selbstverständigung und Zielfindung zu den unterschiedlichsten Themen in der Arbeitszeitdiskussion beinhaltet. Trotz der spezifischen Problemlagen in den Fachbereichen wurden sechs Ziele von allgemeiner Bedeutung geortet:
1. Beschäftigungssicherung
2. Begrenzung der Ausdehnung der Arbeitszeit
3. Regulierung von Arbeitszeitkonten
4. Verbesserung der Rahmenbedingungen von Teilzeitarbeit
5. Verbesserung der Planbarkeit und Zeitkontrolle für Beschäftigte
6. Begrenzung der Zeitdrucks durch Personalbemessungs- und Mindestbesetzungsregelungen. Phase der Bestandsaufnahme Wir mussten in Gesprächen feststellen, dass es nur einen unzureichenden Überblick über die Arbeitszeitrealität und -wünsche in den Branchen gibt. Diesen Mangel galt es zu beheben. Zum einen wurde eine Auswertung von Mikrozensus und IAB-Panel im Hinblick auf die für ver.di relevanten Arbeitszeitdaten in Auftrag gegeben (Ellgut/Promberger 2004, Lehndorff/Wagner 2004a). Zum anderen wurde im Sommer 2003 über die Mitgliederzeitschrift und das Internet eine Befragung durchgeführt, an der 25.000 Personen teilnahmen (Lehndorff/Wagner 2004b). Dabei wurde u.a. festgestellt, dass sich die Befragten viel von einer engagierten Arbeitszeitpolitik von ver.di versprechen. Außerdem wurde in den ver.di-Bereichen, in denen die 35-Stunden-Woche in den 1980er Jahren durchgesetzt worden war, der Frage nachgegangen, "Was ist aus der 35-Stunden-Woche geworden?" (Haipeter 2004) Dabei gilt es, Genaueres darüber zu erfahren, welche Wirkung die damals abgeschlossenen Tarifverträge heute in der Praxis haben. In dieser Phase der Bestandsaufnahme leiten uns folgende Fragen:
1. Wie sieht die betriebliche Arbeitszeitwirklichkeit aus?
2. Wie verhält sich die Realität zur Tarifnorm?
3. Welche Arbeitszeiten wünschen sich die Beschäftigten und welche Faktoren bestimmen diese Wünsche?
4. Wie steht es um das Zeitbewusstsein der Beschäftigten?
5. Welche Gestaltungskraft haben unsere tariflichen Regelungen?
6. Wo gibt es weitere Arbeitszeit-Initiativen? Außerdem muss eine Bestandsaufnahme des Themas in der Politik und in der Wissenschaft erfolgen, ohne natürlich die Strategien der Unternehmen aus den Augen zu verlieren. Bei der Analyse der Bestandsaufnahmen gilt es die Hemmnisse, aber auch die Impulse für eine aktive gewerkschaftliche Arbeitszeitpolitik zu klären. Gleichzeitig sollte die Analyse neben zentralen auch spezifischen Aussagen über Branchen und Bevölkerungsgruppen treffen, denn nur so wird ver.di in unterschiedlichen Handlungsfeldern aussage- und handlungsfähig sein. Eine besondere Bedeutung wird deshalb der Debatte auf örtlicher und betrieblicher Ebene gegeben. Daneben wird wissenschaftlicher Sachverstand einbezogen. Mit den Erfahrungen und Vorstellungen anderer sozialer Gruppen und Verbände wollen wir uns auseinander setzen, um die Debatte auf ein breiteres gesellschaftliches Spektrum auszudehnen. Ein Anfang wurde mit dem Perspektivenkongress im Frühjahr 2004 gemacht (Bsirske u.a. 2004). Arbeitszeitpolitik ist immer Teil allgemeiner Zeitpolitik gewesen, auch wenn es bisher häufig jeder Person individuell überlassen blieb, Lösungen zu finden. Hier geht ver.di mit dem Projekt "Zeitfragen sind Streitfragen" als Teil der Arbeitszeitinitiative einen Schritt weiter, nämlich in dem Versuch, das Thema übergreifend zu betrachten und es nicht bei der Theorie zu belassen, sondern beispielhaft mit den beiden Teilprojekten in die Umsetzung zu bringen. Damit wollen wir Anregungen geben, aber auch Mut machen, das Thema Arbeitszeit (wieder) aufzugreifen.

Literatur
Blechschmidt, Peter / Uwe Gudowius / Detlef Hensche / Franz Treml / Franziska Wiethold (Hrsg.) (2000): Welche Arbeitszeit will ver.di?, Hamburg.
Bsirske, Frank u.a. (2004): Perspektiven! Soziale Bewegungen und Gewerkschaften, Hamburg.
Ellgut, Peter / Markus Promberger (2004): Arbeitszeiten in der öffentlichen und privaten Dienstleistungswirtschaft. Eine Branchenanalyse mit Daten des IAB-Betriebspanals, in: Frank Bsirske / Margret Mönig-Raane / Gabriele Sterkel / Jörg Wiedemuth (Hrsg.): Es ist Zeit: Das Logbuch der ver.di-Arbeitszeitinitiative, Hamburg, S. 73-109.
Haipeter, Thomas (2004): Zwischen den Zonen der Stabilität und Entkoppelung. Arbeitszeiten und Arbeitszeitregulierung bei den Zeitungsverlagen, in: Bsirske / Mönig-Raane / Sterkel / Wiedemuth, Hamburg, S. 110-154.
Hans-Böckler-Stiftung (Hrsg.) (2003), Die Mitbestimmung, Heft 7, Düsseldorf.
Lehndorff, Steffen / Alexandra Wagner (2004a): Arbeitszeiten und Arbeitszeitregulierung in Deutschland. Eine Bestandsaufnahme, in: Bsirske / Mönig-Raane / Sterkel / Wiedemuth, Hamburg, S. 40-72.
Lehndorff, Steffen / Alexandra Wagner (2004b): "Mein Engagement hängt von den konkreten Bedingungen ab". Welche Arbeitszeitprobleme haben Dienstleistungsbeschäftigte, was erwarten sie von ver.di?, in: Bsirske / Mönig-Raane / Sterkel / Wiedemuth, Hamburg, S. 195-236.

Leseprobe 2

Vera Morgenstern
Zeitfragen sind Streitfragen – ein gewerkschaftliches Handlungsfeld Nachdem gegen Herbst 2000 Struktur- und Satzungsfestschreibungen sowie die unverzichtbaren Inhalte für die frauen- und gleichstellungspolitische Programmatik von ver.di weitgehend abgeklärt und formuliert waren, war es endlich real möglich, die inhaltlichen Schwerpunktthemen für die neue Gewerkschaft zu denken. Aufgrund der Möglichkeiten, die in der gesellschaftlichen und kommunalen sowie der Zeitpolitik im Arbeitsleben für die Verbesserung der täglich erfahrbaren Lebenssituation insbesondere von Frauen liegen, packten wir, die ehren- und hauptamtlichen FrauenpolitikerInnen der ver.di-Gründungsorganisation (GO-ver.di) mit Margret Mönig-Raane an der Spitze als erstes konkretes gemeinsames Handlungsfeld "Zeitpolitik und Arbeitszeitpolitik" an. Wir knüpften damit an die Erfahrungen und die Praxis eines zeitpolitischen Projektes aus Italien an, das seit den 1990er Jahren auch in Deutschland auf großes Interesse stieß: "Zeiten und Qualität der Stadt". Inhalt dieses Vorhabens ist es, die städtischen Zeiten im Interesse der NutzerInnen und gemeinsam mit ihnen besser aufeinander abzustimmen und die Angebotspalette an Entlastungszeiten, insbesondere für Betreuungsaufgaben, zu erweitern. Aus Sicht der Frauensekretärinnen konnte der Zusammenschluss der Dienstleistungsgewerkschaften in ver.di nun gut genutzt werden, die unterschiedlichen Zeitinteressen der Beschäftigten als ArbeitnehmerInnen, KundInnen von Dienstleistungen und Dienstleistende zur Sprache zu bringen und Strittiges untereinander zu vermitteln. Das Projektvorhaben erhielt den Titel: "Zeitfragen sind Streitfragen". Ganz im Sinne von "Zeiten der Stadt" sollte der Blick über die eigenen Arbeitszeitinteressen hinaus erweitert werden hin zu den Alltagszeitbedürfnissen. Denn beide Zeitdimensionen haben "Stellschrauben", die – je nachdem, wie sie eingestellt sind – die vielfältigen Lebensaufgaben und -interessen erleichtern oder erschweren können. Nun sollte durch das Projekt eingeleitet werden, was vor ver.di nicht möglich war: dass sich VerkäuferInnen, Beschäftigte in Verwaltungen, ErzieherInnen und Angestellte der Post zusammensetzen, sich gegenseitig ihre Alltagszeitprobleme berichten, aus der jeweiligen fachlichen Sicht nach Lösungen suchen, ohne dabei die eigenen Arbeits-Zeitinteressen aus den Augen zu verlieren. Dieses Vorhaben war aus verschiedenen Gründen außgewöhnlich. Es sollte dazu beitragen,   den Zusammenschluss der Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen in ver.di zu fördern,   den gewerkschaftlichen Blickwinkel über die Arbeitszeiten hinaus auf die Alltagszeiten zu erweitern und   durch diese erweiterte Gestaltungsmöglichkeit das Thema "Zeit" wieder mehr zum Gegenstand gewerkschaftlicher Politik zu machen. Hierfür lagen gute Voraussetzungen vor. Nach der Verarbeitung der in den 1980er Jahren mehr oder weniger gelungenen allgemeinen tariflichen Arbeitszeitverkürzungen und der Auseinandersetzung mit den dadurch vermeintlich verursachten bzw. verschärften Verschlechterungen wie Arbeitsverdichtung und Konkurrenznachteilen, war Arbeitszeitpolitik insbesondere in ihrer Komponente der Arbeitszeitgestaltungspolitik konzeptionell und programmatisch Teil der Interessenvertretungsstrategie der meisten Gewerkschaften. Innerhalb kollektivvertraglich (Betriebs- bzw. Dienstvereinbarung, Gesellschaftsvertrag) festgesetzter Ziele und Verfahren wurden Pilote und Projekte beteiligungsorientierter Modelle zur Arbeitszeitgestaltung, meist begleitet durch Fachinstitute und Fachleute der Gewerkschaften, vorangetrieben. Allerdings wurden solche emanzipatorischen Entwicklungen auch zunehmend durch missbräuchliche Anwendung gleicher Begrifflichkeiten und ausgehöhlter Verfahren durch Arbeitgeber konterkariert, denen es um die Durchsetzung zusätzlicher Arbeitsverdichtung ohne jegliche Entlastung und/oder Gestaltungsgewinn seitens der Beschäftigten ging. Zum Zeitpunkt der Orientierung auf hauptsächliche Handlungsfelder in der ver.di-Gründungsphase hatte dies, verstärkt durch die Verschlechterung der allgemeinen Situation, zu einer überwiegenden Stagnation in der Arbeitszeitfrage, ja einer "komm bloß nicht damit"-Haltung geführt. Es gab aber auch das gelungene gemeinschaftlich-gewerkschaftliche Vorgehen und die dementsprechend erfolgreiche Interessenvertretung mit dem Mittel der Arbeitszeitpolitik:   Vielfach konnten in notbedingten betrieblichen Umstrukturierungsprozessen gelegentlich mehr als kompensatorische Tarifverträge zur Wahrung der Interessen der ArbeitnehmerInnen – auch der Künftigen! – und auch zur Sicherung von Ausbildungsplätzen/Übernahmeregelungen tarifiert werden.   Mit aller gebotenen Vorsicht zwar, aber oftmals mit dem Erfolg der Verbesserung der Arbeitsbedingungen und dem Ausbau zeitlicher Selbstbestimmung, wurde unter der Last von Wiederbesetzungssperren, Stellenstreichungen, Privatisierungskonkurrenz, Ausgliederungsbedrohung u.a. in vielen Betrieben und Verwaltungen von den KollegInnen und ihren Interessenvertretungen die Gestaltung der betrieblichen Arbeitszeit – innerhalb der kollektiv-tarifvertraglichen Regelungen – als ein Handlungs(!)instrument gesehen und auf der Grundlage von Arbeitgeber/Gewerkschaft/PR-PR vereinbarter Ziele und Verfahren beteiligungsgesicherte Pilote zur Arbeitszeitgestaltung durchgeführt.   Zudem hatte die 2000 durchgeführte große GO-ver.di-Arbeitszeitkonferenz (Leitung Jörg Wiedemuth hbv/ver.di in Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Frauen- und Gleichstellungsarbeit) trotz nachschwingender "Traumata" die Notwendigkeit der Wiederaufnahme und Verfolgung der Arbeitszeitfrage – unter Einbeziehung der früher gemachten Erfahrungen – durch die in Bildung befindliche neue Gewerkschaft deutlich werden lassen.   Viele der Pilotprojekte und die gewerkschaftliche Programmdiskussion erfolgten in vitalisierender Wechselwirkung mit den die Projekte begleitenden Beraterinnen (wie Barbara Dürk von ISA CONSULT) und die Arbeitszeitfrage wissenschaftlich-strategisch bzw. tätig voran bringenden Wissenschaftlern wie Gerhard Bäcker (und andere vom WSI) und insbesondere Ulrich Mückenberger (dem späteren Gründer der Deutschen Gesellschaft für Zeitpolitik). Auch wurde parallel zu "GO-ver.di" das aus Frauenpolitikerinnen und Frauenbeauftragten von DGB und Gewerkschaft, Wissenschaft, SPD, anderen Institutionen sowie Einzelpersonen bestehende "Netzwerk Frauenzeiten" gegründet. So wurde und wird das Thema Zeitpolitik als gesellschaftliche Zeitfrage (sowohl hinsichtlich Arbeitszeitpolitik als auch der Vereinbarkeit von Beruf/Ausbildung, Familienarbeit und Privatinteressen) verstanden. Das Arbeitszeitthema wurde auch von der tarifpolitischen Grundsatzabteilung von ver.di als vorrangiges Thema beantragt und von Entwicklungen in den ver.di-Bereichen öffentlicher Dienst und Handel unterstützt. Zu den vom Gewerkschaftsrat zu beschließenden Schwerpunktthemen Ende 2001/Anfang 2002 brachte der ver.di-Bereich Frauen- und Gleichstellungspolitik als Themen ein:   die Vereinbarkeit von Ausbildung/Beruf und Familie,[1]   der Einbau der Frauen- und Gleichstellungsinteressen in die entsprechende Beantragung der tarifpolitischen Grundsatzabteilung. Zudem gründete der ver.di-Bundesfrauenrat eine Kommission "Zeitpolitik". In der ersten Arbeitsplanung des ver.di-Gewerkschaftsrates wurde im Dezember 2001 das Thema (Arbeits-)Zeitpolitik und Vereinbarkeit von Beruf/Ausbildung, Familienarbeit und Privatinteressen als eines von vier Schwerpunktthemen für die aktuelle ver.di-Arbeit und damit u.a. auch als kampagnenrelevant beschlossen. Der Hinweis auf den durchgesetzten ver.di-Arbeitsschwerpunkt Zeitpolitik erleichterte uns die Bewilligung der Förderung des Frauen-Zeit-Praxisprojekts "Ein beispielhaftes, zukunftsweisendes Zeit-Praxisprojekt unter Berücksichtigung der Arbeitsbedingungen und Dienstleistungsinteressen von Frauen" durch den ver.di-Innovationsfonds. Der spätere Titel des Projektes lautete: "Zeitfragen sind Streitfragen".[2] Die Projektleitung hatten Vera Morgenstern, Leiterin der Abteilung Frauen in ver.di, und Heike Werner, Mitarbeiterin der Abteilung. Die Projektbeauftragte war Barbara Dürk von ISA Consult. Das Projektvorhaben fand bei den Kolleginnen der ver.di-Frauenarbeit großen Anklang. Die Arbeitskommission "Zeitpolitik" des BFR begleitete und evaluierte das Projekt regelmäßig auf der Grundlage der Berichte von Barbara Dürk. Die Multiplikatorinnenarbeit all dieser Kolleginnen führte zu Einladungen an die Projektverantwortlichen, in örtlichen bzw. regionalen Sitzungen und Versammlungen über das Projekt und die zeitpolitischen Ziele der ver.di-Frauen zu berichten. Das Projekt selbst wird an anderer Stelle des Buches ausführlich dargestellt. Ich möchte mich daher an dieser Stelle auf einige Anmerkungen beschränken. Besondere Schwierigkeiten bereitete in doppelter Hinsicht der (politisch begründete) Zeitpunkt des Aufbaus des Projektes. Denn nicht nur unser eigener Bereich war so kurz nach der Zusammenführung der fünf Ursprungsgewerkschaften von ver.di weder personell noch arbeitsstrukturell etabliert; auch die Fachbereiche und noch weniger die Landesbezirke und Bezirke, die wir zur Mitarbeit in dem Projekt gewinnen mussten, konnten dies zum damaligen Zeitpunkt sein. Die Projektbeteiligten zu gewinnen, zog sich über eine längere Zeitphase hin. Besonders hervorzuheben ist   das Vertrauen, das uns die KollegInnen und Interessenvertretungen aus den beteiligten Betriebsteilen in dieser Sache entgegen gebracht haben – angesichts teilweiser Erfahrungen mit Projekten, auf denen auch "Beteiligung und Gestaltungsausweitung" drauf stand, die aber häufig nur Arbeitsverdichtung und Zeitverschwendung brachten,   das Vertrauen der Arbeitgebervertreter im Projekt, die die Zurückstellung der Befürchtung, angesichts sich abzeichnender bzw. z.T. parallel laufender allgemeiner Arbeitszeitbewegungen in ihrer Branche über das Projekt von ver.di vorgeführt zu werden, für vertretbar gehalten haben.   die unendliche Geduld, Solidarität und Zuverlässigkeit der Kolleginnen von ISA-Consult. Festzuhalten ist die Wichtigkeit der Verabredung folgender Grundsätze:   Alles erfolgt in einem Aushandlungsprozess mit dem Ziel der Herstellung eines win-win-Ergebnisses.   Es wird ein echtes Beteiligungsverfahren praktiziert.   Die Genderperspektive wird von Anfang an einbezogen.   Das Verabredete ist nur bindend für die an der Verabredung Beteiligten – es wird nicht allgemeingültig. Positiv und nachhaltig ermutigend ist das Feedback von KollegInnen. Sie geben in den Informationsveranstaltungen und der Präsentation unserer projekt- und zeitpolitischen Ziele zu verstehen, dass sie in der Arbeitszeitgestaltung einen realen Weg zur Verbesserung ihrer konkreten Lebenssituation sehen. Dass ver.di hier Vorreiterin ist, nehmen sie positiv zur Kenntnis. Sie trauen ihrer Gewerkschaft zu, hier voranzugehen und ihnen eine Hilfe zu sein. Vor dem Hintergrund einer verschärften öffentlichen Zeitdiskussion und Zeitpolitik ist dies ein wichtiges Signal. Denn jetzt blasen Assistenten des Neoliberalismus, Ausverkäufer großen Stils im Dienste kurzfristiger Rendite oder der Hilflosigkeit fiskalischer Kaputtsparer und dogmatischer Umverteiler auf in der Nachkriegszeit noch nie da gewesene Weise zum Angriff auf die "Zeit". Die Punkte sind:   drastische Verlängerung der Lebensarbeitszeit,   Rücknahme der erkämpften tariflichen Arbeitszeitverkürzungen,   völlige Entgrenzung der täglichen und Jahresarbeitszeit als "lifestyle", Einstellungsvoraussetzung und selbst steuerbarer Beitrag zu vermeintlicher Besserstellung bei Personalabbau. In den neuen Bundesländern wurde vieles aus diesem Konzept erpresserische Realität. Die Auswirkungen sind:   negative Entwicklung des Vergütungs-/Mengenverhältnisses: "Stundenvergütung abwärts",   potenzierter Stress: Stress am Arbeitsplatz, Stress im Alltag, gesteigerter Vereinbarkeitsstress, finanzieller und sozialer Überlebensstress. Dies führt, wenn keine gangbaren Handlungsoptionen aufgezeigt werden, zu Entmutigung oder Einzelkämpfertum, zu Vertrauensverlust gegenüber gemeinsamem Vorgehen und Kämpfen, zu Vertrauensverlust und Rückzug auch aus den Gewerkschaften. Umso wichtiger sind in diesen Zeiten Gestaltungsperspektiven, wie sie im Projekt "Zeitfragen sind Streitfragen" beispielhaft entwickelt wurden. Sie vor dem Hintergrund auch der derzeit lediglich schadensbegrenzenden Tarifabschlüsse für Arbeitszeitregelungen weiter zu entwickeln und zu verallgemeinern, bleibt unsere Aufgabe.

[1] Siehe im Materialienteil in diesem Buch, S. 180: ver.di – "konkret in Vereinbarkeitspolitik" vom 11.2.2002.
[2] Vgl. im Materialienteil in diesem Buch, S. 181, den von ver.di Frauen zum 1. ver.di Bundeskongress eingebrachten Zeitpolitischen Antrag, "ver.di-Initiative zur Zeitpolitik gemeinsam und konkret auf den Weg bringen", vom Kongress angenommen als Antrag B37.

Leseprobe 3



Inhalt:

Margret Mönig-Raane
Emanzipatorische Arbeitszeitpolitik (Leseprobe)
Das Projekt, integriert in einer arbeitszeitpolitischen Initiative
Vera Morgenstern
Zeitfragen sind Streitfragen – ein gewerkschaftliches Handlungsfeld (Leseprobe)

Die Teilprojekte in den Städten Berlin und Bremen


Heidemarie Gerstle / Heike Werner
Das vernetzte Teilprojekt Friedrichshain / Kreuzberg in Berlin
Christoph Schilling
Personaleinsatzplanung im Team – bessere Bewältigung von Kunden-, Alltags- und Arbeitszeitinteressen
Das Projekt bei Kaufhof (Berlin-Ostbahnhof) aus der Sicht der Geschäftsführung
Frank Beyer
Verantwortung übernehmen und Arbeitszeitwünsche mitgestalten
Das Projekt bei Kaufhof (Berlin-Ostbahnhof) aus Sicht des Betriebsrates
Ernst-Otto Kock
Neue Zeiten für Stationen und Schnittstellen – Voraussetzung für eine bedarfsgerechte Zeitgestaltung
Das Projekt bei Vivantes aus Sicht der Geschäftsführung
Ina Colle / Ulrike Burchardt
Transparenz durch einen beteiligungsorientierten Ansatz
Das Projekt bei Vivantes aus Sicht der Interessenvertretung
Gabriele Scholz-Sikojev
Mit bedarfsgerechten Öffnungszeiten und innovativen Arbeitszeiten konkurrenzfähig für die Zukunft
Das Projekt bei Fröbel e.V. aus Sicht der Geschäftsführung
Kerstin Priebisch
Erweiterte Öffnungszeiten – Möglichkeiten und Grenzen
Das Projekt bei Fröbel e.V. / "Kieke mal" aus Sicht des Betriebsrates
Hans-Jörg Wilkens
Bausteine für ein mitarbeiter- und bürgerorientiertes BürgerServiceCenter in Bremen
Das Projekt aus Sicht der Amtsleitung
Doris Hülsmeier / Peter Garrelmann / Marita Rosenow / Hildegard Piplak / Milko Neumann / Harm Dunkhase
Das BürgerServiceCenter Bremen aus personalrätlicher und gewerkschaftlicher Sicht

Begleitforschung zum Projekt "Zeitfragen sind Streitfragen"


Ute Buggeln / Ulrich Mückenberger
Zeitpolitische Entdeckungsverfahren
Choice-Work, Bürgergutachten, Mediation
Barbara Dürk / Beate Herzog
Die Beteiligung der Betroffenen als Voraussetzung für den Projekterfolg
Inhalt, Struktur, Verfahren, Instrumente
Helga Hentschel
Warum Zeitfragen immer noch vor allem Frauenfragen sind
Anhang: Materialien

Autorenreferenz

Frank Beyer, Betriebsratsvorsitzender, Filiale Galeria Kaufhof am Ostbahnhof, Berlin Ute Buggeln, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Geschäftsführerin der Forschungsstelle Zeitpolitik an der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik Ulrike Burchardt, Mitglied des Betriebsrates von Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH Ina Colle, Frauenvertreterin, Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH Harm Dunkhase, Vorsitzender des Personalrats Stadtbremische Ortsämter, arbeitet im BürgerServiceCenter Horn-Lehe Barbara Dürk, Arbeitszeitberaterin bei ISA CONSULT GmbH, Frankfurt a.M. Peter Garrelmann, Mitglied des Gesamtpersonalrats für das Land und die Stadtgemeinde Bremen Heidemarie Gerstle, Frauensekretärin im ver.di Landesbezirk Berlin-Brandenburg Helga Hentschel, Abteilungsleiterin Frauen der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen, Berlin Beate Herzog, Arbeitszeitberaterin bei ISA CONSULT GmbH, Frankfurt a.M. Doris Hülsmeier, Mitglied des Gesamtpersonalrats für das Land und die Stadtgemeinde Bremen Ernst-Otto Kock, Geschäftsführer Personalmanagement Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH Margret Mönig-Raane, stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Ressortleiterin der Bereiche tarifpolitische Grundsatzabteilung, Frauen- und Gleichstellungspolitik, Wirtschaftspolitik und Genderpolitik Vera Morgenstern, Leiterin des Bereiches Frauen- und Gleichstellungspolitik, ver.di Bundesverwaltung Ulrich Mückenberger, Professor für Arbeitsrecht und Leiter der Forschungsstelle Zeitpolitik an der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik Milko Neumann, Mitarbeiter im BürgerServiceCenter Bremen Mitte, Mitglied des Personalrats Stadtamt Hildegard Piplak, Mitglied des Personalrats Stadtamt, Bremen Kerstin Priebisch, Mitglied des Betriebsrates FRÖBEL e.V., Berlin Marita Rosenow, stellvertretende Vorsitzende des ver.di-Landesbezirks Niedersachsen-Bremen Christoph Schilling, Geschäftsführer, Kaufhof Warenhaus AG, jetzt Filiale Galeria Kaufhof Berlin-Hohenschönhausen Gabriele Scholz-Sikojev, stellvertretende Geschäftsführerin Kita Berlin, FRÖBEL e.V. Heike Werner, Ressortkoordinatorin der Bereiche Genderpolitik, Grundsatz Tarifpolitik, Frauen- und Gleichstellungspolitik und Wirtschaftspolitik im ver.di Bundesvorstand, Berlin Hans-Jörg Wilkens, Amtsleiter Stadtamt Bremen

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