Wie in diesen schwierigen Zeiten unsere Arbeit charakterisieren? Eine Zeile aus Pablo Nerudas »Ode an das Buch« hilft.

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Karl Georg Zinn

Die Keynessche Alternative

Beiträge zur Keynesschen Stagnationstheorie, zur Geschichtsvergessenheit der Ökonomik und zur Frage einer linken Wirtschaftsethik

192 Seiten | 2008 | EUR 16.80
ISBN 978-3-89965-323-6 1

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Kurztext: Karl Georg Zinn stellt für die sozial zutiefst gespaltene Gegenwart die tatsächliche Keynessche Alternative vor.

Inhalt & Leseprobe:

VSA_Zinn_Keynessche_Alternative.pdf180 K

Die Globalisierung ergab sich als der Versuch der alten kapitalistischen Ökonomien, eine Antwort auf die in den 1970er Jahren einsetzende Wirtschaftskrise zu geben.

Die Dauerkrise eskalierte über die vergangenen dreißig Jahre und schuf die Voraussetzungen für den Supergau der westkapitalistischen Volkswirtschaften. In der 38. Kalenderwoche des Jahres 2008 demonstrierte der Quasi-Zusammenbruch großer US-amerikanischer Banken, der nur durch ein auf 700 Milliarden US-Dollar beziffertes Rettungsprogramm der amerikanischen Regierung abgewendet wurde, der Weltöffentlichkeit, wie weit die Zerrüttung der westlichen Hegemonialmacht bereits vorangeschritten ist.

Dieser heikle Versuch der Problemlösung kann nicht von Dauer sein. Im 21. Jahrhundert wird eine grundlegende Revision der Wachstumsorientierung erforderlich werden. Vollbeschäftigung ohne Wachstum oder weitgehende Zerstörung des Massenwohlstands in einer eskalierenden Systemkrise lauten die Alternativen.

Der Autor:
Karl Georg Zinn ist emeritierter Professor der Volkswirtschaftslehre der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen.

Inhaltsübersicht
(das komplette Inhaltsverzeichnis sowie Leseproben gibt es in der pdf-Datei)

Vorwort

I. Keynes war kein Wachstumsfetischist: Zum Defizit des Mainstream-Keynesianismus
1. Rezeptionslücke des Keynesianismus: Die Langfristperspektive der Keynesschen Ökonomik
2. Keynes als Alternative(r)?
3. Wachstum und Wohlstand – Die Konjunktion ist obsolet

II. Kulturelle und moralische Dimensionen der Sozialökonomie
4. Warum sind die Schweden die besseren Sozialdemokraten?
5. Bekenntnis und Begründung – Überlegungen zur (linken) Sozialethik
6. Globaler Finanzkapitalismus: Spielregeln für Ganoven, kriminelle Spieler und korrumpierte Schiedsrichter

III. Alter Kapitalismus im Neuen China? – Zum Ende des imperialen Westkapitalismus
7. Der Aufstieg des Sinokapitalismus – Historische Entwicklungsstufen lassen sich nicht überspringen
Sinokapitalismus – eine neue Art kapitalistischer Produktionsverhältnisse?
8. "Staatssozialismus" und Reformpolitik im Alten China und ihr Scheitern an der Klassenherrschaft der chinesischen "Gentry"

IV. "Ohne Herkunft keine Zukunft" – Zu historischen Aspekten der politischen Ökonomie
9. Mindert die Enthistorisierung der Nationalökonomie ihre Kompetenz zur Problemwahrnehmung und Problemlösung?
10. Heinrich Ludwig Lambert Gall – der unbekannte Frühkeynesianer des 19. Jahrhunderts

Literatur
Quellennachweise

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