Walter Benjamin und die Utopie des Weiblichen
96 Seiten | VSA: Reprint | April 2012
EUR 10.80
ISBN 978-3-89965-508-7
Kurztext: Mit zwei knappen Texten geht die Autorin auf die Spur der »Archäologie der Moderne«, die sie als Arbeit über, in und gegen die Moderne und zugleich über den und im femininen Unterschied ansieht.
»Eines der Hauptsymptome der Archäologie der Moderne ist mit einem Prozess der Feminisierung der Kultur verknüpft, d.h. mit der Krise der ›männlichen‹ Identitäten, Abstammungen und Sicherheiten und dem Entstehen dessen, was Simmel 1911 die ›weibliche Kultur‹ nannte... Dem in dieser Phase der Reaktion zwangsläufig auftauchenden ›nicht-egalitären Unterschied‹ setzen die folgenden Texte einen anderen Unterschied entgegen: eine überschreitende Differenz, die gefährliche Trägerin einer wirklichen Andersartigkeit des Wunsches ist. Man könnte außerdem hinzufügen, dass die großen, grundlegenden ›Mythen‹ des Weiblichen der Moderne (Lulu, Salome, die Agathe bei Musil, Carmen usw.) eben Mythen der Differenz sind, in denen sich der weibliche Wunsch aus der Sicht des Mannes durchsetzt, darstellt, entfremdet und stirbt.«
Die Autorin:
Christine Buci-Glucksmann war Professorin der Universität Paris VIII, zuletzt mit den Schwerpunkten Ästhetik und zeitgenössische Kunst.


