VSA: liest mit und stellt aus!

Vom 23. bis 26. März 2017 werden wir wieder mit einem eigenen Stand auf der Leipziger Buchmesse vertreten sein (E 406 in Halle 5). Wir präsentieren Neuerscheinungen des Frühjahrs sowie ausgewählte Bücher aus bisherigen Programmen. Gleich nebenan (Stand E 402) ist Die Bühne, auf der AutorInnen linker Verlage ihre Bücher vorstellen. Wir sind mit sieben Terminen dabei, außerdem auf anderen Messeforen und im Rahmen von Leipzig liest in der Stadt sowie mit einer Ausstellung von Zeichnungen aus Das Kapital als JARI-Comic in der Buchhandlung el libro. Details mit Zeit und Ort weiter unten. Wir freuen uns über viele BesucherInnen und interessante Gespräche am Messestand.

Mittwoch, 22. März 2017 | 19:00 Uhr | linXXnet | Bornaische Str. 3d

Vernissage: Während der gesamten Messezeit und darüberhinaus (bis zum 13.4.) präsentiert der VSA: Verlag Hamburg in Kooperation mit der Buchhandlung »el libro« und dem »linXXnet«-Projekt in deren Räumen die Ausstellung Marx kommt! [wieder]. Gezeigt werden 12 Tafeln mit Zeichnungen aus Das Kapital als JARICOMIC. Gefeiert wird das 150jährige Erscheinen von Marx’ Opus Magnum, das nicht nur Kapi­talisten das Fürchten lehrt, sondern oft auch jene, die es verstehen wollen. Der JARICOMIC schafft Abhilfe. Das Marxsche Original wurde übrigens in Leipzig im Handsatz gesetzt und auf einer Schnellpresse in einer Auflage von 1.000 Exemplaren gedruckt. Grund genug, alles angemessen zu würdigen.
Zur Vernissage am Vormesse-Abend laden herzlich ein:
VSA: Verlag Hamburg | Buchhandlung »el libro« | linXXnet
Ort: Bornaische Straße 3d | 04277 Leipzig

Donnerstag, 23. März 2017 | 13:30 Uhr | Die Bühne [Stand E 402, Halle 5]

Anja Flach: Revolution in Rojava
Frauenbewegung und Kommunalismus zwischen Krieg und Embargo.

Anja Flach stellt das basisdemokratische, geschlechterbefreite und ökologische Projekt im Westen Kurdistans vor und berichtet über die unübersichtliche, sich ständig verändernde Lage in der Region. Am 19. Juli 2012 begann in Kobanî die Revolution von Rojava. Während der Rest von Syrien im Bürgerkrieg versank, schlug Rojava einen dritten Weg jenseits des Baath-Regimes und der vom Westen, der Türkei und den Golfstaaten protegierten Opposition ein. Durch die »Demokratische Autonomie« wurde der Staat überflüssig und jeglicher Form von Nationalismus eine Absage erteilt. Seither organisiert sich die Bevölkerung durch ein Rätesystem selbst. Das Projekt wird durch reaktionäre Kräfte wie die Terrororganisation Islamischer Staat bedroht. Wie können trotzdem die im Gesellschaftsvertrag von Rojava formulierten Grundsätze der Geschlechterbefreiung und Partizipation aller ethnischen, religiösen u.a. Identitäten tatsächlich umgesetzt werden? Wie schlägt sich dies in Ökonomie, Ökologie und Bildung nieder? Und bietet dieses Projekt Perspektiven für eine Lösung der Probleme des Mittleren Ostens?

Donnerstag, 23. März 2017 | 16:00 Uhr | Die Bühne [Stand E 402, Halle 5]

Holger Politt: Rechtsentwicklung in Polen
Der Aufstieg der Nationalkonservativen und die Perspektiven der Linken

Holger Politt beleuchtet des politischen Rechtstrends in Polen. Jaroslaw Kaczynski, der starke Mann hinter der im November 2015 vereidigten Ministerpräsidentin Beata Szydlo, verkündet, dass das Jahr 2015 in der jüngsten Geschichte des Landes genauso wichtig sei wie das Jahr 1989. Verhasst ist ihm die politische Ordnung, die sich nach 1989 zwischen der damaligen »Solidarnosc«-Opposition und der Regierungsseite in Polen herausgebildet hatte. Nun greift er die liberale Verfassung von 1997 an, da sie Polens erfolgreichen Weg in die Zukunft verhindere. Diese auch vor dem Hintergrund der Rechtsverschiebungen in anderen europäischen Ländern beunruhigenden Entwicklungen können nicht ohne den Niedergang der Linkskräfte in Polen verstanden werden.

Donnerstag, 23. März 2017 | 16:30 Uhr | Die Bühne [Stand E 402, Halle 5]

Dieter Janke: Digitale Revolution im 21. Jahrhundert
Ihre Folgen für die sozialen Verhältnisse.

Wie entwickelt sich die Dialektik von Produktivkräften und Produktionsverhältnissen unter den Vorzeichen der »digitalen Revolution« im 21. Jahrhundert? Dritte oder vierte Industrielle Revolution, digitale Revolution oder Industrie 4.0: All diese Kennzeichnungen der Umbrüche im System der produktiven Kräfte reflektieren, dass sich fundamentale Veränderungen in den Produktions- und Lebenswelten vollziehen. Was ist das Bestimmende an diesen Veränderungen? Was bedeuten sie für die sozialen Verhältnisse? Ist diese Umwälzung im Kapitalismus beherrschbar oder braucht es dafür eine neue Wirtschaftsordnung? Welche Produktivkräfte braucht der sozial-ökologische Fortschritt? Der Herausgeber Dieter Janke, Ökonom in Leipzig, stellt die Flugschrift vor.

Donnerstag, 23. März 2017 | 18:00 Uhr | Rosa-Luxemburg-Stiftung Leipzig, Harkortstr. 10, 04107 Leipzig

Dieter Janke: Dritte oder vierte Industrielle Revolution, digitale Revolution oder Industrie 4.0?
Die Dialektik von Produktivkräften und Produktionsverhältnissen im 21. Jahrhundert, die mit diesen Stichworten auch in der öffentlichen Debatte ist, war Gegenstand eines Kolloquiums, das die Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen im 2016 in Leipzig organisiert hatte. Die dort diskutierten Vorträge haben die beiden Herausgeber Dieter Janke und Jürgen Leibiger im Hamburger VSA: Verlag unter dem Titel »Digitale Revolution und soziale Verhältnisse im 21. Jahrhundert« nun als Flugschrift veröffentlicht. Dieter Janke stellt an diesem Abend das Buch vor und will in der Diskussion zugleich weitergehende Fragestellungen ansprechen, z.B. welche Stellung das neue »digitale Proletariat« einnimmt und was das für die heutigen und künftigen Klassenverhältnisse und Klassenkämpfe bedeutet.

Freitag, 24. März 2017 | 16:00 Uhr | Forum Sachbuch, Halle 5, Stand C 200

Gesine Schwan & Axel Troost: Europa geht auch solidarisch!
Gensine Schwan und Axel Troost stellen die Streitschrift vor und zur Diskussion, die sie gemeinsam mit Klaus Busch, Frank Bsirske, Joachim Bischoff, Mechthild Schrooten und Harald Wolf veröffentlicht haben. Sie treten dafür ein, dass die progressiven Kräfte die EU nicht zugunsten eines neuen Nationalismus abschreiben, sondern für ein solidarisches Europa kämpfen!

Freitag, 24. März 2017 | 16:30 Uhr | Die Bühne [Stand E 402, Halle 5]

Gesine Schwan & Axel Troost:
Europa geht auch solidarisch!
Streitschrift für eine andere Europäische Union.

Die zentrale Botschaft von Gensine Schwan und Axel Troost lautet: Die EU und der Euro lassen sich reformieren. Gemeinsam mit Klaus Busch, Frank Bsirske, Joachim Bischoff, Mechthild Schrooten und Harald Wolf haben sie dies in einer Streitschrift dargelegt. Aufgrund der tiefgreifenden Defizite der Maastrichter Wirtschafts- und Währungsunion und des ökonomischen und sozialen Kahlschlags, den die europäische Austeritätspolitik vor allem in Südeuropa angerichtet hat, sehen linke und rechte Kritikerinnen und Kritiker oft nur noch eine Lösung: Rückkehr zum Nationalstaat bzw. Auflösung oder Rückbau des Euros. Die Autorinnen und Autoren der Streitschrift vertreten die Position, dass dabei die politischen und ökonomischen Risiken dieser Lösung ausgeblendet werden. Sie treten stattdessen dafür ein, dass die progressiven Kräfte mit einer alternativen Wirtschaftspolitik, einer Ausgleichsunion, einer gemeinsamen Schuldenpolitik, einer europäischen Sozialunion sowie mit einer demokratisch gewählten und kontrollierten Europäischen Wirtschaftsregierung ein anderes Modell durchsetzen: Ein solidarisches Europa ist möglich!

Freitag, 24. März 2017 | 18:00 Uhr | INTERIM, Demmeringstr. 32, 04177 Leipzig

Gesine Schwan & Axel Troost: Europa geht auch solidarisch!
Gensine Schwan und Axel Troost stellen die Streitschrift vor und zur Diskussion, die sie gemeinsam mit Klaus Busch, Frank Bsirske, Joachim Bischoff, Mechthild Schrooten und Harald Wolf veröffentlicht haben. Sie treten dafür ein, dass die progressiven Kräfte die EU nicht zugunsten eines neuen Nationalismus abschreiben, sondern für ein solidarisches Europa kämpfen!

Samstag 25. März 2017 | 13:00 Uhr | Die Bühne [Stand E 402, Halle 5]

Helmut Scholz: Handel(n) von links
Alternativen zur Handelspolitik der EU.

Nach Trumps Wahl drohen TTIP, CETA & TiSA zu scheitern – jedoch aus ganz anderen Gründen als denen, gegen die Hunderttausende auf die Straße gingen. Dabei gibt es sie: Alternativen zur Handelspolitik der EU – von links. Linke Analysen der EU-Handelspolitik haben sich bislang auf einzelne Bereiche – z.B. die Freihandelsabkommen oder Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Dritte-Welt-Staaten – beschränkt. Einem »Alternativen Handelsmandat« wurde zu wenig Beachtung eingeräumt. Die AutorInnen dieser Flugschrift wollen das ändern. Sie stellen Konzepte verschiedener linker Parteien, Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften für eine neue europäische Handelspolitik vor und beleben die Debatte um alternativen und fairen Handel. Herausgeber Helmut Scholz (handelspolitischer Sprecher der Linksfraktion GUE/NGL im Europäischen Parlament) stellt die Flugschrift vor.

Samstag 25. März 2017 | 15:00 Uhr | Die Bühne [Stand E 402, Halle 5]

Jörg Meyer: Arbeiten & Feminismus
Führungsfrauen aus Gewerkschaften und Politik berichten.

Der Journalist Jörg Meyer hat Gespräche mit Christiane Benner (IG Metall), Monika Brandl (ver.di), Annelie Buntenbach (DGB), Elke Ferner (SPD), Barbara Fried (RLS), Edeltraud Glänzer (IG Bergbau, Chemie, Energie), Elke Gündner-Ede (Gewerkschaft der Polizei), ­Katja ­Kipping (LINKE), Ulrike Laux (IG BAU), Michaela ­Rosenberger (NGG) und Marlies Tepe (GEW) geführt. Sie erwägen in den Gesprächen, was die Arbeitswelt mit Feminismus zu tun hat. Ein Fazit der biografischen Interviews: Der Kampf ist längst nicht vorbei – und er muss von allen Geschlechtern gemeinsam geführt werden. Die in dem spannenden Interviewband befragten Frauen eint, dass sie sich seit Jahrzehnten mit Gleichstellungsthemen auseinandersetzen. Das Gros der Interviews war Teil einer Serie in der Tageszeitung neues deutschland. Jörg Meyer stellt den von ihm herausgegebenen Band vor.
In Kooperation mit neues deutschland

Samstag, 25. März 2017 | 17:00 Uhr | Die Bühne [Stand E 402, Halle 5]

Friedrich Steinfeld: Rechtspopulismus,
religiöser Fundamentalismus & Islam
Die Sehnsucht nach Identität im Aufwind.

Religiöser und politischer Fundamentalismus und entsprechend motivierte Gewalt grassieren – weltweit. Ist dies das »Ende der Säkularisierung«? Im Gegensatz zu apokalyptischen Deutungsmustern und Endzeit-Prognosen verfolgt der Friedrich Steinfeld die These, dass religiösen und kulturellen Konflikten im Kern ökonomische und soziale Konflikte von Menschen zugrunde liegen. Und er entwickelt Vorschläge für eine nachhaltige politische Problemlösung: entschiedene Bekämpfung der sozialen Spaltung, effektive Integrationspolitik in den kapitalistischen Metropolen; Unterstützung einer nachholenden gesellschaftlichen Modernisierung. Abschließend werden Chancen einer politischen Kooperation zwischen der nicht religiösen Linken und Christen ausgelotet.

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