Marcus Hawel / Stefan Kalmring (Hrsg.)

Bildung mit links!

Gesellschaftskritik und emanzipierte Lernprozesse im flexibilisierten Kapitalismus
Eine Veröffentlichung der Rosa-Luxemburg-Stiftung

200 Seiten | 2014 | EUR 16.80
ISBN 978-3-89965-597-1

 

Kurztext: Die zentrale Fragestellung der AutorInnen lautet: Was kann eine explizit linke politische Bildung unter den heutigen Bedingungen sein und welchen Herausforderungen hat sie zu begegnen?

Inhalt & Leseprobe:

www.vsa-verlag.de-Hawel-Kalmring-Bildung-mit-links.pdf215 K

Linke Bildung will emanzipatorisch sein – und damit anders als klassische Bildungsformate. Sie will schulkritisch sein, also die Bildungsinteressen der Teilnehmenden ins Zentrum stellen, diese weder frontal belehren noch sie in festgezurrte Kursmodule einzwängen. Sie will den Lernenden weitreichende Gestaltungsspielräume im Lernprozess zur Verfügung stellen. Wissensvermittlung alleine reicht ihr nicht aus, sie will auch Handlungskompetenzen ausbilden.

Linke Bildung betrachtet sich in ihrer Zielsetzung als Teil eines linken Politikprojekts, das durch Eigenschaften wie Aufklärung, Autonomie und soziale Gerechtigkeit gekennzeichnet ist. Dieses will sie unterstützen, indem sie Erfahrungen und Wissen weitergibt, Kritikfähigkeit anregt und die Fähigkeiten der Teilnehmenden entwickelt, in politische Auseinandersetzungen erfolgreich einzugreifen.

Erfolgreich werden solche Interventionen nur sein, wenn sie handwerklich gut sind – im Idealfall besser als die der politischen Konkurrenz. Da ein linkes Politikprojekt auf Solidarität und Selbstbestimmung zielt, können ihre Politikmuster aber auch nicht einfach dieselben sein wie die der Kräfte, die auf Beharrung ausgerichtet sind. Linke Politik muss sich sowohl im Inhalt als auch in der Form von jener unterscheiden, die sie kritisiert. Dies liegt in der Natur der Sache, wenn Ausbeutung, soziale Ungleichheit, Rassismus und Sexismus überwunden werden sollen.


Die Herausgeber:

Marcus Hawel studierte Soziologie, Sozialpsychologie und Deutsche Literaturwissenschaft in Hannover und promovierte über »Die normalisierte Nation. Vergangenheitsbewältigung und Außenpolitik in Deutschland«. Er ist Referent für Bildungspolitik im Studienwerk der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Stefan Kalmring ist Volkswirtschaftler und Soziologe, arbeitet als Referent für politische Weiterbildung in der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

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