Bruno Trentin

Befreiung der Arbeit

Die Gewerkschaften, die Linke und die Krise des Fordismus
Aus dem Italienischen von Elke Müller

262 Seiten | 1999 | EUR 18.90 | sFr 33.40
ISBN 3-87975-724-0

 

Bruno Trentin vertritt die These, dass die Linke viel zu lange am überholten tayloristisch-fordistischen Entwicklungsmodell festgehalten hat. So blieb sie bis heute unfähig, die grundlegenden Krisenerscheinungen zu erfassen und Elemente einer nachfordistischen Gesellschaft aufzuzeigen. Das betrifft sowohl die politische Linke wie die Gewerkschaften.
Im zweiten Teil des Buches bezieht Trentin sich auf die Fordismus- und Staatsanalyse von Antonio Gramsci und dessen Einfluss auf die Politikkonzeptionen der westeuropäischen Linken. Gerade dieser Zusammenhang von theoretischer Fundierung und praktischer Kritik macht die Bedeutung dieser Intervention aus.


Der Autor:
Bruno Trentin war von 1988 bis 1994 Generalsekretär der italienischen Gewerkschaft CGIL und bis Mitte 1999 ihr wichtigster Stratege. Seit Juni 1999 ist er Abgeordneter der linken Demokraten (PDS, der reformierten PCI) im Europaparlament.

Inhalt:

Teil 1
Die Linke und die Krise des Fordismus

1. Gab es eine andere Linke?
2. Die Krise des Managerkapitalismus und das Ende der alten Gewissheiten
3. Die Arbeit und das Leben ändern oder zuerst die Macht erobern?
4. Die Einkommensumverteilung als Weg zum Sozialismus
5. Die Rückeroberung der Rechte
6. Vom Übergang zum »Sozialismus« zum Übergang zur »Regierbarkeit«
7. Vom »politischen Lohn« zur »Autonomie des Politischen«
8. Auf dem Weg zum »Neokorporatismus«
9. Eine Politik ohne Qualität
10. Die kulturelle Hegemonie des »wissenschaftlichen« Managements
11. Die Arbeit nach Taylor neu denken


Teil 2
Gramsi und die europäische Linke

1. Die »Krise des Marxismus«
2. Die Antwort von Gramsci
3. Der »Ordine Nuovo«
4. Lenin und Gramsci
5. Fordismus und Taylorismus in den »Gefängnisheften«
6. Gramsci und Marx
7. Der Staat als der Ort der Politik
8. Die anderen Wege
9. Arbeit und Staatsbürgerschaft

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