Günter Wallraff / Frank Bsirske / Franz-Josef Möllenberg (Hrsg.)

Leben ohne Mindestlohn

Arm wegen Arbeit

Niedriglöhner, Leiharbeiter und »Aufstocker« erzählen

176 Seiten | 2011 | EUR 12.80
ISBN 978-3-89965-447-9 1

Titel nicht lieferbar!

 

Kurztext: Dumpinglohn hat ein Gesicht. Das zeigt dieses Buch zur Dumpinglohnwirklichkeit in Deutschland. Deshalb: Gesetzlicher Mindestlohn jetzt!

Inhalt & Leseprobe:

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In diesem Buch kommen Menschen zu Wort, denen öffentlich kaum Gehör geschenkt wird: so genannte Niedriglöhner. Sie berichten eindringlich von kargen Löhnen, schlechten Arbeitsbedingungen und fehlenden Perspektiven für ein lebenswerteres Leben – und von ihrem Wunsch nach Veränderung. Ulrich Jonas u.a. haben ihre Berichte journalistisch aufbereitet, Analysen von Experten runden das Buch ab und zeigen, warum in Deutschland immer mehr Menschen mit Armutslöhnen abgespeist werden, wie Lohndumping erfolgreich bekämpft werden kann und warum ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn wichtiger ist denn je.

Ab Mai 2011 gilt in Deutschland die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit: Die Grenzen für Wanderarbeiter aus den EU-Staaten Osteuropas werden geöffnet. Nach Einschätzung aller Experten arbeiten viele von ihnen zukünftig für Niedriglöhne in Deutschland. Wie verbreitet Armutslöhne hierzulande heute schon sind und welche dramatischen Folgen das hat, beschreibt dieses Buch.

»Arm ist ein Kind, wenn es spürt, dass es sich weniger leisten kann, als seine Freunde. Wenn es zu Hause immer wieder in den Überlebenskampf einbezogen wird. Eine arbeitsgerechte Bezahlung hat auch etwas mit Würde zu tun, sie ist ein Wert. Kinder brauchen diesen Wert, um ohne spürbare Sorgen aufzuwachsen.« (Bernd Siggelkow, Arche Berlin)

Die Herausgeber

Günter Wallraff: »Auch deshalb muss dieses Buch erscheinen. Denn es skandalisiert nicht nur die Niedertracht – es feiert auch die Solidarität, die Hoffnung, die wir trotz allem nicht verloren haben.«

Frank Bsirske (Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di): »Nahezu eine Million Menschen, darunter 400.000 Vollzeitbeschäftigte, sind darauf angewiesen, ihre Niedriglohn-Einkünfte auf Arbeitslosengeld-II-Niveau aufzustocken. Hier bereichern sich private Firmen am Geld der Steuerzahler. … Diese Gerechtigkeitslücke ist nur durch einen flächendeckenden und existenzsichernden Mindestlohn zu schließen.«

Franz-Josef Möllenberg (Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, NGG): »In Zeiten der Globalisierung ist ein gesetzlicher Mindestlohn unabdingbar, um soziale Standards vor Aushöhlung zu schützen. Ihn befürworten inzwischen 80% der Bundesbürger.«

Die Initiatoren

Die Initiative Mindestlohn ist ein Bündnis von Organisationen und Einzelpersonen, das für die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland streitet. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) haben die Initiative im Januar 2006 gemeinsam ins Leben gerufen und bis heute mit vielen Aktivitäten in der Öffentlichkeit auf die Notwendigkeit eines gesetzlichen Mindestlohns hingewiesen. Das Motto: Deutschland braucht den gesetzlichen Mindestlohn! Mehr Informationen unter www.initiative-mindestlohn.de, www.dumpinglohnmelder.de, www.dumpinglohnbuch.de

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