Rudolf Stumberger

Das Projekt Utopia

Geschichte und Gegenwart des Genossenschafts-
und Wohnmodells "Familistère Godin"

144 Seiten | 2004 | EUR 12.80 | sFr 23.20
ISBN 3-89965-096-4 1

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Kurztext: Rudolf Stumberger erzählt die Geschichte des utopischen Projektes Familistère Godin und seiner Entwicklung bis ins 20. Jahrhundert. Sein Buch orientiert sich am Aufruf Pierre Bourdieus, sich der Vielfalt sozialer Erfahrungen in Europa zu erinnern.


1856 gründete der philantropische Ofenfabrikant Jean Baptiste Godin in Guise in der Picardie (Nordfrankreich) so genannte Sozialpaläste, d.h. Großwohnanlagen für die Arbeiter seiner Fabrik. Godin stand in der Tradition des utopischen Sozialisten Fourier. Die Wohnanlagen für je 500 Bewohner waren mit jeweils einem überdachten Innenraum und mit modernen Ausstattungen (z.B. Müllschluckern) versehen; überdies gehörten zur Anlage ein Theater, Schulen, Restaurants, Wirtschaftsgebäude, Schwimmbäder etc.

1888 wurden die Wohnanlage und die Fabrik in eine Art Genossenschaft ungewandelt. Das utopische Experiment dauerte immerhin bis 1968. Sozialpaläste und Fabrik existieren heute noch und sind in Betrieb, wenn auch privatisiert. Derzeit wird das Ensemble in einem millionenschweren Sanierungsprojekt restauriert. In diesem Buch wird die Verbindung zwischen der (in sich durchaus widersprüchlichen) sozialen Utopie und deren architektonischer Struktur herausgearbeitet.

Der Autor:
Rudolf Stumberger arbeitet als freier Journalist und als Dozent (Soziologie des Wohnens, Mediensoziologie) an der Ludwig-Maximilians-Universität München und an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München.

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