Pierre Bourdieu / Claude Debons / Detlef Hensche / Burkhart Lutz u.a.

Perspektiven des Protests

Initiativen für einen europäischen Wohlfahrtsstaat

132 Seiten | 1997 | EUR 10.20 | sFr 18.60
ISBN 3-87975-697-X

 

Die »Europäische Idee« stand einmal für ein friedliches, demokratisches und soziales Europa. Inzwischen stoßen die Werbefeldzüge der politischen Eliten für die Europäische Währungsunion bei immer mehr Menschen auf Unverständnis und Ablehnung. Sie mißtrauen dem Versprechen, daß die Deregulierung der Wirtschaft mehr Wachstum und in der Folge mehr Beschäftigung bringe; sie befürchten vielmehr den weiteren Verlust von Arbeitsplätzen und den Abbau sozialer Standards.

Doch der Protest braucht Perspektiven, damit die Zukunft von Arbeit und Leben in Europa von seinen Bürgerinnen und Bürgern selbst aktiv gestaltet werden kann. Einige dieser Perspektiven diskutieren Gewerkschafter und Sozialwissenschaftler im vorliegenden Band: Ein neuer Internationalismus der sozialen Kräfte, das Eintreten der Intellektuellen gegen die neoliberale Meinungsmacht, konkrete Schritte zur sozialen Harmonisierung - diese und weitere Schritte müssen die Agenda des politischen Europa bestimmen.

Inhalt:

Dieter Hooge
Protest ohne Alternativen?
Für einen europäischen Wohlfahrtsstaat - gegen ein neoliberales Europa
Pierre Bourdieu
Die fortschrittlichen Kräfte
Burkart Lutz
Der Neoliberalismus ist nicht die Lösung, sondern ein Teil der Krise
Detlef Hensche
Der soziale Protest in Deutschland und die Rolle der Gewerkschaften
Claude Debons
Der soziale Protest in Frankreich und die Rolle der Gewerkschaften
Helmut Schauer
Protest und Verwirrung
Frank Deppe
Die Linke und das Projekt des europäischen Sozialstaates
Hans-Jürgen Urban
Vom schwierigen Projekt einer proeuropäischen Europakritik
Anmerkungen zur Debatte um ein soziales Europa
Heinz Bierbaum
Wirtschaftspolitische Optionen in der Europapolitik
Joachim Bischoff / Richard Detje
Die Ideologie der zweiten Moderne: Globalisierung
»Die Zukunft Europas hängt von den Deutschen ab«
Pierre Bourdieu über die Siege der Linken, die Auferstehung sozialer Utopien und das Schweigen der Intellektuellen
Initiative für eine neue Politik
Für eine neue europäische Gewerkschaftsdebatte

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