Warum Wirtschaftsdemokratie?
Chancen für eine demokratische und nachhaltige Politik in der sozial-ökologischen Transformation
144 Seiten | Juli 2026 | im Warenkorb vorbestellen | EUR 14.80
ISBN 978-3-96488-272-1
Kurztext: Das Thema der Wirtschaftsdemokratie hat in Zusammenhang mit den tiefgreifenden Transformationsprozessen in der Wirtschaft und vor allem der Industrie neue Aktualität erhalten. Es steht in engem Zusammenhang mit der Diskussion um eine sozial-ökologische Transformation bzw. einen Systemwechsel.
Wirtschaftsdemokratie ist ein zentrales Element gewerkschaftlicher Politik, was insbesondere in Krisenzeiten immer wieder thematisiert wird.
Nach einer aktuellen Bestandaufnahme des Diskussionsstands zum Thema über Mitbestimmung und Unternehmensführung wird zunächst ausgehend von den Anfängen, die mit den Namen Fritz Naphtali und später Viktor Agartz verbunden sind, die Entwicklung der historischen Debatte um Wirtschaftsdemokratie kritisch nachvollzogen, um daraus Schlussfolgerungen für die aktuelle Auseinandersetzung ziehen zu können.
Dabei ist insbesonders auf das schwedische Modell (Meidner-Plan) einzugehen. Es geht um die Partizipation der Beschäftigten und ihrer Einflußnahme auf die Unternehmenspolitik. Dabei ist insbesondere das Verhältnis von Mitbestimmung und weitergehenden Partizipationsformen zu diskutieren.
Wirtschaftsdemokratie ist zudem eng mit der Eigentumsfrage verbunden. Mitarbeiterbeteiligung und auch die verschiedenen Modelle der Übernahme von Betrieb und Unternehmen durch die Belegschaften werden dargestellt und kritisch bewertet.
Wirtschaft im Interesse der gesellschaftlichen Entwicklung demokratisch zu gestalten, erfordert die Entwicklung eines umfassenden über die Betriebe und die Unternehmen hinausgehenden Gesamtkonzepts, das auch Überlegungen zu Wirtschafts- und Sozialräten beinhaltet. Damit ist zugleich die Frage aufgeworfen, inwieweit Wirtschaftsdemokratie zu einer sozialistischen Transformation beiträgt.
Der Autor:
Heinz Bierbaum war nach seiner Zeit als Gewerkschaftssekretär der IG Metall lange Jahre Professor und Geschäftsführer des INFO-Instituts Saarbrücken. Von 2009 bis 2017 war er Mitglied des Saarländischen Landtags für die Linkspartei, von 2019 bis 2022 Präsident der Europäischen Linken und von 2022 bis 2025 Vorsitzender der Rosa-Luxemburg-Stiftung.


