Björn Allmendinger/Joachim Fährmann/Mark Haarfeldt (Hrsg.)

Von Biedermännern und Brandstiftern

Rechtspopulismus in Betrieb und Gesellschaft
Hustedter Beiträge zur politischen Bildung, Bd. 6

200 Seiten | Oktober 2017 | im Warenkorb vorbestellen | EUR 14.80
ISBN 978-3-89965-772-2

 

Kurztext: Auch unter Gewerkschaftsmitgliedern finden Rechtspopulisten ein Wählerpotenzial. Grund genug, Ursachen zu diskutieren und Strategien zu entwickeln, mit denen in Betrieb und Gesellschaft klare Kante gegen Demokratiefeindlichkeit gezeigt werden kann.


Warum wirkt die Ideologie des Rechtspopulismus bei ArbeitnehmerInnen? Festzustellen ist, dass sich viele Menschen nicht mehr von der herrschenden politischen Klasse vertreten fühlen. Durch die fortschreitende Prekarisierung werden immer mehr von ihnen vom regulären Arbeitsmarkt ausgegrenzt. Auch die Entwicklung in Richtung einer digitalen Gesellschaft (Industrie 4.0) beunruhigt viele Menschen und schürt Abstiegsängste.

Gewerkschaften müssen diese Sorgen aufgreifen und zugleich ihre Kernthemen vorantreiben: betriebliche Mitbestimmung, Teilhabe und Anerkennung, gute Arbeit mit gerechten Löhnen und eine Rente, die zum Leben reicht. Letztendlich geht es dabei aber auch um die Verteidigung gewerkschaftlicher Grundwerte, wie etwa (internationale) Solidarität, kulturelle Vielfalt und Chancengleichheit.

Die deutschen Gewerkschaften sollten aus ihrer historischen Erfahrung heraus für Toleranz, Gerechtigkeit und Demokratie eintreten, innerhalb und außerhalb der Betriebe. Gerade sie sind gefordert, mit den KollegInnen um den besseren Weg zu streiten und gemeinsam Lösungsansätze für eine gerechtere Politik zu entwickeln.

Der Band verbindet sozial- und politikwissenschaftliche Analysen mit dem notwendigen gewerkschaftlichen Diskurs über den Umgang mit und Handlungsmöglichkeiten gegen Rechtspopulisten in Betrieb und Gesellschaft.


Die Herausgeber:

Björn Allmendinger ist Studienleiter im Bildungszentrum HVHS Hustedt e.V.; Joachim Fährmann ist Politischer Sekretär der IG Metall Wolfsburg;
Mark Haarfeldt ist Referent beim Verein »Mach meinen Kumpel nicht an!« in Düsseldorf.


Mit Beiträgen von
Hartwig Erb (IG Metall Wolfsburg), Alexander Häusler (Hochschule Düsseldorf), Prof. Dr. Klaus-Peter Hufer (Uni Duisburg-Essen), Thorsten Gröger/Sascha Howind (IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt), Prof. Dr. Thomas Leif (Journalist, Film- und Sachbuchautor), Kai Venohr (DGB Bildungswerk Bund),
Prof. Dr. Ulrich Eith (Universität Freiburg), Birgit Neumann/Roger Müller (Betriebliches Beratungsteam Mecklenburg-Vorpommern) u.v.a.m.

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