Walden Bello / Nicola Bullard / Wolfgang Sachs / Vandana Shiva u.a.

Die Umwelt in der Globalisierungsfalle

McPlanet.com – Das Buch zum Kongress von Attac, BUND und Greenpeace in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie
Herausgegeben von Marc Engelhardt und Markus Steigenberger

208 Seiten | 2003 | EUR 12.80
ISBN 3-89965-029-8 1

Titel nicht lieferbar!

 

Kurztext: Lassen sich ökologische und soziale Standards im globalen Wettbewerb durchsetzen?


Bei McPlanet.com – Die Umwelt in der Globalisierungsfalle trafen im Juni 2003 zum ersten Mal Globalisierungskritiker und Umweltschützer auf einem gemeinsamen Kongress zusammen. Mehr als 1.500 Teilnehmer diskutierten in Berlin darüber, wie die wirtschaftliche Globalisierung unser Trinkwasser, das Klima oder die Artenvielfalt bedroht. Drei Tage lang wurden Streitpunkte diskutiert, Gemeinsamkeiten gefunden, Pläne geschmiedet und Aktionen durchgeführt.

Die Dokumentation des Kongresses, den Attac, BUND und Greenpeace in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie veranstaltet haben, fasst die wichtigsten Beiträge und Ergebnisse zusammen. Aktivisten, Politiker und Wissenschaftler aus Nord und Süd kommen darin zu dem Ergebnis:

Eine andere Umwelt ist möglich!

Dieses Buch ist die Dokumentation des Kongresses. Aus den sechs Panel-Diskussionen, dem Late Night Talk und mehr als hundert Foren, Workshops und Seminaren konnten wir für die Dokumentation nur einige auswählen. Nach zwei einleitenden Artikeln sind die Beiträge aus Panels und Talk in Kapiteln zusammengestellt, denen eine Zusammenfassung der Diskussion vorausgeht. Der Rest des Buches gehört Beiträgen aus den Foren. Themen und Autoren haben wir dabei hoffentlich so gewählt, dass die Vielfalt von McPlanet.com erhalten geblieben ist.

Leseprobe 3



Autorenreferenz

Farida Akhter ist Expertin für Agrar- und Gentechnik und Geschäftsführerin von UBINIG, einer bengalischen NGO für Politikforschung für Entwicklungsalternativen. Aktiv ist die Ökonomin aus Bangladesch außerdem in der Bewegung Nayakrishi Andolon (Neue Landwirtschaft): 65.000 Bauernfamilien bestellen ihre Felder ohne jeglichen Einsatz von Chemie. Zeina Al-Hadsch ist in der Nähe von Beirut aufgewachsen. Dort studierte sie auch Politik- und Verwaltungswissenschaften. Nach drei Jahren als Chemie-Campaignerin für Greenpeace Libanon ist sie heute bei Greenpeace International für die Koordination der Handelsaktivitäten zuständig. Walden Bello ist Professor für Soziologie und Ökonomie an der Universität der Philippinen und zugleich Direktor der NGO "Focus on the Global South" mit Sitz in Bangkok. Als einer der profiliertesten Globalisierungskritiker wurde er 2003 mit dem alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. Zugleich ist Bello einer der maßgeblichen Organisatoren des Weltsozialforums. Ulrich Brand hat in Frankfurt/M., Berlin und Buenos Aires Tourismus und Politikwissenschaft studiert. Heute ist er Assistent im Fachbereich Globalisierung und Politik an der Uni Kassel. Der Autor mehrerer Bücher ist seit Mitte der 1990er Jahre beim BUKO, der Bundeskoordination Internationalismus, aktiv und Mitglied des wissenschaftlichen Beirates von Attac. Ulrike Brendel ist Gentechnologie-Campaignerin bei Greenpeace Deutschland. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Patentierung von Lebewesen und Naturgütern. Nicola Bullard ist stellvertretende Direktorin von "Focus on the Global South" und arbeitet schwerpunktmäßig zur Rolle von internationalen Finanzinstitutionen. Die Australierin hat in Den Haag und Melbourne Internationale Beziehungen, Erziehungswissenschaft, Geographie und urbane Soziologie studiert. Arbeitserfahrung im Bereich Menschenrechte und Entwicklung sammelte sie danach in Kambodscha, Thailand und Australien. Marc Engelhardt, geboren 1971, hat in Kiel Geographie, Biologie und Jura studiert. In Hamburg arbeitet er als Fernsehjournalist und Autor. Ehrenamtlich ist er internationaler Sprecher des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und einer der Mitbegründer der AG Globalisierung und Ökologie bei Attac. Sarath Fernando kämpft in seiner Heimat Sri Lanka gegen die Privatisierung des Wassermarktes. Marcelo Furtado arbeitet seit 13 Jahren für Greenpeace. Der ausgebildete Chemie-Ingenieur aus Brasilien leitet nach Kampagnen zu Giftexporten und Umweltverschmutzung in Lateinamerika jetzt die Aktivitäten zum Thema Kontrolle und Haftung der Konzerne bei Greenpeace International. Tapati Ghosh ist Generaldirektorin des indischen Büros von "Centre for Social Markets" (CSM). Dort hat sie eine Reihe wissenschaftlicher Untersuchungen über Industrieunfälle, die Effizienz von Trainingsprogrammen und Arbeitszufriedenheit durchgeführt. Derzeit arbeitet sie am Aufbau des "West Bengal Forum on Business Partnerships for Sustainable Development". Sven Giegold ist Mitglied im Koordinierungskreis von Attac. Der Wirtschaftswissenschaftler kommt aus der Umweltbewegung und ist nach wie vor beim BUND aktiv. Bei Attac koordiniert er außerdem die AG Steuerflucht und Steuerpolitik. Giegold lebt in einem Projekt alternativen Lebens und Arbeitens in Verden/Aller. Colin Hines arbeitete zunächst als Leiter der Handelskampagne bei Greenpeace International. Der überzeugte Öko-Protektionist hat die Bewegung "Protect the Local, globally" (Das Lokale global schützen) gegründet und ist Mitglied im Internationalen Globalisierungs-Forum (IFG). Dan Hindsgaul ist Campaigner bei Greenpeace International in Amsterdam. Dort bearbeitet er den Gentechnik-Streit, den die USA vor dem Schiedsgericht der WTO gegen die EU angestrengt hat. Martin Kaiser ist Campaigner im Bereich Meere/Wälder/WTO bei Greenpeace Deutschland. Gerd Leipold leitet seit 2001 die Arbeit von Greenpeace International. Der 52jährige Münchner engagiert sich seit den 1980ern bei Greenpeace und koordinierte über 50 internationale Schiffsaktionen auf See. Davor studierte er Physik, Meteorologie und Ozeanographie und arbeitete am Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie im Bereich Klimaforschung. Duncan McLaren ist Geschäftsführer von Friends of the Earth Scotland. Nach Forschungen und Veröffentlichungen zum Thema Zukunftsfähigkeit, darunter eine Nachhaltigkeitsstudie für Großbritannien, arbeitete er in den vergangenen Jahren schwerpunktmäßig zu Umweltgerechtigkeit und Unternehmensverantwortung. Für Friends of the Earth International hat er die Anti-Golfkriegsaktivitäten koordiniert. Daniel Mittler ist Referent für internationale Umweltpolitik beim BUND/Friends of the Earth Germany in Berlin. Er hat Politik, Stadtplanung und Afrikanistik in Edinburgh, London und Kingston, Ontario studiert. Er ist Mitglied des Sustainable Europe Research Institute und Fellow des Centre for Human Ecology, Edinburgh. Ricardo Navarro ist Präsident von Friends of the Earth International (FoEI), einem Netzwerk von weltweit 68 Umweltverbänden. Die Deutsche Sektion von FoEI ist der BUND. In seinem Heimatland El Salvador leitet Navarro die nationale FoE-Gruppe CESTA, die sich mit Umwelt- und sozialen Fragen gleichermaßen beschäftigt. 1995 wurde Ricardo Navarro mit dem Goldman Prize ausgezeichnet. Helena Norberg-Hodge ist Gründerin und Direktorin der International Society for Ecology & Culture (ISEC), Großbritannien. Die Mitherausgeberin der Zeitschrift "The Ecologist" ist Trägerin des alternativen Nobelpreises. Bekannt wurde sie Anfang der 1990er Jahre mit ihrem Buch "Ancient Futures: Learning from Ladakh" über die Auswirkungen der Globalisierung auf traditionelle Gemeinschaften im indischen Himalaya. Hermann E. Ott ist Jurist und Politikwissenschaftler. Im Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie leitet er die Abteilung Klimapolitik. Von November 2000 bis Juni 2001 war er dafür zuständig, eine Umweltpolitik des Auswärtigen Amtes zu konzeptionieren. Martin Rocholl ist Direktor von Friends of the Earth Europe in Brüssel. Seit über 20 Jahren ist der Biologe in lokalen, nationalen und internationalen Umweltorganisationen tätig und hat u.a. das globale Umwelt- und Entwicklungsnetzwerk ASEED (Action for Solidarity, Equality, Environment and Development) gegründet. Er ist Leiter einer Kampagne zur Ökologischen Steuerreform. Michael Sachs wurde 1971 in London geboren, nachdem seine Eltern vor dem Apartheid-Regime in Südafrika geflüchtet waren. Mit 20 zog er selbst nach Südafrika und arbeitet seitdem für den African National Congress (ANC), unter anderem als Koordinator für Wahlkampagnen. Zur Zeit koordiniert Sachs die National Research Unit des ANC in Johannesburg. Außerdem arbeitete er für den Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung in Johannesburg 2002. Wolfgang Sachs studierte Soziologie und Theologie in München, Tübingen und Berkeley, USA. Seit 1993 arbeitet er als Wissenschaftler am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie. 1999-2001 war Sachs Mitglied des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC); seit 1998 ist er im Fachbeirat Süd der Heinrich-Böll-Stiftung. 2002 leitete er die internationale World Summit 2002 Memorandum Gruppe der Heinrich-Böll-Stiftung. Tilman Santarius, geboren 1974, ist Diplom-Soziologe. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie arbeitet er zu Welthandel und Umwelt. Abteilungsübergreifend koordiniert er das Projekt "Welche Globalisierung ist zukunftsfähig?!" Vandana Shiva, Physikerin und Agrarwissenschaftlerin, ist eine der prominentesten Aktivistinnen gegen die wirtschaftliche Globalisierung. Die Inderin ist Gründerin und Direktorin der Research Foundation for Science, Technology and Ecology (RFSTE) in Neu Delhi. Ihre Schwerpunktthemen sind die Bekämpfung von Gentechnik und der Erhalt der Biodiversität. Vandana Shiva ist Trägerin des alternativen Nobelpreises und Mitglied des International Forum on Globalization. Karsten Smid ist Energie-Campaigner bei Greenpeace Deutschland. Öl ist sein Spezialthema. Markus Steigenberger, geboren 1975, hat Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Politik und Jura studiert. Derzeit volontiert er beim Ökom-Verlag in München. Er ist Mitglied im Attac-Rat und Mitbegründer der Attac-AG Globalisierung und Ökologie. Jürgen Trittin begann seine Karriere bei den Grünen, als er 1982 Geschäftsführer der Göttinger Ratsfraktion der Alternativen-Grünen-Initiativen-Liste wurde. Der Diplom-Sozialwirt war sechs Jahre lang Mitglied des niedersächsischen Landtages und in der rot-grünen Länderkoalition von 1990 bis 1994 Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten. Danach wechselte Trittin in die Bundespolitik und wurde Sprecher des Bundesvorstandes von Bündnis 90/Die Grünen. Seit 1998 ist er Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Barbara Unmüßig hat Politische Wissenschaft in Berlin studiert und ist heute Vorsitzende der Heinrich-Böll-Stiftung. Mehr als zehn Jahre lang war sie Geschäftsführende Vorstandsvorsitzende bei Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung e.V. (WEED). Im Jahr 2000 gründete sie das Deutsche Institut für Menschenrechte (DIMR), dessen stellvertretende Vorsitzende sie heute ist. Alexandra Wandel ist Leiterin der Kampagne für Handel, Umwelt und Nachhaltigkeit bei Friends of the Earth Europe. Angelika Zahrnt ist seit 1989 Mitglied des Bundesvorstands des BUND/ Friends of the Earth Germany und seit 1998 BUND-Vorsitzende. Nach dem Studium in Heidelberg, Wien und Innsbruck war die Volkswirtin u.a. freiberuflich für das Ökoinstitut Freiburg in der Kommunalpolitik, der Frauenpolitik und der Umweltbewegung tätig. Sie ist Mitglied im Rat für nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung.

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