Frank Bsirske/Klaus Dörre/Jeanne Chevalier/Andrea Ypsilanti u.a.

Ein anderes Europa ist möglich

Demokratisch, friedlich, ökologisch, feministisch, solidarisch
Herausgegeben von Attac

240 Seiten | Januar 2019 | im Warenkorb vorbestellen | EUR 16.80
ISBN 978-3-89965-844-6

 

Kurztext: Dokumentation von Vorträgen und Diskussions­beiträgen des Europa-Kongresses von Attac Deutschland, der vom 5. bis 7. Oktober 2018 in der Universität Kassel stattfindet.


Die vielfältigen Debatten, Kämpfe und Ideen sozialer Bewegungen, Gewerkschaften und linker Parteien haben ein gemeinsames Ziel: die Schaffung eines demokratischen, friedlichen, ökologischen, feministischen und solidarischen Europas.

Doch davon sind wir weit entfernt: Unter dem Eindruck der Dauerkrise ist der historische Vertrauensvorschuss der Europäischen Integration aufgebraucht. Armut, soziale Ungleichheit und Ausgrenzung nehmen drastisch zu; in der Eurokrise werden nicht Menschen, sondern Banken gerettet. Die EU wird mehr und mehr als neoliberales Elitenprojekt wahrgenommen. Im Umgang mit Geflüchteten fühlen sich die zahlreichen freiwilligen Helfer von ihren Regierungen im Stich gelassen, während sich »Europa« unfähig zeigt, entlang der humanen »europäischen Werte« zu handeln, die sonst gerne ins Schaufenster gestellt werden. Trotz positiver Ansätze bleiben Klima- und Umweltschutz weitgehend auf der Strecke. Säbelrasseln an der russischen Grenze und Aufrüstung verhöhnen den Friedenswillen der Menschen in Europa.

Aus alledem ergibt sich eine Legitimationskrise, von der jedoch vielerorts nur die Rechte profitiert. Links des Zentrums herrscht Klärungsbedarf:

  • Wie können Demokratie, Soziales und Umwelt in den Vordergrund gerückt werden?
  • Wie kann eine Europäische Kooperation aussehen, die nicht auf den EU-Raum begrenzt ist?
  • Können EU-Binnenmarkt und Euro progressiv reformiert werden und wenn nicht, was sind die Alternativen?
  • Wie kann ein friedliches Europa erreicht und erhalten werden?
  • Wie vernetzen wir uns, um gemeinsam schlagkräftiger zu werden?

Über diese und andere Fragen wird beim Attac-Europakongress im Oktober 2018 kontrovers und offen diskutiert. In den Blick genommen wird das, was Differenzen überbrückt und wo sich Schnittstellen für gemeinsame Forderungen und Kampagnen ergeben, ganz im Sinne einer Mosaiklinken.

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