Jürgen Wagner

Das ewige Imperium

Die US-Außenpolitik als Krisenfaktor

172 Seiten | 2002 | EUR 12.80 | sFr 23.20
ISBN 3-87975-884-0 1

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Die außenpolitischen Eliten der USA behaupten, das Ziel der US-Politik sei die Sicherung des Weltfriedens. Der Autor untersucht deren Konzepte und kommt zu dem Schluss: In der Praxis ist die Außenpolitik der USA auf Maximierung ihres politischen Einflusses gerichtet.


Seit dem Ende des Kalten Krieges stellt die Festigung der eigenen Position als einzig verbliebene Supermacht das überragende Ziel der US-Außenpolitik dar. Diese ist in der Praxis bereits vor, insbesondere aber auch nach den Terroranschlägen des 11. September ausschließlich als Politik zur Wahrung der US-Hegemonie zu begreifen. Die außenpolitischen Eliten der USA haben sich hierfür ein theoretisches Legitimationskonstrukt zurechtgelegt, das die rigorose Wahrung der US-Interessen und damit ihrer hegemonialen Stellung als ein pazifizierendes Element der Weltpolitik begreift.

Dieses Votum für die Machtpolitik nimmt einerseits weiten Teilen der Weltbevölkerung jegliche Möglichkeit auf eine menschenwürdige Existenz, was eine der Hauptursachen für die zu beobachtende Zunahme des Terrorismus ist. Andererseits verschärft sie auch zahlreiche Konflikte im zwischenstaatlichen Bereich und birgt damit eine ständige Eskalationsgefahr in sich. Damit erreicht die US-Außenpolitik das genaue Gegenteil dessen, was sie propagiert, und erweist sich als permanenter Krisenfaktor.

Die theoretischen Grundlagen der US-Außenpolitik, das weist die Analyse nach, basieren deshalb auf falschen Vorausetzungen oder bilden lediglich einen Deckmantel für egoistische Interessen. Nimmt Washington seine propagierten Ziele ernst, Konflikte im internationalen System verringern zu wollen, bleibt nur die radikale Abkehr von der bisherigen Ausrichtung auf eine machtmaximierende Politik.

Der Autor:
Jürgen Wagner (Jahrgang 1974), 1997-2002 Studium der Politikwissenschaft, Geschichte und Soziologie in Tübingen. Er ist Vorstandsmitglied der Informationsstelle Militarisierung (IMI) mit dem Schwerpunkt US-Außen- und Sicherheitspolitik. Zahlreiche Veröffentlichungen von Artikeln zum Thema, u.a. in Freitag, Neues Deutschland, antimilitarismusinformation, analyse und kritik, Graswurzelrevolution, Zeitung gegen den Krieg u.a; mehrere Studien für die Informationsstelle Militarisierung (IMI), das Berliner Informationszentrum für transatlantische Sicherheit (BITS), das Institut für sozial-ökologische Wirtschaftsordnung (isw) und die PDS-Bundestagsfraktion.

Rezensionen

In Wissenschaft und Frieden, Heft 1/2003, S. 55 bespricht Lars Klingbeil Jürgen Wagners Buch: Viele Bücher sind und viele Bücher werden noch erscheinen, die sich mit dem 11. September und den folgenden weltpolitischen Veränderungen beschäftigen. Hier setzt auch Jürgen Wagner an: In seinem Buch untersucht er die neue US-amerikanische sicherheitspolitische Strategie, fragt nach Alternativen und ganz besonders nach der zukünftigen Rolle der Europäischen Union in der Weltpolitik. Am Anfang des Buches steht die Analyse der außenpolitischen Präferenzen der USA. Überschaubar werden dabei die einzelnen Ansätze der US-Außenpolitik und ihr Agieren in den internationalen Beziehungen dargestellt. Es wird deutlich, wie stark die USA versuchen, die Globalisierung zum Ausbau ihrer kulturellen Vorherrschaft zu nutzen. Der Ausbau von US-Hegemonie stützt sich dabei auf die weltweite, militärische Dominanz. Wie massiv die Ausbreitung der Hegemonialpolitik und das Ziel der Machtmaximierung in der neuen sicherheitspolitischen Ausrichtung der USA steht, wird im zweiten Kapitel ("Das Imperium schlägt zurück") beschrieben. Wagner geht auf die aktuellen Ereignisse ein (Afghanistan, Irak etc.) und verbindet diese mit den strategischen Ansätzen der Bush-Administration. Auch neue Kriege werden angedeutet: "Mit der Bush-Doktrin wurde schnell klar, dass Washington weitere Angriffe plant." (S. 91) Anhand zahlreicher Zitate wird belegt, dass geostrategische und ökonomische Interessen hinter dem sogenannten Kampf gegen den internationalen Terrorismus stehen und wie der Freiheitsbegriff in diesem Kampf missbraucht wird. Ein größerer Teil des Buches widmet sich dem kaspischen Raum, der – der amerikanischen Logik folgend – zentraler Konfliktpunkt im geostrategischen Interesse der USA sein dürfte. Kritisch werden im dritten Kapitel die neue US-Strategie und der unilateralistische Ansatz unter die Lupe genommen. Wagner spricht sich für langfristige Schritte zur Deeskalation aus und deutet an, wie sich die US-Politik ausrichten müsste, um Frieden zu sichern. Eine neue Ära der Weltpolitik, so Wagner, würde sich dann einstellen, wenn die USA auf "kooperative Zusammenarbeit der Großmächte" setzen würden und damit auf Deeskalation. "Damit wäre der Weg frei für eine Konzentration auf die Förderung von Demokratie, wirtschaftlicher Entwicklung, internationaler Kooperation gegen Proliferation und die Stärkung ziviler Formen der Konfliktbearbeitung bei gleichzeitigem Gewaltverzicht." (S. 142) Im letzten Kapitel wird die Rolle der Europäischen Union diskutiert. Jürgen Wagner sieht drei mögliche Entwicklungslinien: Europa als Zivilmacht, Europa in einer Allianz der Besitzenden mit den USA oder Europa als militärisch gestärkter Konkurrent der USA. (S. 145) Man muss Wagner in der Begrenzung auf diese drei möglichen Entwicklungslinien nicht zustimmen. Die Debatte, die er hier aufmacht, dürfte aber zentral sein für die sicherheitspolitische Diskussion der kommenden Jahre. Welche Rolle spielt die Europäische Union künftig in der Weltpolitik und wie soll sie diese Rolle wahrnehmen? Wagner spricht sich für die Rücknahme der begonnenen Schritte der Militarisierung aus und fordert die Herausbildung einer Friedensmacht Europa. Jürgen Wagner hat mit "Das ewige Imperium" ein Buch vorgelegt, dass tiefgreifend analysiert, sich auch mit dem historischen Kontext befasst und nützlich ist für die aktuelle politische Debatte. Nebenbei sei bemerkt, dass das Buch auch eine gute Literaturübersicht zum Thema bietet und angenehm zu lesen ist. Unter dem Titel "Überlegenheit um jeden Preis. Die Amerikaner geraten zusehends in Isolation - Folge der Außenpolitik der Regierung George W. Bush, die die Partner immer häufiger düpiert." hat Marianne Bäumler im Kölner Stadt-Anzeiger vom 5. September 2002 das Buch besprochen. "Auf Grund der globalen Natur unserer Interessen und Verpflichtungen müssen die USA ihre militärisehe Präsenz in Übersee sowie die Fähigkeit, schnell weltweit Macht ausüben zu können, erhalten, um eine Dominanz auf allen Gebieten zu erlangen." Dieses Zitat ist einer der zahlreichen gut recherchierten Originaltöne amerikanischer Selbstgerechtigkeit, mit welchen der Tübinger Politologe Jürgen Wagner auf die Risiken imperialer Vorherrschaft der Bush-Administration aufmerksam macht. Aus dem vorbildhaften Demokratie-Verständnis amerikanischer Politik scheint sich eine Überlegenheits-Ideologie um jeden Preis entwickelt zu haben. "Das Recht des Stärkeren" wird zur Devise einer Geopolitik, die geradezu panisch nach dem Ende des Kalten Krieges unbedingt einzige Supermacht bleiben wollte. Ausschließlich "der Wille zur Machtmaximierung ist handlungsleitend". So konzentriere sich eine selektive Wahrnehmung in Pentagon und "foreign Office" zwar auf "die Gefahren der Verbreitung von Massenvernichtungsmitteln" in so genannten Schurkenstaaten, die US-eigenen riesigen Waffen-Arsenale dürften aber von keinem europäischen Verbündeten ernsthaft in Frage gestellt werden. Auch die amerikanische "Abneigung" gegenüber internationalen Organisationen, Verträgen und kooperativem Verhalten ist sowohl unter Demokraten und Republikanern weit verbreitet. "Allerdings habe sich diese Tendenz unter George W. Bush und nachdem 11. September 2001 dramatisch verschärft." Solche Besorgnis des Politologen Jürgen Wagner erfuhr gerade in Johannesburg bedrückende Aktualität. Das heutige Weltsystem beruht nicht auf einem Mächtegleichgewicht, sondern auf der amerikanischen Hegemonie, ob in der Finanzwelt oder im Bezug auf internationale Sicherheitsstrukturen. "Jede Verringerung dieses Einflusses (würde) es anderen ermöglichen, sich ihrerseits eine größere Rolle bei der Gestaltung der Welt zu verschaffen, um auf diese Weise ihren eigenen Interessen zu dienen." Anhand solcher Formulierungen entlarvt Wagner in seinem verständlich geschriebenen und detailreichen Buch eine bedenkliche Doppelmoral amerikanischer Regierungspolitik. Diese Erkenntnis ist für den Autor auch ein Ansatz, die Gefahren des weltweiten islamistischen Terrors für uns alle zu reduzieren. Und er fordert von Europa gemeinsame Akzente einer zivilen Konfliktstrategie, um "auch die USA schrittweise zu einer Änderung ihrer Politik zu veranlassen und einen Beitrag zu einer gerechteren und friedvolleren Welt zu leisten."

Leseprobe 1

Vollständige Bibliografie

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Leseprobe 2

Vorwort

Schon vor den Anschlägen des 11. September 2001 gab es Menschen, wie etwa den amerikanischen Politikprofessor Chalmers Johnson, die besorgt auf mögliche Folgen der US-Außenpolitik hinwiesen: »Anstatt nach dem Kalten Krieg abzurüsten, widmeten sich die Vereinigten Staaten unklugerweise der Aufrechterhaltung eines weltumspannenden Imperiums. [...] Dass Washington stattdessen alles tut, was in seiner beträchtlichen Macht steht, um Strukturen aus dem Kalten Krieg aufrechtzuerhalten, selbst ohne die Rechtfertigung des Kalten Krieges, lässt die Stationierung amerikanischer Truppen im Ausland in einem neuen Licht erscheinen. Für diejenigen, die genauer hinsehen, ist sie inzwischen der klare Beweis für eine imperiale Strategie, die der Kalte Krieg verschleierte. Die Begleiterscheinungen dieser Strategie werden wahrscheinlich in zunehmendem Maße Ressentiments gegen alles Amerikanische [...] hervorrufen, die tödliche Folgen haben können.« [1] Das vorliegende Buch beschäftigt sich mit dieser imperialen Strategie der USA, aus der sich die Ziele und Mittel der US-Außenpolitik ableiten lassen. Nur hierdurch können Washingtons Strategie und deren katastrophale Auswirkungen erklärt werden. Eine dieser Folgen waren die Terroranschläge des 11. September. Diese Angriffe auf New York und Washington und die unter dem Begriff »Krieg gegen den Terror« erfolgte Reaktion der USA dürfen nicht isoliert betrachtet werden. Nur wenn es gelingt, den Zusammenhang zwischen der imperialen US-Strategie, den Terrorangriffen des 11. September und dem »Krieg gegen den Terror« auch auf andere Aspekte der internationalen Beziehungen zu übertragen, kann die hegemoniale Politik der USA nachvollzogen und kritisiert werden. Schon vor dem 11. September waren viele davon überzeugt, dass ein terroristischer Anschlag auf die Vereinigten Staaten »den Lauf der US-Geschichte verändern könnte. Die Auswirkungen solcher Attacken auf die gegenwärtige Außen- und Innenpolitik wären tiefgreifend.« [2] Nach allgemeiner Auffassung scheint die gegenwärtige US-Politik dies zu bestätigen: »Nach dem 11. September ist alles anders.« In diesem Satz steckt allerdings nur ein Körnchen Wahrheit. Die Entscheidung der US-Regierung, auf die Anschläge mit dem massiven Einsatz militärischer Gewalt zu reagieren, ohne andere Möglichkeiten auch nur in Betracht zu ziehen, spiegelt vielmehr altbekannte Muster amerikanischer Machtpolitik wider. Verändert hat sich nur, dass diese Politik nun aggressiver denn je zuvor betrieben wird. Schon lange beschäftigten sich US-Sicherheitskreise mit der Gefahr terroristischer Angriffe auf die Vereinigten Staaten. Terrorangriffe werden hierbei als Teil eines größeren Komplexes verstanden, dem seit 1997 unter dem Begriff »asymmetrische Kriegsführung« in der Militärplanung Washingtons immer größere Bedeutung zukam. [3] Diese wird als der Versuch definiert, den »Feinde wahrnehmen, um amerikanische Stärken zu umgehen oder zu untergraben, indem Methoden angewendet werden, die sich erheblich von gewöhnlichen US-Operationen unterscheiden.« [4] Der Schutz vor solchen Angriffen hat für die amerikanische Sicherheitspolitik angeblich höchste Priorität und gehört damit in die Kategorie so genannter vitaler Interessen, die aus US-Sicht mit allen, auch militärischen Mitteln, gewahrt werden müssen. [5] George W. Bushs nationale Sicherheitsberaterin, Condoleezza Rice, stellte bereits im Jahr 2000 fest, die Verhinderung terroristischer Angriffe sei das wichtigste Ziel der US-Politik. [6] Dabei ist zu beobachten, dass die außenpolitischen Eliten der Vereinigten Staaten, die überwiegend aus Vertretern der so genannten realistischen Denkschule bestehen, weiterhin auf dieselben Strategien setzen, die in die Katastrophe des 11. September mündeten. Dass dieser Politik zugrunde liegende Weltbild wurde bereits 416 vor Christus von dem Griechen Thukydides beschrieben. »Der Melierdialog verleiht der Doktrin ›Macht macht Recht‹ vollen Ausdruck und wird von Robert Gilpin und anderen als eine zeitlose Darstellung des politischen ›Realismus‹ gefeiert.« [7] In ihm wird dargestellt, wie der von Athen geführte delische Seebund, damals die größte Macht der hellenischen Welt, im Krieg gegen seinen Rivalen Sparta mit den Bewohnern der Insel Melos verfuhr. Da diese eine strategisch wichtige Bedeutung hatte, verlangte Athen, dass die Insel dem Seebund beitreten und Tribut zahlen sollte. Die Melier lehnten dies ab und beriefen sich auf ihr moralisches Recht, Neutralität wahren zu dürfen. »Recht, so wie die Welt heute beschaffen ist, ist nur eine Sache zwischen an Macht ebenbürtigen«, antworteten die Athener, »während die Starken tun, was sie wollen und die Schwachen ertragen, was sie müssen.« [8] Die Forderung der Melier nach einer moralischen Politik wurde von Athen mit der Hinrichtung der männlichen Bevölkerung und der Versklavung aller Frauen und Kinder beantwortet. Anschließend siedelten sie auf Melos 500 attische Bürger an und übernahmen so die Kontrolle über die Insel. Damals war so etwas möglich, da kaum Risiken bzw. Vergeltungsschläge zu befürchten waren. Heute hat sich die Situation verändert. Viele Länder, aber auch nicht-staatliche Akteure verfügen nunmehr über Mittel, sich gegen einen übermächtigen Feind zur Wehr zu setzen. [9] Dies geschieht vorwiegend asymmetrisch, da ein konventioneller Konflikt mit den USA aus offensichtlichen Gründen aussichtslos ist. Es gibt zwar innerhalb der US-Administration erhebliche Differenzen über die richtigen Schritte im »Kampf gegen den Terrorismus«, dass aber das Militär die adäquaten Antworten auf diese Herausforderung liefern kann, darüber besteht Konsens. So wurden auch die am 7. Oktober 2001 begonnenen Angriffe auf Afghanistan von niemandem in der Regierung in Frage gestellt. [10] Dies hatte durchaus Methode, denn eine politische Antwort auf diese Katastrophe hätte ganz andere Probleme ins Zentrum der künftigen US-Strategie im »Kampf gegen den Terror« rücken müssen: »In der kommenden Zeit wird jede Anstrengung unternommen werden, die Frage nach dem ›warum‹ auszublenden und sich auf das wer, was und wie zu konzentrieren.« [11] Falls sich die USA dieser Frage stellen würden und sie tatsächlich gewillt wären, einen ernsthaften Versuch zu unternehmen, die Ursachen des Terrorismus wirksam anzugehen, müsste eine radikale Neubewertung der bisherigen Prioritäten amerikanischer Außenpolitik vorgenommen werden. Sie fördern das Entstehen des Terrorismus massiv und machen dessen wirksame Bekämpfung nahezu unmöglich. Da ein Umdenken nicht gewollt oder auch nur für denkbar gehalten wird, drehen sich die Diskussionen einzig darum, welche militärischen Optionen zur Verfügung stehen. Durch die ausschließliche Konzentration auf ein militärisches Vorgehen wird die Gefahr asymmetrischer Angriffe für die USA weiter zunehmen. Der einzig wirksame Schutz vor neuerlichen Anschlägen wären Maßnahmen, die das Entstehen terroristischer Gruppen verhindern, indem Ursachen effektiv angegangen werden. Die Frage, weshalb trotzdem an der bisherigen Politik festgehalten wird, steht im Zentrum dieses Buches. Der entscheidende Grund hierfür ist, dass die US-Strategieplaner der Sicherung der amerikanischen Vorherrschaft und damit verbunden, der Ausübung und Anhäufung von Macht den Vorrang einräumen. »Amerikanische Macht – militärisch, politisch, ökonomisch – ist die nicht ganz so versteckte Hand, die das amerikanische System geschaffen hat und es erhält.« [12] Dabei besteht ein Spannungsverhältnis zwischen dem Schutz der eigenen Bevölkerung und dem Streben nach rigoroser Machtausübung. Da sich beide Ziele weitgehend ausschließen und sich die US-Außenpolitik primär auf den Machterwerb konzentriert, führt diese Prioritätensetzung zu der Konsequenz, dass sich die Gefahr asymmetrischer Attacken drastisch erhöht und gleichzeitig die notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung unterbleiben. Dies erklärt das mit den Anschlägen des 11. September offensichtlich gewordene Versagen der US-Außenpolitik und zeigt, dass die Verhinderung solcher Angriffe – formal die höchste Priorität der US-Politik – [13] niedriger bewertet wird, als die Aufrechterhaltung der US-Hegemonie. Weshalb eine Neufassung der nationalen Interessen der USA und damit der amerikanischen Außenpolitik unterbleibt, die sowohl den Schutz und das Wohlergehen der eigenen Bevölkerung als auch anderer Menschen respektiert, und die Frage, wie eine alternative Politik kurz- und mittelfristig aussehen müsste, sind weitere Fragestellungen, denen im Folgenden nachgegangen werden soll. Ein Staat, dessen Macht die aller anderen Länder weit übersteigt, hat die Wahl, seine Interessen durch eine imperiale, auf Zwang setzende Politik zu verfolgen, oder er kann – als wohlwollender Hegemon – seine Macht zurückhaltend gebrauchen und auch anderen Ländern Entfaltungsmöglichkeiten einräumen. Von der Entscheidung, auf welche dieser Strategien gesetzt wird, hängt es ab, ob andere Staaten eine Hegemonie als Bedrohung ansehen oder nicht. [14] Das alte Athen entschied sich für eine imperiale Strategie und besiegelte damit seinen Niedergang. »Die Griechen des 5. Jahrhunderts unterschieden zwischen hegemonia (legitime Führerschaft) und arke (Kontrolle). [...] Als das athenische Imperium erst einmal primär auf Zwang basierte, machten sie sich Sorgen, dass Verbündete rebellieren würden, wenn sie als schwach oder unentschlossen wahrgenommen würden. Diese Angst förderte eine expansionistische Außenpolitik als ein Mittel, Macht und Entschlossenheit zu demonstrieren. Cleon und seine Nachfolger verschmähten Perikles’ defensive Strategie zugunsten einer offensiven Strategie, die auf eine imperiale Ausdehnung abzielte. [...] Der Melierdialog spiegelt den intellektuellen Niedergang der Athener in den Despotismus wider.« [15] Tragischerweise scheinen die USA diesen Fehler augenblicklich zu wiederholen. »Am Beginn eines neuen Jahrhunderts ist es wohl keine Übertreibung zu behaupten, dass, während die USA sich selbst als hegemonia betrachten, der größte Teil des Rests der Welt sie als arke wahrnimmt.« [16] Das von Thukydides beschriebene Recht des Stärkeren – arke –, war und ist sowohl vor als auch nach dem 11. September die zentrale Kategorie des amerikanischen außenpolitischen Denkens und Handelns. Diese Politik, die rigoros gegen schwächere Staaten durchgesetzt wird, befördert die Motivation zu asymmetrischer Kriegsführung und verschärft zahlreiche Konflikte der internationalen Beziehungen. Diese Sichtweise der amerikanischen Außenpolitik mag einigen Lesern als zynisch oder gar ignorant gegenüber den Opfern des 11. September erscheinen. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Noam Chomsky weist zu Recht darauf hin, dass erstens die Anschläge des 11. September durch nichts zu rechtfertigende grauenhafte Taten waren. Dies enthebe die amerikanische Politik jedoch zweitens nicht von der Notwendigkeit, die Ursachen dieser Katastrophe zu verstehen, da nur so alles unternommen werden kann, damit sich solche Anschläge nicht wiederholen. [17] Das Ziel dieses Buches ist es, hierzu einen Beitrag zu leisten. Die aus den Theorien der realistischen Denkschule abgeleitete imperiale Politik der USA riskiert auf unverantwortliche Weise zahllose Menschenleben, nicht nur in den Vereinigten Staaten, und muss deshalb kritisiert werden. Als eine Art self-fullfilling prophecy verhindert sie deeskalierende Maßnahmen und macht damit die Möglichkeit zu einem friedlichen Zusammenleben unmöglich. »Politikansätze, die auf dieser Abstraktion basieren, können Realpolitik genannt werden, aber das macht sie nicht ›realistisch‹. Zudem macht jede Vorstellung, die die Welt als anarchischen Dschungel mit herumstreifenden, egoistischen, habgierigen Nationalstaaten sieht, sie genau zu dem.« [18] [1] Johnson, Chalmers, Ein Imperium zerfällt: Wann endet das Amerikanische Jahrhundert?, München 2000, S. 7, 21.
[2] Collins, Joseph J./Horowitz, Michael, Homeland Defense. A Strategic Approach, Center for Strategic and International Studies (CSIS), Washington D.C., December 2000, S. 21. (Alle Übersetzungen englischer Zitate vom Autor.)
[3] Vgl. McKenzie, Kenneth F. Jr., The Revenge of the Melians: Asymmetric Threats and the next QDR, Institute for National and Strategic Studies (INSS), McNair Paper 62, Washington D.C., November 2000, Online Edition (OE); Odeen, Phillip A., Transforming Defense: National Security in the 21st Century, Report of the National Defense Panel, Arlington 1997; Department of Defense, Annual Defense Report to the President and Congress, Washington D.C. 2000; Allison, Graham T./Blackwill, Robert, America’s National Interest. A Report from The Commission on America’s National Interest, The Nixon Center, Washington D.C., July 2000 (OE = Online Edition). Seitenzahlen von Onlinedokumenten beziehen sich ausschließlich auf PDF-Versionen.
[4] McKenzie, Revenge, S. 2.
[5] Vgl. Allison/Blackwill, America’s National Interest, S. 14.
[6] Vgl. Hornbarger, Christopher E./Kearn, David W. Jr. (eds), National Strategies and Capabilities for a Changing World, Final Report IFPA-Fletcher Conference November 15-16, Arlington 2000, S. 78.
[7] Lebow, Richard Ned/Kelly, Robert, Thucydides and hegemony: Athens and the United States, in: Review of International Studies (2001), 27, 593-609, S. 596.
[8] Thucydides, The Peloponnesian War, The Melian Dialogue (Book 5, Chapter 17), Translated by Richard Crawley (OE), S. 2. Hier wurde auf die etwas stärkere englische Übersetzung zurückgegriffen und diese ins Deutsche rückübersetzt.
[9] Vgl. Friedman, Thomas L., World War III, New York Times (NYT), 13.09.01 (OE).
[10] »Ungeachtet ernster Differenzen innerhalb der Bush-Administration, wie der Krieg gegen den Terror geführt werden soll, gab es eine totale Einstimmigkeit, über die Notwendigkeit der Militärschläge in Afghanistan.« Vgl. Novak, Robert, Next Target Saddam?, Chicago Sun-Times, 08.10.01 (OE).
[11] Fisk, Robert, Bush is Walking into a trap, The Independent, 16.09.01 (OE).
[12] Ikenberry, John, American power and the empire of capitalist democracy, in: Review of International Studies (2001), 27, S. 191-212, S. 197.
[13] »Inland-Verteidigung, kann als das wichtigste all unserer traditionellen Interessen angesehen werden.« Vgl. Collins/Horowitz, Homeland Defense, S. 8.
[14] Ikenberry, American power, S. 196; eine etwas differenziertere Beschreibung bieten Kubbig, Bernd W./ Dembinski, Matthias/Kelle, Alexander, Unilateralism as Sole Foreign-Policy Strategy? American Policy toward the UN, and the OPCW in the Clinton Era, PRIF-Reports No. 57 o.j., S. V.
[15] Lebow/Kelly, Thucydides and hegemony, S. 593ff.
[16] ebd., S. 608.
[17] Vgl. Chomsky, Noam, Die Kultur, in der wir leben, Junge Welt, 03.01.02.
[18] Galtung, Johan, Die andere Globalisierung. Perspektiven für eine zivilisierte Weltgesellschaft im 21. Jahrhundert, Münster 1998, S. 239.

Leseprobe 3



Inhalt:

Einleitung

Kapitel 1
Die außenpolitischen Präferenzen der USA


1. Die Theorie des »Offensiven Realismus«
2. Beyond Anarchism: Die Merkmale des Systems internationaler Beziehungen
Die potenziellen Großmächte
Militärische Vorherrschaft
Kulturelle Vorherrschaft
Unilateralismus
Globalisierung
Spaltung: Reiche und Habenichtse
Demokratisierung?
Zum Scheitern gebrachte Staaten
Die Schurkenstaaten
Proliferation
Fazit
3. Die Entstehung terroristischer islamischer Gruppen

Kapitel 2
Das Imperium schlägt zurück


1. Die Ausrufung des permanenten Kriegszustands
2. Das erste Ziel: Die Taliban-Regierung
3. Die Anschläge: Auslöser eines längst beschlossenen Krieges
4. Blut für Öl
Showdown in der kaspischen Region
Die USA als künftige Ordnungsmacht
Afghanistan und die Pipelinerouten
»Great Game« und US-Kriegsentscheidung
Die kaspischen Ressourcen und der indische Markt
5. Die kommende (Anti-)Terror-Strategie der USA
Bushs (atomare) Erstschlagsdoktrin
Die »Achse des Bösen«
Nächster Stopp Bagdad
Im Visier der USA – die Vorbereitung weiterer Angriffe
Erhöhte Interventionsbereitschaft in »Dschihadistan«
Die »Freiheitsdoktrin«
Kriegsdividende(n)
6. Fazit

Kapitel 3
Lösungsansätze


1. Der Krieg gegen Afghanistan – ein Bruch des Völkerrechts
2. Unilateralismus à la Bolton
3. Erste Schritte für eine langfristige Deeskalation
4. Die Sackgasse der US-Strategie
5. Zum Terror verdammt
6. Das Paradox der Hegemonie
7. Vom Kopf auf die Füße: Die Neuformulierung der US-Prioritäten

Kapitel 4
Die EU am Scheideweg


1. Zivilmacht? Nein danke!
2. Die Lugar-Doktrin: Washington stellt die Gretchenfrage
3. Im Windschatten der Weltmacht
4. Die EU als mögliche militärische Großmacht
5. Quo vadis NATO?
6. Die EU als zivile Gegenmacht
Schlussbemerkungen
Ausgewählte Literatur (das ausführliche Literaturverzeichnis [mit vielen URLs] gibt es nur hier im Netz unter "Leseprobe")

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