Strukturwandel und Migration im Ruhrgebiet
Industrieentwicklung, Selbstorganisation und zivilgesellschaftliches Engagement
160 Seiten | Oktober/November 2026 | im Warenkorb vorbestellen | EUR 14.80
ISBN 978-3-96488-284-4
Kurztext: Die Geschichte des Strukturwandels im Ruhrgebiet ist ohne Migration nicht zu verstehen. Und die Geschichte der Migration nicht ohne den Strukturwandel.
Die Veränderungen im Ruhrgebiet in den vergangenen Jahrzehnten waren weit mehr als eine wirtschaftliche Transformation. Mit der Industriekrise veränderten sich die Städte sowie die Arbeits- und Lebenswelten der Bevölkerung grundlegend. Gleichzeitig entstand infolge der Arbeits- und Familienmigration der Nachkriegsjahrzehnte eine dauerhafte Einwanderungsgesellschaft.
Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes fragen danach, wie Migrantinnen und Migranten von dem Strukturwandel und seinen Folgen nicht nur betroffen waren, sondern ihn aktiv mitgestalteten. Untersucht werden insbesondere Selbstorganisationen, Gewerkschaften, kommunalpolitische Strategien, Bildungsinitiativen, Erinnerungskultur und wirtschaftliche Aktivitäten als unterschiedliche Antworten auf Strukturwandel, soziale Ungleichheit und gesellschaftliche Veränderungen. Sie verbinden in ihren Beiträgen zur migrantischen Transformationsgeschichte des Ruhrgebiets geistes- und gesellschaftswissenschaftliche sowie wirtschafts- und zeitgeschichtliche Perspektiven.
Die Beiträge waren teilweise die Grundlage einer Konferenz, die im Mai 2026 gemeinsam von der Föderation Demokratischer Arbeitervereine (DIDF), dem Institut für Soziale Bewegungen (ISB) der Ruhr-Universität Bochum, der Rosa-Luxemburg-Stiftung sowie dem Interdisziplinären Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (InZentIM) der Universität Duisburg-Essen im Kunstmuseum Bochum organisiert wurde.
Mit Beiträgen von Lutz Raphael, Hans-Christoph Seidel, Moritz Müller, Victoria Huszka, Thomas Finkemeier, Emra Ilgün-Birhimeoğlu, Ufuk Altun et al., Caner Aver, Esma Çakır-Ceylan und Caner Tekin.
Die Herausgeber*innen:
Prof. Dr. Helen Baykara-Krumme ist Professorin für Soziologie mit dem Schwerpunkt Migration und Teilhabe an der Universität Duisburg/Essen;
Bernd Hüttner ist Mitarbeiter des Regionalbüros Niedersachsen der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Hannover;
Dr. Caner Tekin ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziale Bewegungen, Ruhr-Universität Bochum.


