Wie in diesen schwierigen Zeiten unsere Arbeit charakterisieren? Eine Zeile aus Pablo Nerudas »Ode an das Buch« hilft.

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Björn Dämpfling

Arbeit und Wertschöpfung bei Marx

Eine kritische Studie über produktive und unproduktive Arbeit

336 Seiten | 2000 | EUR 24.60 | sFr 42.90
ISBN 3-87975-776-3 1

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Produktive Arbeit schafft ökonomischen Wert, unproduktive Arbeit verschlingt ihn: Diese Marxsche These gehört – wie zahlreiche neuere Publikationen belegen – noch immer zu den Schlüsselkonzepten, wenn es zu begründen gilt, warum die ökonomische Standardlehre nicht in der Lage sei, das innere Räderwerk kapitalistischer Wertschöpfung zu durchschauen.
Björn Dämpfling geht in seiner Studie u.a. der Frage nach, ob diese Form der Abgrenzung haltbar ist. Wie ist es um die Konsistenz der Marxschen Theorie in der Wertschöpfungsfrage bestellt? Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass der Konflikt von Form- und Stoffdimension in der Marxschen Darstellung von Wertbildung ein genuines, ungelöstes theoretisches Dilemma präsentiert.

Inhalt:

Einleitung

I. Abschnitt: Wertschöpfung und Produktion oder der unmittelbare Produktionsprozess


Kapitel 1: Der erste Band des »Kapital« und der Begriff der produktiven Arbeit
1.1 Ware und Geld als Dinge: Zum Problem der Stofflichkeit
Ware und Stofflichkeit
Geldware
Fetisch Stofflichkeit
Märkte
1.2 Der »einfache« Arbeitsprozess
Eine mangelhafte Abstraktion
Die allgemeine Form des Arbeitsprozesses
Arbeitsprozess und produktive Arbeit
1.3 Die Formbestimmtheit produktiver Arbeit
Der sogenannte »Wert« der Ware Arbeitskraft
Mehrwert und Produktionsweise
Marx’ Begriff der produktiven Arbeit
1.4 Produktivkraftentwicklung und Akkumulationsprozess
Der Funktionszusammenhang der gesellschaftlichen Arbeit
Akkumulationsprozess und Stofflichkeit
1.5. Exkurs: Wertbegriff und Zeitmaß
Arbeitsproduktivität und Produktionsweise
Werterhaltung und »Zeitmaß« des Werts
Ein Rettungsversuch
Kapitel 2: Wertschöpfung oder Wertabzug? Zum Begriff der unproduktiven Arbeit
2.1 Die Formbestimmtheit unproduktiver Arbeit
Marktvermittelte Arbeitsleistung
Marx’ Widersprüche
2.2 Exkurs: Staat und Arbeitsleistung
2.3 »Produktive« und »Unproduktive« Arbeit in den Marxschen Kapitalmanuskripten
»Formbestimmtheit«: Marx’ progressive Seite
»Austausch gegen Revenue«: Der klassische Fehler
Verkauf der Resultate unproduktiver Arbeit
Ankauf unproduktiver Arbeit
Ein Marxsches »quid pro quo«
Auf dem Weg zum »Kapital«
Ein Widerspruch in sich: »Unproduktive Lohnarbeit«

II. Abschnitt: Wertschöpfung und Zirkulationsprozess


Kapitel 3: Der Anteil produktiver Arbeit an der Verwertung von Kaufmanns- und Bankkapital
3.1 Die Verwertung des Kaufmannskapitals
Entwickelte kapitalistische Warenditribution
Die Zwittergestalt der Verwertung des Handelskapitals
3.2 Sogenannte »Reine Zirkulationskosten« und Handelskapital
3.3 Bankkapital und produktive Arbeit
Kapitel 4: Kritik der Marxschen Darstellung
4.1 »Das Warenhandlungskapital«
1 Der Kaufmann als »Einzelner«
Reductio ad absurdum
Zurück zur Realität?
Wertschöpfung und Handelskapital: Marx’ Dilemma
4.2 »Der kommerzielle Profit«
Vermittlungsarbeit als »verschwindende Größe«
Die Produktionsmittel des Handelskapitals
Die Verwertung reinen Zirkulationskapitals
Wohin mit den Kosten?
Die Konsequenzen eines Dogmas
Handels- versus industrielles Kapital
Der Lösung zum Greifen nah
Wunschvorstellungen
Im Kreis gelaufen
Wachsende Verwirrung
Zurück zur Basis des industriellen Kapitals

III. Abschnitt: Der Distributions- oder mittelbare Produktionsprozess


Kapitel 5: Zum Verhältnis von Kapitalzirkulation und produktiver Arbeit
5.1 Distributionskosten als Teil der produktiven Kapitalaufwendung
Der mittelbare Produktionsprozess
Reiner Formwandel als »Naturgabe«
5.2 Der Begriff der sogenannten »reinen Zirkulationskosten«
Ein Widerspruch in sich
Formbestimmtheit?
Bezugnahme auf den Gebrauchswert
Kapitalistische Warendistribution
»Abzug« vom Mehrwert?
Eine »dritte Sorte« Kapital?
Ein Bermudadreieck
Scylla und Charybdis
»Antiarbeit«
5.3 Was ist der Grund der Marxschen Widersprüchlichkeit?
Kapitel 6: Kritik der Marxschen Darstellung
6.1. »I. Reine Zirkulationskosten« und produktive Arbeit
Die sogenannten »faux frais«
Verbrennungsarbeit?
Die Angst vorm Kaufmannskapital
Stoffprimitivismus
Dreierlei
6.2« Aufbewahrungskosten« und produktive Arbeit
»Unkosten«?
Handgreiflichkeit statt Formbestimmung
Produktion im allgemeinen?
Wieder: Wohin mit den Kosten?
6.3 »III. Transportkosten«: Die Darstellung der Transportindustrie
Geheimnis Transportarbeit
Die spätere Darstellung
6.4 Die »historische« Dimension produktiver Arbeit
Buchhaltung »historisch«
Transport »historisch«
Märkte »historisch«
Gründe
Zusammenfassung
Anhang
Literatur

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