Jörg Meyer (Hrsg.)

Arbeiten & Feminismus

Gespräche mit Christiane Benner, Monika Brandl, Annelie Buntenbach, Elke Ferner, Barbara Fried, Edeltraud Glänzer, Elke Gündner-Ede, Katja Kipping, Ulrike Laux, Michaela Rosenberger, Marlis Tepe
Nachwort von Christina Klenner

120 Seiten | 2017 | EUR 11.00
ISBN 978-3-89965-748-7

 

Kurztext: Führungsfrauen aus Gewerkschaften und Politik berichten, was die Arbeitswelt mit Feminismus zu tun hat. Ein Fazit der biografischen Interviews: Der Kampf ist längst nicht vorbei – und er muss von allen Geschlechtern gemeinsam geführt werden.

Inhalt & Leseprobe:

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Frauen verdienen in Deutschland weniger als Männer, auch wenn sie die gleiche Arbeit machen. Frauen gehen in Teilzeit, wenn sie Kinder bekommen, verschwinden damit aus Führungspositionen und sind wegen der zusätzlichen Verdiensteinbußen im Alter oft »nur einen Ehegatten von Armut ­entfernt«, warnt DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach.

Aber: »Warum geht nicht mal Führung in Teilzeit? Warum gibt es kaum Weiterbildungen für Teilzeitbeschäftigte? Kinderkriegen ist für Frauen oft wie ein Knockout in der zweiten Runde – einfach zu früh vom Spielfeld gefegt ...«, sagt Christiane Benner, Zweite Vorsitzende der IG Metall. Und warum werden beispielsweise Pflegeberufe noch immer gesellschaftlich schlechter angesehen und schlechter bezahlt als die (Männer-)Jobs in der Produktion oder auf dem Bau? »Menschen heben ist nicht weniger wert als Steine heben«, stellt Elke Ferner, parlamentarische Staatssekretärin im Hause von Bundesfrauen- und Familienministerin Manuela Schwesig und Bundesvorsitzende der SPD-Frauen, fest.

Die in dem spannenden Interviewband befragten Frauen eint, dass sie sich seit Jahrzehnten mit Gleichstellungsthemen auseinandersetzen. Abgerundet werden die Gespräche mit einem Beitrag von Christina Klenner, Leiterin des Referats Genderforschung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung.

Das Gros der Interviews war Teil einer Serie in der Tageszeitung neues deutschland. Die Flugschrift enthält zudem zahlreiche Autorinnenporträts der Berliner Fotografin Christina Palitzsch.


Der Herausgeber:

Jörg Meyer ist Journalist in Berlin. Er führte für diesen Band Gespräche mit Christiane Benner (IG Metall), Monika Brandl (ver.di), Annelie Buntenbach (DGB), Elke Ferner (SPD), Barbara Fried (RLS), Edeltraud Glänzer (IG Bergbau, Chemie, Energie), Elke Gündner-Ede (Gewerkschaft der Polizei), ­Katja ­Kipping (LINKE), Ulrike Laux (IG BAU), Michaela ­Rosenberger (NGG) und Marlis Tepe (GEW).

Quelle: http://www.vsa-verlag.de/nc/buecher/detail/artikel/arbeit-feminismus/