Bernhard Nette

Ausplünderung:
Bergedorfer Juden und das Finanzamt

Beispiele von NS-Verfolgung und
»Wieder­gut­machung«
Mit einem Vorwort von Jaromír Balcar

 

176 Seiten | viele Illustrationen | September 2019 | im Warenkorb vorbestellen | EUR 14.80
ISBN 978-3-96488-037-6

 

Kurztext: Bernhard Nette beleuchtet die Ausplünderung von fünf ehemals wohlhabenden jüdischen Familien im Hamburger Vorort Bergedorf und die Rolle des örtlichen Finanzamts.


Die Ehepaare Lavy (Fabrikbesitzer) und Frank (Kaufhausbesitzer) konnten 1938 noch – völlig verarmt – aus Nazideutschland fliehen. Das Ehepaar Rosendorff (Apotheker) wurde zusammen mit Tochter und Enkelkind nach ihrer vollständigen Ausplünderung ermordet, ebenso das Ehepaar Tichauer (Zahnärzte) sowie Dr. Walter Rudolphi (Oberlandesgerichtsrat).

Dass lokale Finanzämter, auch in Hamburg-Bergedorf, ein wichtiger Teil des NS-Terrorapparats waren, wird bis heute unter den Teppich gekehrt. Die Studie dokumentiert auch, wie jüdische Überlebende und Nachkommen der Verfolgten in der Bundesrepublik erneut auf die »Ariseure« und die ehemaligen Verfolger im Finanzapparat stießen, die jetzt über ihre Ansprüche auf Restitution und »Wiedergutmachung« entschieden.


Der Autor:

Bernhard Nette, ehemaliger Lehrer in Hamburg-Bergedorf, Mitglied des Landesvorstands der GEW Hamburg. 2017 erschien von ihm bei VSA: »Vergesst ja Nette nicht!« Der Bremer Polizist und Judenreferent Bruno Nette.

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