Der rechte Rand.
Das antifaschistische Magazin (Hrsg.)

Das IfS. Faschist*innen des 21. Jahrhunderts

Einblicke in 20 Jahre »Institut für Staatspolitik«

184 Seiten | zahlreiche Fotos | 2020 | EUR 12.80
ISBN 978-3-96488-074-1

 

Kurztext: »Dass das ›Institut für Staatspolitik‹ (IfS) ein extrem rechter Thinktank ist, konnte in den vergangenen 20 Jahren im antifaschistischen Magazin ›der rechte rand‹ früh nachgelesen werden. Aus unterschiedlichen Perspektiven haben die Autor*innen des Magazins kontinuierlich die radikalen Positionen, metapolitischen Strategien oder personellen Vernetzungen recherchiert und reflektiert.« (Andreas Speit)

Inhalt & Leseprobe:

www.vsa-verlag.de-drr-Das-IfS-Faschisten-2020.pdf339 K

Vor 20 Jahren eröffnete das »Institut für Staatspolitik« (IfS), anfangs im hessischen Bad Vilbel, seit 2003 im sachsen-anhaltinischen Schnellroda angesiedelt, den politischen Kampf im vorpolitischen Raum, um Debatten anzustoßen und Diskurse zu beeinflussen. Über Jahre blieb der Einfluss dieses heterogenen Netzwerkes um Karlheinz Weißmann und Götz Kubitschek, der auch den ebenfalls in Schnellroda ansässigen Verlag »edition antaios« leitet, vermeintlich ohne große Auswirkung.

Diese »Neue Rechte« räumte im Laufe der Jahre selbst ein, dass ihr Einfluss sich in der Mitte der Gesellschaft kaum bemerkbar mache. Die angebliche wissenschaftliche Arbeit führte anfänglich jedoch zu einer moderaten Rhetorik der radikalen Argumentation, die das Spektrum rechts von der Union nach und nach aufgriff.

Erst mit den diskursiven Verschiebungen durch renommierte Persönlichkeiten ohne extrem rechten Hintergrund stieg der politische Einfluss. Das Sag- und Wählbare verschob sich. Diese Raumgewinnung nutzte das IfS, das auch das Parlamentarische nicht ignorierte. Bei der Gründung der AfD waren Akteure aus dem Milieu dabei.

Ohne das einflussreiche Personen-Netz um Björn Höcke und den angeblich aufgelösten »Flügel« in der Partei bestünde das Institut nicht, es stellt Personal und entwirft Positionen. In der bundesdeutschen Geschichte war der neu-rechte Einfluss nie größer – bis in den Bundestag und Redaktionen.

Inzwischen hat selbst der »Verfassungsschutz« das IfS zum rechten »Verdachtsverfall« erklärt und beobachtet die von dem Institut beeinflusste »Identitäre Bewegung« (IB) und den »Flügel« der AfD.


Ausgewählte und neu verfasste Beiträge von

Jens Breuer * Christian Dornbusch * Jan Gall * Richard Gebhardt * Jens Glaser * Marlies Haupt * Stephanie Heide * Raimund Hethey * Helmut Kellershohn * Rena Kenzo * Mario B. Kern * Ernst Kovahl * Wolfgang Laskowski * Danijel Majic * Jens Niebuhr * Charles Paresse * Maria Reuß * Svenja Reutling * Tanja Rornemann * Uli Schumann * Patrick Schwarz * Andreas Speit * Martín Steinhagen * Franziska Taunert * Volker Weiß * Wolfgang Zoscht sowie ein Interview von Sascha Schmidt mit Desi Friese und Lukas Wanke von der Initiative Kollektiv »IfS dichtmachen«


Die Herausgeber*innen:

Seit 1989 erscheint das antifaschistische Magazin Der rechte Rand alle zwei Monate und berichtet über rechte Parteien, Kameradschaften, rechte Think Tanks, Webportale, Magazine und Verlage, Musikbands und Label, Aufmärsche und Tagungen, Themen und Kampagnen – in der Bundesrepublik sowie international.

Quelle: https://www.vsa-verlag.de/nc/buecher/detail/artikel/das-ifs-faschistinnen-des-21-jahrhunderts/