Neue Zeitschriften-Ausgaben

Glanz & Elend des »Ja, aber-Konservatismus«; AfD im Bundestag?; die Linke & die Gewaltfrage; Südafrika; Polen; eine neue Textausgabe des »Kapital«; FORUM GEWERKSCHAFTEN u.v.a.m.

LuXemburg 1/2017 Schwerpunktthema: »EINWANDERUNGSSCHLAND«. www.zeitschrift-luxemburg.de

Inzwischen als Netz-Zeitschrift: www.prager-fruehling-magazin.de.

Socialist Register

100 Jahre nach dem Oktober 1917 stellen die Herausgeber des Socialist Register 2017 die Frage, was »Revolution« im 21. Jahrhundert bedeutet.

Eckart Spoo (19.12.1936-15.12.2016)

An 15. Dezember verstarb in Berlin der Journalist und Publizist Eckart Spoo kurz vor seinem 80. Geburtstag. Um die Jahrtausendwende hatte er im VSA: Verlag gemeinsam mit seinem Journalisten-Kollegen aus Hannover Rainer Butenschön zwei Bücher herausgegeben, die er als »Jahrhundertbilanzen« verstand: Der lange Abschied vom Sozialismus. Eine Jahrhundertbilanz der SPD (1999; der dritte Herausgeber bei diesem Band war der ebenfalls verstorbene Arno Klönne) und Der Mensch & der Plan. Eine Jahrhundertbilanz des Kommunismus (2000).

Im Oktober 2001 hatte die von Eckart Spoo mitbegründete »Bürgerinitiative für Sozialismus« nach Hamburg in die Hochschule für Wirtschaft und Politik (HWP) eingeladen, wo gemeinsam mit der Wochenzeitschrift »Ossietzky« und der Monatszeitschrift »Sozialismus« sowie Hochschullehrerinnen und -lehrern der HWP ein dreitägiger Kongress stattfand, auf dem die staatlichen Reaktionen auf die Terroranschläge vom 11. September diskutiert wurden: Die Regierungen missbrauchen den notwendigen Kampf gegen die Attentäter zu Angriffen auf Bürgerrechte und Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Freiheit. Die überarbeiteten Referate erschienen 2002 unter dem Titel des Kongreses Demokratie – wo und wie? im VSA: Verlag als Buch, herausgegeben von Norman Paech, Eckart Spoo und Rainer Butenschön.

Zu seinem Leben und seinem journalistischen und publizistischen Wirken dokumentieren wir im Folgenden in Auszügen die Pressemitteilung der Zeitschrift Ossietzky:

»Als Kind erlebte er Krieg und Faschismus in seiner Geburtsstadt Mönchengladbach und im Fluchtort Harz; dies hat sein ganzes Leben geprägt. Mehr als drei Jahrzehnte schrieb er als Korrespondent der Frankfurter Rundschau Zeitungsgeschichte... Von 1970 bis 1986 war er Vorsitzender der Deutschen Journalisten-Union (dju). Pressefreiheit, auch die ›innere Pressefreiheit‹ in den Redaktionen und die damit erforderliche Abschaffung des Tendenzparagraphen waren Forderungen, die den Journalisten Spoo bis zu seinem Tode umtrieben. Er hielt publizistische Monopole für verfassungswidrig, setzte sich für eine vielfältige Zeitungslandschaft ein...

1997 gründete zusammen mit weiteren Publizisten eine eigene Zeitschrift: Ossietzky. Die Zweiwochenschrift für Politik, Kultur und Wirtschaft steht in der antimilitaristischen und antifaschistischen Tradition der Weltbühne. Spoos Anspruch als langjähriger Ossietzky-Chefredakteur: jedes Heft voller Widerspruch gegen angstmachende und verdummende Propaganda, gegen Sprachregelungen, gegen das Plattmachen der öffentlichen Meinung durch die Medienkonzerne, gegen das vermeintliche Recht des Stärkeren und gegen die Gewöhnung an den Krieg. Zu diesen Themen veröffentlichte er auch eine Vielzahl aufklärerischer Bücher.« 

Mit Eckart Spoo verlieren wir einen Mitstreiter für Menschenrechte und Frieden, der ein Journalistenleben lang der Aufklärung verpflichtet war.

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