Gerhard Vinnai

Die Tücken des Privateigentums

Der Einfluss auf die Psyche und notwendige Alternativen

144 Seiten | September 2017 | im Warenkorb vorbestellen | EUR 11.80
ISBN 978-3-89965-787-6

 

Kurztext: Der Kapitalismus hat das Privateigentum als Basis, aber er zeigt zugleich auch die Tendenz, dieses zunehmend zum Verschwinden zu bringen. Das macht es notwendig, von Neuem über die Rolle des Privateigentums nachzudenken.


Die Kritik des Privateigentums scheint seit dem universellen Triumph des Kapitalismus in seiner neo­liberalen Gestalt hinfällig geworden zu sein. Doch meist wird übersehen, dass das Privateigentum heute vielerlei krisenhafte Züge aufweist.

In gegenwärtigen politischen und sozialwissenschaftlichen Auseinandersetzungen wird zwar viel über eine wachsende ungleiche Verteilung des Privateigentums (Stichwort »Soziale Gerechtigkeit«) diskutiert, aber über die Notwendigkeit dieser heute vorherrschenden Eigentumsform gibt es kaum Debatten.

So stellt sich die Frage, warum die Krise des Privateigentums nicht in größerem Ausmaß dazu führt, dass seine Legitimität bezweifelt oder es in politischen Kämpfen nicht massiver angegriffen wird. Dies hat nicht nur etwas mit den gesellschaftlichen Machtverhältnissen zu tun, sondern auch mit der besonderen psychischen Bindung aller Gesellschaftsmitglieder an das Privateigentum – nicht zuletzt in Gestalt des Geldes, das die Individuen als Tauschpartner miteinander verbindet, sie aber auch bei der Verfolgung ihrer egoistischen Privatinteressen voneinander isoliert.

Der Autor untersucht, welche Interessen, Bedürfnisse und Wünsche mit dem Privateigentum verknüpft sind und ob und wie diese Bindungen mithilfe alternativer Eigentumsformen überwunden werden können.


Der Autor:

Gerhard Vinnai war bis 2005 Professor für analytische Sozialpsychologie an der Universität Bremen. Sein besonderes Interesse gilt der Verbindung von Psychologie und kritischer Gesellschaftstheorie.

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