Gerald Munier

Thomas Morus

Urvater des Kommunismus und katholischer Heiliger

340 Seiten | 2008 | EUR 22.80
ISBN 978-3-89965-285-7 1

Titel nicht lieferbar!

 

Kurztext: Mit dieser Thomas-Morus-Biografie wird die Aufbruchstimmung des Humanismus beim Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit für das beginnende 21. Jahrhundert aktualisiert: Morus als Ahnherr der unsterblichen Idee vom gemeinsamen Wirtschaften statt zerstörerischer Konkurrenz.

Inhalt & Leseprobe:

VSA_Munier_Thomas_Morus.pdf120 K

Die Biografie des Bielefelder Historikers Gerald Munier porträtiert die faszinierende Persönlichkeit Thomas Mores (lat. Morus, 1478-1535). Der Verfasser des Romans Utopia (1516) gilt als neuzeitlicher Entdecker der Idee des Kommunismus. Gleichzeitig wird der spätere englische Lordkanzler von der katholischen Kirche als Heiliger verehrt, weil er dem Papsttum gegen den englischen König Heinrich VIII. (1509-1547) die Treue hielt und dafür ein Martyrium auf sich nahm, welches unter dem Fallbeil endete.

Der Autor verfolgt mit seiner Abhandlung aber nicht nur den Zweck, das streitbare Wirken von Morus in Erinnerung zu rufen. Vielmehr gewinnt der Utopia-Verfasser als Architekt des ersten modellhaften Sozialismusentwurfs heute erneute Aktualität, scheint doch die durch den Marxismus vorhergesagte Negation des Kapitalismus auf dem Wege von Klassenkämpfen nicht eintreten zu wollen.

Überdies wäre nach dem Scheitern des Realsozialismus zu konkretisieren, was eigentlich genau unter einer sozialistischen Gesellschaft oder einer Produktionsweise ohne Privateigentum an Produktionsmitteln zu verstehen ist. Da erweist sich mancher polit-ökonomische Gedanke des großen Humanisten zu Beginn der Neuzeit als erstaunlich brauchbar für die Jetztzeit.

Der Autor
Dr. phil. Gerald Munier (Jahrgang 1951) wurde in Hannover geboren, Abitur 1972 in Nordhorn, Studium der Fächer Politologie, Philosophie und Geographie an der Philipps-Universität in Marburg/Lahn und der Fächer Geschichte und Geographie an der Universität Bielefeld mit Abschluss der Befähigung zum Lehramt, später Promotion in Geschichte/Philosophie. Seit 1985 geschäftsführender Redakteur der Fachzeitschrift "Alternative Kommunalpolitik", gelegentliche Lehrveranstaltungen an der Universität Bielefeld im Fachbereich Geschichte.
Veröffentlichungen/Herausgeberschaft: Geschichte im Comic (Hannover 2000); Kriminalität und Sicherheit (Berlin 2002); Kommunal Politik machen (Bielefeld 2007); Stadt, Land, Grün – Handbuch für alternative Kommunalpolitik (Bielefeld 2008)

Zurück