Wie in diesen schwierigen Zeiten unsere Arbeit charakterisieren? Eine Zeile aus Pablo Nerudas »Ode an das Buch« hilft.

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Edelbert Richter

Die Linke im Epochenumbruch

Eine historische Ortsbestimmung

304 Seiten | 2009 | EUR 20.80 | sFr 36.20
ISBN 978-3-89965-348-9

 

Kurztext: Edelbert Richter liefert Bildungselemente für eine geschichts­bewusste moderne Linke.


Die Vereinigung einer in Deutschland lange Zeit gespaltenen Linken zwingt dazu, sich der eigenen Tradition neu zu vergewissern. Allerdings herrscht beim Umgang mit der Tradition viel Verlegenheit, die mit alten geschichtlichen Fronten zusammenhängt. Die PDS hatte immer noch Schwierigkeiten, bei der Bestimmung ihres einzubringenden Erbes die richtigen Namen zu nennen: Stalin gehört zweifellos nicht dazu, aber Lenin? Dann kam die WASG hinzu mit vielen ehemaligen Sozialdemokraten. Will sie die SPD beerben, d.h. ihr die Tradition streitig machen? Da die SPD nun selbst im Niedergang begriffen ist, nachdem schon die kommunistischen Parteien ihren Einfluss verloren haben, haben wir es mit einem Epochenumbruch der sozialistischen Bewegung und ihrer Idee überhaupt zu tun.

Darüber hinaus zeigt die Finanz- und Umweltkrise, dass auch die neoliberale Epoche zu Ende geht – eine ungeheure Zuspitzung der Situation. Edelbert Richter untersucht die Traditionen der Linken nach Orientierungen für diese Herausforderungen.

Der Autor:
Edelbert Richter, Dr. theol., 1990-2002 MdEP und MdB (SPD), Lehrbeauftragter für Philosophie an der Universität Weimar. Zuletzt erschien bei VSA: "... dass die Macht an sich böse ist." Eine Aktualisierung von Jacob Burckhardt, Hamburg 2006.

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