VSA: und unsere Autor*innen lesen wieder mit!

Auch vom 21. bis 24. März 2019 werden der VSA: Verlag und die Zeitschrift Sozialismus wieder mit einem eigenen Stand auf der Leipziger Buchmesse vertreten sein (Halle 5, Reihe E, Stand 408). Der VSA: Verlag beteiligt sich an »Leipzig liest« mit den unten aufgeführten Veranstaltungen auf Die Bühne, auf weiteren Foren und Studios auf der Messe sowie in der Stadt. Wir freuen uns auf viele Besucherinnen und Besucher und interessante Gespräche. Selbstverständlich unterstützen wir auch in diesem Jahr die Aktivitäten der Initiative #verlagegegenrechts.

Donnerstag, 21.3.2019 | 11:30 Uhr | »Forum Sachbuch«

Hajo Funke: Rechtspopulismus in Europa
Faktoren und Gegenstrategien.
XXX
»Forum Sachbuch« (Halle 5, Stand F 401/G 410)

Donnerstag, 21.3.2019 | 15:00 Uhr | »Forum Sachbuch«

Hajo Funke: Erinnerung wachhalten – für eine soziale sensible Demokratie
Nur so kann sich der Rechtsstaat weiterentwickeln.
XXX
»Forum Sachbuch« (Halle 5, Stand F 401/G 410)

Donnerstag, 21.3.2019 | 15:00 Uhr | »Die Bühne«

Renate Dillmann: Der soziale Staat – ein Armutszeugnis im Kapitalismus
Über nützliche Armut und ihre Verwaltung.
Sozialpolitik wird nicht für eine unhinterfragbar gute Errungenschaft moderner Staatlichkeitgehalten , nur weil die »sozial Schwachen« in der »freien Marktwirtschaft« ohne sie kein Auskommen haben. Sie feiern den Sozialstaat nicht dafür, dass er der Garant für den »sozialen Frieden« und die »Nachhaltigkeit« der staatlich etablierten Konkurrenzgesellschaft ist. Weder verurteilen sie die sozialpolitischen Maßnahmen aus der Warte der Betroffenen und Sozialverbände als »unterfinanziert« und »unzureichend«, noch kritisieren sie die aktuelle Sozialpolitik vom Standpunkt der »Leistungs- und Verantwortungsträger« aus Wirtschaft und Politik als »überzogen« und »unbezahlbar«.Sozial­politik in Deutschland ist ein Armutszeugnis über die materielle Lebenslage der Lohnabhängigen, ein notwendig umstrittenes Funktionserfordernis im entwickelten Kapitalismus und zugleich ein Quell für ebenso viele wie falsche Erwartungen an den sozialen Staat.
»Die Bühne« (Halle 5, Stand E 404)

Donnerstag, 21.3.2019 | 15:30 Uhr | »Die Bühne«

Hajo Funke: Geht Europa nach rechts?
Wenn ja: Wie kann das noch verhindert werden?
Inzwischen sind die rechtspopulistischen Bewegungen so stark, dass sie die Parteiensysteme verändern und zu einer wachsenden politischen Instabilität beitragen. Bei der Analyse zu Italien, Frankreich, den Niederlanden, Österreich und Deutschland wurden insbesondere fünf Faktoren berücksichtigt: die sozio-ökonomische Entwicklung im Zuge der Eurokrise, die soziale Ungleichheit und deren Wahrnehmung, die Veränderung der politischen Stabilität des Landes, die Betroffenheit von der Flüchtlingskrise und deren Verarbeitung sowie eine historisch-kulturelle Einflussgröße. Welche Auswirkungen kann die Rechtsverschiebung und die Zunahme der politischen Instabilität in den einzelnen Staaten für die zukünftige Entwicklung der EU haben?
»Die Bühne« (Halle 5, Stand E 404)

Donnerstag, 21.3.2019 | 16:00 Uhr | »Die Bühne«

Hajo Funke: Kampf um die Erinnerung
NS-Erlösungswahn und Massenmord.
Der weitgehende Konsens über den Zivilisations­bruch wurde nicht erst durch den »Vogelschiss«-Vergleich eines Fraktionsvorsitzenden des Deutschen Bundestages beschmutzt: 80 Jahre nach der Reichspogromnacht vom 9. November 1938 wird die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus von weit rechts infrage gestellt wie nie zuvor seit den 1950er Jahren. Deshalb ist der Kampf um das Geschichtsbild unumgänglich für den Bestand und die Fortentwicklung der Demokratie in diesem Land. Denn ohne diese Erinnerung gäbe es kein Grundgesetz und keinen sozialen Rechtsstaat. Dass die Erinnerung so umkämpft ist, hängt auch mit der Ideologie des Nationalsozialismus und ihrer fatalen Verankerung in der deutschen Gesellschaft zusammen. Es war die politische Paranoia eines zerstörerischen »Erlösungs«-Antisemitismus und die Faszination für eine neue Herrschaft nach den Krisen der Weimarer Republik, die große Teile der deutschen Bevölkerung in ihren Bann gezogen und nicht nur zur Selbstunterordnung unter das NS-Regime, sondern auch zum Mitmachen bewegt hat. Im Zweiten Weltkrieg organisierte es schließlich eine unvorstellbare Radikalisierung rassistischer Verbrechen.
»Die Bühne« (Halle 5, Stand E 404)

Donnerstag, 21.3.2019 | 17:00 Uhr | »Leseinsel Sachbuch + Buchkunst«

Renate Dillmann: Sozialpolitik in Deutschland – eine grundsätzliche Kritik
Seit 150 Jahren ein Sozialstaat – und doch Armut?
XXX
»Leseinsel Sachbuch + Buchkunst« (Halle 3, Stand B 600)

Freitag, 22. März 2019 | 12:30 Uhr | »Forum Sachbuch«

Heike Kleffner und Benjamin-Immanuel Hoff: Geheimdienste und Untersuchungsausschüsse – Staatswohl vor Aufklärung?
Wie viel Kontrolle von Geheimdiensten leisten die Parlamente und ihre Untersuchungsausschüsse?
XXX
»Forum Sachbuch« (Halle 5, Stand F 401/G 410)

Freitag, 22. März 2019 | 14:30 Uhr | »Die Bühne«

Bernd Riexinger: Neue Klassenpolitik.
Solidarität der Vielen statt Herrschaft der Wenigen.
Bernd Riexingers – Ko-Vorsitzender der Partei DIE LINKE – ganzes politisches Leben ist mit den betrieblichen und gewerkschaftlichen Entwicklungen, den vielfältigen Kämpfen, Niederlagen und auch Erfolgen der Arbeiter*innenbewegung eng verbunden. Vor diesem Hintergrund entwickelt er einen inklusiven Klassenbegriff: Gegen die Spaltungen und Schwächungen der Beschäftigten und ihrer Gewerkschaften stellt er das Konzept einer verbindenden Klassenpolitik vor. Es geht um die Neudefinition des Begriffs der Solidarität und die Herausbildung eines politischen Blocks, der für fortschrittliche Politik im 21. Jahrhundert steht. Im Konzept der verbindenden Klassenpolitik sind konkrete Vorschläge zur Neuregulierung der Arbeit und zur Schaffung von humanen und demokratischen Arbeitsbeziehungen enthalten.
»Die Bühne« (Halle 5, Stand E 404)

Freitag, 22. März 2019 | 16:00 Uhr | »Forum Sachbuch«

Bernd Riexinger: Antworten von links auf sozial Spaltungen.
Wie lässt sich ein politischer Block herausbilden, der fortschrittliche Antworten auf die sozialen Spaltungen im 21. Jahrhundert gibt?
XXX
»Forum Sachbuch« (Halle 5, Stand F 401/G 410)

Freitag, 22. März 2019 | 16:00 Uhr | »Die Bühne«

Benjamin-Immanuel Hoff, Heike Kleffner, Maximilian Pichl, Martina Renner: NSU, NSA, BND – Rückhaltlose Aufklärung?
Wie viel Kontrolle von Geheimdiensten leisten die Parlamente und ihre Untersuchungsausschüsse?
Wie viel Kontrolle von Geheimdiensten leisten die Parlamente und ihre Untersuchungsausschüsse? Und wo hat der Schutz des vermeintlichen Staatswohls die Oberhand vor der rückhaltlosen Aufklärung gewonnen? Ein (selbst-)kritisches Resümee. Diskutiert werden die Chancen und Grenzen parlamentarischer Kontrolle und Aufklärungsbemühungen in den drei Geheimdienstskandalen seit der Jahrtausendwende. Dabei geht es um den NSU-Komplex und die massenhafte Kommunikations-Überwachung durch BND und NSA. Im Fokus stehen die NSU-Untersuchungsausschüsse im Bundestag und in ausgewählten Landesparlamenten sowie der NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestages. Aber auch der BND-Untersuchungsausschuss zum Fall Murat Kurnaz wird in die Betrachtungen einbezogen. Es wird eine wichtige Lücke gefüllt, um die Hintergründe des offenkundigen Staatsversagens aufzuhellen und denjenigen den Rücken zu stärken, die das Anliegen rückhaltloser Aufklärung mit einem langen Atem weiter verfolgen.
»Die Bühne« (Halle 5, Stand E 404)

Freitag, 22. März 2019 | 16:30 Uhr | »Die Bühne«

Felicitas Weck, Katharina Weise, Claudia Leonhardt: Linke Kommunalpolitik
Für ein besseres Leben vor Ort.
Kommunalpolitik ist ungemein vielfältig, selten langweilig und kann viel bewegen. Sie bringt allerdings auch einige Herausforderungen mit sich. Mit dieser komplett neu verfassten Einführung werden rechtliche und theoretische Grundlagen der Kommunalpolitik und eines kommunalen Mandats sowie das Spannungsfeld zwischen Grenzen und Möglichkeiten dieses Politikfelds aufgezeigt. Anhand aktueller Themenfelder, Beispiele und vieler Verweise stellen die Autorinnen linke kommunalpolitische Handlungsspielräume dar, geben Hinweise zum Weiterlesen und Anregungen zum eigenen linken Agieren in der Kommune – auch damit die eine oder andere »utopische« Idee Realität werden kann!
»Die Bühne« (Halle 5, Stand E 404)

Freitag, 22. März 2019 | 18:00 Uhr | »interim by linXXnet«

Bernd Riexinger, Sebastian Friedrich sowie ein/e Aktivist*in von #unteilbar: Neue Klassenpolitiken.
Warum und wie Soziale, Antirassistische, Feministische und Bürgerrechtliche Kämpfe verknüpfen?
XXX
Eine gemeinsame Veranstaltung von Interim, neues deutschland, Ullstein Buchverlage, Bertz + Fischer Verlag und VSA: Verlag
interim by linXXnet | Demmeringstraße 32 | 04177 Leipzig West

Samstag 23. März 2019 | 13:30 Uhr | »Forum Sachbuch«

Uwe Hoering: Chinas neue Seidenstraßen.
Entwicklungsmodell oder Machtstrategie?
XXX
»Forum Sachbuch« (Halle 5, Stand F 401/G 410)

Samstag 23. März 2019 | 14:00 Uhr | »Die Bühne«

Tobias Müller: »Jungels«, Zäune, neue Grenzen.
Europäische Migrationspolitik und ihre Folgen.
Was nicht nur rechtspopulistische Politiker*innen als »Asyltourismus« denunzieren, bedeutet für jene, die aus verschiedenen Gründen in Europa ein neues Leben beginnen wollen, Erniedrigung und Gewalt, Entbehrung und immer wieder Gefahr für Leib und Leben. Tobias Müllers Reportagen beschreiben die Auswirkungen einer Migrationspolitik, die vor allem repressive Elendsverwaltung betreibt. An verschiedenen Schauplätzen im Norden und Süden, Osten und Westen des Kontinents – von der Nordsee bis nach Lampedusa, von Calais bis nach Tovarnik in Kroatien – reproduziert sich dieser Zustand selbst: Nimmt die Repression an einem Ort besonders zu, verlagert sich das Geschehen an einen anderen, um später zurückzukehren. »Jungles« und Zäune, Polizisten und Soldaten, Volunteers und Schleuser, alle ziehen kreuz und quer durch Europa, als Charakteristika der Routen, die sich beständig ändern. Konstant bleibt nur eines: die extremen Umstände, denen Menschen ausgesetzt sind, die sich dorthin begeben.
»Die Bühne« (Halle 5, Stand E 404)

Samstag 23. März 2019 | 15:00 Uhr | »Die Bühne«

Uwe Hoering: Chinas Langer Marsch 2.0.
Führt Pekings Initiative »Neue Seidenstraßen« zu mehr Wohlstand und Sicherheit weltweit?
China knüpft an die einstige weltpolitische Bedeutung des »Reichs der Mitte« an und entwirft gleichzeitig einen Bauplan zukünftiger Größe. Durch den Ausbau von Verkehrsinfrastruktur, Energieversorgung und Wirtschaftskorridoren zwischen Asien, Afrika und Europa soll ein »neues Goldenes Zeitalter der Globalisierung« eingeleitet werden. Innenpolitisch steht dahinter der Versuch, durch ein Konjunkturprogramm, das von Konzernen voran­getrieben und durch den Staat gefördert wird, das Wachstum innerhalb Chinas aufrechtzuerhalten und die Legitimation der Regierung zu sichern. Außenpolitisch hat Beijing damit zumindest in Asien und Eurasien die Meinungsführerschaft im globalen Entwicklungsdiskurs übernommen. Uwe Hoering zeichnet zentrale Aspekte der ­dadurch ausgelösten Diskurse über Geoökonomie, ­Geopolitik, multipolare Weltordnung, hegemoniale Konkurrenz und Globalisierung nach.
»Die Bühne« (Halle 5, Stand E 404)

Samstag 23. März 2019 | 15:30 Uhr | »taz-Studio«

Tobias Müller: Hier draußen an der Grenze.
XXX
XXX
taz-studio (Halle 5, H 408a).

Zurück