Auch 2017 präsentieren linke Publikationsprojekte ihre AutorInnen auf der gemeinsamen Leseinsel Die Bühne in Halle 5, Stand E 402. Mit dabei sind vom 23. bis 26. März 2017
Argument Verlag mit Ariadne Hamburg, Dağyeli Verlag Berlin, dietz berlin, Verlag Graswurzelrevolution Heidelberg, LAIKA Verlag Hamburg, Mandelbaum Verlag Wien, Sozialistische Tageszeitung neues deutschland, Offizin Verlag Hannover, PapyRossa Verlag Köln, Promedia Verlag Wien, UNRAST Verlag Münster und VSA: Verlag Hamburg.

Eine Programmübersicht kann später hier als pdf-Datei heruntergeladen werden.

Den Stand stellt die Leipziger Buchmesse kostenlos zur Verfügung, die Ausstattung wird unterstützt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Für beides herzlichen Dank von allen Beteiligten!

Mittwoch, 22. März

19:00 Uhr | Vernissage »Marx kommt! [wieder]« | linXXnet | Bornaische Straße 3d

Während der gesamten Messezeit und darüberhinaus (bis zum 13.4.) präsentiert der VSA: Verlag Hamburg in Kooperation mit der Buchhandlung »el libro« und dem »linXXnet«-Projekt in deren Räumen die Ausstellung Marx kommt! [wieder]. Gezeigt werden 12 Tafeln mit Zeichnungen aus Das Kapital als JARICOMIC. Gefeiert wird das 150jährige Erscheinen von Marx’ Opus Magnum, das nicht nur Kapi­talisten das Fürchten lehrt, sondern oft auch jene, die es verstehen wollen. Der JARICOMIC schafft Abhilfe. Marx’ Original wurde übrigens in Leipzig im Handsatz gesetzt und auf einer Schnellpresse in einer Auflage von 1.000 Exemplaren gedruckt. Grund genug, alles angemessen zu würdigen. Zur Vernissage am Vormesse-Abend laden herzlich ein:
VSA: Verlag Hamburg | Buchhandlung »el libro« | linXXnet
Ort: Bornaische Straße 3d | 04277 Leipzig

Donnerstag, 23. März

11:30 Uhr | Marga Voigt, Clara Zetkin: Die Kriegsbriefe 1914-1918

Clara Zetkin und die Katastrophe des Ersten Weltkriegs.
Sie war jahrzehntelang die treibende Kraft in der deutschen und europäischen Sozialdemokratie, nicht zuletzt in der Sozialistischen Fraueninternationale. Ihre Freundin Rosa Luxemburgs erinnerte Clara Zetkin an eine Kerze, die, obwohl sie an beiden Enden brannte, sich nicht zu verzehren schien. Im Sommer 1914 begann es jedoch zu flackern: Die Kriegsbefürwortung der internationalen Sozialdemokratie ließ Clara Zetkin – nach eigenen Worten – fast wahnsinnig werden und an Selbstmord denken: Hier ging ein Lebenswerk in Trümmer. All diese Vorgänge spiegeln sich in Clara Zetkins Briefen aus dem Ersten Weltkrieg.
dietz berlin

12:00 Uhr | Lou Marin, Rirette Maîtrejean

Attentatskritik & Anarchafeminismus in Frankreich vor 1914.
Die französische Individualanarchistin und Anarchafeministin Rirette Maîtrejean kritisierte vor dem Ersten Weltkrieg entschieden anarchistische Attentate und Raubüberfälle. Die durch die Attentate hervorgerufene staatliche Repression führte zur Schwächung der anarchistischen Massenbewegung beim Kriegseintritt Frankreichs 1914. In den Zwanziger- und Dreißigerjahren wandte sie sich gegen ihren ehemaligen Lebenspartner Victor Serge, als dieser den Staatsterror der jungen Sowjetunion befürwortete. Später begegnete sie Albert Camus, der ihre Erfahrungen in seiner Kritik des Nihilismus ausformulierte.
Verlag Graswurzelrevolution, Heidelberg

12:30 Uhr | Kolja Lindner, Die Hegemoniekämpfe in Frankreich

Laizismus, politische Repräsentation und Sarkozysmus.
Wer Frankreich verstehen will, muss die Besonderheiten seiner politischen Kultur in Rechnung stellen. Ihre Wandlungsprozesse unter dem Eindruck von Kämpfen um politische Vorherrschaft sind der Gegenstand von Kolja Lindners Studie. Im Zentrum seiner Analyse stehen der Laizismus, also die jenseits des Rheins praktizierte Regulation des Verhältnisses von Staat und Religion, und die politische Repräsentation, der ein spezifisch französisches Konzept von Staatsbürgerschaft zugrunde liegt. Verständlich werden so das politische System der Fünften Republik und die historisch besondere Rolle von Nicolas Sarkozy, die Situation der größten muslimischen Gemeinschaft Westeuropas und der Aufstieg des rechtsextremen Front National. Kolja Lindner untersucht und beleuchtet zudem staatliche Reaktionen auf islamistische Attentate, soziale Bewegungen und antimuslimischen Rassismus in Frankreich.
Argument Verlag mit Ariadne

13:00 Uhr | Ingo Stützle, Marx 1.5, Die Warenform

Die Wertform in Marxens Kapital.
Die Wertform ist der Springpunkt des marxschen Denkens, aber nicht einfach zu verstehen: Der Anfang des »Kapitals« sei derart kompliziert, dass Marx einen erläuternden Anhang schreiben solle. Diesen Rat gab Ludwig Kugelmann Marx bereits zur Erstauflage des »Kapital« 1867. Nach Rücksprache mit Engels macht sich Marx an die Arbeit. Viele, die sich mit der Wertformanalyse beschäftigen, kennen nur die MEW 23, die sich an der Auflage von 1890 orientiert. Anlässlich 150 Jahre »Das Kapital« wird nun der Anfang der Erstauflage erstmals allgemein zugänglich gemacht. Ingo Stützle erzählt die Geschichte und berichtet, wie Marx darum gerungen hat, den logisch-systematischen Zusammenhang im »Kapital« klarer herauszuarbeiten.
dietz berlin

13:30 Uhr | Anja Flach, Revolution in Rojava

Frauenbewegung und Kommunalismus zwischen Krieg und Embargo.
Anja Flach stellt das basisdemokratische, geschlechterbefreite und ökologische Projekt im Westen Kurdistans vor und berichtet über die unübersichtliche, sich ständig verändernde Lage in der Region. Am 19. Juli 2012 begann in Kobanî die Revolution von Rojava. Während der Rest von Syrien im Bürgerkrieg versank, schlug Rojava einen dritten Weg jenseits des Baath-Regimes und der vom Westen, der Türkei und den Golfstaaten protegierten Opposition ein. Durch die »Demokratische Autonomie« wurde der Staat überflüssig und jeglicher Form von Nationalismus eine Absage erteilt. Seither organisiert sich die Bevölkerung durch ein Rätesystem selbst. Das Projekt wird durch reaktionäre Kräfte wie die Terrororganisation Islamischer Staat bedroht. Wie können trotzdem die im Gesellschaftsvertrag von Rojava formulierten Grundsätze der Geschlechterbefreiung und Partizipation aller ethnischen, religiösen u.a. Identitäten tatsächlich umgesetzt werden? Wie schlägt sich dies in Ökonomie, Ökologie und Bildung nieder? Und bietet dieses Projekt Perspektiven für eine Lösung der Probleme des Mittleren Ostens?
VSA: Verlag Hamburg

14:00 Uhr | Thomas Seibert, Zur Ökologie der Existenz. Freiheit, Gleichheit, Umwelt

Nach dem Ende der Geschichte ist vor dem Ende der Geschichte: Emanzipation im 21. Jahrhundert.
(Autorenfoto: Katrin Schilling) Marx’ Frage nach der wirklichen Bewegung, welche den jetzigen Zustand aufhebt, bleibt die wichtigste aller politisch-philosophischen Fragen. Terror und Gegenterror erschüttern die Gegenwart. Sie entspringen den Krisen der Epoche, die sich in der Krise der Geschichte verdichten. Ihren weitesten Horizont umreißt die ökologische Krise, mit der unsere Welt unbewohnbar zu werden droht. Vor diesem Hintergrund entwirft Thomas Seibert eine Ökologie des freien geschichtlichen Subjekts, der Existenz. Sie beginnt mit dem auf Leben und Tod geführten Kampf um Anerkennung und klärt aus ihm die Herkunft unserer Gesellschaft auf: der zugleich globalisierten und individualisierten Gesellschaft der Knechte-und-Mägde-ohne-Herr*innen. Wir sind die Proletarisierten eines Kapitals, das längst nicht mehr nur die Arbeit, sondern unser ganzes Existieren, das Ganze unserer Umwelt in seinen Wachstumswahn zwingt. Wer sich daraus zur Freiheit befreien will, wird die Reformation der Lebensweisen fortführen müssen, deren bislang letztes Abenteuer der Mai 1968 war. Die Ökologie der Existenz bringt seinen Überschuss in unsere Gegenwart zurück, sein Unabgegoltenes.
Laika Verlag

14:30 Uhr | Tayfun Guttstadt, Gestrandet

Geflüchtete zwischen Syrien und Europa. Eine Reportage aus der Türkei.
Intensiver Einblick in das Leben und die Perspektiven der ca. 3 Mio. ›Gestrandeten‹ in der Türkei. Die Türkei beherbergt die größte Anzahl aus Syrien Geflüchteter weltweit. Zurzeit sollen es knapp 3 Millionen sein. Nicht alle wollen nach Europa: Manche arbeiten und leben in der Türkei, andere hoffen, sobald wie möglich nach Syrien zurückkehren zu können. Die türkische Regierung versucht zugleich, die Geflüchteten für ihre innen- wie außenpolitische Ziele zu benutzen. Eine Perspektive, wie das Zusammenleben auf lange Sicht funktionieren soll, haben zurzeit weder der Staat noch die Zivilgesellschaft. »Tayfun Guttstadt gibt Hintergrundwissen preis, das sich so in der Berichterstattung der meisten Medien nicht wiederfindet.« (René Neumann, Alsharq, 27. Oktober 2016)
Unrast Verlag

15:00 Uhr | Dr. Klaus Weber, Adolf Hitler nach-gedacht

Psychologie. Person. Faschismus.
Die »großen Hitlerbiographien« (Bullock, Fest, Kershaw, Ullrich) versagen bei der Frage nach der Konstitution des Subjekts Hitler. Kein Wunder, denn die bürgerliche Psychologie hat für biographisches Arbeiten und Forschen gar kein sinnvolles begriffliches Repertoire. Es geht darum, Hitler nicht von Auschwitz her zu denken, sondern als Person, die ohne die gesellschaftlichen Verhältnisse nicht gedacht werden kann. Der Kritische Psychologe Klaus Weber nimmt Hitlers Leben und die historisch-kritische Ausgabe von »Mein Kampf«, bei deren Erstellung er als Berater tätig war, mit subjektwissenschaftlichen Kategorien unter die Lupe. »Weber, ausgewiesener Faschismusexperte seit Jahrzehnten, legt ein Buch vor, dem größte Aufmerksamkeit zu wünschen ist. Der der Kritischen Psychologie verpflichtete Autor gibt sich nicht zufrieden, wirft überall neue Fragen auf. Wer erkennen will, wie bürgerliche Geschichtsschreibung überhaupt bei der Aufarbeitung des Faschismus funktioniert, der wird diese Studie von Klaus Weber mit Gewinn lesen.« (Andreas Salomon auf theoriekritik.ch)
Argument Verlag mit Ariadne

15:30 Uhr | Mario Pschera, Ahmed Arif

Die Stimme der kurdischen Sehnsucht nach Freiheit und Gleichberechtigung.
Ahmed Arif (1927–1991) zählt zu den populärsten linken Dichtern der Türkei, dessen atmosphärisch dichte Verse in unzähligen Raubdrucken kursieren. Zudem verwenden viele linke Musikgruppen und Sänger in ihren Texten Ausschnitte aus seinen Gedichten. Er selbst wurde für seine Veröffentlichungen mehrfach inhaftiert und musste sich mit journalistischen Gelegenheitsarbeiten durchschlagen. Vorgestellt wird sein Gesamtwerk erstmalig in deutscher Sprache. Mario Pschera liest zudem aus dem Gedichtband »Aus Sehnsucht nach dir habe ich die Ketten abgetragen«.
Dağyeli Verlag

16:00 Uhr | Holger Politt, Rechtsentwicklung in Polen

Der Aufstieg der Nationalkonservativen und die Perspektiven der Linken
Holger Politt beleuchtet des politischen Rechtstrends in Polen. Jaroslaw Kaczynski, der starke Mann hinter der im November 2015 vereidigten Ministerpräsidentin Beata Szydlo, verkündet, dass das Jahr 2015 in der jüngsten Geschichte des Landes genauso wichtig sei wie das Jahr 1989. Verhasst ist ihm die politische Ordnung, die sich nach 1989 zwischen der damaligen »Solidarnosc«-Opposition und der Regierungsseite in Polen herausgebildet hatte. Nun greift er die liberale Verfassung von 1997 an, da sie Polens erfolgreichen Weg in die Zukunft verhindere. Diese auch vor dem Hintergrund der Rechtsverschiebungen in anderen europäischen Ländern beunruhigenden Entwicklungen können nicht ohne den Niedergang der Linkskräfte in Polen verstanden werden.
VSA: Verlag Hamburg

16:30 Uhr | Dieter Janke & Jürgen Leibiger, Digitale Revolution im 21. Jahrhundert

Ihre Folgen für die sozialen Verhältnisse.
Wie entwickelt sich die Dialektik von Produktivkräften und Produktionsverhältnissen unter den Vorzeichen der »digitalen Revolution« im 21. Jahrhundert? Dritte oder vierte Industrielle Revolution, digitale Revolution oder Industrie 4.0: All diese Kennzeichnungen der Umbrüche im System der produktiven Kräfte reflektieren, dass sich fundamentale Veränderungen in den Produktions- und Lebenswelten vollziehen. Was ist das Bestimmende an diesen Veränderungen? Was bedeuten sie für die sozialen Verhältnisse? Ist diese Umwälzung im Kapitalismus beherrschbar oder braucht es dafür eine neue Wirtschaftsordnung? Welche Produktivkräfte braucht der sozial-ökologische Fortschritt? Die Herausgeber Dieter Janke, Ökonom in Leipzig, und Jürgen Leibiger, Wirtschaftswissenschaftler in Dresden/Radebeul, stellen die Flugschrift vor.
VSA: Verlag Hamburg

17:00 Uhr | Angelika Grubner, Die Macht der Psychotherapie im Neoliberalismus

Eine Streitschrift zur engen Verstrickung der Psychotherapie mit dem neoliberalen Kapitalismus.
In neoliberalen Zeiten ist alles »psychisch«. Sei es die gelungene Partnerschaft, der berufliche Erfolg, die körperliche Fitness oder aber Beziehungsprobleme, Arbeitslosigkeit und sogar Armut – alles und jedes wird einer psychologischen Betrachtung unterworfen. So wundert es nicht, dass die Psychotherapie einen noch nie dagewesenen Zustrom erfährt. Wie aber kommt es, dass sowohl in der einschlägigen Fachliteratur als auch innerhalb der psychotherapeutischen Community dem parallelen Aufstieg von neoliberaler Ideologie und dem kolportierten Bedarf nach Psychotherapie kaum Aufmerksamkeit geschenkt wird? Wie lässt sich erklären, dass die psychotherapeutisch Tätigen den Eindruck vermitteln, sie stünden jenseits aktueller Machtverhältnisse und würden nur bei Bedarf helfend intervenieren? Unter Rückgriff auf die philosophischen Überlegungen Michel Foucaults unterzieht Angelika Grubner die Psychotherapie einer machttheoretischen Prüfung. Es wird gezeigt, dass sie mit dem Neoliberalismus in einer schier unentwirrbaren Liaison verstrickt ist und die Idee eines machtfreien psychotherapeutischen Raumes eine naive, irreführende Illusion – mit erheblichen Konsequenzen – darstellt.
Mandelbaum Verlag

17:30 Uhr | Die Bühne feiert diesmal nicht?

Doch, aber etwas verhaltener: Am Ende des ersten Messetags erheben die MacherInnen der kleinen, aber feinen linken Lesebühne gemeinsam ein Glas Sekt, Wein, Bier oder auch Wasser und stoßen auf sieben Jahre Veranstaltungsmarathon an. Alle KollegInnen der anliegenden Stände und selbstverständlich auch alle BesucherInnen sind herzlich eingeladen.
Die Verlage des Bühne-Projektes

Freitag, 24. März

11:00 Uhr | Wladislaw Hedeler, Die russische Linke zwischen März und November 1917

Das komplizierte Revolutionsjahr 1917.
Es waren bewegte Monate zwischen dem Sturz des Zaren und der Bildung der Provisorischen Regierung im März 1917 und dem Umsturz der Bolschewiki im Oktober. Ab Sommer 1917 waren daran auch führende Theoretiker der Anarchisten, der Bolschewiki, des Jüdischen Bundes, der Menschewiki und der Sozialisten­Revolutionäre beteiligt, die aus dem Exil nach Russland zurückgekehrt waren. Die von ihnen initiierten Koalitionen zerfielen so schnell, wie sie entstanden waren. Die Programmdiskussion im linken Parteienspektrum ist ein Spiegelbild der komplizierten Gemengelage im Revolutionsjahr 1917.
dietz berlin

11:30 Uhr | Ulrich Klemm, Die Idee der Volkshochschule und die politische Gegenwart

Die Bildungsarbeit an Volkshochschulen muss politischer werden.
Und: die Volkshochschulen haben einen politischen Auftrag in der Demokratie! Diese Grundannahme, die vor 100 Jahren zur Gründung der Volkshochschulbewegung  beitrug, ist heute - angesichts rechtsradikaler und populistischer Strömungen - aktueller denn je. In diesem Kontext entwickelt sich derzeit eine Debatte um die Bedeutung und Reichweite politischer Bildung an Volkshochschulen. Prof. Klemm stellt den neuen Sammelband vor, der die Aufgaben und Perspektiven gegenwärtiger VHS-Arbeit kritisch reflektiert im Sinne eines öffentlichen Ortes der stärkeren bürgerschaftlichen Demokratieentwicklung.
Offizin Verlag

12:00 Uhr | Inge Höger & Lucy Redler: Nach Goldschätzen graben, Regenwürmer finden

DIE LINKE und das Regieren.
Sollen sozialistische Parteien Koalitionen mit Sozialdemokraten und Grünen eingehen? Und wenn ja, unter welchen Bedingungen? Oder sollen Regierungsämter nur übernommen werden, wenn sie zum Sturz des kapitalistischen Systems eingesetzt werden können? Oder auch gar nicht? AutorInnen aus verschiedenen Ländern beleuchten das Thema von historischer und aktueller Seite. So etwa die Debatten in der sozialistischen Arbeiterbewegung zwischen Rosa Luxemburg und den französischen Sozialisten und zur Frage der Arbeiterregierung in der Kommunistischen Internationale; die Erfahrungen der Rifondazione Comunista in Italien, der Arbeiterpartei in Brasilien und von Syriza in Griechenland sowie die Ergebnisse von Koalitionseintritten von PDS und DIE LINKE in Berlin und Ostdeutschland.
PapyRossa Verlag

12:30 Uhr | Wolfgang Storz & Olaf Koppe, OXI. Wirtschaft für Gesellschaft

Eine neue Monatszeitung stellt sich vor.
Herausgeber Wolfgang Storz von der common verlagsgenossenschaft und nd-Geschäftsführer Olaf Koppe stellen die seit Oktober 2016 einmal monatlich erscheinende Monatszeitung »OXI« vor. Sie betrachtet Wirtschaft und Gesellschaft aus einem anderen Blickwinkel – unter dem Credo, dass die Wirtschaft für die Menschen da zu sein hat und nicht die Menschen für die Wirtschaft.
common verlagsgesellschaft und neues deutschland

13:00 Uhr | Gerhard Schoenberner, Nachlese (gelesen von Peter Jehle)

Texte zu Politik und Kultur.
Gerhard Schoenberner, Zeithistoriker, Cineast und engagierter Intellektueller, war in allen publizistischen Genres und vielen Sujets zu Hause. Unbestechlich in der Sache, verbindlich im Ton kommentierte und initiierte er fünf Jahrzehnte lang politisch-kulturelle Vorgänge, ergriff öffentlich das Wort und differenziert Partei, kuratierte Filmreihen, klärte auf und eckte an. In der mit Mira Schoenberner betriebenen ›kleinen Textwerkstatt‹ entstanden Essays, Leitartikel, Kommentare und Features, Glossen, Leserbriefe, Porträts, aber auch Gedichte und literarische Szenen. Gerhard Schoenberner war kein stiller Beobachter oder unbeteiligter Chronist: »Nachlese« ist der Nachlass eines heiter-unerbittlichen Aufklärers, der schon ab Ende der 1950er Ernst machte mit der von Adorno geforderten Aufarbeitung der Vergangenheit. Peter Jehle, der das Vorwort schrieb und in enger Zusammenarbeit mit Mira Schoenberner an der Textauswahl beteiligt war, stellt das Buch auf der BÜHNE vor.
Argument Verlag mit Ariadne

13:30 Uhr | Rainer Fischbach: Die schöne Utopie

Paul Mason, der Postkapitalismus und der Traum von grenzenlosem Überfluss.
Derzeit ist es populär, nicht nur das Ende des Kapitalismus anzusagen, sondern auch auszumalen, was nach ihm kommt. So verkündet Paul Mason publikumswirksam eine postkapitalistische Zukunft, in der grenzenloser Überfluss herrscht. Ermöglichen soll dies eine vernetzte digitale Technik: Dank ihrer solle materielle Produktion so einfach erfolgen wie das Copy & Paste digitaler Fragmente und könnten all die Aufgaben gesellschaftlicher Planung und Steuerung, an denen frühere Versuche gescheitert sind, bruchlos gelingen. Enthält digitale Informationstechnik auch Potenziale zur Steigerung der Produktivität von Arbeit und Ressourcen wie für die gesellschaftliche Planung, so beruht diese Utopie doch auf einer Überschätzung von deren Möglichkeiten. Dahinter verbirgt sich ein fundamentales Missverständnis nicht nur dieser Technik, sondern auch der Probleme materieller Produktion sowie dessen, was Natur- und ­Gesellschaftswissenschaften zu leisten vermögen. Angesichts wachsender Popularität solcher Missverständnisse erscheint ihre explizite Kritik angezeigt.
PapyRossa Verlag

14:00 Uhr | Anne Kuhlmeyer, Drift

Realität ist das, was wir tun.
Schwere Unwetter. Der Regen hört nicht mehr auf, Straßen und Brücken versinken in den schlammigen Fluten. Metha Engelhart war eigentlich auf dem Weg in den Urlaub, als ihr Auto liegenbleibt. In einem leeren Haus an der einstigen Grenze trifft sie weitere Gestrandete: den Lektor Albrecht Jackwitz, den halbwüchsigen Sydney, und Bauer Jan, der ein Schaf und eine verunglückte junge Frau im Schlepptau hat. Unfreiwillig zusammengepfercht versuchen die vom Wasser Eingeschlossenen, die Sintflut auszusitzen. Doch jede/r von ihnen trägt Bürden, Vorgeschichten und Geheimnisse. Dann taucht vor der Tür ein Floß auf, und alles eskaliert ... Die Leipzigerin Anne Kuhlmeyer erkundet kriminalliterarisches Niemandsland: »Drift« übertritt die Genregrenzen wie der Fluss seine Ufer und schwemmt sie fort. Ein Roman um Schuld und Verantwortung, Erfahrung und Erinnerung, mit Einblicken in andere Kulturen und entführenden Hommagen an mitreißende Literatur.
Argument Verlag mit Ariadne

14:30 Uhr | Andrew Culp, Dark Deleuze (mit dem Übersetzer Achim Szepanski)

Eine so radikale wie spielerische Zurückeroberung der vergessenen Negativität des Denkers Deleuze.
Der französische Philosoph Gilles Deleuze ist als Denker der Kreation, der fröhlichen Affirmation und der Assemblagen bekannt. In Dark Deleuze argumentiert Andrew Culp, dass der ehemals radikale Kanon der Freude seine Widerstandskraft gegen die dumpfe Kontinuität des Präsens längst verloren hat. Konzepte, die einst geschaffen wurden, um den Kapitalismus zu besiegen, werden heute als Business-Mantras recycelt, die fröhlich und entspannt Slogans wie »Die Macht ist vertikal, das Potenzial ist horizontal!« affirmieren. Mit Dark Deleuze erobert Culp die vergessene Negativität des Denkers Deleuze zurück. Am Ende seiner so radikalen wie spielerischen Suche beschuldigt Culp Deleuze, einen fatalen Irrtum begangen zu haben: Weil er zu engagiert war, Gründe zu finden, um an diese Welt zu glauben, hat Deleuze es versäumt, uns mehr darüber zu erzählen, was an dieser Welt inakzeptabel ist. Um heute Kommunist zu sein, so Culp, müsse man wieder lernen, diese Welt zu hassen.
Laika Verlag

15:00 Uhr | Tunay Önder, Christine Umpfenbach, Azar Mortazavi: URTEILE

Ein dokumentarisches Theaterstück über die Opfer des NSU.
Mit Texten über alltäglichen und strukturellen Rassismus. Wie ist die Gesellschaft beschaffen, in der die NSU-Morde möglich waren? Den NSU-Morden folgten eine rassistische mediale Auseinandersetzung und einseitige, diskriminierende Ermittlungsarbeiten. Das Theaterstück ›Urteile‹ von Christine Umpfenbach und Azar Mortazavi, das die Süddeutsche Zeitung als »beeindruckend dichtes Kammerspiel« lobt, setzt diesem Rassismus die Perspektive der Hinterbliebenen entgegen. Erstmals wird der Theatertext nun in einem Buch veröffentlicht, ergänzt durch zahlreiche Artikel, die unterschiedliche Dimensionen struktureller Rassismen und diskriminierender Routinen beleuchten. »›Urteile‹ ist eine beklemmende Anklage [...], führt vor, wie tief und selbstverständlich der Rassismus in unserer Gesellschaft verankert ist.« (Petra Hallmayer, nachtkritik.de, 10. April 2014)
Unrast Verlag

15:30 Uhr | Andreas Gläser & Jan Papke, Jans Jukebox trifft Gläsers Globus

Die Verbindung von Geschichten und Vinyl.
Seit einigen Jahren hat Bauarbeiter Andreas Gläser seine eigene nd-Kolumne »Gläsers Globus«. Es sind alltägliche Geschichten aus dem wahren Leben. Mit seinem Kumpel Jan Papke hat er Musik dazu gemacht und auf Vinyl gepresst. Herausgekommen sind 42 unverwechselbare Lesebühnenstücke und fünf Songs aus dem Leben gegriffen.
neues deutschland

16:00 Uhr | Jörn Schütrumpf, Diktatur statt Sozialismus

Die USPD und die Bolschewiki 1917/18.
Hinterher mochte niemand mehr erinnert werden an die Monate vor der deutschen Novemberrevolution und daran, wer was wann wo wie zu den Bolschewiki gesagt hatte. Allenfalls bekannt sind heute einige Beiträge Karl Kautskys, Eduard Bernsteins und Franz Mehrings. Dabei hat es damals eine rege Diskussion in der deutschen Linken über die Ereignisse in Russland gegeben. Die Debatte zeigte ungewöhnliche Frontverläufe, nicht bei den Opponenten, sondern bei den Befürwortern der Politik der Bolschewiki.
dietz berlin

16:30 Uhr | Gesine Schwan & Axel Troost, Europa geht auch solidarisch!

Streitschrift für eine andere Europäische Union.
Die zentrale Botschaft von Gensine Schwan und Axel Troost lautet: Die EU und der Euro lassen sich reformieren. Gemeinsam mit Klaus Busch, Frank Bsirske, Joachim Bischoff, Mechthild Schrooten und Harald Wolf haben sie dies in einer Streitschrift dargelegt. Aufgrund der tiefgreifenden Defizite der Maastrichter Wirtschafts- und Währungsunion und des ökonomischen und sozialen Kahlschlags, den die europäische Austeritätspolitik vor allem in Südeuropa angerichtet hat, sehen linke und rechte Kritikerinnen und Kritiker oft nur noch eine Lösung: Rückkehr zum Nationalstaat bzw. Auflösung oder Rückbau des Euros. Die Autorinnen und Autoren der Streitschrift vertreten die Position, dass dabei die politischen und ökonomischen Risiken dieser Lösung ausgeblendet werden. Sie treten stattdessen dafür ein, dass die progressiven Kräfte mit einer alternativen Wirtschaftspolitik, einer Ausgleichsunion, einer gemeinsamen Schuldenpolitik, einer europäischen Sozialunion sowie mit einer demokratisch gewählten und kontrollierten Europäischen Wirtschaftsregierung ein anderes Modell durchsetzen: Ein solidarisches Europa ist möglich!
VSA: Verlag Hamburg

17:00 Uhr | Dieter Reinisch, Die Frauen der IRA

Geschichte der irisch-republikanischen Frauenorganisation Cumm na mBan.
Neben der männlich-dominierten IRA existierte eine irisch-republikanische Frauenorganisation namens Cumann na mBan (Organisation der Frauen). Das vorliegende Buch ist die erste Studie über Geschichte, Rolle und Tätigkeit dieser Frauenorganisation. Dieter Reinisch greift dabei nicht nur auf klassisches Quellenmaterial zurück, sondern auch auf über zwei Dutzend Interviews mit Aktivistinnen der Cumann na mBan, die er selbst führte. Er beschreibt ihren Wandel von einer IRA-Hilfsorganisation in den 1960er-Jahren zu einer effektiven Frauenarmee in den 1970er-Jahren und schließlich ihre Kaltstellung durch die IRA-Führung in den 1980er-Jahren.
Promedia Verlag

17:30 Uhr | Fabien Kunz-Vitali, Stefano Brugnolos Marx-Essay zur Bourgeoisie

Vortrag über »Marx und der abnorme Charme der Bourgeoisie«: Dichtung und Aktualität in Marx' Darstellung der bürgerlichen Klasse.
Vergegenwärtigt man sich den gesellschaftspolitischen und ökonomischen Diskurs, so ist es zusehends schwierig, dem Begriff Bourgeoisie eine konkrete und spezifische Realität zuzuordnen. Alle sprechen vom Kapitalismus. Aber sie verwenden den Begriff , als handle es sich um einen Kapitalismus ohne Bourgeoisie. Kurz: Es scheint so, als wären wir heutzutage nicht mehr imstande, uns überhaupt vorzustellen, dass eine »bürgerliche Klasse« existiert. In seinem Essay »Marx und der abnorme Charme der Bourgeoisie« konfrontiert uns Stefano Brugnolo, Professor für vergleichende Literaturwissenschaften an der Universität Pisa, mit diesem Problem. Dafür setzt er bei jenem Autor an, bei dem der Bourgeoisie-Begriff bis heute am Besten ausgearbeitet vorliegt: Marx. Dabei unterstreicht er die Notwendigkeit, in Marx nicht nur einen Theoretiker, sondern auch einen großen epischen Autor zu sehen: einen Schriftsteller, der die Ankunft der Moderne in einer bis heute unübertroffenen Art dargestellt hat.
Laika Verlag

Samstag, 25. März

11:00 Uhr | Günter Giesenfeld, Brennpunkt Vietnam

Reportagen, Begegnungen, Reflexionen zur jüngeren politischen Geschichte Vietnams.
Günter Giesenfelds neues Buch ist ein Extrakt seiner lebenslangen Beschäftigung mit Vietnam. Der Verfasser des Indochina-Klassikers "Land der Reisfelder" kombiniert hier Momentaufnahmen geschichtlicher Wendepunkte, politische Kommentare und Polemiken mit Reiseberichten, Analysen, Interviews sowie ausgewählten Buch- und Filmkritiken. Immer verbindet Giesenfeld seine Haltung ›kritischer Solidarität‹, die sich ganz auf die konkrete Wirklichkeit einlässt, ohne in Idealisierungen abzudriften, mit großer Neugier auf die Menschen, starkem Interesse an der historischen Rolle Indochinas und Liebe zur vietnamesischen Kultur. Empathisch verfolgt er Vietnams Bemühen um einen eigenständigen Weg demokratischer Entwicklung im Zeitalter des globalisierten Kapitalismus, der Herrschaft ökonomischen Denkens und neuer Despotien als Indizien für antidemokratische Tendenzen weltweit. In seinen Texten entsteht ein lebendiges, sinnlich-realistisches Bild Vietnams.
Argument Verlag mit Ariadne

11:30 Uhr | Le Minh Khue, Nach der Schlacht (gelesen von Marianne Ngo)

Die Spuren alter Verbrechen.
Marianne Ngo, Übersetzerin der vietnamesischen Schriftstellerin Le Minh Khue, stellt den soeben erschienenen Band vor. Das Werk von Le Minh Khue ist in viele Sprachen übersetzt, sie schreibt elegant-lakonische Sittenbilder über die Folgen von Krieg und Gewalt im Alltag ihres Landes, speziell im familiären Rahmen. In »Eine kleine Tragödie« scheitert eine Hochzeit, weil sich Verbrechen der Vergangenheit ins Bewusstsein drängen, unter denen die soziale Fassade einstürzt. »Stürmische Zeiten« zeigt eine Familie, deren Mitglieder auf beiden Seiten des Krieges gekämpft haben, es geht um Rache und Versöhnung und die Aufklärung eines Massenmords. Le Minh Khue führt vor, wie die Folgen von Krieg und Landreform ihre Schatten in die Gegenwart werfen – in dunklen Erzählungen über Verbrechen und Moral, trocken, mit einer haarfeinen satirischen Note.
Argument Verlag mit Ariadne

12:00 Uhr | Beate Landefeld: Revolution

100 Jahre nach 1917.
Der 500. Jahrestag der Reformation und der 100. der Oktoberrevolution bieten Anlässe für die Frage, was Revolutionen ausmacht. Ob "friedliche Revolution von 1989" oder diverse »Farbenrevolutionen« - in der Mediensprache hat sich »Revolution« als Euphemismus für Intervention und Regime Change etabliert. Sind Revolutionen richtungslose Umwälzungen? Oder sind sie, wie Marx sagt, »Lokomotiven der Geschichte«? Beate Landefeld versteht darunter die Errichtung einer neuen Gesellschaftsordnung mit dem Ziel, die Arbeit und Mühsal zu verringern, die nötig sind für ein gutes Leben aller Menschen, und es diesen möglich zu machen, ihre Geschichte bewusst zu gestalten. Revolutionen brachten den fragilen und keineswegs geradlinigen Fortschritt zum Abbau von Ungleichheit in Schüben voran. Anhand der Vorgeschichte und des Verlaufs der großen Revolutionen der Neuzeit beschreibt Beate Landefeld, wer die sozialen Triebkräfte und was die Resultate waren. Gegen einen sozial entkernten Revolutionsbegriff stellt sie den sozialen Inhalt von Revolutionsverläufen in den Vordergrund.
PapyRossa Verlag

12:30 Uhr | Michael Buckmiller, Die Abendroth-Werkausgabe

Der Partisanenprofessor im Land der Mitläufer.
Wolfgang Abendroth (1906-1985) war einer der bedeutendsten marxistischen Theoretiker und politischen Publizisten dieses Landes. Er beeinflusste maßgeblich die Entwicklung der unabhängigen Linken und der 68er Bewegung in der Bundesrepublik Deutschland. Sein Schüler Jürgen Habermas nannte ihn den »Partisanenprofessor im Land der Mitläufer«. Der Offizin Verlag gibt eine Werkausgabe heraus, der Herausgeber Michael Buckmiller stellt die Ausgabe vor. Band 4 umfasst u.a. seine »klassischen« Schriften »Aufstieg und Krise der Sozialdemokratie«, »Sozialgeschichte der europäischen Arbeiterbewegung« und »Das Grundgesetz. Eine Einführung in seine politischen Probleme«, neben Interventionen zur geplanten Notstandsgesetzgebung, Parteiensystem der Bundesrepublik, Widerstand gegen den Nationalsozialismus.
Offizin Verlag

13:00 Uhr | Pia Eberhard & Helmut Scholz, Handel(n) von links

Alternativen zur Handelspolitik der Europäischen Union.
Nach Trumps Wahl drohen TTIP, CETA & TiSA zu scheitern – jedoch aus ganz anderen Gründen als denen, gegen die Hunderttausende auf die Straße gingen. Dabei gibt es sie: Alternativen zur Handelspolitik der EU – von links. Linke Analysen der EU-Handelspolitik haben sich bislang auf einzelne Bereiche – z.B. die Freihandelsabkommen oder Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Dritte-Welt-Staaten – beschränkt. Einem »Alternativen Handelsmandat« wurde zu wenig Beachtung eingeräumt. Die AutorInnen dieser Flugschrift wollen das ändern. Sie stellen Konzepte verschiedener linker Parteien, Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften für eine neue europäische Handelspolitik vor und beleben die Debatte um alternativen und fairen Handel. Autorin Pia Eberhard (Mitarbeiterin beim Corporate Europe Observatory – CEO) und Herausgeber Helmut Scholz (handelspolitischer Sprecher der Linksfraktion GUE/NGL im Europäischen Parlament) stellen die Flugschrift vor.
VSA: Verlag Hamburg

13:30 Uhr | Haydar Karataş, Nachtfalter. Perperik-a Söe

Ein Roman über die Niederschlagung der Dersimer Autonomie 1938 durch den türkischen Nationalstaat.
1938 wird eine junge Frau von den Nachbarn aus dem Dorf gejagt. Ihr Mann, ein einflussreicher Stammesführer, war als Freischärler von den Regierungssoldaten getötet worden. Die Dorfbewohner fürchten weitere Vergeltungsaktionen. Mit ihrer fünfjährigen Tochter an der Hand macht sich die Frau auf einen beschwerlichen Weg. Hunger und Kälte wüten in den Dörfern, die Männer werden zum Kriegsdienst eingezogen oder verstecken sich in den Bergen. Die Gedanken der Rebellen kreisen um Ehre, Rache und Blut, während die Kinder und Frauen ums nackte Überleben kämpfen. Die Mutter sucht eigentlich nur einen ruhigen Platz für sich und ihr kleines Mädchen. Doch die neue säkulare Macht bestimmt sie, entgegen den archaischen Sitten, zur Erbin über die  Ländereien ihres getöteten Mannes und legt das Schicksal der Dorfbewohner in ihre Hände. Nun gerät sie in einen erbarmungslosen Kampf der Familien um Land und Einfluss. Und mittendrin ein kleines Mädchen und eine seltsame Puppe, die wie ein Nachtfalter aussieht?… 10 Jahre saß Haydar Karataş (geb. 1973) als politischer Aktivist im Gefängnis, davon ein halbes Jahr in Isolationshaft, bevor er in die Schweiz emigrierte. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit schreibt er als Kolumnist für die kritische Tageszeitung »Bir Gün«. Die türkische Kritik lobt seinen 2010 erschienenen Roman »Nachtfalter« wegen seiner erzählerischen Wucht und stellt ihn in eine Reihe mit Yasar Kemal, Tschingis Aitmatow, John Steinbeck und Doris Lessing. Haydar Karatas erzählt die große Tragödie von Dersim, als der Nationalstaat die Autonomie des Berggebietes in Blut erstickte, ganz und gar unheldisch – aus der Perspektive eines kleinen Mädchens. Der Autor, der der Minderheit der Zaza angehört, schrieb seinen Roman in der Haft.
Dağyeli Verlag

14:00 Uhr | Assata Olugbala Shakur, Assata. Eine Autobiografie

Die mitreißende Autobiografie der Black-Panther-Aktivistin in neuer Übersetzung.
Assata Shakur, Mitglied der Black Panther Party und Mitbegründerin der Black Liberation Army, erzählt in ihrer Autobiografie mit kraftvoller Stimme vom tief verwurzelten Rassismus in den USA und vom Aufbruch der militanten schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den 1960er- und 1970er-Jahren. Sie zeichnet ein bewegendes Bild ihrer Kindheit bei den Großeltern im South Carolina der frühen 1950er-Jahre und ihrer Jugend in den Straßen der Bronx, berichtet über ihre Zeit im Gefängnis und die rassistische Struktur des US-amerikanischen Justizsystems. Assata Shakur schreibt eine Geschichte der rassistischen Gewalt im Amerika jener Zeit und des Kampfes der militanten Befreiungsbewegungen gegen diese Gewalt. Sie zeigt, wie diese Kämpfe die amerikanische Politik in den letzten Jahrzehnten mitgestaltet haben, rückt aber auch in den Fokus, wie erschreckend alltäglich die Gewalt von Polizei, Justiz und Erziehungssystem gegenüber der Black Community überall auf der Welt auch heute noch ist.
Laika Verlag

14:30 Uhr | Lea Schmid, Darla Diamond, Petra Pflaster: Lookismus

Normierte Körper – Diskriminierende Mechanismen – (Self-)Empowerment.
Die Bewertung von Körpern, Schönheitsstandards und Attraktivität als Macht- und Diskriminierungsform. Warum wird medial nicht mit Schwarzen, dicken, nackten Körpern geworben? Oder mit einer Person im Rollstuhl? Wozu brauche ich einen Körper, der ›beachbody-ready‹ ist? Seit Kurzem werden diese Diskriminierungsformen innerhalb des Konzepts des ›Lookismus‹ behandelt, welches größtenteils unbemerkt und bisher nur unzulänglich fundiert in der Reihe bekannter Diskriminierungskonzepte Position bezieht. Dieser neue -ismus scheint notwendig zu sein, um eine weitere Ausprägung von Macht- und Herrschaftsverhältnissen in Form von körper- und attraktivitätsbezogenen Diskriminierungen und Regulierungen erkennen, identifizieren und beschreiben zu können.
Unrast Verlag

15:00 Uhr | Barbara Fried & Jörg Meyer, Arbeiten & Feminismus

Führungsfrauen aus Gewerkschaften und Politik berichten.
Der Journalist Jörg Meyer hat Gespräche mit Christiane Benner (IG Metall), Monika Brandl (ver.di), Annelie Buntenbach (DGB), Elke Ferner (SPD), Barbara Fried (RLS), Edeltraud Glänzer (IG Bergbau, Chemie, Energie), Elke Gündner-Ede (Gewerkschaft der Polizei), ­Katja ­Kipping (LINKE), Ulrike Laux (IG BAU), Michaela ­Rosenberger (NGG) und Marlies Tepe (GEW) geführt. Sie erwägen in den Gesprächen, was die Arbeitswelt mit Feminismus zu tun hat. Ein Fazit der biografischen Interviews: Der Kampf ist längst nicht vorbei – und er muss von allen Geschlechtern gemeinsam geführt werden. Die in dem spannenden Interviewband befragten Frauen eint, dass sie sich seit Jahrzehnten mit Gleichstellungsthemen auseinandersetzen. Das Gros der Interviews war Teil einer Serie in der Tageszeitung neues deutschland. In einer Frage- und Antwortrunde stellen Barbara Fried und Jörg Meyer den Band vor.
VSA: Verlag Hamburg & neues deutschland

15:30 Uhr | Matthias Martin Becker, Arbeit im digitalen Zeitalter

Ausbeutung durch Digitalisierung und Vernetzung.
Was wird aus der Arbeit im 21. Jahrhundert? Die Arbeit wird nicht abgeschafft: Sie wird aufgespalten und verdichtet, ausgelagert und versteckt.  Matthias Becker analysiert die neuen Rationalisierungsstrategien und erklärt, was sich hinter Schlagworten wie Crowdwork, Maschinenlernen, Prosument, Industrie 4.0 und Precision Farming verbirgt. Die Transparenz, die durch die digitalen Werkzeuge entsteht, erlaubt es, Arbeitsgänge aufzuspalten und zu beschleunigen, teilweise sie auszulagern. Für viele Beschäftigte in den Büros, den Fabrik- und Lagerhallen bedeutet das: mehr Stress, mehr Überwachung, weniger Lohn.
Promedia Verlag

16:00 Uhr | Dominique Manotti, Schwarzes Gold

1973: In Marseille beginnt der Umbruch der Märkte.
Über Marseille hängt noch der Pulverdampf der in die Luft gejagten French Connection, um die verbliebenen Pfründe tobt ein blutiger Bandenkrieg. Vor dem Casino von Nizza wird der dynamische Geschäftsmann Piéri mit zehn Kugeln hingerichtet: Ein Held der Résistance, vormals rechte Hand der Mafia, dann zum Frachtreeder konvertiert, nun offenbar seiner kriminellen Vergangenheit erlegen. So jedenfalls möchten es Polizei und Justiz gern verbuchen. Mit dem Fall betraut wird Commissaire Daquin, der in Marseille seinen ersten Ermittlerposten antritt und prompt seine Sturheit unter Beweis stellt. Hier trifft alles aufeinander: Wirtschaftstektonik, organisiertes Verbrechen, Lokalpolitik und internationale Korruption. Rasant, präzise und mit großer Finesse entfaltet die für ihre hochpolitischen Noirs berühmte Pariser Wirtschaftshistorikerin Dominique Manotti in »Schwarzes Gold« die historischen Zusammenhänge ums Öl. Manotti, die lieber diskutiert als vorliest, kommt erstmals zur Leipziger Messe!
Argument Verlag mit Ariadne

16:30 Uhr | Simon Schaupp, Digitale Selbstüberwachung

Self-Tracking im kybernetischen Kapitalismus.
Immer mehr Menschen überwachen mittels tragbarer digitaler Geräte minutiös ihren Lebenswandel, von der Arbeit bis zum Schlaf, vom Sport bis zum Sex - und das freiwillig. Simon Schaupp geht diesem Trend kritisch auf den Grund. Er fragt nach den gesellschaftlichen Ursachen für diese Praxis: Welche politischen und ökonomischen Strukturen machen es notwendig, sich permanent selbst zu überwachen und zu optimieren? Schaupp verfolgt die Selbstoptimierung zu ihren historischen Wurzeln in der kybernetischen Steuerungstheorie zurück und skizziert eine Theorie des kybernetischen Kapitalismus.
Verlag Graswurzelrevolution, Heidelberg

17:00 Uhr | Friedrich Steinfeld, Rechtspopulismus, religiöser Fundamentalismus & Islam

Die Sehnsucht nach Identität im Aufwind.
Religiöser und politischer Fundamentalismus und entsprechend motivierte Gewalt grassieren – weltweit. Ist dies das »Ende der Säkularisierung«? Im Gegensatz zu apokalyptischen Deutungsmustern und Endzeit-Prognosen verfolgt der Friedrich Steinfeld die These, dass religiösen und kulturellen Konflikten im Kern ökonomische und soziale Konflikte von Menschen zugrunde liegen. Und er entwickelt Vorschläge für eine nachhaltige politische Problemlösung: entschiedene Bekämpfung der sozialen Spaltung, effektive Integrationspolitik in den kapitalistischen Metropolen; Unterstützung einer nachholenden gesellschaftlichen Modernisierung. Abschließend werden Chancen einer politischen Kooperation zwischen der nicht religiösen Linken und Christen ausgelotet.
VSA: Verlag Hamburg

Sonntag, 26. März

11:00 Uhr | Malla Nunn, Zeit der Finsternis (gelesen von Else Laudan)

Im Sumpf der Apartheid.
Malla Nunns opulenter historischer Kriminalroman erzählt vom Apartheidstaat Südafrika im Jahr 1953, von Sophiatown, der Wiege des afrikanischen Jazz, von Dünkel, Korruption und Gier. Im Johannesburger Villenviertel wird ein weißes Ehepaar überfallen. Die Tochter blieb unversehrt und sagt aus, für die Bluttat seien zwei Zulu-Jungs verantwortlich. Detective Sergeant Emmanuel Cooper kann nicht glauben, dass der Sohn seines Freundes und Kollegen Shabalala ein Raubmörder ist. Aber warum sollte die geschockte 15-Jährige in der Täterfrage lügen? Die Rassentrennungsgesetze sind auf dem Vormarsch, und Cooper muss sehr behutsam lavieren, zumal offenbar jemand Mächtiges die Fäden in der Hand hält. Dann wird Cooper kaltgestellt. Und riskiert alles. »Nunn ist eine Meisterin darin, die Unterdrückung noch in der leisesten Körpersprache darzustellen. Eine starke Schreibe, aus der der Duft der Regenzeit des südlichen Afrikas aufsteigt.« (taz) Else Laudan, Verlegerin und Übersetzerin, war 2016 mit Malla Nunn auf Lesereise, übertrug zwei ihrer Romane ins Deutsche und liest mit Verve daraus vor.
Argument Verlag mit Ariadne

11:30 Uhr | Michael Buckmiller, Karl Korsch: Marxismus-Staat und Konterrevolution

Zur Nachlass-Ausgabe der kritischen Gesamtausgabe.
Karl Korsch (1886-1961), einer der bedeutendsten Vertreter des »westlichen Marxismus«, kommunistischer Politiker, Vorkämpfer des Anti-Stalinismus der 1920er Jahre, marxistischer Lehrer von Bert Brecht, beeinflusste durch seine Schriften wie »Was ist Sozialisierung?«, »Arbeitsrecht für Betriebsräte«, »Marxismus und Philosophie«, seine Kritik der Kautskyschen »Materialistischen Geschichtsauffassung« und seine Monographie »Karl Marx« Generationen von kritischen Marxisten. Der Offizin Verlag gibt in Zusammenarbeit mit dem Amsterdamer Institut für Sozialgeschichte die historisch-kritische Gesamtausgabe heraus. Michael Buckmiller stellt den Nachlass-Band aus dem amerikanischen Exil 1938-1956 vor, in dem auch das legendäre »Buch der Abschaffungen« ediert ist.
Offizin Verlag

12:00 Uhr | Anja Märtin & Olaf Koppe, Die neue Kinderseite der Zeitung neues deutschland

Das nd bleibt innovativ – z.B. mit Volontärsprojekten.
Seit Jahren bildet die Sozialistische Tageszeitung auch Volontäre aus. Anja Märtin ist eine von ihnen. Und seit einiger Zeit gibt es auch spezielle Volontärsprojekte. Im aktuellen Ausbildungszyklus entstand die neue, einmal im Monat erscheinende Kinderseite. Mit lustigen und ernsthaften Geschichten vom Monster Raba Uke und seinen Freunden. Anja Märtin und Olaf Koppe stellen sie auf der Bühne vor.
neues deutschland

12:30 Uhr | Dieter Nake: Portugiesischer April

Die Nelkenrevolution in Portugal 1974/75
Seine Darstellung von Vorgeschichte, Ursachen und Verlauf der revolutionären Entwicklung in Portugal 1974/75 stützt Dieter Nake ausführlich auch auf bislang unbekannte Dokumente. Angemessen würdigt er die Rolle von Vasco Gonçalves, General, Kopf der revolutionären Streitkräftebewegung und Ministerpräsident der Provisorischen Regierung nach dem Sturz des Faschismus. Um die Aktivitäten hochrangiger portugiesischer Politiker, nicht zuletzt solchen aus den Reihen der von der SPD angeleiteten Sozialistischen Partei, gegen die Festigung der Revolution sowie zur Ausschaltung der militärischen Linken zu belegen, stützt sich Nake auf Details aus den »Akten zur auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland«. Abschließend kommt er zu dem Resümee, dass die Akteure und Träger der portugiesischen Revolution 1974/75 einen bleibenden praktischen und theoretischen Beitrag zur Revolutionsgeschichte geleistet haben. Dieser rankt sich um die ungebrochen aktuelle Herausforderung, die Vergesellschaftung des Staates zu erreichen - als Bedingung für die Vergesellschaftung der Produktionsmittel.
PapyRossa Verlag

13:00 Uhr | Dennis de Lange, »Die Revolution bist Du!«

Tolstojanismus als soziale Bewegung. Vorgestellt durch Übersetzerin Renate Brucker.
Der Tolstojanisms - eine von Leo Tolstojs politischen, sozialen und religiösen Ideen geprägte christliche-anarchistische Strömung - war zwischen 1890 und 1930 ein Phänomen, das man in vielen Teilen der Welt wieder fand. In den Niederlanden fiel der Tostojanismus auf besonders fruchtbaren Boden, und es entwickelte sich eine vitale soziale Bewegung. Die niederländischen TolstojanerInnen bildeten Kommunen, kämpften gegen Militarismus und Ausbeutung, lehnten Staat und Kapitalismus ab. Praktisch umgesetzt haben sie ihre Ideen auch in sozial-kultureller Stadtteilarbeit in Amsterdam.
Verlag Graswurzelrevolution, Heidelberg

13:30 Uhr | Patrick Schreiner: Warum Menschen sowas mitmachen

Achtzehn Sichtweisen auf das Leben im Neoliberalismus.
Der Neoliberalismus beeinflusst unser Leben stärker, als es auf den ersten Blick scheint: Marktgläubigkeit, Konkurrenzdenken und Selbst-Bezogenheit prägen längst auch so Alltägliches wie Fernsehen und Sport, Konsum und Lifestyle, Beziehungen und Soziale Netzwerke, Coachings und Bildung. Patrick Schreiner nimmt diesen Zeitgeist kritisch unter die Lupe. Dazu zieht er achtzehn klassische und aktuelle Denkerinnen und Denker heran: Was können wir etwa von Karl Marx, Michel Foucault, Max Weber, Naomi Klein und selbst von Friedrich August von Hayek über den Neoliberalismus in unserem Leben und Alltag lernen? Was sagen sie uns darüber? Welche ihrer Überlegungen lassen sich auf die heutige Gesellschaft übertragen? Anhand zahlreicher Beispiele macht Patrick Schreiner diese Denkansätze verständlich. Er zeigt: Der Neoliberalismus ist mehr als eine bloße politische Überzeugung - und es braucht mehr als eine einzige Perspektive, um ihn zu verstehen und seiner Ideologie nicht aufzusitzen. Ein anschauliches Buch über das Denken unserer Zeit und seine Hintergründe.
PapyRossa Verlag

14:00 Uhr | Max Henninger, Armut, Arbeit, Entwicklung. Politische Texte

Lernen aus der Geschichte des Antikapitalismus.
Der Kapitalismus untergräbt in einem nie dagewesenen Ausmaß die Bedingungen seines eigenen Fortbestands. Darin liegt ein emanzipatorisches Potenzial. Zugleich birgt die historische Situation jedoch die Gefahren verallgemeinerter Barbarei, ja selbst einer endgültigen Vernichtung der natürlichen Grundlagen menschlichen Lebens. Auf eine einleitende Auseinandersetzung mit dem Operaismus als einer der prägenden linksradikalen Strömungen des vergangenen Jahrhunderts folgt eine Diskussion zentraler Marxscher Positionen zum Charakter der Industrialisierung sowie zu den Perspektiven kapitalistischer Entwicklung. Über eine historische Rückschau auf das Italien des späten 19. Jahrhunderts werden sodann Fragen nach dem Verhältnis von sozialer Bewegung und Parteipolitik sowie nach der Rolle revolutionärer Intellektueller gestellt. Weitere, am Beispiel aktueller Entwicklungen erörterte Themen sind der politische Einsatz des »Subsistenz«-Begriffs zur ideologischen Flankierung von Austeritätspolitik, die Verstädterung der Menschheit, die Ambivalenz der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien sowie der Klimawandel als Produkt und potenzieller Endpunkt kapitalistischer Entwicklung. In diesem Band werden bisherige Entwürfe gesellschaftlicher Befreiung bewertet und es wird gefragt, was aus vergangenen antikapitalistischen Bestrebungen für die Gegenwart gelernt werden kann.
Mandelbaum Verlag


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