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Michael Thomas/Michael Brie (Hrsg.)

Welt(un)ordnung und Transformationen

Fallstudien zu (Ost)Deutschland im Stau und Lernprozessen in China

240 Seiten | Juni 2026 | im Warenkorb vorbestellen | EUR 19.80
ISBN 978-3-96488-275-2

 

Kurztext: Tiefergehende Änderungen in Gesellschaft und ­Natur sowie Ideen weitergehender Umgestaltungen sind oft mit dem Begriff der Transformation verbunden. Wir sind »umzingelt« von Transformationsfonds, von Transformations­piloten, Transformationsdesign etc. Aber was bedeuten gesellschaftlichen Transformationen hierzulande uns anderswo konkret? Und was lässt sich daraus für Alternativen lernen?


Die immer neuen Volten US-amerikanischer Politik à la Trump haben in Verbindung mit enthemmter autoritärer Herrschaft und der Verachtung aller Rechtsnormen bereits die Grundlagen der Weltordnung massiv beschädigt. Aber die krisenhafte und blockierende Konstellation ist kein Ergebnis erratischer Naturgesetzlichkeit, sondern hat viel zu tun mit vorhergehenden Entwicklungen und grundlegenden ökonomischen, technologischen, politischen, sozialen Trends sowie mit gesellschaftlichen Kräftekonstellationen etc. Deshalb müssen in der erneut erforderliche Vernunftkritik sowohl Fragen wie »Was können wir wissen?« als auch »Was können wir tun?« angegangen werden, um Suchprozesse nach Alternativen zu befördern.

Vor diesem Hintergrund und der biografischen Erfahrungen der Autor*innen sind die Fallstudien in diesem Band zu verstehen.


Aus dem Inhalt:

  • Einleitung: Verantwortung in verrückten Zeiten
  • Michael Thomas: Ungelöste Fragen – der problematische Weg in die Welt von heute
  • Michael Thomas: Auswege aus der transfor­matorischen Abwärtsspirale Ostdeutschlands
  • Lutz Brangsch/Judith Dellheim: Reformen im Realsozialismus der DDR und der Tschechoslowakei
  • Gabriele Zimmer: Thüringer Verfassung – eine Verfassung von unten?
  • Michael Brie: Die Kommunistische Partei Chinas als transformatorischer Akteur
  • Rainer Land: Gelenkte Marktwirtschaft: Transformation der chinesischen Ökonomie 1978–2022
  • Norbert Hagemann: Gestalten lernen, lernend gestalten: Weltordnung und Transformation


Die Herausgeber und Autor*innen:

Lutz Brangsch, Ökonom, in der DDR Studium der Politischen Ökonomie an der Hochschule für Ökonomie , später arbeitete er an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED, bis zum Ruhestand 2023 Mitarbeiter der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Michael Brie, Sozialphilosoph, Studium der Philosophie in Leningrad und Berlin, ab 1980 lehre er an der Humboldt-Universität zu Berlin, von 1999 bis 2019 Mitarbeiter der Rosa-Luxemburg-Stiftung, u.a. Direktor des Instituts für Gesellschaftsanalyse, seit November 2025 Vorstandsmitglied der Stiftung.
Judith Dellheim, Politökonomin, arbeitte in der Lehre und Forschung sowie im Außenhandel der DDR, von  2011 bis zum Ruhestand 2020 war sie Referentin der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Norbert Hagemann, Politikwissenschaftler, Außenpolitik-Studium in Moskauer, danach arbeitete er im Außenministerium der DDR und für mehrere Wirtschaftsunternehmen, von 2010 bis 2018 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Europäischen Parlament, 2019 Senior Research Fellow am WeltTrends-Institut.
Rainer Land, Rinderzüchter, studierte Philosophie und Wirtschaftswissenschaften an der Humboldt-Universität, lehre später an Universitäten in Berlin, Kabul, Göttingen und Rostock, Veröffentlichungen u.a. zu Ostdeutschland und Chinas sowie zum ökologischen Umbau und erneuerbaren Energien.
Michael Thomas, Philosoph und Soziologe, in der DDR Studium der Philosophie an der Humboldt-Universität, seit 1980 Soziologe an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED, bis zu dessen Auflösung 2022 Mitarbeiter am Brandenburg-Berliner Institut für Sozialwissenschaftliche Studien.
Gabriele Zimmer, Diplom-Sprachmittlerin, von 1990 bis 1998 war sie Landesvorsitzende der PDS in Thüringen, von 2000 bis 2003 PDS-Parteivorsitzende, von 1990 bis 2004 Miglied des Landtags Thüringen und von 2004 bis 2019 Europäischen Parlaments, Mitwirkung in der Gruppe »Neubeginn« und im Vorstand der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

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