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Freerk Huisken

Brandstifter als Feuerwehr: Die Rechtsextremismus-Kampagne

Nichts als Nationalismus 2

176 Seiten | Das Buch ist vergriffen
Unter Inhalt & Leseprobe gibt es den kompletten Inhalt als pdf-Datei
| 2001 | EUR 10.20
ISBN 3-87975-805-0 1

Titel nicht lieferbar!

 

Freerk Huisken demaskiert die politischen Strategien hinter dem scheinbar überfälligen Konsens gegen die rechte Gewalt: Nicht deren Opfern, sondern den negativen Auswirkungen auf den deutschen Standort gilt das Engagement der Demokraten.

Inhalt & Leseprobe:

Huisken_Brandstifter_als_Feuerwehr.pdf740 K

Rechtsradikale Aufmärsche, Überfälle auf Asylantenheime, antisemitische Brandsätze und Jagd auf Ausländer gehören seit Jahren zum deutschen Alltag. Doch seit einigen Monaten beginnt die Nation bei den Anschlägen plötzlich laut mitzuzählen. Und selbst Politiker, die ihren Wahlsieg dem Slogan »Das Boot ist voll!« verdanken, erklären den Rechtsradikalismus für nicht länger hinnehmbar.

Freerk Huisken hat provokative Erklärungen für diesen »Sinneswandel« der Nation: Als das wahre Opfer rechter Schläger gilt nicht der wehrlose Ausländer, sondern der Staat selbst. Nicht die Objekte der Gewalt, sondern die Wirkung auf den deutschen Standort wird beklagt. Zur Bekämpfung der neuen Faschisten fällt den Demokraten einiges ein: Gewalt der Staatsorgane, Berufsverbote, Ächtung, Bespitzelung und ein Verbot verkehrter Parteien. Zusätzlich wird das wirklich gesunde Volksempfinden mobilisiert: Auf Kommando sollen Bürger Zivilcourage zeigen« und die rechtsradikalen »Volksfeinde« aus dem nationalen Kollektiv ausschließen.

Die professionellen Jugendforscher müssen also zügig umlernen: Plötzlich soll es sich bei den Glatzen nicht mehr um »orientierungslose« Opfer von »Individualisierungsprozessen« und »sozialen Schieflagen« handeln, sondern um »politische Überzeugungstäter«. Integration ist out, Desintegration, Ächtung und Einsperren rechter Jugendlicher ist in.

Der Autor:
Freerk Huisken ist Hochschullehrer an der Universität Bremen für Politische Ökonomie des Ausbildungssektors.

Inhalt:

Einleitung
Kapitel 1
Kampf der Ausländerfeindlichkeit
oder Konkurrenz um den zeitgemäßen Nationalismus?
Kapitel 2
»In der globalisierten Wirtschaft macht Ausländerfeindlichkeit keinen Sinn.« (R. Höppner, SPD)
Kapitel 3
Umerziehung
oder: Was die Inländer in der Kampagne gegen den Rechtsextremismus lernen sollen
Kapitel 4
Ächten, ausschließen, einschließen, verbieten:
Staatliche Repression als Umerziehungsmethode
Kapitel 5
»Gedanken lassen sich nicht verbieten!«
Kapitel 6
Verordnete Zivilcourage
Kapitel 7
Das NPD-Verbot:
Eine weitere Lektion über Demokratie
Kapitel 8
Fünf Thesen des NHB zum NPD-Verbot
Kapitel 9
»Deutschland den Deutschen - Ausländer raus!« - Kritik einer Parole
Kapitel 10
Staatliche Menschensortierung nach In- und Ausländern:
Staatsbürgerschaft, »Gastarbeiter«, Einwanderungsgesetz und »demokratische Leitkultur«
Kapitel 11
Wie demokratische Bürger rechtsextrem werden
Kapitel 12
Shell-Studie Jugend 2000:
Ausländerfeindlichkeit hat nichts mit Ausländerfeindlichkeit zu tun!
Kapitel 13
Heitmeyers Kampagnen-Kritik:
Idealistische Versöhnung mit dem Kritisierten
Kapitel 14
Linker Antifaschismus in der Sinnkrise

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