Michael R. Krätke

Kritik der politischen Ökonomie heute

Zeitgenosse Marx

248 Seiten | 2017 | EUR 19.80
ISBN 978-3-89965-732-6

 

Kurztext: Karl Marx war ein selbstkritischer Autor, oft unzufrieden mit seinen Arbeiten und immer bereit, seine Texte umzuarbeiten – was von Patentmarxisten gern ignoriert wird, die ihn besser zu verstehen meinen als er sich selbst. Deshalb muss eine Kritik der Politischen Ökonomie heute sich dem Zeitgenossen Marx behutsam nähern.

Inhalt & Leseprobe:

www.vsa-verlag.de-Kraetke-Kritik-der-politischen-Oekonomie-heute.pdf456 K

Im Jahr 2017 jährt sich zum 150. Mal das Erscheinen des ersten Bandes von Karl Marx’ Hauptwerk »Das Kapital«. Und ein Jahr später wäre dessen Autor 200 Jahre alt geworden. Grund genug, danach zu fragen, warum Marx’ Arbeiten nach so langer Zeit immer noch und zunehmend Bezugspunkt von Kapitalismusanalysen nicht nur der Linken sind.

Wer allerdings von politischer Ökonomie heute spricht, muss sich vor Missverständnissen hüten. Was im 19. Jahrhundert noch gang und gäbe war, was selbst im 20. Jahrhundert in Deutschland und in den USA noch den Stil der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Ökonomie prägte, spielt heute keine Rolle mehr. Die Neoklassik wird von ihren Protagonisten vor allem als unpolitische ­Wissenschaft verstanden.

Wer heute von politischer Ökonomie redet, muss damit rechnen, sogleich als Rebell, als Marxist oder – noch schlimmer – als Soziologe verschrien und von den »echten« Ökonomen mit Verachtung gestraft zu werden. Deshalb geht es heute faktisch um die Kritik der unpolitischen Ökonomie: rücksichtslose Kritik der Dogmen und Pseudotheorien, deren Glaubwürdigkeit dank der jüngsten großen Krise des kapitalistischen Weltsystems dahinschmilzt. Und dafür ist die Beschäftigung mit dem Hauptwerk des Zeitgenossen Marx unentbehrlich.

Der Autor:
Michael R. Krätke ist Professor für Politische Ökonomie an der »Faculty of the Arts and Social Sciences« der Universität Lancaster in Großbritannien.

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