Hans-Jürgen Urban (Hrsg.)

Beschäftigungsbündnis oder Standortpakt?

Das »Bündnis für Arbeit« auf dem Prüfstand

96 Seiten | 2000 | EUR 7.60 | sFr 14.00
ISBN 3-87975-788-7

 

Text ist nicht mehr lieferbar


»Unbemerkt von der Öffentlichkeit ist Schröders ›Denkfabrik‹ weit gekommen. Fachleute haben ihm für das Bündnis einen großen Umbauplan aufgeschrieben, der möglich machen soll, was der SPD-Kanzler seinen Wählern versprochen hat: Arbeit, Arbeit, Arbeit.«
Der Spiegel

Ursprünglich war das Bündnis für Arbeit als ein politischer Tausch gedacht: Lohnzurückhaltung der Gewerkschaften gegen den Verzicht der Regierung auf Sozialabbau und die Zusage der Arbeitgeber, 100.000 neue Arbeitsplätze pro Jahr zu schaffen. Als Kohl das Bündnis ablehnte, war seine Niederlage vorgezeichnet – Schröder machte es zum Hauptthema. Mit Erfolg: Nun bestimmt er den Kurs – wie die in der Tarifrunde 2000 wirksam gewordenen Lohnleitlinien zeigen.

Wohin geht der Kurs? Welche Aufgaben haben Regierung, Unternehmer und Gewerkschaften zu übernehmen? Welche politischen Ziele werden verfolgt? Antworten hierauf ergeben sich aus den Konzepten der »Denkfabrik« der neuen Sozialdemokratie: des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung in Köln mit seinem Geschäftsführer Wolfgang Streeck, einer der führenden Kanzlerberater und Mitglied der Benchmarking-Arbeitsgruppe im Bündnis. Diese Konzepte werden von den Autoren unter die Lupe genommen und auf ihre strategische Funktion – Einordnung der Gewerkschaften in nationale Wettbewerbspakte – hin untersucht.

Inhalt

Einleitung
Zwischen Eigenständigkeit und Einordnung
Oder: Was von William Shakespeare über das »Bündnis für Arbeit« zu lernen wäre

Hans-Jürgen Urban
Das Drehbuch zum »Bündnis für Arbeit«
oder: Welche Rolle die Gewerkschaften spielen müssen, um bündnisfähig zu sein
Ein Diskussionsbeitrag zur Zukunftsdebatte

Frank Deppe
Die neue Sozialpartnerschaft
Wettbewerbskorporatismus als neue »Friedensformel«

Richard Detje
Aktualität des politischen Mandats
Gewerkschaften im Bündnis für Arbeit

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